Frage von Raupe0408, 59

Kann man als Hausfrau ( 44 ) mit 7 (davon 2 kleinen) Kindern und nie erwerbstätig Harz IV bekommen ?

Hallo, Die Frage ist für meine Mutter ( 44, 7 Kinder) gestellt. Sie war nie erwerbstätig, da sie immer Kinder hatte. Nun ist Schluss mit der Elternzeit und das Amt verlangt Bewerbungen von Putzstellen. Sie ist eine Hausfrau und sagt, dass sie mit dem Haushalt überfordert ist, ist ja auch kein Wunder, hat erheblich Übergewicht und keine Kraft abends Putzen zu gehen. Der Mann bekommt Hart VI für sich und findet keinen Job. Ich bin Studentin und verdiehene mit Nachhilfe mein Essensgeld. So kann das nicht mehr weiter gehen. Habt ihr einen Ratschlag? Danke im Voraus, falls antworten kommen.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz IV, 32

Wenn sie mit ihrem Mann zusammen lebt dann bekommt sie doch auch ALG - 2 gezahlt,wenn das Elterngeld weggefallen ist,dann erhöht sich der Betrag !

Bis zum vollendeten 3 Lebensjahr des jüngsten Kindes muss sie der Vermittlung in Beschäftigung nicht zur Verfügung stehen.

Auch danach wäre eine Vermittlung nur dann in Betracht zu ziehen,wenn die Betreuung der Kinder auch sicher gestellt wäre.

Wenn sie auch noch gesundheitliche Probleme hat,dann sollte sie sich das von ihrem Hausarzt bestätigen lassen,dann wird ggf.ein medizinischer Dienst die Arbeitsfähigkeit feststellen müssen.

Kommentar von Raupe0408 ,

Vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort. Meine Mutter ist da etwas "schwierig". Sie möchte sich nicht eine Erwerbsminderung (vom med. Dienst) zuschreiben lassen, da sie die Befürchtung hat, dass dort gesagt werden könnte, dass sie auch nicht in der Lage ist auf ihre 2 kleinen Kinder aufzupassen. Ich sehe das als Quatsch, aber frage nochmal, um uns beide zu beruhigen. 

Kommentar von Raupe0408 ,

Und wie viel Euro würde sie bei einer Erwerbsminderung für Miete usw. bekommen?

Kommentar von isomatte ,

Dafür gibt es Unterstützung beim Jugendamt,sollte sie in der Betreuung überfordert sein oder aus gesundheitlichen Gründen nicht alles machen können,deshalb werden einem die Kinder nicht gleich entzogen !

Der Zuschuss für den Lebensunterhalt / Miete ist nicht an eine bestimmte Minderung gebunden,es zählt hier nur der Bedarf der einem nach dem SGB - ll oder SGB - Xll zusteht und was man selber an anrechenbarem Einkommen erzielt.

Wenn dann der Bedarf nicht gedeckt ist,dann bekommt man den Rest halt aufgestockt.

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