Kann Konservatismus sich auch auf die Natur anstatt auf Gott berufen?

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6 Antworten

Konservativ hat weniger mit einer Religion als mit einer Grundhaltung zu tun, mit bestimmten Wertvorstellungen.  Die kann man auch ohne jedweden Glauben haben: ehrlich, rechtschaffen, traditionsbewusst, ein klares Weltbild usw. - mit einem Glauben an Gott hat das alles erst mal nichts tun tun, diese Einstellung kann genauso gut ein Atheist haben. 

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Manchmal bezieht sich Konservatismus auf althergebrachte religiöse Ansichten. Das ist allerdings nicht alles, da hier nicht die Religion im Mittelpunkt dieses Begriffes steht, sondern generell das Althergebrachte.

Religion kann ein Teil davon sein, muss es aber nicht. Das kann genauso gut der Kreationismus, der Glaube daran sein, dass die Erde rund ist, Frauen schlechter als Männer seien, die Hautfarbe die Qualität eines Menschen ausmache (wobei vieles religiösen Ursprung hat, den Bezug aber oftmals bereits teilweise verloren).

Genauso gut kann es aber auch alles andere sein, wie gesagt. Auch Natur. Es kommt auf den Zusammenhang an. In welchem siehst du die Natur in diesem Beispiel?

Konservativismus steht (rein begrifflich auf jeden Fall) dem Progressivismus gegenüber, das heißt, er ist gegen Fortschritt bzw. steht ihm kritisch gegenüber. Du kannst es so sehen: Einer schaut nach vorne, der andere zurück.  Im Konservatismus stellen sich häufiger Fragen und werden Aussagen getroffen wie: "Warum neu, wenn das Alte doch gut war?"

Du kennst ja auch den Spruch "Früher war alles besser", auch wenn man hier sehen muss, ob derjenige die Aussage ernst meint oder nur die richtigen Worte zum Meckern sucht ;)

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Die Frage ist immer woher stammt die gesellschaftliche Ordnung?  Beim Koservativismus bestimmt nicht aus der Natur als solche oder aus den Naturgesetzen. Im Mittelpunkt steht ja beim Konservativismus wie der Name schon andeutet die Vergangenheit der Gesellschaft. Also Brauchtum, Traditionen und alt hergebrachte Werte.

Dies träfe nicht zu wenn mit Natur das SEIN in synonymer Form für Gott gemeint wäre.


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Nein.
Welche Parameter der Natur sollten denn dies sein? Natürliche Selektion? Mutation? Überleben des am Besten angepassten? Recht des Stärkeren?

Konservatismus ist traditionell, will die herrschende politische Ordnung und die gegebene Verteilung von Macht und Kapital bewahren. Das gibt es nicht in der Natur.

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Können schon aber konservativismus beruft sich auf nichts sondern ist einfach nur die unbegründete Angst vor zu viel neuem.

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Ja.

Bestes Beispiel ist der Sozialdarwinismus oder Rassentheorien. Auch die Nazis haben ja nicht "Gott" in das Zentrum ihrer Ideologie gestellt und die wiederum ist nichts weiter als radikalisierter, auf die Spitze getriebener Konservatismus.

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Kommentar von kgunther
28.09.2016, 16:52

Falsch.

Das Zentrum der Ideologie ist die "Volksgemeinschaft", also der Gedanke, daß alle Mitglieder eines Volkes als Gleichberechtigte zusammenstehen und einander helfen müßten.

Dies ist eine "authentische Definition". Denn Adolf Hitler selbst drückte sie aus:

"Der Nationalsozialismus ist nichts anderes als die Ideologie der Volksgemeinschaft".

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