Frage von Kimkbn, 63

Kann man als Minderjähriger Antidepressiva ausgehändigt bekommen ohne Einverständnis der Erziehungsberechtigten?

Hallo zusammen,

eine Bekannte leidet unter Depressionen und würde gerne, da es keinerlei andere Wege mehr gibt, auf Antidepressiva zurückgreifen. Ihre Erziehungsberechtigten wurden über ihre Krankheit jedoch nicht informiert und dies sollte sich auch nicht ändern.

Jetzt stellt sich mir die Frage, da sie ja noch Minderjährig ist (16 Jahre), ob sie selbstständig zum Arzt gehen kann, um sich die Rezepte abzuholen, ohne Benachrichtigung der Erziehungsberechtigten?

Ich bitte nicht um Tipps das sie mit ihren Eltern reden soll oder sonstige, nicht relevaten Antworten auf die Frage. Ich würde gerne nur ernsthafte und wahrheitsgemäße Antwort bekommen.

Vielen lieben Dank im vorraus ;-)

Antwort
von Coza0310, 23

Wenn eine ausreichende einsichtsfähigkeit gegeben ist, dann ist das prinzipiell möglich. Über die Einsichtsfähigkeit entscheidet der jeweils behandelnde Arzt, hier am ehesten ein Facharzt für (Jugend-)Psychiatrie.

Ein Psychotherapeut (im Volksmund oft als Psychologe bezeichnet) ist in der regel kein Arzt und darf somit keine Medikamente verschreiben.

Antwort
von lisabakon, 44

Geht docx einfach mal zum Arzt und fragt selber nach der Psychologe zB hat eine Schweigepflicht und darf sich sowieso nicht an die Eltern wenden außer es besteht Lebensgefahr.

Antwort
von Dooooll, 25

Normalerweise müssen die Eltern über die Medikamente aufgeklärt werden und unter Umständen sogar etwas unterschreiben.

Antwort
von peterobm, 26

der Doc muss die Medis verschreiben; so einfach kommt Sie nicht dran. Das ist nur eine Frage der Zeit bis die Eltern das mitbekommen.

Antwort
von 7vitamine, 11

Und hat diese Bekannte das Gefühl, dass sobald sie die Medikamente einnimmt es ihr am nächsten Tag besser geht?

Abgesehen davon braucht die Wirkungszeit ca 4 Wochen und niemand weiss ob die ersten gleich die richtigen sind. Manche probieren 10 Sorten bis sie die richtigen erwischen.. und das die Symptome am Anfang der Therapie sich verschlimmern können, darüber seid ihr auch nicht informiert oder? Was wenn es ihr dann schlechter geht und sie umso mehr Unterstützung braucht? Wer ist dann für sie da, du?

Es ist immer ratsam wenn alle im Umfeld denen es etwas angeht informiert sind, dieses heimliche einnehmen wollen funktioniert eh nicht, da man sich doch ziemlich verändert bis es bessert.

Also überdenk lieber die Taktik und seht ein, dass man es lieber ausspricht und die Eltern das akzeptieren müssen, das kann sonst ziemlich in die Hose gehen.

Antwort
von Indivia, 7

Sie soll sich an einen facharzt,also psychiater ( nicht Psychologe!!!) wenden,der kann in ihrem Fall weiter helfen. Der hat auch Schweigepflicht,da sie über 14 ist.

Antwort
von rapurzel1, 18

Die Frage ist doch ob der Arzt diese Krankheit fest gestellt hat, denn der hätte dann sicher auch die restlichen Fragen beantwortet :)

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