Frage von Tragosso, 65

Kann man den Therapeuten nach beendeter Langzeitherapie wechseln?

Huhu.

Ich bin seit ca. 3 Jahren in Behandlung bei dem selben Therapeuten. Diese ist nun aber bald ausgelaufen (bzw. die Stunden sind aufgebraucht) und kann nicht verlängert werden. Eine neue Therapie könnte erst in 2 Jahren wieder bentragt werden.

Mein Therapeut hat mir angeboten 2-3 Stunden davon aufzubewahren um die für den Notfall nutzen zu können in dieser Zeit. Ich bin mir nun allerdings unschlüssig, ob ich so eine Therapie nach diesen 2 Jahren überhaupt bei dem selben Therapeuten weiterführen sollte.

Ich bin mir nicht sicher ob das das richtige für mich ist und würde deswegen gerne zu einem anderen gehen...Nun wäre aber meine Frage, ob ich das überhaupt kann. Und diese 2 Jahre werde ich ja wahrscheinlich trotzdem einhalten müssen, weil die Stunden von der Krankenkasse bezahlt werden.

Antwort
von Schokolinda, 31

du hast keine andere möglichkeit, als die 2-3 stunden für den notfall aufzubewahren oder sie voll aufzubrauchen.

die sperre nach einer therapie gilt für dich als patient, nicht für deinen therapeuten. d.h. du bekommst nun erst mal keine ambulante therapie von der kasse bezahlt.

danach kannst du dir aber einen neuen therapeuten suchen. es besteht auch für den alten therapeuten keine verpflichtung, dich erneut zu behandeln.

Antwort
von km11111, 20

Hallo!

Du kannst andere Therapeuten aufsuchen, diese müssten dann eine Therapie neu beantragen, sofern dies indiziert ist, die Voraussetzungen der Richtlinen erfüllt sind usw. Dies ist aber innerhalb der sog. 2-Jahres-Frist sehr sehr schwer.

Ausweg ist manchmal ein Verfahrenswechsel. Aber auch hier ist das schwierig, aber oft besser möglich.

Man muss einfach bedenken, dass Psychotherapie in Deutschland keine reguläre Leistung, sondern antragspflichtig ist, Regulierungen unterliegt und dass die Leistungen gesetzlich vorgegeben beschränkt sind. Auch das Bundessozialgericht sieht keinen grundsätzlichen Anspruch auf Psychotherapie (Psychotherapie ist Luxus, keine Notwendigkeit).

Jederzeit frei zugänglich und antragsfrei sind psychiatrisch-fachärztliche Behandlungen, insbes. Pharmakotherapie, aber auch psychiatrisch-psychotherapeutische Gespräche (außer eben Richtlinen-Psychotherapie) sowie ärztlich-psychotherapeutische Gespräche im Rahmen der psychosomatischen Grundversorgung (z.B. beim  Hausarzt).

Ich würde das Angebot annehmen und dann nach den zwei Jahren weitersehen, auch, ob dann noch eine Therapie notwendig ist. Sollte es in der Zwischenzeit schwierig werden, bliebe nur der Gang zum Arzt (Medikamente und ggf. stützende Gespräche)

VG

Antwort
von Mikey86, 32

Hi

Ein Therapieplatz wechsel ist grundlegen jederzeit möglich. Inwieweit die Krankenkasse die in Deutschland abdeckt kann ich leider nicht beantworten.

Jedoch sicher, sollte es ohne zwei jährige Pause klappen, wenn dein Hausarzt dich erneut durch seine Diagnose zu einem "spezialisten" überweist. Am besten besprichst du dies mit dem Hausarzt. Wenn er dir atestieren kann das du eine Psychotherapeutische masnahme benötigst, muss die krankenkasse diese übernehmen, da die ärztliche behandlung gewährleistet werden muss.

Alles liebe

Kommentar von Seanna ,

Nö. Therapiepause umgehen ist in Deutschland nicht möglich. Auch nicht mit Attest vom Hausarzt. Sonst würde das ja jeder machen.

Kommentar von Mikey86 ,

Wie gesagt, das kann ich leider diesbezüglich nicht beurteilen. Sollte dies wirklich so sein, muss ich definitiv sagen... "SCHWACHSINN!!!" 

Dennoch, ich würde es zumindest versuchen. Einfach nur mal sosolala hinnehmen ist verantwortungslos..

Finde ich verantwortungslos vom Staat.

Mir gehts nicht um "juhui ich bekomme noch länger von Herr M.R aus W noch geld.. es geht verdammt nochmal um die Gesundheit von Menschen, welche man sozusagen einfach ihrem Schicksal überlässt.. sorry aber das kann ich nicht gutheissen..

Antwort
von Seanna, 22

Du kannst wechseln, die Kassen-Zwangspause besteht aber trotzdem.

Antwort
von Strolchi2014, 40

Natürlich kannst du jederzeit den Therapeuten wechseln. Es ist nicht immer der erste gleich der richtige. Da muss ja auch die "Chemie" zwischen Therapeuten und Patient stimmen.

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