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Kann man Dialekt "wegtrainieren"?

gefragt von shirley am 20.07.2007 um 15:54 Uhr

eine freundin von mir ist sächsin und spricht ziemlich breit. sie leidet sehr darunter, vor allem, weil sie eigentlich gern auf die schauspielschule gehen würde. kann man seinen dialekt wegtrainieren und wenn ja, an wen kann man sich wenden?


Reply


marxx
beantwortet von marxx am 20. Juli 2007 16:13
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Vielleicht zur Selbstübung ein Buch laut und klar vorlesen.

Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4small ░critter░­ am 20. Juli 2007 16:41

Das funktioniert nie und nimmer! Kontrolle kann nur durch außerstehende Personen, die eines dialektfreien Hochdeutsches mächtig sind, erfolgen!

Kommentar von 72acc6de58b4107af02ffc7d9d828dcasmallmarxx am 20. Juli 2007 16:49

Ich habe zwar keine Erfahrungswerte bzgl Dialekt und Buchlesen. Aber beim laut und klar vorlesen (vor einer Person) unter Berücksichtigung der Endungen sollte es doch vielleicht langsam klappen.

Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4small ░critter░­ am 20. Juli 2007 17:21

Nein, das klappt nicht. Wir selbst nicht nicht objektiv genug und können es auch gar nicht sein, die Dialektaussprache und den heimischen Tonfall vollkommen abzustellen. Das muss uns eine fremde Person beibringen. Die Umstellung auf Hochdeutsch ist meist sehr, sehr schwer, weil das einfach nicht "in unserer Zunge" liegt, wenn wir vorher nur Dialekt gesprochen haben.

Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4small ░critter░­ am 20. Juli 2007 17:24

Und an Schauspielanwärter werden nun mal besonders hohe Anforderungen betr. Aussprache gestellt.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 20. Juli 2007 16:40
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Natürlich! Jeder Logogäde würde sich über den Auftrag freuen, obwohl er ihn wohl etwas unterfordern würde. Wichtig ist, dass man auf die eigene Sprechweise achtet und sich so selbst trainiert. Manche Volksgruppen (speziell im Süden Deutschlands...ggg) sind sogar stolz auf ihre "rudimentäre" Sprechtechnik.


Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^›
beantwortet von Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 20. Juli 2007 16:19
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ich habe eine kollegin, welche auch sächsin ist.

sie lebt jetzt schon fast 10 jahre nicht mehr in sachsen, aber man hört immer noch ihren schönen dialekt.

sie spricht zwar jetzt nicht mehr ganz so sächsisch, aber ganz und gar wegbekommen wird man das nicht.

der dialekt verändert sich, wenn man fast nur noch mit leuten zusammen ist, die einen anderen dialekt sprechen.

dadurch hat meine kollegin fast den unseren angenommen.

man sollte auch zu seinem dialekt stehen, es ist immerhin die heimat und diese sollte man nicht verleugnen wollen.

im übrigen, finde ich den sächsischen dialekt nicht " breit " , er ist anders, so wie alle dialekte für andere anders sind.


░critter░­
beantwortet von ░critter░­ am 20. Juli 2007 16:00
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Sie kann sich nur einem Lehrer für Sprecherziehung anvertrauen (Schauspielschule, Theater). Und dann ist zähes Üben angesagt. Wenn sie Glück hat, wird sie irgendwann total dialektfrei sprechen. Bei den meisten bleibt jedoch ein winziger Dialekt erhalten oder kommt immer wieder durch. Ist meistens nachteilig für den Beruf, muss es aber nicht unbedingt sein, kommt auf die Rolle an.


nicht die  schon wieder ;-)
beantwortet von nicht die schon wieder ;-) am 20. Juli 2007 16:21
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Klar kann man Dialekte wegtrainieren. Dafür gibt es extra Kurse in Sprechtechnik und Sprecherziehung.

Nur laut Vorlesen hilft leider nicht, da man normalerweise nicht hört, wo die eigene Sprache nicht dem Hochdeutsch entspricht.

Vielleicht hilft der Link weiter:

http://www.dgss.de/





anonym
beantwortet von kiramarie am 20. Juli 2007 17:00
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Doch das kann man auf jeden Fall.Wie einige hier schon schrieben, gibt es dafür spezielle Kurse.Obwohl ich auch der Meinung bin, dass er bei manchen Menschen auch irgendwann von alleine weggeht,je nachdem wie stark der Dialekt ausgeprägt ist.Meine Schwiegermutter z.B. stammt aus Ostpreussen, sie kam als junge Frau an den Niederrhein u. spricht den niederrheinischen Dialekt.Bei ihr hört man garnicht mehr den "Mutter-dialekt". Dagegen kam eine Freundin meiner Mutter aus Dresden,ebenfalls in jungen Jahren. Bei ihr konnte man selbst im hohen Alter noch den sächsichen Dialekt stark heraus hören.


Watson
beantwortet von Watson am 20. Juli 2007 18:01
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Selbst bekommt man den Dialekt in Griff, aber nicht ganz weg. :-) Meistens wird man schon noch hören, woher man eigentlich kommt, aber das finde ich auch nicht schlimm.


anonym
beantwortet von allesiea am 20. Juli 2007 19:52
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Ich denke schon, dass das geht. Komme selbst aus den schönen Bayern und hab natürlich einen Dialekt. Da ich zudem noch ein "Landkind" bin ist der zudem sehr ausgeprägt. Jetzt arbeite ich seit einem Jahr in der "großen Stadt" und meine Freunde "vom Land" haben festgestellt, dass ich viel weniger Dialekt spreche. Ich glaube das passiert ganz im Unterbewusstsein wenn mann sich seinen Kollegen anpasst.


anonym
beantwortet von Tristanactor am 12. Februar 2008 13:25
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für die Aufnahme an einer Schauspielschule ist Dialekt i.d.R. kein Problem. Dieser wird dir während der Ausbildung wegtrainiert. Darüberhinaus gibt es viele freiberufliche Sprecherzieher(/Schauspieler), die dir Privat-Unterricht geben.


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