Kann man als Vater sein Kind aufhören zu lieben nach einer Zeit?

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3 Antworten

Du wirst es erleben.

Allerdings, bitte stoße deinen sozialen Vater (damit wird der bezeichnet der dich aufzog und für dich eben diese Rolle übernahm) nicht vor den Kopf. Das wäre sicher nicht so ganz fair.

Was war eigentlich mit deinem sozialen Vater, also dem leiblichen Vater deiner Halbgeschwister? War er da für euch, für dich? Hat er sich um euch gekümmert, hat er sich vatertypisch verhalten... auch dir gegenüber? Wenn ja, dann muss ich dich etwas fragen:

Wer hat dich ins Bett gebracht oder aufgeweckt, dir ein Pflaster verpasst und dich getröstet wenn du dich verlettz hast, mit dir geschimpft bei einer schlechten Note, dich zur Schule oder Freunden gefahren, dich abgeholt, dir Taschengeld gegeben nach harten Verhandlungen, dich bestärkt in deinem Selbstbewusstsein, dir vielelicht irgendein Gesellschaftsspiel beigebracht oder wie man draußen etwas spielt, oder dir beibrachte wie man die Schuhe band oder ähnliches?

Dein leiblicher Vater, nun... vielleicht könnt ihr ja eine Vater-Kind-ähnliche Beziehung aufbauen mit der Zeit.

Deinen leiblichen Vater idealisierst du aktuell. Er ist neu für dich, mit ihm verbindest du keine persönlichen negativen Erinnerungen - und noch keine allzu vielen positiven. Du willst herausfinden was du so an Ähnlichkeiten feststellen kannst, ob du einen ähnlichen Humor hast, und so weiter. All das macht dich neugierig und hoffnungsvoll.

Weißt du, Blut verbindet nur theoretisch...

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Normal bedeutest du ihm was. Glaubst du er würde den kontakt zu dir halten wollen wenn du im nichts bedeutest.

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Kann man als Vater sein Kind aufhören zu lieben nach einer Zeit?

Auf die reine Frage kann ich spontan mit ja antworten.

Aber bei dir liegt der Fall etwas anders. Wobei du noch erklären müsstest, was "Mutter nicht vorhanden" bedeutet. Irgendwo muss sie ja doch vorhanden gewesen sein, wenn sie mit deinem Ziehvater verheiratet war.

Dein leiblicher Vater hat entweder den einfachen Weg gewählt oder er hat eine Zeitlang gekämpft und dann keine Kraft mehr gehabt. Viele vertrauen dann auf die Zeit, wenn Kinder älter werden, dass sie von sich aus den Weg zu ihren leiblichen Eltern suchen und dass die sich dann erklären können.

Dein Vater ist der einzige, der dir auf deine Fragen eine Antwort geben kann.

Und sich einem Therapeuten anzuvertrauen bringt sehr oft etwas. Wenn du wirklich nicht alleine klarkommst, lasse dir von deinem Kinder/Hausarzt eine Überweisung geben. Bei Jugendlichen geht es manchmal schneller mit Terminen.

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