Kann man die gesamte Mathematik (Schule-Uni) lernen ohne eine schule oder Uni oder irgendetwas anderes besucht (außer die Bibliothek)?

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6 Antworten

Ja. Natürlich. Das Potential zu allen geistlichen Fähigkeiten scheint homogen verteilt/verstreut zu sein. Im Grunde gibt es überall Menschen, die veranlagt sind genau dasselbe Können zu zeigen, wie ein jeder Mensch in der Geschichte. Speziell gilt in den analytischen Gebieten des Wissens, alleine gestellt dasselbe Wissen nochmals herzuleiten oder mindestens durch lesen etc. zu begreifen, indem man sich selbst den Stoff beibringt. Was hat die physikalische Anwesenheit in einem Hörsaaal bitte schön damit zu tun?

Eine der wenigen Rollen anderer Menschen besteht darin, einem dabei zu begleiten. LEIDER können wir matt werden, verlieren Überblick, Lust, etc. Andere Menschen können einem also psychologisch helfen.

Dikatisch betrachtet ist Letzteres leider ein unüberheblicher Faktor des erfolgreichen Lernens. Das heißt, entweder macht man das selber, sonst braucht man mindestens zum Teil in Gesellschaft anderer zu lernen.

Zweite Rolle: Feedback. Ohne dies, kann man sich täuschen, dass man etwas begriffen oder erledigt hat. Andere können auf unsere Fehler Licht werfen, wo wir zu blind geworden sind.

Dritte Rolle: obwohl in Mathematik extrem viel analytisch ist, gibt es seeeehr wichtige Teile, die synthetisch sind (zu diesen beiden Begriffen, bitte über Kants Kritik der reinen Vernunft nachlesen, oder das Werk an sich ; ). Dies kommt bei der Methodik vor. Häufig muss man sinnvolle Rahmen erstellen, Dinge kreativ konstruieren, usw. und dann von dort wieder analytisch deduzieren. Dieses Schöpfen erfordert synthetisches Denken. Das Einfallsreichtum einer Person, wie man bei einem Problem / einer Frage / usw. ansetzt, kann sehr eindeutig sein … und gleichzeitig irgendwie notwendig sein. Das bedeutet, es scheint unentbehrlich, die Gedanken anderer zu lernen. ABER, ich glaube, hier muss es nicht so sein. Anderen Menschen können genauso gut treffende Ideen einfallen, sogar die gleichen. Das ist in der Geschichte passiert, sowohl in der Biologie, der Physik, und der Mathematik.

Punkt 3 hat aber keinen Einfluss auf die Frage. Wurde nur der Erwähnung wert. Fazit: Ich glaube, ja. ABER Kontakt mit anderen würde ich nie meiden. Prüfe dein Wissen gegen das von anderen. Lass dich durch andere motivieren. Lern aber so viel du kannst ansonsten selbstständig. Die Literatur reicht sonst als „Lehrer“.

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Kommentar von Eismensch
01.10.2016, 07:48

Für nicht Philosophie Studenten und TL:DR: Ja

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Naja, es gibt online-Unis, die müsstest du dann nicht besuchen und kannst dir den Stoff einfach bequem zu Hause herunterladen. Natürlich musst du auch das nicht machen, aber "einfach so" nach Büchern zu suchen, die alles von A-Z abdecken wird ziemlich mühsam werden.

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Die ganze Schulmathematik auf jeden Fall, und zwar über das Internet.

Auf Youtube gibt es die SimpleMath und Daniel Jung die eigentlich alles erklären. Und im Internet gibt es auch unzälige Matheforen und Internetseiten auf denen einem die Schulmathematik erklärt wird.

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Es gibt Bücher aber diese Alleine zu verstehen ist ungemein schwer.

Du könntest theoretisch von Zu Hause aus Vorlesungen oder Youtube Videos angucken. Dann müsstest du nicht zur Schule oder Uni, falls das deine Frage war.

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Naja. Klar kannst du die Lehrbücher durcharbeiten, auf denen die jeweiligen Vorlesungen basieren würden, wenn du sie besuchen würdest. Aber das könnte schon schwierig werden und lange dauern, das alles allein zu verstehen. Oft sind andere Gedankengänge zu gewissen Problemen sehr hilfreich, wenn man mit seiner Sicht nicht weiterkommt (wobei man theoretisch in online-Foren nachfragen könnte).

Ich würde sagen, dass es theoretisch schon möglich wäre, sich den Stoff, den ein Mathestudent lernen würde, auch ohne Uni anzueignen, aber das ist sicher hart. Ist allgemein schwer zu beantworten.

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können tut man viel aber ohne strucktur von dozenten wird es wohl schwer sein?

bücher geben oft nicht so viel her denn sie wollen verkauft sein und da reden oft viele mit ?

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