Frage von superK, 60

Kann man bei einem Halogenstrahler die birnen einfach austauschen?

Ich will mein komplettes Haus von Halogenbirnen befreien und in LED umrüsten. Sprich eine 20 Watt Halogen in eine ca5 watt LED Birne tauschen. Kann ich das einfach oder muss ich was beachten?!

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektronik, 22

wenn es 12 volt lampen sind, müssten vorhandene trafos ggf. durch LED treiber ersetzt werden. die leuchtmittel von Megaman z.B. kommen mit elektronischen Halogentrafos eigendlich gut zu recht. bei gewickelten halogentrafos sollte es auch funzen. macht aber sinn, die trafos zu tauschen, weil ein LED Treiber einfach effizienter ist.

sind es 230 volt Leuchtmittel kannst du relativ bedenkenlos 1:1 tauschen. ggf. sind die LED Leuchtmittel aber nach oben etwas länger gebaut. schau also mal nach ob du genügend platz zur verfügung hast.

markenleuchtmittel von Philips, Osram oder sylvania sind in der regel aber so gebaut, dass sie nicht größer ausfallen...

zu guter letzt müsste man, falls die leuchten dimmbar sind, darauf achten, dass Dimmer und Leuchtmittel das können. das ist nicht ganz so einfach. zunächst muss der dimmer phasenschnitt beherschen. dann muss das leuchtmittel entsprechend dimmbar sein. außerdem ist bei größeren ansammlungen von LED Lampen, sollen sie gedimmt werden, zu beachten, dass die leistungsfähigkeit des dimmers für LED Lampen wesentlich geringer ausfällt.

ein Dimmer der 400 Watt Halogen kann, hat ggf. schon mit 50 Watt LED seine Probleme...

lg, Anna

Antwort
von unlocker, 31

bei 12V Halogenlampen könnte es sein dass das Netzteil nicht dafür geeignet ist. Bei normalen Trafos vermutlich kein Problem, elektronische brauchen oft eine Mindestlast

Kommentar von superK ,

mindestlast?! ich dachte immer im Gegenteil sprich weniger ist verträglich mehr macht alles kaputt ( jetzt mal ganz banal ausgedrückt)?!

Kommentar von unlocker ,

auf elektronischen Trafos steht z.B. 20-100W, unter 20W kann es sein dass das Licht flackert oder so. Bei mir im Bad 5 20W-Spots, welcher Trafo in der Decke ist weiß ich nicht, war schon als ich eingezogen bin. Alle 5 gegen RGB-Led-Spots austauschen geht nicht, da flackern alle. Also hab ich nur die über der Badewanne ausgetauscht, 2 Halogen gelassen. Wenn du so ein EVG hast solltest du das auch gegen ein für LED geeignetes austauschen

Antwort
von RobRobsen04, 10

Einen leuchtenden guten Abend aus Berlin,

auch ich möchte hier natürlich meinen Senf dazugeben.

Alles was zu den Spannungen geschrieben wurde ist schon mal richtig.

Hinzu kommt das LED Leuchtmittel und auch deren Austausch nach verschiedenen Kriterien zu betrachten ist.

aus meiner Sicht …..

1. Ist Deine Installation neu oder Uralt.

LED Leuchtmittel haben hohe Einschaltströme. Sollte Deine Installation alt sein kann es zu Spannungsspitzen beim Ein- bzw. Ausschalten kommen. Das zerstört die Leuchtmittel auch wenn die Fassungen alt sind!

2. Wie oft wird Ein- und Ausgeschaltet

Gerade wenn es sich um 230 Volt Leuchtmittel handelt, ist in diesen eine elektronische Platine enthalten. Diese kann nur eine begrenzte Anzahl von Schaltvorgängen Standhalten. Also mal so beschrieben, wenn oft geschaltet wird und das Leuchtmittel nur kurze Zeit "brennt" dann lieber bei Halogen Leuchtmitteln belassen.

Auf die Herstellerangaben kann man sich was Leuchtdauer (Lebensdauer) und Einschaltzyklen wie folgt verlassen.

Bei den Tests im Labor müssen nur + 50 % der Leuchtmittel die auf der Verpackung angegebenen Werte erreichen. Zusätzlich schummeln viele Hersteller, auch Marken ... wie sie oben geschrieben stehen, da gern ein wenig.

3. Lichtfarbe und Lichtausbeute

Hier wird gern im billigen Bereich extrem geschummelt, aus meiner Sicht.

Kann man aber auch im LED Block, Test für LED Leuchtmittel gut nachlesen.

Achte also unbedingt auf die Lichtfarbe (2700 Kelvin) und die Lumen je Watt.

Ein wirklich gutes LED Leuchtmittel hat heute je Watt 100 Lumen. Aber was auf der Verpackung steht ist nicht immer das was raus kommt!!! Hüte Dich vor billigem Zeug!

Ich verwende derweil nur noch LED Leuchtmittel von einem Franzosen: Girad Sudron. Leider sind die in Deutschland nicht so einfach zu bekommen, da hier immer nur auf den Preis geschaut wird und derweil nicht mehr auf die Qualität.

Es gibt auch von der Bundesregierung eine geförderte Seite, wo man sich informieren kann zu LED Leuchtmitteln. Da hatte Girad Sudron mit den getesteten LED Leuchtmitteln immer extrem gut abgeschnitten.

Lichtfarbe stimmt, Watt je Lumen passt Super. Sehr umfangreiches Angebot auch an Sonderlösungen.

Habe gerade vor zwei Monaten im Flur die 230 Volt " Halogen Glühbirnen" ausgewechselt gegen dimmbare “LED Glühbirnen“, einfach Bombe.

Im kleinen WC, welches wir täglich sehr oft nutzen, ist weiterhin eine Halogen "Glühbirne" drin. Da schalten wir am Tag so oft ein und aus, das die LED zwar überleben würde, jedoch nicht die Elektronik davor.

Also ich persönlich rüste immer erst um wenn, das alte Leuchtmittel seinen Geist aufgegeben hat und es dann auch wirklich sinnvoll ist von einem ohmschen Verbraucher auf einen elektronischen Verbraucher umzusteigen.

Es darf auch nicht vernachlässigt werden welche Ableitströme dann auf dem Schutzleiter (PE) auftreten. Jeder elektronische Verbraucher darf bis zu 3,5 mA Ableitstrom auf den PE geben. Daher ist es immer wichtig eine gute Elektroinstallation im Haus zu haben!

Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Viele Grüße Euer

Luft-i-Kuss Punkt de

Kommentar von Chefelektriker ,

So'n Quatsch habe ich noch nie gelesen.Seit wann hat eine 5W LED einen höheren Einschaltstrom, als eine 20W Halogenlampe?

Und Birnen wachsen auf dem Baum,es sind Leuchtmittel oder komplette Lampen.

Senf war das einzigst richtige.

Kommentar von RobRobsen04 ,

Ja leider ist es so. LED Vorschaltgeräte weisen einen hohen Einschaltstrom auf. Da in den LED Birnen (Leuchtmittel) ein eigenes Vorschaltgerät enthalten ist kann es hier zu sehr hohen Einschaltströmen kommen.

Vielleicht mal mit einer Suchmaschine suchen : Einschaltstrom LED

Da der Fragesteller von Birnen schrieb, habe ich mich einfach seiner Wortwahl angepast, damit er es auch versteht. Wir wollen doch hier Menschen helfen und nicht Schlaumeier sein.

Viele Grüße

Der Luft-i-kuss

Antwort
von guenterhalt, 19

generell kann man das nicht beantworten.
Halogen-Lampen benötigen relativ viel Strom. So werden dann auch die Transformatoren dimensioniert.  Mit anderen Worten, im Leerlauf ( wie auch bei geringer Last ) kann die die Ausgangsspannung um einiges höher als die 12V, was die Lebensdauer der LED's stark verkürzt. Man sollte also messen.

Bei elektronischen Trafos kann das noch kritischer werden. Die Ausgangsspannung ( auch wenn dort die 12V nahezu eingehalten werden) kann mit einer Wechselspannung hoher Frequenz überlagert sein. Das ist äußerst ungünstig für die LED's. Hinzu kommt, dass eine Grundlast notwendig sein kann.

Bei mit reichte eine 5Watt Halogen-Lampe dafür. Die Rest-Wechselspannung habe ich dann mit einem geeigneten Kondensator beseitigt.
Ich habe aber auch Spannungsmesser  und einen Oszillografen.

Antwort
von JoGerman, 16

"Birnen" und anderes Leuchtobst durfte seit der Bauart-Vielfalt nach den Glühlampen "out" sein.

Die Austauschmöglichkeit von herkömmlichen Leuchtmitteln richtet sich nach deren Spannung (Volt-Zahl). 
Diese erkennt man schon an der Fassungsart:  

Herkömmliche Schraubfassungen (E27 und E14) und
Bajonett-Fassungen (Steck und kurzer Dreh),z.B. GU10, laufen immer mit 230 Volt.
Gleiches gilt für große Steckfassungen (G9)  und lange Halogenstäbe (R7s) 


Kleine Steckfassungen (G4, G6,3) benötigen immer 12 Volt und damit einen Trafo. 

Heutige Trafos sind elektronisch geregelt und benötigen in ihrer Arbeitsweise einen Mindeststrom. Da die Entwicklungszeit dieser Trafos noch in die "Halogenzeit" fällt, hat man diese natürlich auf ein Halogen-Leuchtmittel bemessen.
Je nach Größe sind das 10 bis 50 Watt, die so ein Trafo als  Mindestlast braucht. 

Bei LED-Verwendung werden die nicht mehr erreicht, also muss der Trafo getauscht werden.  

Gruß DER ELEKTRIKER


Antwort
von takelabs, 33

Alte raus, neue rein 😀

Kommentar von JoGerman ,

Kann bei 12 Volt-Typen fatal sein oder im Blink-Licht enden.

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