Frage von kaktusfeld, 204

Kann man bei Totschlag vor dem Gericht freigesprochen werden?

Nehmen wir mal an, einem der Jugendlichen auf der norwegischen Insel wäre es gelungen, den Breivik während seines Amoklaufs im Juli 2011 durch einen Steinwurf zu töten. Wäre dieser Jugendlicher als Held berühmt geworden? Wie hätten die Gerichte ihn behandelt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MrRomanticGuy, 35

Bei Selbstverteidigung wird man freigesprochen, falls sich aber der Amokläufer ergibt darf man ihn nicht mehr töten. Deswegen hat der Breivik auch überlebt. Schon krank wenn man über 70 Menschen umbringt und sich dann ergibt, weil man weiß daß man nicht selber getötet wird.

Antwort
von whabifan, 87

Man kann nicht wegen Totschlag verurteilt werden und freigesprochen werden. In deinem Fall wäre es wohl Notwehr (dies wäre von den Umständen abhängig)

Antwort
von Yankors, 2

Selbstverstaendlich kann wg. Totschlag oder auch wg. Mord unter Umstaenden freigesprochen werden, dies oft aus Gruenden der Beweisfuehrung,mit anderen  Worten, es gibt keine oder nur ungenuegende Beweise um den Taeter zu ueberfuehren.Im Uebrigen ist es schon vorgekommen das ein Taeter fuer einen Mord weniger Strafe bekam als fuer einen Totschlag, denn auch fuer einen Totschlag kann es  unter Umstaenden eine lebenslange Strafe geben.Das ist abhaengig von dem Merkmalen die dieser Tat anhaengen.Dein gewaehltes Beispiel des Breivik,ist eigentlich nicht gut gewaehlt, da es von vorherein auch einem Laien klar ist das der(angenommene) Steinwurf nur der Notwehr, bzw. der Verteidigung anderer moeglicher Opfer dienen sollte.

Tareq A.

Antwort
von SmartTim98, 150

Bei einer unmittelbaren Bedrohung wäre ein Freispruch gemäß des Notwehrparagraphen möglich gewesen. Natürlich hätte aber auch niemand den Staatsanwalt gezwungen, Anklage zu erheben.

Kommentar von Blazeor ,

NIEMAND kann einen Staatsanwalt ZWINGEN, aber als Staatsanwalt ist er verpflichtet in Namen des Staates, bei Kapitalverbrechen wie Mord und Totschlag (Einbruch, Diebstahl, uvm) Anzeige zu erstatten, bzw. zu erlassen. Deswegen heisst er ja Staatsanwalt, weil er im Sinne des Staates / des Gesetzes handelt, auch für diejenigen die es selbst nicht können, weil sie entweder traumatisiert oder sogar tot sind UND weil es im Interesse des Gemeinwohls, also des Staates ist das Verbrechen geahndet werden.

In diesem Fall aber wäre es eindeutig Notwehr, es würde zwar eine Anzeige/Anklage geben, weil eben jemand zu Tote gekommen ist, aber nach ausführlicher Prüfung käme er mit Notwehr frei.

Antwort
von Philippus1990, 102

In Deutschland wäre diese Handlung Nothilfe nach § 32 StGB Abs. 2, so dass keine Straftat vorliegen würde. Die Staatsanwaltschaft hätte ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlag nach § 212 StGB eingeleitet und dieses aus obigem Grund wieder eingestellt. Vor Gericht wäre das Ganze nie gekommen.

Antwort
von PaiinZ19, 125

Notwehr. Freispruch 

Aber das mit dem Held, naja kommt drauf an...

Kann man schlecht sagen.

Antwort
von Dragon257, 112

Natürlich wäre er als Held gefeiert worden!
Ich schätze mal jeder normal denkende Richter,hätte auf Notwehr entschieden.

Antwort
von ChesterKing1313, 126

Er wäre durchaus berühmt geworden und das Gericht würde die Civil Courage durchaus beachten aber wie genau das Urteil ausgefallen wäre hängt vom Richter ab

Antwort
von Laestigter, 40

Notwehr - Freispruch!

Antwort
von kami1a, 69

Halo!

Wäre dieser Jugendlicher als Held berühmt geworden?

Ja, und zu Recht.

Wie hätten die Gerichte ihn behandelt?

Eindeutiger kann Notwehr nicht sein.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von AssassineConno2, 63

Das wäre Notwehr und nicht Totschlag. Klar kann auch ein Totschlag freigesprichen werden. Z.B. wenn es keine ausreichenden Beweise gibt, bzw Beweise vorhanden sind die gegen den Totschlag sprechen.

Antwort
von kugel, 84

Kommt auf die norwegischen Gesetze an.

In Deutschland wäre es eindeutig Notwehr und somit straffrei.

Antwort
von brido, 24

Es wäre Notwehr gewesen, vermutlich auch eine Heldentat. 

Antwort
von n4Vseal, 92

Wenn er nur einen Steinwurf entfernt gewesen wäre, hätte es sich wohl um Notwehr gehandelt...

Antwort
von LordPhantom, 36

Notwehr

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