Frage von meistermister, 25

Kann man bei Zwangsversteigerungen von Wohnungen in attraktiven Städten noch "Schnäppchen" machen oder wird der Markt auch von Profis dominiert?

Irgendwo hatte ich gelesen, dass es ein Limit bei solchen Versteigerungen gibt, also die Preise nicht beliebig nach oben gehen.

Antwort
von Colombo1999, 12

Der Profi hat insofern die Nase vorn, als er besser als der Anfänger erkennt, was ein wirkliches Schnäppchen ist, das in der Zwangsversteigerung endet, weil z. B. durch Umstände wie lebensbedrohliche Krankheit, dauerhaft zerstrittene Erbengemeinschaft, Rosenkrieg, Arbeitsplatzverlust, manchmal auch nicht zahlender Mieter o. ä. eine eigentlich gute Immobilie (bzw. der Kredit) notleidend wurde, oder ob wirklich die Immobilie selbst "Schrott" ist.

Ansonsten gelten für alle die gleichen Regeln: Exposé und Gutachten kommen lassen, wenn möglich, in einem Termin mit einem eigenen Sachverständigen oder in anderer Weise "Kundigen" besichtigen, umfassend vorbereitet zur Versteigerung gehen und soweit bieten, wie man selbst möchte.

In der ersten Runde wird das Mindestgebot mit 7/10teln des Verkehrswertes angesetzt, der von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen oder Gutachter nach § 194 BauGB ermittelt wurde.

Tatsächlich kann dieser Wert allerdings unter oder über dem tatsächlich am Markt erzielbaren Preis liegen. Daher kommt es in Ballungsgebieten häufig dazu, dass am Ende über dem Verkehrswert verkauft wird und die 7/10tel Mindestgebot gar keine Rolle mehr spielen. Eine Grenze nach oben git es nicht. Das höchste Gebot zählt.

In strukturschwachen und Abwanderungsgebieten kann es dagegen vorkommen, dass selbst die 7/10tel nicht erzielt werden. Dann geht es mit 5/10teln des Verkehrswertes in die zweite Runde (passiert nur seeeeehr selten).


Antwort
von HotteLu, 7

Ich kann nur Colombo1999 zustimmen, er hat es gut auf den Punkt gebracht. Für unsere Region, Ballungsgebiet Köln/Bonn ist gerade in den Innenstädten kein Schnäppchen mehr bei einer öffentlichen Versteigerung zu machen, da selbst die Profis sich die Preise gegenseitig so in die Höhe treiben, dass dem Laien sehen und steigern vergeht. Da wechseln selbst Schrottimobilien zu Höchstpreisen den Besitzer. Gut, im ländlicheren Bereich, den es hier auch gibt, mag ja schon mal das eine oder andere Zuckerstück dabei sein, aber kann das eine Laie beurteilen? Ich wäre da sehr vorsichtig.

Antwort
von Wippich, 22

Ein Limit nach oben gibt es nicht!Ich Denke das die Profis vorne sind

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