Frage von tommygilbert, 75

Kann man die Appetit anregende Wirkung von Aspartam auch mit "wenig Zucker" erzeugen?

Hallo, um Aspartam existieren bekanntlich viele (nicht unbedingt zu 100% gesicherte) Nebenwirkung. Eine wäre das erzeugte Hungergefühl. Durch den süßen Geschmack schüttet der Körper Insulin aus, der Blutzucker sinkt und ein Heißhungergefühl tritt auf. Da Aspartam nur wenig Kohlenhydrate besitzt, isst man dann angeblich mehr. Würde dieser Effekt eigentlich auch auftreten, wenn ich nur ganz wenig Zucker aufnehme, den Geschack aber dafür lang anhaltend und großflächig auf die Zunge verteile. Der Blutzuckerspiegel wird nicht durch den wenigen Zucker ausgeglichen. ist an meiner Überlegung was falsch?

Danke schon im Voraus für Antworten.

MfG

tommygilbert

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Chillersun03, Community-Experte für Gesundheit, 41

Da hast du dich aber vollkommen falsch informiert!

Hallo, um Aspartam existieren bekanntlich viele (nicht unbedingt zu 100% gesicherte) Nebenwirkung.

Aha, welche denn? Es gibt (nahezu) keine.

Eine wäre das erzeugte Hungergefühl. Durch den süßen Geschmack schüttet der Körper Insulin aus, der Blutzucker sinkt und ein Heißhungergefühl tritt auf.

Unsinn.

Mit Bezug auf Blundell/Hill wurde die Hypothese aufgestellt, dass Süßstoffe ebenso wie Zucker eine verstärkte Ausschüttung von Insulin kurz nach ihrer Aufnahme bewirkten (cephalische Insulinreaktion), obwohl diese im Gegensatz zu Zucker und Kohlenhydraten dem Körper keine Glucose zuführen. Kurze Zeit später komme es dann zu einem starken Abfall des Blutzuckerspiegels, was die Hungergefühle erkläre. In mehreren Versuchen wurde jedoch dieser Effekt nicht bestätigt.[8]

ist an meienr Überlegung was falsch?

Deine Überlegung ist grundsätzlich völlig richtig, sollte es den Effekt tatsächlich geben. Fast alles spricht jedoch dagegen, dass es diesen Effekt wirklich gibt.

Gruß Chillersun

Kommentar von Fielkeinnameein ,
Da hast du dich aber vollkommen falsch informiert!

Hallo, um Aspartam existieren bekanntlich viele (nicht unbedingt zu 100% gesicherte) Nebenwirkung.

Aha, welche denn? Es gibt (nahezu) keine.

Dann guck die mal die Studien an die es zum Zeitpunkt der Zulassung gab .. oder die offensichtlich manipulierten Studien die zur Zulassung von Aspartam beigetragen haben ;) 

Es wird einen Grund haben warum man mehrere Anläufe für die Zulassung brauchte. Erstmal die richtigen Leute bezahlen bzw. einsetzen, dann passts auch mit der Zulassung. 

Kommentar von Chillersun03 ,

Du solltest erst einmal selber in die Datenlage reinschauen! Und zwar IN die Studien! Schick doch mal Links von dem was du meinst.

Und die Bestechung von Behörden ist eine relativ lächerliche Ausrede, die immer zum vorschein kommt, wenn logik und vernünftige Argumente nicht ausreichen.

"Das ist schlecht - warum kann man es dann kaufen? Da muss wohl jemand bestochen worden sein!"

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Es ist keine Bestechung sondern der gute alte Drehtüreneffekt (besoders stark sieht man den bei der EFSA). Mal davon abgesehen .. wenn man auch nur halbwegs Ahnung von Wirtschaft hat, weiß man das es immer gut ist die richtigen Stellen zu "manipulieren" so dass man seine eigenen Interessen durchsetzen kann. 

Ich kenne die Studie die zur Zulassung herangezogen wurde und wie das gute Arte aufgedeckt hat, war diese manipuliert, insofern.

Antwort
von Arteloni, 31

Es ist in der Wissenschaft eigentlich Konsens das Zuckerersatzstoffe eine Appetitanregende Wirkung haben. Aber eben nicht mehr als Zucker. Viele verscheidene Untersuchungen (mehrere veröffentlicht im European Journal of Clinical Nutrition falls jemand nachlesen möchte) haben das gezeigt.

Der Unterschied ist aber eindeutig die Kalorienzufuhr. Mit Zuckersüße hast du natürlich viel mehr Kalorien als mit Zuckerersatzstoffen und das bei gleichem Nahrungsvolumen.

Hier z.B. ein ausführlicher Artikel der verschiedene Untersuchungsergebnisse zusammenfasst:

http://www.nature.com/ejcn/journal/v61/n6/full/1602649a.html

Expertenantwort
von Pangaea, Community-Experte für Gesundheit, 19

Ich weiß nicht, wer dir den Blödsinn erzählt hat, Aspartam (oder andere Süßstoffe) würden die Insulinausschüttung anregen und den Appetit anregen.

Das ist nicht der Fall - längst nachgewiesen. Man kann sowas messen: Einfach den Süßstoff geben und in Abständen danach Blut abnehmen und den Insulinspiegel bestimmen. Keine Veränderung.

Auch das mit der Appetitanregung ist Blödsinn. Kann jeder, der Erfahrung mit Süßstoff hat, aus eigener Erfahrung bestätigen.

Und bevor jetzt wieder jemand die abgedroschene Frage stellt, warum dann Süßstoffe in der Schweinemast eingesetzt werden: Zur Süßung. Wenn Ferkel in die Mast kommen, will man ihnen den Übergang von der (süßen) Muttermilch auf das Mastfutter buchstäblich schmackhaft machen und süßt deswegen vorübergehend das Futter.

Man könnte das Futter natürlich auch mit Zucker süßen, der wäre sogar kalorienreicher. Aber Süßstoff ist halt 400mal süßer als Zucker. Und was würdest du lieber durch einen Schweinestall tragen: Acht große Zentnersäcke Zucker, oder einen kleinen handlichen Ein-Kilo-Eimer Süßstoff?

Und was deine Frage zum Zucker angeht: Der Insulinspiegel richtet sich nach der aufgenommenen Zuckermenge und nicht danach, ob du den Zucker auf der Zunge verteilst oder nicht. Die Insulinproduktion wird erst in dem Moment angeregt, wo der Zucker ins Blut kommt.

Kommentar von tommygilbert ,

Zu den Schweinen: Ist Süßstoff nicht sehr teuer? Hab irgendwo gelesen, dass ein Gramm 24 Euro kostet. Würde das nicht die Kosten des Zucker übersteigen?

Kommentar von Pangaea ,

Süßstoff ist nicht teuer, bei Aldi bekommst du 1200 Süßstofftabletten (= 72 Gramm)  für 89 Cent.

Und überleg mal, was du allein beim Transport sparen kannst. Du musst nicht einen LKW mit Zuckersäcken beladen, sondern stellt dir ein paar kleine Eimerchen in den Kofferraum.

Zumindest ist das mit dem Süßstoff gängige Praxis: http://www.purzelpfund.de/2007/12/02/mythos-suessstoffe-mastfutter-fuer-den-mens...

Kommentar von tommygilbert ,

Die Tabletten sind zwar nicht teuer, aber die darin enthaltene Menge Aspartam ist sehr gering, sodass Preis pro Gramm so hoch ausfällt.

Ja, von der Logistik ist es eindeutig besser....

Antwort
von user8787, 37

Ich halte eine zuckerarme Ernährung generell für gesünder als den Austausch mit Ersatzsüße.

Hierbei ist es wichtig maßvoll mit Zucker umzugehen. Kommt der gefürchtete Heißhunger lässt der sich mit etwas Disziplin durch süßes Obst statt Schokolade überlisten. 

Natürlich sind totale Verbote kontraproduktiv, statt reinen Haushaltszucker würde ich ein Stück Schoki auf der Zunge zergehen lassen. Durch die maßvolle Menge reguliert sich die Insulin Ausschüttung auch gut und der Zucker wird normal verstoffwechselt. 

Bei Süßstoff denken viele man darf viel...weil es hat ja keine Kalorien. Nun schüttet die Bauchspeicheldrüse trotzdem Insulin aus und der Mensch unterzuckert. Als Reaktion verlangt der Körper nach mehr, nach Kalorien....weil Unterzucker ist potentiell eine Gefahr. Also wird gefuttert. 

Ein Teufelskreis.....

Kommentar von tommygilbert ,

Kann der Heißhunger also auch kommen, wenn ich zu maßvoll mit Zucker bin?

Kommentar von user8787 ,

Ja klar, vor allem die Lust auf Süßes. Das ist sogar Evolutionsbedingt. Wir lieben Süßes, weil das ist schnelle Energie und für das Gehirn eine Art Belohnung.

Hier liegt es an dir....gesunde Süße ( Obst ) oder eben ne kleine Sünde. In Maßen halt. 

Antwort
von MariusOne, 36

Süßstoffe sorgen nicht für eine Insulinausschüttung. Süßstoffe werden insulinunabhängig verstoffwechselt. Es handelt sich dabei um eine Hypothese die nicht einmal annähernd gesichert ist. Ich vermute dass es sich dabei um eine Arr Pkacebo Effekt handelt. Also könnte das mit Zucker auch funktionieren.

Kommentar von user8787 ,

Quelle Med.Z.

  »Süßstoffe täuschen das Gehirn und erregen Appetit, sodass der Mensch letztendlich doch mehr Kalorien zu sich nimmt.« Süßstoff übermittelt eine irreführende Information ans Gehirn. Die menschliche Zunge verfügt über Rezeptoren, die dem Gehirn Süße ankündigen, damit sich der Körper darauf vorbereiten kann und die Nahrung bestmöglich nutzt. Trinkt man eine Light-Limonade, werden diese Süßrezeptoren ebenfalls stimuliert, und das Gehirn erwartet einen Glukoseschub. Der bleibt aber aus – das Gehirn ist verwirrt. Es kann das falsche Süßsignal nicht deuten. Je öfter diese Fehlmeldungen auftauchen, desto größer ist das Durcheinander. »Das Gehirn beginnt, diese verwirrende Situation als Nährstoffkrise zu deuten, und befiehlt dem Körper, mehr Nahrung aufzunehmen«.

Kommentar von Pangaea ,

Das scheint eine etwas ältere Quelle  zu sein - oder der Autor hat sich nicht die Mühe gemacht, die wissenschaftlichen Quellen zu prüfen.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Wo sind denn deine Quellen? 

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