Frage von nike1983, 122

Kann jemand was zu diesem Arbeitszeugnis sagen?

Im Zeugnis steht von dann bis dann beschäftigt und in welcher Tätigkeit. Dann kurze Beschreibung was die Firma macht und dann meine Tätigkeiten. Tätigkeiten sind vollständig angegeben und entsprechen auch dem, was ich täglich gemacht habe. Jetzt kommt das, worum es geht: Herr hat breit gefächerte Fachkenntnisse, die er jederzeit erfolgreich in der Praxis einsetzte. Seine gute Auffassungsagbae ermöglichte es ihm, auch schwierige Situarionen sofort zu überblicken und dabei das Wesentliche zu erkennen. Herr zeigte jederzeit große Eigeninitiative und identifizierte sich immer voll mit seinen Aufgaben und unserem Unternehmen, wobei er auch durch seine große einsatzfreude überzeugte. Auch in Situationen mit großem Arbeitsaufwandes erwies er sich als belastbar. Herr arbeitete zielstrebig sowie sorgfältig und effizient; dabei agierte er qualitäts- und verantwortungsbewusst. Sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht erzielte er immer gute Arbeitsergebnisse. Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte Herr stets zu unserer vollen Zufriedenheit. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets einwandfrei. Herr scheidet mit dem heutigen Tag aus unserem Unternehmen aus. Wir danken ihm für die erbrachte Leistung und wünschen ihm für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg alles gute. Ort, 31.01.2016 Unterschriften.

Antwort
von DarthMario72, 39

Man kann Zeugnisse nur dann halbwegs seriös beurteilen, wenn man sie im Zusammenhang liest, also vollständig von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Überall können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind.

Insgesamt entsprechen die Bewertungen durchgängig einem "gut". Bis dahin also alles in Ordnung. Aber:

Herr scheidet mit dem heutigen Tag aus unserem Unternehmen aus.

Schön und gut. Aber warum? In einem Kommentar schreibst du, dass du gekündigt wurdest, weil es nicht mehr "gepasst" hat zwischen dir und deinem AG. Es ist schwierig, das im Zeugnis wohlwollend zu formulieren. Aber so wie der Satz hier steht, gibt das Anlass zu Spekulationen und - falls es zum Bewerbungsgespräch kommt - zu unangenehmen Nachfragen.

Wir danken ihm für die erbrachte Leistung und wünschen ihm für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg alles gute.

Autsch, das ist übel. Man bedauert dein Weggehen nicht und bescheinigt dir keinen Erfolg. Übersetzt heißt dieser Satz "Seine Arbeit war ganz ok, aber eigentlich sind wir ganz froh, dass er geht. Bei uns hatte er keinen besonderen Erfolg und wird ihn im nächsten Job sicher auch nicht haben." Bewusst oder unbewusst wird da ganz übel nachgetreten. Grundsätzlich hat man zwar keinen rechtlich durchsetzbaren Anspruch auf eine Schlussformel, aber wenn eine vorhanden ist, muss sie zum Rest des Zeugnisses "passen". Das ist hier aber nicht der Fall und sollte beanstandet werden.

Im Übrigen haben Zeugnisse frei von Rechtschreib- und sonstigen Fehlern zu sein. Sind die Fehler nur Übertragungsfehler oder stehen die auch so im Original?

Kommentar von nike1983 ,

Das Zeugnis ist ohne Fehler! Die sind nur beim schnellen schreiben mit dem Smartphone passiert. Wenn ich das richtig deute, dann kann ich mich ja jetzt auf ein hatz 4 leben einstellen oder was ? Und mal ganz ehrlich: ein bedauern wäre an der Stelle ja fehlerhaft - ich wurde gekündigt und das nicht betriebsbedingt ! Das ist doch dann so richtig, oder ?

Kommentar von DarthMario72 ,

Nein, so schwarz brauchst du das nicht sehen. Wie gesagt, die miserable Schlussformel solltest du nachbessern lassen, damit das Zeugnis dann in sich schlüssig ist.

Kommentar von DarthMario72 ,

Nun gut, ob Bedauern richtig wäre oder nicht, darüber kann man sich streiten. Viel wichtiger ist m. E. das Fehlen der Erfolgswünsche.

Kommentar von nike1983 ,

So schwarz brauche Ich das nicht sehen? :) das hörte sich erst anders an... Da steht auch und weiterhin viel Erfolg - so endet der Satz. Irgendwie habe ich das beim abtippen vergessen. Meinst du, dass man sich damit ganz gut bewerben kann ? 

Kommentar von DarthMario72 ,

So schwarz brauche Ich das nicht sehen? :) das hörte sich erst anders an...

Ja, weil es nach dem Text, den du hier veröffentlicht hattest, auch so den Anschein hatte und du es erst hättest nachbessern lassen müssen.

Da steht auch und weiterhin viel Erfolg - so endet der Satz.

Das ändert einiges und macht die Schlussformel deutlich schlüssiger.

Meinst du, dass man sich damit ganz gut bewerben kann ? 

Ich kann mich nur wiederholen, insgesamt ist das ein "2er"-Zeugnis und lediglich der fehlende Beendigungsgrund kann - muss aber nicht - ein Anlass für Nachfragen sein. Um deine Frage zu beantworten: Ja!

Kommentar von rotreginak02 ,

@nike1983: genau die Formulierung "weiterhin viel Erfolg" ist entscheidend bei diesem Satz...denn das bestätigt deine erfolgreiche Arbeit.... und somit wertet dies das gesamte Zeugnis auf. 

Antwort
von nike1983, 58

Hier ist die Frage/Zeugnis. Irgendwas funktioniert beim einstellen immer nicht - fliege ständig raus !

Im Zeugnis steht von dann bis dann beschäftigt und in welcher Tätigkeit. Dann kurze Beschreibung was die Firma macht und dann meine Tätigkeiten. Tätigkeiten sind vollständig angegeben und entsprechen auch dem, was ich täglich gemacht habe. Jetzt kommt das, worum es geht: Herr hat breit gefächerte Fachkenntnisse, die er jederzeit erfolgreich in der Praxis einsetzte. Seine gute Auffassungsagbae ermöglichte es ihm, auch schwierige Situarionen sofort zu überblicken und dabei das Wesentliche zu erkennen. Herr zeigte jederzeit große Eigeninitiative und identifizierte sich immer voll mit seinen Aufgaben und unserem Unternehmen, wobei er auch durch seine große einsatzfreude überzeugte. Auch in Situationen mit großem Arbeitsaufwandes erwies er sich als belastbar. Herr arbeitete zielstrebig sowie sorgfältig und effizient; dabei agierte er qualitäts- und verantwortungsbewusst. Sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht erzielte er immer gute Arbeitsergebnisse. Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte Herr stets zu unserer vollen Zufriedenheit. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets einwandfrei. Herr scheidet mit dem heutigen Tag aus unserem Unternehmen aus. Wir danken ihm für die erbrachte Leistung und wünschen ihm für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg alles gute. Ort, 31.01.2016 Unterschriften.

Antwort
von Jewi14, 51

Das Zeugnis ist schon eine 2. Du hast zwar keine hervorragende Arbeit geleistet, aber doch gute.

Was mich aber erheblich stört, ist der Schluss. Kein Hinweis, dass du gekündigt hast, bist du also rausgeflogen? Und falls ja, warum.

Zwar bedankt sich die Firma bei dir und wünscht dir alles Gute, aber dennoch fehlt mir der Satz über das Bedauern, dass du gehst. So kann man herauslesen, dass die Firma am Ende doch ganz froh war, dass ihr nun getrennte Weg geht.

Es kann sein, dass die Firma diese Punkte nicht absichtlich vergessen hat, aber ein neuer Chef könnte auf den Gedanken wie ich kommen.

Kommentar von nike1983 ,

Aber gute Arbeit ist doch ok, oder? Per richterlichem Entschluss wurde sogar festgesetzt, dass im allg die Note 3 völlig ok ist und alles was besser ist, muss bewiesen werden. Wurde gekündigt, das ist richtig 

Kommentar von Jewi14 ,

Klar ist eine 2 gut und du kannst damit leben. Nicht jeder bekommt eine 1 oder verdient sich.

Sicherlich kannst du gekündigt werden, nur dann sollte auch der Grund angeben werden, sonst kommt der neue Chef auf dumme Gedanken. Bist du Buchhalter, so fragt er sich, hat er Geld unterschlagen. So als Beispiel.

Besser ist daher, so zu schreiben: Betriebsbedingt (oder durch schlechte Auftragslage) mussten wir leider den Arbeitnehmer kündigen. Dann weiß jeder, der Firma ging es finanziell nicht gut und musste Mitarbeiter kündigen und es lag kein Fehlverhalten des Mitarbeiters vor.

Kommentar von nike1983 ,

Bin Sachbearbeiter ganz normal in der Verwaltung also keine Buchhaltung etc. wurde gekündigt, da es Differenzen zwischen uns gab - hat einfach nicht mehr gepasst! Dann ist die Aussage der Firma doch korrekt oder? Die können dann ja nicht betriebsbedingt schreiben. Man liest überall, dass ein Grund für die Kündigung also eine exakte Befriedigung im Zeugnis nichts zu tun hat, das ist doch richtig, oder? 

Kommentar von Jewi14 ,

Ich bin nur der Personalchef einer neuer Firma, wo du dich gerade beworben hast: Ich lese das Zeugnis und denke mir: Warum  bloß wird nicht erwähnt, ob der AN gekündigt hat oder die Firma und wenn es die Firma war, warum wird nicht der Grund genannt.

Gerade das weglassen von Infos sagt genauso viel aus wie das hinschreiben. Ich (der Personalchef) wird also durch das Zeugnis wissen, dass es eine verhaltensbedingte Kündigung war. Das also der Grund für die Kündigung in deiner Person und/oder Verhalten war und überlegt, kann der Bewerber (also du) bei uns auch Stress machen.

Der exakte Grund hat nichts im Zeugnis zu suchen, aber es gibt eben auch die 2 Gründe: Betriebs-, verhalten- und personenbedingt und ich lese verhaltensbedingt raus.

Kommentar von nike1983 ,

Danke dür deine gute Antwort. Es ist halt so schwer zu beurteilen, wie andere über etwas denken oder dies interpretieren. Es gab Differenzen ok, im Zeugnis haben die nichts zu suchen. Heißt das aber jetzt, dass man es bei der Job-suche extrem schwer hat oder einen keiner einladen wird? Ich leiste gute Arbeit und möchte das auch wieder irgendwo beweisen können. 

Kommentar von PrinzDeVienne ,

Wenn Du noch kannst, fügst Du einfach selber den Satz zum "Bedauern, dass Herr X unser Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt" ein, und schau, ob Du damit durchkommst - vielleicht unterschreibt die Firma es ja so.

Kommentar von nike1983 ,

Kommt ja auch nicht gut. Dann hätte ich gekündigt ohne was neues zu haben 

Antwort
von FelixFoxx, 60

Nein, häng bitte ein Bild an vom Zeugnis, in dem persönliche Daten und der Firmenname geschwärzt sind.

Antwort
von Tommkill1981, 63

Ein Bild wäre nicht schlecht.....

Antwort
von BarbaraAndree, 31

Also, mich stören nur zwei Dinge, die nicht zum übrigen Text passen: "
"Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte Herr stets zu unserer vollen Zufriedenheit." Es müsste heißen vollsten Zufriedenheit. Außerdem werde ich sofort aufmerksam bei dem Satz : " Herr scheidet mit dem heutigen Tag aus unserem Unternehmen aus." Es müsste heißen. Herr scheidet auf eigenen Wunsch  . . .  Bei dieser Formulierung könnte man annehmen, dass Herr "gegangen wurde". Das sind so Verklausulierungen, die Pesonaler aufhorchen lassen.


Kommentar von nike1983 ,

Bei dem Thema vollen und vollsten streiten sich alle. All meine Arbeitszeugnisse haben aber dien Inhalt stets zu unseren vollen Zufriedenheit, was einer 2 entsprechen soll?!? Vollsten gibt es angeblich nicht - grammatikalisch falsch. Auf eigenen Wunsch kann da nicht stehen, wurde entlassen 

Kommentar von BarbaraAndree ,

Hier ein Link zu deinem Kommentar:

http://www.jobware.de/Ratgeber/Der-Geheimcode-im-Arbeitszeugnis.html

Ob es grammatikalisch falsch ist oder nicht, nach wie vor liegt der Blick eines Personalers auf dieser Note und wird - falls nicht noch andere, bessere Kandidaten beworben haben, telefonisch rückfragen. Auf eigenen Wunsch kann auch heißen, dass er sich aus welchen Gründen auch immer, selbst gekündigt hat. Dann wünscht man dem Mitarbeiter alles Gute und dankt für die geleistete Arbeit:

"Wir wünschen ihr/ihm für die berufliche Zukunft alles Gute“.
Jedes zum Ausdruck gebrachte Bedauern wirkt an dieser Stelle als
deutliche Empfehlung."

Kommentar von Jewi14 ,

Nein, muss es nicht heißen. Voll ist eine 2, vollsten eine 1. Wenn der AG aber der Meinung ist, dass der Mitarbeiter "nur" eine 2 verdient hat, ist das OK und ich denke, der Mitarbeiter kann mit einer 2 durchaus leben.

Absolut recht hast du aber mit dem Ausscheiden. Es hört sich für mich auch an, als ob es erhebliche Probleme zwischen AG und AN gab und der AN deswegen gefeuert wurde. Besser ist es zu schreiben: Betriebsbedingt mussten wir X kündigen (und bedauern darüber)

Kommentar von BarbaraAndree ,

Sicher hast du recht, wenn du sagst, dass er "Mitarbeiter mit einer 2 sehr gut leben kann". Aber heutzutage, wo sich viele Bewerber auf eine gute Stelle bewerben, wird ein AG die/den bevorzugen, die/der auf den ersten Blick seinen Vorstellungen entspricht. Nach diese Unterlagen werden dann die ersten Gespräche geführt und dann wird wieder gefiltert. Erst wenn sich nach dieser Runde niemand findet, der für den Posten infrage kommt, greift man auf die Bewerber mit der Note 2 zurück.

Kommentar von Jewi14 ,

Ich denke, in diesem Fall ist der Schluss im Zeugnis das große Problem. Ein Personalchef wird daraus lesen, dass dem FS aufgrund seines Verhalten gekündigt wurde und dann nützt auch eine 1 oder 2 nichts mehr. 

Kommentar von BarbaraAndree ,

Da gebe ich dir völlig recht.

Kommentar von nike1983 ,

Was soll ich jetzt tun, wenn mir das nicht mehr hilft! Mich erhängen? 

Kommentar von BarbaraAndree ,

An der Note selbste kannst du nicht rütteln, das ist nun einmal so und mit einer Zwei kann man durchaus leben. Der Abschlusssatz sollte dahingehend verändert werden (ich kenne die näheren Umstände nicht deines Weggehens nicht), dass man " dein Fortgehen bedauert und dir für die Zukunft alles Gute wünscht". Das wäre okay. Wenn es nicht gehen sollte, dann nimm es so hin und erklärte vielleicht in einem Vorstellungsgespräch die näheren Umstände. Aber kein Grund, die Ohren hängen zu lassen, das wird schon.

Kommentar von nike1983 ,

Mit der Note 2 bin ich voll zufrieden, ich brauche keine 1 und die wirkt in den meisten Fällen auch zu übertrieben - fast kein Mitarbeiter entspricht einer 1 - oder hat jeder Mensch nur Einsen im Zeugnis :) mich würde interessieren wie du im Vorstellungsgespräch auf diese Umstände eingehen würdest? Ich lasse deswegen die Ohren hängen. Man muss sich nicht vollumfänglich äußern aber ich denke mal, dass die meisten personaler immer erst mal kritisch sind und meistens denken, es hat am Bewerber gelegen. Wie äußert man sich, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen oder gar die alte Firma / Chef schlecht zu machen ? 

Kommentar von nike1983 ,

Mag sein aber nicht jeder kann eine 1 haben, das halte ich dich sehr für unrealistisch, gerade wenn ein Gericht entschieden hat, dass man im Grunde nur Anrecht auf eine 3 hat. Natürlich will jede Firma den besten MA und viele Firmen verkaufen sich nach außen hin immer top aber sind auch alle top? Man muss die Kirche mal im Dorf lassen. Ich bin ein einfacher Sachbearbeiter ohne abi nur Realschule und ich bewerbe mich nicht als Abteilungsleiter oder GF

Kommentar von nike1983 ,

Aber wenn es nicht betriebsbedingt war, dann können die das doch nicht schreiben, oder ?

Kommentar von DarthMario72 ,

"Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte Herr stets zu unserer vollenZufriedenheit." Es müsste heißen vollsten Zufriedenheit

Woher willst du das wissen? Das wäre eine Note besser.

Es müsste heißen. Herr scheidet auf eigenen Wunsch  . . .  

Auch hier: Woher willst du das wissen? Laut Fragesteller war es auch nicht auf eigenen Wunsch, das würde also nict der Wahrheit entsprechen.

Kommentar von BarbaraAndree ,

Weder du noch ich kennen die Hintergründe, also, warum auch immer der Fragesteller ausscheidet. Üblicherweise "bedauert man den Weggang eines Mitarbeiters und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute". Irgendwie haben wir das hier aber schon gründlich begesprochen  und ich denke, es ist jetzt - zumindest für mich - ausdiskutiert.

Kommentar von nike1983 ,

Ich wurde gekündigt - wir hatten Differenzen. Also bedauern werden die dann nicht schreiben, passt ja nicht... 

Antwort
von ASW19, 64

Hey,

kein Bild vorhanden.

Grüße

Kommentar von nike1983 ,

Kommt gleich :)

Kommentar von ASW19 ,

Schreib dann bitte noch ein Kommentar. :P

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