Frage von Anonym3399, 62

Kann Kindsmutter Vater den Umgang verwähren?

Die Kindsmutter droht immer wieder damit, dass der Vater seine Tochter nicht sehen wird, wenn er sie nicht abholt. Die Mutter residiert zur Zeit bei ihren Eltern 1 Stunde Fahrt entfernt. Er muss im Monat etwa 100€ Spritkosten aufbringen, zuzüglich der Verpflegung, Windeln etc. Sie bekommt das Kindergeld und bis vor Kurzem auch unberechtigt Unterhalt. Letzteres wurde eingestellt. Da das Kind 2 Wochen bei jedem Elternteil verbringt. Die Mutter hat 75% des Aufenthaltsbestimmungsrecht und verlangt nun, dass das Kind geholt und vom Vater verpfegt wird. Er hat 300€ im Monat zur Verfügung und weiß nicht wie er das bezahlen soll. Vom Jugendamt wurde festgelegt, dass er das Kind abholen ODER hinbringen soll. Das die Wege sozusagen geteilt werden, doch sie weigert sich. Das Gerichtsverfahren ist bereits eingeleitet es gibt jedoch noch keinen Termin. Jetzt die große Frage:"Kann die Mutter ihm das Kind verweigern, wenn er sich nun weigert ihren Anteil der Fahrten auch noch zu übernehmen?" Und was kann man dagegen tun?

Antwort
von Menuett, 9

Das Jugendamt darf da gar nichts festlegen, das hat da gar keine rechtliche Möglichkeit.

Die rechtliche Situation ist eindeutig:

Der Umgangsberechtigte trägt sämtliche Kosten und Lasten des Umgangs.

Damit holt und bringt der Vater das Kind.

Selbstverständlich muß er auch Kindesunterhalt zahlen.

Kommentar von Anonym3399 ,

Festgelegt im Sinne von Beide waren da. Und beide haben dazu eingewilligt. Er hat es sich von ihr sogar unterschreiben lassen.

Kommentar von Menuett ,

Das ist völlig egal.

Das hat vor Gericht keinerlei Nährwert und ist rechtlich völlig unverbindlich.

Kommentar von lasterfahren ,

festgelegt wurde garnichts. der zettel ist solange bindend, wie beide sich daran halten. das will sie nun nicht mehr, also fährt der vater und holt und bringt das kind. der verzicht auf unterhalt ist sittenwidrig. das kind hat da anpruch drauf.

Antwort
von qugart, 31

Bei solchen Geschichten rate ich immer zu einem Anwalt. Die Fronten scheinen so verhärtet zu sein, dass Reden da wohl nicht mehr weiterhilft. Also geht's da nur noch darum, sein Recht zu bekommen.

Wenn du da kein Mandant bist wirst du da wohl nur allgemeine Tipps bekommen. Wahrscheinlich wird man da aber schon direkt auf die Situation eingehen müssen.

Kommentar von lasterfahren ,

der anwalt kann da auch nix dran ändern. er darf sein kind ja sehen, aber er holt es ja nicht.

Kommentar von qugart ,

Das war aber nicht die Frage. Ein Anwalt soll da fürs erste auch nix ändern, sondern nur die aktuelle rechtliche Situation erklären und weitere rechtliche Möglichkeiten aufzeigen.

Antwort
von lasterfahren, 9

die mutter hat nicht 75% des aufenthaltsbestimmungsrechtes. entweder hat sie es mit dem kindesvater gemeinsam oder alleinig.

wenn der vater umgang hat, dann hat er das kind zu holen und nach dem umgang wieder zurückzubringen. wo sie lebt spielt überhaupt keine rolle. der vater ist weiterhin verpflichtet unterhalt zu zahlen. einfach einstellen geht garnicht. die mutter kann hier einen titel verlangen und pfänden.

wenn der vater das kind  nicht holt, dann hat er augenscheinlich kein interesse am umgang. der vater trägt die kosten des umgangs: spritkosten, lebensmittel während das kind dort ist etc. daran wird auch ein gericht nichts ändern, die werden das noch mal ganz dick unterstreichen.

weiterhin kann das jugendamt vereinbarungen erarbeiten für die eltern. beschließen tun die nix. die vereinbarungen sind nicht bindend für den anderen elternteil und haben keine rechtliche wirkung.

wenn das kind mal urlaub macht beim vati, muss er trotzdem unterhalt zahlen. dagegen tun kannst du nichts.

Antwort
von ScharldeGohl, 39

Wenn das Wegerecht geteilt wurde, dann verstößt sie damit gegen eine entsprechende Auflage. Sie tut sich damit selbst keinen Gefallen, denn vor Gericht könnte das zu Ihren Lasten ausgelegt werden.

Kommentar von Menuett ,

Das Jugendamt kann hier gar keine Auflagen machen.

Ich wage zu bezweifeln, dass sich der Sachbearbeiter da so weit aus dem Fenster gelehnt  und so einen Mist von sich gegeben hat.

Der Umgangsberechtigte trägt die Kosten und Mühen des Umgangs.

Antwort
von o0bellaAnna0o, 14

Ganz easy: du holst ihn von ihr ab, sie holt ihn von dir ab. Recht hin oder her, das kontrolliert ja keiner, wenn sie sich weigert, dir das Kind zu geben, ist das leider so. Deshalb wäre das die Lösung, oder nicht?

Kommentar von lasterfahren ,

wenn er das kind abholt, weigert sie sich ja nicht. sie will das kind nicht fahren, es ist seine aufgabe als umgangselternteil.

Antwort
von Akka2323, 32

Er holt es ab zu sich. Sie muß es bei ihm abholen. Muß er ja nicht vorher sagen, er ist ja im Recht.

Antwort
von seltic, 28

Also wenn der Vater das Kind liebt, sind Ihm die Fahrten egal. Der Vater kann das Kind nicht zu sich nehmen?

Kommentar von Anonym3399 ,

Darum geht es ja beim Gerichtsverfahren. Er versucht so das Kind zu sich zu holen. Die geldlichen Mittel sind nunmal nicht da um Verpflegung UND Fahrten zu zahlen.

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