Kann man auf einen mündlich abgeschlossenen Vertrag, der aber von einer Schwarzbezahlung handelt, plädieren?

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4 Antworten

Selbstverständlich kann sich der Verkäufer auf die mündliche Vereinbarung berufen. Im schlimmsten Fall müsstest du sogar mit einer Anzeige wegen Betruges rechnen. Du musst auch damit rechnen, dass die Sache vor Gericht geht. Wolltest du dort die Zusatzvereinbarung in Zweifel ziehen, müsstest du lügen, was vor Gericht eine Straftat darstellt und empfindlich bestraft wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du bereit bist, dieses Risiko auf dich zu nehmen.

Der Verkäufer hat zwei Probleme. Zum Einen müsste er die mündliche Vereinbarung irgendwie beweisen. Dies könnte z.B. durch einen Zeugen geschehen. Zum Anderen muss er damit rechnen, wegen Steuerhinterziehung angeklagt zu werden, was ja auch nicht lustig ist. Allerdings ist die Steuer erst mit der Bezahlung fällig, weswegen der Verkäufer die Steuer ja bei Bezahlung immer noch fristgerecht melden und abführen könnte.

Ich würde mal sagen, ihr habt für den Streitfall beide keine sehr guten Karten und würdet wohl im Streitfall beide nicht gut dastehen. Daher wäre es wohl das Beste, wenn ihr euch ohne großes Aufhebens einigt. 

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Kommentar von Clear8
05.01.2016, 21:56

Danke für die ausführliche Antwort. Nun muss man aber noch bedenken, dass ich die 5000€ schon bezahlt habe. Also rein aus vertraglicher Sicht ist das Auto ja nun mein Eigentum oder?

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Kommentar von Rockuser
05.01.2016, 21:56

Warum? er ist Endkunde, auf die Erlogenen Rabatte des Händlers, zählt doch kein Richter keinem Wort. Gerade wenn ein schriftlicher Vertrag da ist, den der Clear8 ja erfüllt hat. Die Nummer will ich sehen.

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Kommentar von KaffePrinz
05.01.2016, 21:58

interessierter..

wenn man ein haus baut, beginnt man nicht mit dem dach..

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Wenn Du einen Kaufvertrag auf 5000€ hast und einen Nachweis, das er das Geld ( 5000€)bekommen hat, dann ist für dich der Fall erledigt.

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Kommentar von Interesierter
05.01.2016, 21:58

So einfach ist das nicht! Auch mündliche Nebenabreden sind bindend. 

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naja, wenn er jetzt den verkauf anmeldet und die Steuern abdrückt und dann den rest von dir einklagt hat er am ende immernoch mehr Geld als jetzt. Also : ja. Da er von solchen Aktionen wahrscheinlich genau so viel hält wie ich wird er das auch machen. An deiner Stelle würd ich das mit dem käufer klären aber einfach 1500€ einbehalten ist eine frechheit und gehört auch angezeit...

Das ist ja schon quasi Diebstahl.

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Kommentar von Rockuser
05.01.2016, 21:50

Wo ist das Problem? Der Verkäufer hat die Steuern zu zahlen, nicht der Zivilkunde. Wenn der Vertrag auf 5000€ ist, hat der Verkäufer für 5000€ verkauft und nicht für 6500€

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Nein, kann er nicht. Aber wenn du dich auf solche Geschäfte einlässt, musst du damit rechnen, dass er wegen der 1500 € nicht den Rechtsweg geht, sondern evtl. seine stiernackigen "Freunde" bald bei dir auf der Matte stehen.

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