Frage von rauchschlauch, 238

Kann man das Verhältnis zwischen Sunniten & Schiiten in etwa mit jenem zwischen Katholiken & Protestanten vergleichen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von waldfrosch64, 133

Ja und Nein !

In Gewisser Weise erst einmal  ja ,denn bei beiden Fällen ging es um Streitigkeiten was die Gefolgschaft betrifft .

Die Sunniten berufen sich auf die Propheten Witwe Aischa ,die Schiiten auf Ali.Beide gerieten darüber in kriegerische Auseinandersetzungen ,sowie  auch die Katholiken und die Protestanten .

 Diese Auseinandersetzungen dauerten bei den Protestanten und Katholiken ganze 400 Jahre, danach herrscht hier weitgehend Eintracht .Wenn auch nicht unbedingt in der Lehre so doch in den Fundamenten der Lehre .

Bei den Sunniten und Schiiten dauern diese seit dem Tode Mohammeds an, also schon 1400 Jahre .Eine Ende ist nicht abzusehen .Sondern eher eine zuspitzung .

Also scheint es doch noch mal eine andere Qualität zu handeln .


Kommentar von AskiMenzil25 ,

Aisha hat nicht sonderlich was mir der spaltung dieser gruppen zu tun.
Sunniten akzeptieren die 4 khalifen (abu bakr, umar, uthman und ali)
Shiiten jedoch (einige jedenfalls) akzeptieren die ersten drei khalifen nicht, weil sie der meinung sind imam ali haette der 1. Khalif nach dem propheten sein sollen,und nicht abu bakr.
Unter den shiiten gibt es dennoch einige viele, die die ersten 3 khalifen akzeptieren, jedoch verehren sie die nicht

Kommentar von suziesext04 ,

hi waldfrosch - Aischa hat sich sehr stark politisch engagiert im Nachfolgestreit und dabei ihr hohes Ansehen als Mohameds Lieblingsfrau in die Waagschale geworfen. Ohne sie wäre wohl Ali erster Kalif geworden.

"Diese Angelegenheit wurde sowohl in unseren [schiitischen] Quellen als auch in den [sunnitischen] Quellen erwähnt. In unseren Quellen hat der Führer der Gläubigen [Ali bin Abi Talib, einer der Schwiegersöhne Muhammads und sein vierter Nachfolger], Allahs Segen sei auf ihm, gesprochen: 'Eure Mutter Aischa hat Allah mit seinem Propheten [Muhammad] verheiratet, so dass er [Allah] weiß, wem ihr gehorcht: ihm [Allah] oder ihr [Aischa]', d. h. Allah hat uns mit Aischa geplagt. Nun, warum hat Allah uns [die Muslime] mit Aischa geplagt? Er wollte wissen, wem wir gehorchen: Allah oder Aischa." (Quelle:

http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5599e59586a.0.html

Antwort
von josef050153, 80

Die Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken war eine Auseinandersetzung um die 'rechte Lehre'.

In den Auseinandersetzungen im Islam geht es nie um die rechte Lehre, sondern wer der rechtmäßige Nachfolger von Mohammed (mit allen dazugehörigen Privilegien) ist. Das mag für unsere Ohren komisch klingen, aber der Islam hat mit Demokratie eben genauso viel zu tun wie Hitler mit dem Thoraschreiben.

Kommentar von Dackodil ,

Hat oder hatte denn das Christentum jemals was mit Demokratie zu tun?

Kommentar von josef050153 ,

Meine Gemeinde schon und viele andere auch. Dei Problem ist wohl, dass du Christentum mit der römisch-katholischen Kirche verwechselst. Das ist zwar nachvollziehbar, aber beruht wahrscheinlich auf einem geringen Wissensstand. PISA lässt grüßen!

Antwort
von Schwoaze, 110

...??? Wird bei uns auch ermordet gegenseitig? Hab ich was versäumt?

Kommentar von Mismid ,

ja, siehe z.b Republik- und Nordirland, auch wenn es momentan ruhiger ist

Kommentar von earnest ,

Da ist es nun schon eine ganze Weile einigermaßen ruhig.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Hier geht es nicht Religion sondern um Nationalität die Religion ist nur ein zufällige Begleiterscheinung ...

Kommentar von earnest ,

Nein, eine "zufällige Begleiterscheinung" war das z.B. in Belfast nicht ...

Da spielte (und spielt) die Religion eine wichtige Rolle.

Antwort
von Dackodil, 155

Dagegen sind Katholiken und Protestanten die reinsten Kuschelkätzchen.

Kommentar von Dackodil ,

Oh, schon 3 Downpfeile für so einen harmlosen Satz.

Wer bietet mehr?

Kommentar von suziesext04 ,

hiermit stehts 7:3  :)  Aber ZJ und Siebententagsadventisten sind ja nu auch nicht ohne im Beschimpfen vom Papst - da heisst er Antichrist, Satan und all sowas.

Und die sunnitischen Rechtsgelehrten, vor allem aus Saudiarabien, bezeichnen die Schiiten als noch schlimmeren Feind im Dschihad als die Ungläubigen. Sie sagen, Schiiten sind abgefallen vom wahren Islam und müssen, wie jeder Abtrünnige, getötet werden. Sie dürfen auch nicht zur Wallfahrt nach Mekka.

Kommentar von Dackodil ,

Dazu findet sich, wie so oft,  bei Eugen Roth der treffende Zweizeiler:

Ein Mensch wollt immer recht behalten:
So kam´s vom Haar- zum Köpfespalten.

Wobei man fairerweise sagen muß, daß sich die christlichen Gruppierungen auf verbale Gewalt beschränken (also in den letzten 100 Jahren zumindest).

Antwort
von ShmuelRotkraut, 103

Heutzutage nicht mehr. Katholiken und Protestanten kommen mittlerweile ja gut miteinander aus. Sunniten und Shiiten metzeln sich allerdings immer noch fröhlich gegenseitig nieder.

Kommentar von AskiMenzil25 ,

Lebt auch zur heutigen zeit kaum ein mensch den christentum auch wirklich aus^^ lol

Kommentar von SibTiger ,

Na, da erfährt man doch so nebenbei, wie man den Islam richtig auslebt. :-)

Kommentar von Dummie42 ,

Na zum Glück! Weniger Macht für die Religion und stattdessen mehr Platz für freies Denken und Toleranz führt ganz offensichtlich zu einem friedlicherem Zusammenleben.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Woher willst du da denn wissen, du hast doch uns hier klar gezeigt dass du den christlichen glauben gar nicht kennst .

Antwort
von halloschnuggi, 79

Sunniten und schiiten leben eigentlich friedlich miteinander, es ist immer einer von ausen der hezt.

Kommentar von earnest ,

Halloschnuggi, auf welchem Planeten lebst DU denn?

Kommentar von halloschnuggi ,

In der selben wie du ;) ich schreibe es aus erfahrung...

Kommentar von earnest ,

Interessante Erfahrungen. 

Ja, im Irak und in Syrien geht es richtig friedlich zwischen Sunniten und Schiiten zu. Im Jemen auch.

Ich schalte jetzt den Ironieknopf aus .

Antwort
von JoachimWalter, 112

Ja, liest man die Antwort von earnest. Falls sie stehen bleibt. Runtergewirtschaftet wird sie ja schon...

Antwort
von earnest, 124

Ja, kann man. 

Dann müßte man aber ins 16. und 17. Jahrhundert zurückgehen, als sich Katholiken und Protestanten in blutigen Religionskriegen gegenseitig abschlachteten.

Gruß, earnest


Kommentar von JoachimWalter ,

Und wieso gab es hier einen runter Pfeil? Manches ist nicht nachvollziehbar.

Kommentar von earnest ,

Jetzt schon 2 Runterpfeile, Joachim. Diese Anonymität scheint doch recht verlockend zu sein ...

Kommentar von earnest ,

Liebe anonyme "Runterpfeiler": Mich würden eure Argumente interessieren, denn ich lerne gern dazu.

Oder waren das bloße "Gesinnungs-Runterpfeile"?

Kommentar von Schwoaze ,

Frage mich gerade, wen meine harmlose Antwort aufregen konnte, hab auch schon ein Runter.

Kommentar von earnest ,

Das ist der hier leider übliche Mißbrauch der Funktion. Da sind anscheinend Leute zu feige oder nicht in der Lage, sich mit Argumenten zu zeigen und kühlen ihr Mütchen lieber anonym. 

Wann wird dieser anonyme Daumen-Runter-Unfug endlich abgeschafft?

Kommentar von Dummie42 ,

Ich finde bei Runterpfeilen müsste eine Begründung verpflichtend sein.

Kommentar von earnest ,

Das finde ich auch. Es wäre eine vernünftige Regelung. 

In diesem Sinne haben auch schon viele User an den Support appelliert. Bisher allerdings vergebens, wie man hier einmal mehr sieht. 

Aber warum nicht einen neuen Versuch starten ...

Kommentar von Dackodil ,

Willkommen im Club.

Ich sehe inzwischen die Downpfeile als Beweis für einen Schuß ins Schwarze und freue mich eher drüber - allerdings nicht über die Gesinnung die dahinter steht.

Argumente? Du fragst nach Argumenten??? Es geht doch hier um Glauben oder habe ich was falsch verstanden?

Kommentar von earnest ,

Einverstanden! 

Es ist aber nicht NOTWENDIGERWEISE so, daß der Glaube ALLE logischen Fakultäten des Gehirns außer Kraft setzen würde ...

So gibt es, auch bei GF, eine ganze Menge gläubiger User, die durchaus in der Lage sind, auch rational zu argumentieren. Sie haben meinen vollen Respekt - nicht aber diese "Anonymusse".

Kommentar von Dackodil ,

Aber die Gläubigen, die Downpfeile verteilen haben offensichtlich die dafür nötigen Teile ihres Gehirns lahmgelegt. Insofern erwarte ich von denen keine Reaktion auf Argumente.

Kommentar von hertajess ,

Ok. Dann ergänze ich mal Deine Antwort:

Wenn nicht die uns Beherrschenden sich einig geworden wären und es vorgezogen hätten andere Gründe für Massenmord zu finden würden sich Protestanten und Katholiken womöglich immer noch die Köpfe einschlagen. Oder auch nicht. Wir können es nicht wissen. Denn wir haben die Einigung der Großkopfeten akzeptiert. Oder sind ausgewandert.

Kommentar von earnest ,

Wo ist hier der Bezug zum Kommentar von Dackodil?

Kommentar von danhof ,

Hallo earnest,

vielleicht liegt es daran, dass hier relativ pauschal zwei Jahrhunderte ohne weitere Belege geliefert wurden.

OK, ein Blick auf Wiki offenbart schnell, welche Kriege du meinst. Aber die Bezeichnung Religionskrieg selbst ist nicht ganz eindeutig. Wikipedia schreibt: "Die Abgrenzung ist schwierig, da einerseits bis teilweise in die Neuzeit die meisten Kriege mit religiösen Vorstellungen oder Ausdrucksformen verbunden waren, andererseits hatten selbst die Religionskriege im engeren Sinn noch andere als nur religiöse Motive.".

Es sind also offenbar Leute nicht damit einverstanden, die Konfliktursachen vieler Auseinandersetzungen im Glauben oder in der Religion zu suchen.

Kommentar von earnest ,

Was erwartest du denn, danhof? 

Auf DIESER Seite und unter einer ANDEREN Fragestellung ein detailliertes Auseinanderklambüsern von "Religionskriegen" in zwei Jahrhunderten? 

Könnte ich dir gern liefern, aber nicht hier - und nicht ohne Honorar. 

;-))

Es ist doch eine Binse, daß z.B. der Dreißigjährige Krieg nicht NUR religiöse Ursachen hatte. Darüber müssen wir doch wohl nicht ernsthaft diskutieren.

Dein letzer Satz ist - insbesondere wegen des "offenbar" - reine Spekulation.

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