Frage von alohaa901, 415

Kann man beweisen, dass Jesus gelebt hat?

Und wenn ja; wie ? Wie aussagekräftig sind diese Beweise ?

Antwort
von Accountowner08, 149

Beweise scheinen eher schwach. Könnte auch ein fiktiver bzw. mythischer Charakter gewesen sein.

Für die Christen scheint das sehr relevant zu sein, da sich die Religion sehr stark um einen Persönlichkeitskult gebildet hat.

Aber in anderen Kontexten wäre es weniger relevant. z.b ist auch umstritten, ob alle STücke, die Shakespear zugeschrieben werden wirklich von ihm sind. Aber letztlich ist es egal. Entweder es ist ein gutes Theaterstück oder ein schlechtes, entweder es ist sehenswert oder nicht, egal, wer es geschrieben hat.

Bei den Gesprächen von Plato interessiert es doch auch nicht so sehr, wer genau die Gesprächspartner waren, ob sie mit ihrem richtigen Namen genannt werden oder mit einem Alias, etc...

d.h. normalerweise Ist für die Gültigkeit der Botschaft die Autorenschaft eigentlich gar nicht so relevant...

Kommentar von earnest ,

Auf jeden Fall ist die Emporstilisierung von Jesus zum Christus eine gelungene Inszenierung - "the best story ever sold" (um den Titel eines berühmten Films abzuwandeln).

Kommentar von Viktor1 ,
Könnte auch ein fiktiver bzw. mythischer 
Charakter gewesen sein.

Wie sollte dies zu den "Berichten" (einschl. der Apostelbriefe) passen ?
Gibt es einen einzigen Anhaltspunkt dafür, daß  daß Jesus eine fiktive mystische Figur ist ? Wüßtest du einen ? Nun gut - einer würde nicht reichen wenn alles andere dagegen spricht, aber es sollte schon etwas geben, wenn man solche Aussagen macht.

Für die Christen scheint das sehr relevant zu 
sein, da sich die Religion sehr stark um einen
Persönlichkeitskult gebildet hat.

Das mag schon sein, aber letztendlich ist die "Belastbarkeit" seiner Botschaft für überzeugte Christen entscheidend.Die meisten, welche eben nur  seine Person (und die Geschichten drumherum) als "Glaube" "zugewiesen" bekamen und angenommen hatten haben meist heute Distanz zu diesem Glauben. 

Kommentar von Accountowner08 ,

Viele Wissenschaftler, darunter Bart Ehrmann, vertreten die These dass es Jesus nicht gegeben hat, sondern dass die Geschichte des Neuen Testamentes auf verschiedenen Mythen beruht.

Die Tatsache, dass eine Person in einem Buch genannt wird (z.B. harry Potter) ist nicht unbedingt ein Beleg dafür, dass es sie wirklich gegeben hat.

Die Wissenschaftler, die vertreten, dass es Jesus gegeben hat, sagen dass es nur eine Quelle ausserhalb des NT gibt, wo er erwähnt wird, das ist ein Satz in Flavius Josephus. Allerdings scheint der Bericht von Flavius Josephus später von anderen Autoren erweitert worden sein.

Kommentar von Gambler2000 ,

Die meisten Wissenschaftler sind sich einig das Abraham nie gelebt hat, trotzdem glauben du und ich an ihn (du bist jüdisch oder?)

Kommentar von Accountowner08 ,

Ich kann glauben, was ich will. Aber ich kann nicht behaupten, dass etwas bewiesen ist, was nicht bewiesen ist... Das ist der feine Unterschied.

Wenn du also an Abraham den Massstab anlegst, dass Quellen ausserhalb der Torah ihn erwähnen müssen, damit erwiesen ist, dass er existiert hat, würde ich sagen: es ist nicht erwiesen. Aber ich kann es trotzdem glauben.

Kommentar von 666Phoenix ,

viktor1, ob Du es wahr haben willst oder nicht: es gibt keine "Belastbarkeit" seiner Botschaft!

Alle seine "Botschaften" gab es schon weit vor ihm und keine Sau hält sich daran! Sie sind dermaßen banal und in der Evolution schon weit vor ihm nachweisbar, dass er eigentlich nur als "Plagiator" bezeichnet werden kann!! 

Und noch ein Mysterium, das ich immer wieder von "seinen" Gottesknechten lesen muss:

"überzeugte Christen"?? Was oder wer soll das sein! Für meine Begriffe nur solche Menschen, die prinzipiell und völlig "sündenfrei"  dem Evangelium, der Heilsbotschaft, den göttlichen Geboten, "seinen" Maximen usw. gemäß leben und wirken. 

Wo finde ich diese??

Antwort
von whabifan, 115

Es kann mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden dass es Jesus wirklich gab. Dass er alle die Wunder die in der Bibel beschrieben sind aber wirklich getätigt haben sollte, ist selbstverständlich nicht anzunehmen. Einige Dinge aber sind aus mehreren Quellen überliefert. Ausserdem kommen viele Wissenschaftler zum Schluss dass Jesus eine narzistische Persönlichkeitsstörung hatte. Dass er im Tempel die Tische umgeworfen haben soll scheint sich zb wirklich ereignet zu haben und ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ihn zurückzuführen. 

Kommentar von alohaa901 ,

Inwiefern können Wissenschaftler heute sagen dass er eine narzisstische Persönlichkeit hatte?

Kommentar von whabifan ,

Wenn du dir das neue Testament durchliest merkst du dass nahezu alle Chrakateristika einer narzistischen Persönlichkeitsstörung auf Jesus zutreffen. Dies ist aber nicht schlimmes. Jeder Mensch kann so etwas entwickeln. Dies läst sich übrigens auch aus anderen Quellen abseits der Bibel die über Jesus oder mit hoher Wahrscheinlichkeit über Jesus berichten, ablesen. Die Anekdote aus dem Tempel als Jesus die Tische umwirft ist wohl das bekannteste Beispiel dafür.

Kommentar von Viktor1 ,

Nun - man sollte aber auch berücksichtigen, daß die spektakulären Verhaltensweisen oder Auftritte Jesu den Menschen meist in Erinnerungen blieben - also auch aufgezeichnet wurden. Diese zeigen sich dadurch in einer Dichte, welche falsche Beurteilungen bedingen.
Ziemlich sicher ist, daß Jesus seine Botschaft mit "heißem Herzen"
verkündete, provozierend in den Auseinandersetzungen mit den  Schriftgläubigen (wie heute die Bibelgläubigen), welche Gesetzes-Worte forcierten . Dazu muß man aber sagen, daß es wahrscheinlich garnicht anders möglich gewesen wäre seine Botschaft, frei vom "Gesetz", anzubringen, ihr Gehör zu verschaffen.
Daß er letztendlich dafür von den Gesetzeslehrern verfolgt und getötet wurde (mit Hilfe der zivilen Obrigkeit) hat er wohl vorausgesehen - es war zwangsläufig.

Kommentar von comhb3mpqy ,

also mal zu den wundern: auch in der heutigen zeit berichten menschen davon, dass Jesus sie gesund gemacht hat. Es gibt keine wissenschaftliche erklärung, warum diese menschen gesund wurden. wenn du die berichte suchst, dann schau doch im internet mal nach "Mensch Gott".

Übrigens wurde auch Mutter Teresa ein Wunder bestätigt, das ist bei Ihr evt Bedingung, damit sie heilig gesprochen werden kann.

Antwort
von Viktor1, 89

"Beweise" gibt es für keine historische Person, es gibt nur Indizien.
Diese sind für die Person Jesu sehr stark gegeben. Auch die Verkündigung seiner Botschaft schon von Anfang an in dieser Deutlichkeit aber von unterschiedlichen Autoren aufgezeichnet, mit unterschiedlichen Worten und auch Sichtweisen sowie Auseinandersetzungen darüber sind ein Indiz dafür, daß hier keine "redaktionelle" Bearbeitung der "Berichte" vorliegt. Gerade auch weil diese zeitnahen "Berichte" über sein Leben teils legendenhaften Charakter mit unterschiedlichen Inhalten haben sind sie ein Beleg dafür daß die Person Jesu selbst nicht erfunden ist. Denn diese "Berichte" wurden zusammengetragen und "ergänzt" wie es Menschen eben so machen.
Daß viele Menschen auch für seine Botschaft starben zeigt ihre Überzeugung auch von der Wirklichkeit seiner Person. Für ein "Phantom" wäre dies so damals nicht geschehen.

Antwort
von Philipp59, 52

Hallo alohaa901,

wenn es um historische Personen geht, ist man in der Regel auf irgendwelche schriftlichen Belege angewiesen. Was Jesus Christus betrifft, so gilt die Bibel selbst als ein historischer Beleg seiner Existenz. Sie hat sich, was z.B. geschichtliche Angaben betrifft, stets als zuverlässig erwiesen. Außerdem wurden schon oft ihre Aussagen durch verschiedene archäologische Funde bestätigt.

Es gibt jedoch auch eine Reihe außerbiblischer Quellen, die die Geschichtlichkeit Jesu belegen. Da sind z.B. die Geschichtsschreiber Tacitus und Josephus zu nennen, die von Jesus eindeutig als von einer historischen Person sprechen, oder der römische Historiker Sueton (1. Jh.) und Plinius der Jüngere, Statthalter von Bithynien (frühes 2. Jh.).

Flavius Josephus schreibt beispielsweise in seinem Werk Jüdische Altertümer: "„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Thaten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. Er war der Christus. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorherverkündigt hatten. Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort“ (Jüdische Altertümer, übersetzt von Heinrich Clementz).

Tacitus, der im Jahr 55 n. Chr. geboren wurde und als einer der größten Geschichtsschreiber angesehen wird, schrieb in seinem Werk Annalen über die Zeit der Verfolgung der erste Christen durch Kaiser Nero folgendes:"Nero [schob] . . . die Schuld auf andere und bestrafte sie mit den ausgesuchtesten Martern. Es waren jene Leute, die das Volk wegen ihrer (angeblichen) Schandtaten hasste und mit dem Namen ‚Christen‘ belegte. Der Name stammt von Christus, den der Prokurator Pontius Pilatus während der Herrschaft des Tiberius hingerichtet hatte". Die hier erwähnten Einzelheiten stimmen mit dem Bericht der Bibel völlig überein.

In der Encyclopædia Britannica (2002) heißt es in Bezug auf das Zeugnis dieser frühen Historiker: "Diese unabhängigen Berichte beweisen, dass in alter Zeit nicht einmal die Gegner des Christentums die Geschichtlichkeit Jesu bezweifelten, die erstmals und aus unzulänglichen Gründen Ende des 18., während des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Zweifel gezogen wurde".

In einem Artikel im Wall Street Journal hieß es im Dezember 2002: „Die Wissenschaft kann Jesus nicht ignorieren...Abgesehen von vereinzelten Atheisten akzeptieren die meisten Gelehrten Jesus von Nazareth als historische Persönlichkeit".

Man überlege einmal: Könnte eine erfundene Gestalt die Welt wohl so nachhaltig prägen, wie das Jesus Christus ohne Zweifel getan hat? In dem Werk The Historians’ History of the World wird hierzu angemerkt: "Das historische Ergebnis der Tätigkeit [Jesu] war von größerer Tragweite — sogar von einem streng weltlichen Standpunkt aus gesehen — als die Taten irgendeiner anderen Gestalt der Geschichte. Die hauptsächlichen Zivilisationen der Welt erkennen die mit seiner Geburt beginnende neue Zeitrechnung an".

All das zeigt, dass die Geschichtlichkeit Jesu ausreichend belegt ist, so dass sie von den meisten nicht ernsthaft in Zweifel gezogen wird.

LG Philipp

Kommentar von earnest ,

Die Bibel beweist also, daß die Bibel Recht hat?

;-)

Antwort
von chrisbyrd, 112

Ich habe mal gelesen, dass es für die Auferstehung Jesu mehr rechtlich-historische Beweise (also solche Beweise, die vor Gericht gelten) gibt als für die Niederlage Napoleons bei Waterloo. Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass diejenigen, die sich mit der Auferstehung auseinandergesetzt haben, von ihrer Realität überzeugt sind. Einige davon möchte ich hier aufführen:

1. Jesus hat selber seinen Tod und seine Auferstehung vorausgesagt, und alles geschah genauso, wie er es gesagt hatte (vgl. Johannes 2,19-21; Johannes 10,17; Matthäus 16,21; Lukas 18,31-33).

      2. Das Geschehnis ist von verschiedenen zuverlässigen Historikern dokumentiert worden. Verschiedene Historiker, die z. T. keine Christen waren, z.B. Josephus (ca. 37-110 AD), Ignatius (ca. 50-115 AD), Justin Martyr (ca. 100-165 AD) und Tertullian (ca. 160-220 AD) waren davon überzeugt, dass die Auferstehung tatsächlich geschehen ist. Ihre Schriften bestätigen die Aussagen der 4 Evangelien. Auch andere Historiker des 1. und 2. Jahrhunderts, darunter Tacitus, Sueton, Plinius und Lucian von Samosata, schrieben über den Einfluss, der die Auferstehung auf die Menschen ihrer Zeit hatte.
      3. Das Grab war leer - die Auferstehung ist die einzige gute Erklärung dafür. Der große Stein vor dem Eingang zum Grab war von den Römern versiegelt worden, doch drei Tage nach der Kreuzigung war es leer. Die jüdischen Führer hätten sicher gerne die Auferstehung abgestritten, und hätten dies erfolgreich tun können, wenn sie einfach nur die Leiche hätten zeigen können - aber sie konnten keine Leiche zeigen, weil es keine gab. Die gern vertretene These des „Leichenraubs“ durch die Jünger ist wenig überzeugend, denn das Grab wurde von Soldaten bewacht. Auch die Theorie, die Wachen seien eingeschlafen, ist absurd, wenn man das damalige römische Militärwesen kennt: So weist der Historiker George Currie darauf hin, dass auf das Verlassen des Postens oder Einschlafen während der Wache die Todesstrafe stand. 
      4. Mehrere Menschen waren Augenzeugen der Auferstehung. Nach seiner Auferstehung erschien Jesus mindestens zehnmal den Menschen. Paulus verweist zum Beispiel auf mehr als 500 Personen, denen der auferstandene Christus leibhaftig erschienen ist (1. Kor 15). Stichhaltig zeigt sich dieses Argument vor allem deshalb, weil die meisten dieser Augenzeugen zu diesem Zeitpunkt (ca. 55 n. Chr.) noch lebten und über die Ereignisse hätten befragt werden können. Diese Erscheinungen waren keine Halluzinationen, denn Jesus hat bei diesen Gelegenheiten mit seinen Nachfolgern gesprochen und gegessen, und sie haben seinen Körper berührt.       
      5. Auferstehung als Erklärung für den Anfang der christlichen Gemeinde. Nach Jesu Tod waren die Jünger eine völlig mutlose und verängstigte Gruppe von Männern und Frauen, denn als Anhänger des „Staatsfeindes“ Jesus mussten sie selbst mit dem Tod rechnen. Erst als der Auferstandene ihnen begegnete, wurden aus verängstigten Menschen mutige Zeugen. Sie verbreiteten die Botschaft vom Sterben und Auferstehen Christi, erst in Jerusalem und später in der ganzen Welt. Viele von ihnen wurden verfolgt und bezahlten ihren Glauben mit ihrem Leben – wer würde so etwas für eine selbst erfundene Geschichte tun?            
      6. Die herausfordernde Botschaft. Die Jünger selbst glaubten zunächst nicht an die Auferstehung, denn sie teilten das Denken des damaligen Judentums: Die Auferstehungshoffnung der Pharisäer beschränkte sich auf „die Auferstehung der Gerechten“ am jüngsten Tag, nicht aber auf eine leibliche Auferstehung im Hier und Jetzt; die Sadduzäer leugneten die Möglichkeit der Aufstehung sogar völlig. Die Auferstehungslehre zu vertreten war also nicht nur „lächerlich“, sondern auch gefährlich – es sei denn, sie war tatsächlich passiert.                
      7. Durch die Geschichte hindurch und bis zum heutigen Tage, glaubten die meisten Wissenschaftler, die sich mit den Umständen der Auferstehung auseinander-gesetzt haben, dass Jesus wirklich lebt. Der verstorbene Simon Greenleaf war ein Experte in Fragen über Rechtsgrundlagen. Nachdem er sich mit den Beweisen für die Auferstehung auseinandergesetzt hatte, kam er zu dem den Schluss: „Also war es unmöglich, dass sie, was sie geschrieben hatten, fortdauernd hätten bestätigen können, wenn Jesus nicht auferstanden wäre, und wenn sie diese Tatsache nicht mit absoluter Sicherheit gewusst hätten.“ Greenleaf, ein Jude, begann dann an Jesus Christus als Messias zu glauben. Nach einer juristischen Überprüfung kam Lord Darling, der ehemalige oberste Richter von England, zu dem Ergebnis: „In ihrer Eigenschaft als lebendige Wahrheit ist die Auferstehung solch ein überwältigender Beweis, durch Tatsachen und Indizien, dass es jeder intelligenten Jury der Welt gelänge, das Urteil zu fällen: Die Auferstehungsgeschichte ist wahr.“ George Eldon Ladd schrieb in seinem Buch: „Die einzige vernünftige Erklärung für diese historischen Tatsachen lautet, dass Gott Jesus leibhaftig auferweckt hat.“

    Sehr empfehlenswert dazu sind die Bücher "Der Fall Jesus" von Lee Strobel und "Die Fakten des Glaubens" von McDowell.

Kommentar von earnest ,

"Beweise" für die Auferstehung? Gerichtsfeste Beweise? 

Da muß es sich wohl um das Jüngste Gericht gehandelt haben. Oder: das jüngste Gerücht? 

;-)

Kommentar von earnest ,

P.S.: Ich wäre dann sicher ein unintelligentes Jury-Mitglied gewesen. 

Wie sagte einst Außenminister Joschka Fischer angesichts der angeblichen Beweise für Massenvernichtungswaffen im Irak: "We are not convinced" - Ich bin nicht überzeugt. 

;-)

Antwort
von Turbomann, 146

@ alohaa901

Das sollte dir eigentlich der Pfarrer am besten erklären können. Wird nicht jedes Jahr das Fest der Geburt gefeiert?

Antwort
von Hackfleischmann, 155

Ganz einfach: Reise in der Zeit in die Lebenszeit Jesu zurück und finde es heraus. Aber da Das etwas schwierig ist, kannst du es kaum beweisen.

Antwort
von JTKirk2000, 107

Nach etwa 2000 Jahren und ohne Mumifizierungstechniken, wie sie in Ägypten Jahrhunderte vor der Geburt Christi verloren gegangen sind? Das dürfte kaum möglich sein. Wenn man dann noch bedenkt, dass Christus der Bibel nach auferstanden und schließlich in den Himmel aufgefahren sein soll, dann würde sich diese Art der Beweissuche sowieso erledigen.

Vielleicht könnte man beispielsweise die Spitze der römischen Lanze finden, mit welcher Christus durchbohrt wurde, um am Kreuz seinen Tod festzustellen. Doch welches Relikt sollte das sein und wie sollte man nach 2000 Jahren noch Spuren der DNS Jesu erkennen können, mal abgesehen davon, diese überhaupt erst einmal als Vergleichsmuster zu haben?

Kurz ausgedrückt dürfte also die Antwort nein sein. Man kann die Existenz Jesu selbst dann nicht (mehr) beweisen, selbst wenn es ihn gegeben hat und ich glaube, dass er sowohl der Sohn Gottes war und ist, und dass er auf Erden gelebt hat und in den Himmel aufgefahren ist, wie es in der Bibel beschrieben ist.

Antwort
von suessigkeit99, 163

Ist unmöglich. Beweisen denke ich kann man das genauso wenig wie mit Gott. Aber man könnte eine Theorie aufstellen, das Jesus wirklich mal gelebt hat.

Kommentar von comhb3mpqy ,

Historiker sind sich einig, dass Jesus lebt. Bei Cäesar oder Augustus ist man sich ja auch sicher.

Kommentar von earnest ,

Ja, Jesus lebt. Hab ich gerade auf der Windschutzscheibe eines Autos gelesen.

Und jetzt ernsthaft: Nein, Historiker sind sich da eben nicht ganz einig.

Antwort
von Matzko, 32

Ich kann es nicht beweisen, wie vieles andere auch nicht, was wissenschaftlich aber unstrittig ist. Durch Aufzeichnungsfunde, unterschiedliche Forschungen, Überlieferungen, Vergleichsanalysen usw. ist davon auszugehen, dass Jesus als historische Person gelebt hat. Inwieweit er Gottes Sohn war und ob er nach seinem Tod tatsächlich auferstanden ist, das ist allerdings eine Glaubensfrage, die mit der realen Existenz des Menschen Jesus nichts zu tun hat.

Antwort
von Griesuh, 125

Wenn man archäiologische Beweise fände sicherlich. So aber gibt es nichts, rein gar nichts.

Kommentar von Hooks ,
Kommentar von Griesuh ,

Jo nee is klar.

Antwort
von Mark1616, 99

Es gibt schriftliche Aufzeichnungen, die belegen das es damals einen Prediger Namens Jesus im geographischen Palästina gegeben hat. Nicht mehr.

Diese Aufzeichnungen belegen aber in keinster Weise was dieser Jesus damals getan hat. M.M.n. ist das bereits ein starkes Indiz dafür, dass es Jesus wie er in der Bibel beschrieben wurde niemals gegeben hat, denn die akribischen Römer hätten solche Fähigkeiten mit Sicherheit erwähnt, wenn sie denn vorhanden gewesen wären.

Antwort
von Karl37, 87

Wenn man die Rolle 4Q26 aus Qumran als Beweis gelten lässt, dann hat man den Beweis. Jesus wird zwar in den Rollen nicht als Jesus, Messias oder Christus betitelt, wohl wurde aber ein Wanderprediger benannt. Im übrigen sind die Quram Texte ein schlagender Beweis für die Richtigkeit der verschiedenen Evangelien, die ja erst viele Jahre nach dem Tod Jesus verfasst wurden. Die Quram Texte sind in deutscher Übersetzung auf CD käuflich zu erwerben.

Kommentar von earnest ,

Die Rolle erwähnt meines Wissens die Existenz eine Wanderpredigers namens Jesus (oder ähnlich). Die Erwähnung ist kein Beweis für die Existenz - nur ein mögliches Indiz.

Kommentar von Accountowner08 ,

Laut Dead Sea project enthält 4q26 Auszüge aus Leviticus...

Was steht dort genau? Könntest du das, wenn möglich, in der Originalsprache angeben?

Kommentar von earnest ,

Völlig richtig, in dieser Schriftrolle steht Leviticus. 

Die Qumran-Schriften gestatten einen Blick auf das Urchristentum und können damit, wie gesagt, nur als ein Indiz für die Existenz Jesu gewertet werden.

Antwort
von MrsTateLangdon, 108

Nein, eigentlich nicht..

Antwort
von Hooks, 41

Ja.

Tacitus, der wichtigste römische Geschichtsschreiber, erzählt in den 116 n. Chr. verfaßten Annalen vom BRand Romos, und daß Nero den "Christen" daran die Schuld gegeben habe. Der Name leite sich ab von Christus, der durch den Statthalter Pontius Pilatus hingerichtet ist. Weiter schreibt er, daß der Aberglaube für den Augenblick unterdrückt war, dann aber wieder richtig ausbrach.

Sueton, der Biograf der römischen Kaiser, schreibt um 120, daß Kaiser Claudius die Juden aus Rom vertreiben hat lassen weil es "wegen eines gewissen Christus ständig Unruhen gebe".

Plinius d. J. schreibt 111 an Kaiser Trajan als Statthalter von Bithynien einen Brief, in dem er anfragt, wie er gegen das Christentum, das bereits Massenbewegung geworden war, die Verfolgungsgesetze anwenden soll.

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Von den Juden ist die Existenz Jesu niemals geleugnet worden, auch seine Wundertaten nicht, sondern immer als Teufelswerk dargestellt.

Der Philosoph Justin und der Geschichtsschreiber Flavius Josephus sind besonders bekannt.

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Die wichtigsten Zeugnisse sind allerdings die Berichte der Augenzeugen, die man dann in einem besonderen Buch, dem Neuen Testament, zusammengefaßt hat (s. die Einleitung zum Lukas-Evangelium und der Apostelgeschichte und das Nachwort zum Johannesevangelium).

Hervorstechend ist der erste Korintherbrief von Paulus, in dem er behauptet, daß Jesus nach seiner Auferstehung von "mehr als 500 Brüdern auf einmal gesehen worden ist, von den die meisten heute noch leben". Diese Behauptung war damals für jeden nachprüfbar und ist deshalb als echt einzustufen.


Antwort
von Torrnado, 91

diese Frage ist sehr sehr schwierig zu benatworten und die Meinungen, ob Jesus Christus wirklich gelebt hat, gehen diesbzgl. nach wie vor seit Jahrzehnten weit auseinander. Wissenschaftler haben - angeblich - Beweise für seine Existenz, andererseits werden diese oft dementiert.

Du brauchst nur mal googeln.......am besten, man macht sich selbst ein Bild davon. Ich jedenfalls glaube schon daran, daß er gelebt hat.

Kommentar von Torrnado ,

dieser Link hier ist besonders erwähnenswert :

http://www.apologia.de/index.php?action=artikel&cat=16&id=138&artlan...

Kommentar von waldfrosch64 ,

Den Film  halte den  für  rechten Nonsens !

Ich anerkenne ja  jeden  ehrlichen Buddhisten ...

Nur sollte man hier  nicht anfangen die Dinge zu verwechseln oder gleichzumachen die nun mal nicht identische sind ,denn  das berühmte  Mitgefühl im Buddhismus wird ja nicht dem Konkreten Leid des Mitmenschen gezollt, da alles Leid ja hier laut lehr immer Illusion ist .

Das Mitgefühl gilt der Tatsache dass dir eine  Buddhist helfen will Notwendigkeit zu erkennen, deine eigene empirische Person zu übersteigen .

Das ist meinen Studien nach etwas völlig anderes .

Antwort
von nilsens, 59

Das ist eine reine Glaubenssache! Als "Muslim" zu beantworten ist einfach, weil wir haben den Koran und Hadithe. Ganz einfach... Kritisieren ist immer einfach. Aber wenn man schon so eine Frage stellt, Heißt das doch du willst an etwas glauben. Aber du brauchst daür Beweise. Beweis Nummer eins: Schau dir die Welt an und dann dich selber. Ich bin mir sicher man kommt dann automatisch auf den Gedanken an Gott. 

Antwort
von comhb3mpqy, 87

Chrisbyrd hat da ja schon etwas dazu geschrieben.
Es gibt auch in der heutigen Zeit Berichte von Menschen, die berichten, dass Jesus sie oder jemand anderen gesund gemacht hat. Eine wissenschaftliche Erklärung, warum diese Menschen gesund wurden gibt es nicht. Wenn man die Berichte sucht kann man ja mal im Internet nach "Mensch Gott" suchen.

Antwort
von waldfrosch64, 56

Na @ernst ... ist dir wieder mal langweilig ? Wie oft haben wir diese Frage eigentlich hier schon verhandelt?

Ich sage es mal mit dem grossen Theologen Bultmann ...oder war es Rahner ? 

Wer meint die Existenz Jesu anzweifeln zu können, der verdient keine Antwort von uns .

Kommentar von suziesext04 ,

war Karl Rahner SJ.

Ist aber ziemlich egal, find ich. Wenn Jesus "das Wort" war, wie im Johannesevangelium steht, ist es zunächst mal für meinen Geisteszustand in der Gegenwart völlig egal, ob Jesus als historische Person durch Israel gewandert ist oder nicht. Was für den Geist entscheidend ist:

ist das, was Jesus darstellt, was von seiner predigt überliefert ist, ist das wünschenswert, dass es wahr wäre? und wenn du dem zustimmst, ja es ist wünschenswert, dann nimmste das WORT an und lebst danach. Schluss. Punkt. das stammt übrigens nicht von mir sondern dem französischen Mathegenie Blaise Pascal.  :)

Kommentar von waldfrosch64 ,

War mir nicht mehr sicher, Danke !

Da  bin ich jetzt aber nicht so  ganz einig meine Liebe ,denn mit "Wort "ist im christlichen Glauben ja immer  auch gerade der konkrete Mensch Jesus gemeint. :  )

Kommentar von earnest ,

Schon wieder deine ad-hominem-Sprüche?

Entspanne dich, waldfröschin.

Antwort
von Wuestenamazone, 93

Nein kann man nicht

Antwort
von Kickflip99, 117

Durch die römischen Quellen kann man beweisen, dass dieser Jesus gelebt hat, ja.

Kommentar von ShadowHow ,

Dann nenne mir bitte eine dieser Quellen.

Kommentar von Kickflip99 ,

Tacitus, Sueton..

Kommentar von ShadowHow ,

Beide Quellen sind nicht zeitgenössisch und außerdem sehr vage.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Eher noch könntest du Angesichts der Quellenlage einen Sokrates anzweifeln . Bezweifelst du den auch ? 

Kommentar von ShadowHow ,

Wo habe ich denn geschrieben, dass ich an der Existenz Jesu zweifle?

Kommentar von Hooks ,

@Shadow how

Dann nimm Plinius. 

Noch dichter dran ist Lukas, aber man hat sich angewöhnt,  den nicht zu akzeptieren, weil seine Schriften in das NT aufgenommen worden sind. Ähnlich ergeht es den Briefen von Paulus. 

Das ist eine völlig unseriöse Art, mit historischen Dokumenten umzugehen!

Aber auch hier gilt 1. Korinther 1, 18: Das Wort vom Kreuz ist denen eine Torheit, die verloren werden, uns aber, die wir selig werden, ists eine Gotteskraft.




 

 


Kommentar von Kickflip99 ,

Das hab ich gerade auch gelesen. Ich bin mir ziemlich sicher dass vor zehn Jahren der Stand der Forschung da noch anders war.

Kommentar von earnest ,

Nein, war er nicht.

Es gibt gewichtige Indizien, die dafür sprechen, daß es einen Wanderprediger namens Jesus (oder ähnlich) gegeben hat.

Antwort
von HPBS90, 97

JA!

Als Muslim ist das ganz einfach. Zum Beispiel sagt Allah in Sure 5 in dem Vers 46:

Wir ließen ihnen Jesus, den Sohn der Maria, folgen; zur Bestätigung
dessen, was vor ihm in der Thora war; und Wir gaben ihm das Evangelium,
worin Rechtleitung und Licht war, zur Bestätigung dessen, was vor ihm in
der Thora war und als Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.

Kommentar von earnest ,

Tja, "als Muslim" scheint das ja mit den "Beweisen" eine ganz einfache Sache zu sein.

Nach dieser Logik können Menschen fliegen. Wieso? Steht doch bei Harry Potter.

Kommentar von HPBS90 ,

Ja earnest, als Muslim ist es einfach. Alles was Allah, unser Schöpfer und Versorger, uns über den Koran übermittelt hat ist wahr. Wir als Muslime können uns davon überzeugen. Leider ist dies für Nichtmuslime nicht so einfach nachzuvollziehen. Aber die Türe steht jedem offen.

Und Harry Potter ist für viele Menschen eine tolle Romanfigur. Aber Harry Potter wurde von einem Menschen geschrieben. Nicht von Allah, dem Herrscher am Tage der Auferstehung und des Gerichts.

Kommentar von earnest ,

Ein Unterschied zwischen Harry Potter und dem Koran ist, daß HP von EINEM Menschen geschrieben wurde, der Koran aber von mehr als EINEM Menschen.

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