Frage von Theresa2,

Kann man an Diebesgut Eigentum erwerben?

Folgendes ist passiert:

Ein Wertgegenstand wurde von Person A gestohlen und dann an Person B verschenkt. Person B verkaufte den Gegenstand, behielt das Geld und gibt jetzt an, nichts vom Diebstahl gewußt zu haben.

Person A ist gestorben. Der Bestohlene bemerkte erst nach dem Tod von A, daß der Gegenstand fehlte und machte den Käufer ausfindig.

Der Bestohlene will natürlich jetzt entweder Geld oder Gegenstand zurück. Weder der Käufer, noch Person B wollen was her geben.

Wie sieht es rechtlich aus?

Bitte nur antworten, wer sich wirklich auskennt. Danke!

Antwort von bienemaus63,
12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wer Diebesware verkauft oder kauft wird ebenfalls bestraft. Um das auzuschließen müßte ein ordentlicher Kaufvertrag abgeschlossen worden sein. Darin muß der Verkäufer an Eidesstatt erklären, daß diese Ware aus seinem eigenen Bestand ist. Bei Schenkungen sollte ein Schenkungsvertrag ausgefertigt werden, mit gleichen Vermerk (aus eigenen Bestand). Ich glaube, so wie du das beschreibst sieht das für den jetzigen Besitzer schlecht aus. Liebe Grüße von bienemaus63

Kommentar von Theresa2,

Danke für die Antwort,

eigentlich bin ich daran interessiert, daß der ursprünglich Bestohlene sein Recht bekommt. Einen Schenkungsvertrag gibt es leider nicht und ob der Käufer und jetzige Besitzer einen Kaufvertrag abgeschlossen hat, weiß ich nicht, aber der hat wohl inzwischen einen Anwalt beauftragt.

Kommentar von bienemaus63,

Hallo Theresa, das ist auf alle Fälle richtig, einen Anwalt einzuschalten. ich weiß ja nun nicht, wie lange dieser Vorfall her ist, denn es könnte sein, das dies verjährt ist. auf alle Fälle halte ich dir die Daumen für einen zufriedenen Ausgang. Ganz liebe Grüße von bienemaus63

Antwort von CaptainFusspilz,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

nein

kein gutgläubiger erwerb, bei abhanden gekommenen oder gestohlenen Sachen

du kannst daran kein Eigentum erwerben, das Eigentum bleibt beim bestohlenen

http://dejure.org/gesetze/BGB/935.html

Antwort von DerSchopenhauer,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wie schon zutreffend bemerkt wurde, kann man an gestohlenen Sachen kein Eigentum erwerben; auch wer gestohlene Sachen kauft erwirbt damit natürlich ebenfalls kein Eigentum auch wenn er von dem Diebstahl keine Kenntnis hatte.

Er muß die Sache wieder herausgeben.

Der Käufer hat nunmehr einen Erstattungsanspruch gegen den Verkäufer.

Also:

X = Bestohlener = bleibt Eigentümer

A = Dieb = Schenker = verstorben

B = Beschenkter und Verkäufer

C = Käufer = Erstattungsanspruch des Kaufpreises gegen B

Gegenstand geht zurück von C an X oder, falls man sich einigt, Zahlung eines Kaufpreises dann wird C neuer Eigentümer....

Antwort von Wutklumpen,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Eigentumsrechte werden nur mit Einverständniss des Eigentümers abgegeben. Der Käufer hat da leider Pech, und sich der Helerei mitschuldig gemacht. (Kann dafür aber nicht belangt werden, wenn ihm kein Vorsatz nachgewiesen werden kann)

Kommentar von CaptainFusspilz,

da fehlt es an vorsatz

ey so ein Schwachsinn hier immer

sicher, der unwissende Käufer wird eingelocht

Kommentar von DerHans,

Er wird natürlich nicht bestraft. Das ändert aber nichts an der Herausgabepflicht.

Kommentar von Wutklumpen,

Ich habs zwar zeitig editiert und den Zusatz eingefügt, allerdings ändert es nichts an der Tatsache, dass der Käufer sich schuldig macht. Egal ob mit oder ohne Vorsatz.

ey so ein Schwachsinn hier immer, wenn die Leute mehr in meine Posts reininterpretieren, als ich jemals geschrieben habe.

Kommentar von jurafragen,

Schuldig gemacht hat er sich (eben mangels Vorsatzes) gerade nicht. Der objektive Tatbestand der Hehlerei ist aber erfüllt.

Antwort von sheyrak,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Solange der Eigentümer beweisen kann, dass es seins ist, ist es auch seins. Ansonsten steht im ernstfall Aussage gegen Aussage, aber in deinem Fall scheinen ja alle geständig zu sein und Namen rauszugeben...

Wenn du ein Bon hättest oder es beweisen kannst, ist es deins, ansonsten kann ja jeder sowas bei einem Privatkauf behaupten.

lG

Antwort von DerHans,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Diebesgut kann nicht rechtsgültig veräußert werden. Im Prinzip kann man sagen: "den letzten beißen die Hunde".

Er muss das Teil ersatzlos heraus geben.

Dann kann er den Kaufpreis vom Verkäufer einklagen.

Antwort von Cidre,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Nein den Diebesgut wird durch den Weiterverkauf nicht zum Eigentum.

Möglicherweise ändert sich das aber wenn die Straftat Verjährt ist.

Antwort von user2034,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Dann wende Dich vertrauensvoll an die ÖRA oder einen Anwalt.

Antwort von FrankHelbig,

Nein, an Diebesgut kann man kein Eigentum erwerben.

Antwort von MartinPii,

naja bei gestohlenen autos steht der käufer in jedem fall am ende als der dumme da, mit nichts. wird wohl in deinem fall genauso sein

Keine passende Antwort gefunden?

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community