Frage von Stupsimomo, 51

Kann jemand meine Gedichtsanalyse beurteilen bzw. Verbeserungsvorschläge geben?

Wir schreiben nächste Woche eine Gedichtsanalyse im Fach Deutsch Kl.11 und ich bin über alle Tipps und Verbesserungsvorschläge dankbar. Das Gedicht „Vergänglichkeit der Schönheit“ von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau und veröffentlicht im Jahr 1695, handelt von der Vergänglichkeit der Schönheit und des Lebens. Mein erster Eindruck ist, dass in dem Gedicht versucht wird, die Tatsache zu verdeutlichen, dass die Schönheit nicht ewig hält und das Innere des Menschen wichtiger ist, als alles andere.

Formal ist das Gedicht einem Sonett zu zuordnen, da es aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht. Die Quartetten bestehen aus jeweils vier Versen und die Terzetten jeweils aus drei Versen. Insgesamt sind 14 Verse vorhanden. Für die Quartetten wurde ein umarmender Reim (abba) als Reimschema verwendet, für die Terzetten ein Schweifreim (ccd). Als Metrum liegt ein sechshebiger Jambus vor, welcher eine gewisse Dynamik und Spannung im Gedicht erzeugt. In der ersten Strophe wird beschrieben, wie das Alter den menschlichen Körper verändert und der Tod den Menschen immer näher kommt. Durch Personifikationen wie z.B. „streichen“, in Vers zwei, oder „mit seiner kalten Hand“, in Vers eins, wird der Tod nicht mehr auf der sachlichen Ebene, sondern auf der menschlichen Ebene dargestellt. Mit dem Wort „endlich“, in Vers zwei, wird das Verlangen nach dem Tod beschrieben und somit erläutert, dass der Tod nicht unbedingt eine schmerzhafte Angelegenheit sein muss, sondern auch als Befreiung gesehen werden kann. In dieser Strophe wird durch das Personalpronomen „Du“ direkt der Leser angesprochen. Die „Brüste“, in Vers zwei, adressieren jedoch den weiblichen Leser. Durch die Metapher, in Vers drei, („[…] liebliche Corall der Lippen […]“) wird die Vergänglichkeit des Körpers verstärkt bildlich dargestellt. Anaphern und Alliterationen heben das ganzen noch einmal hervor. Auch die zweite Strophe befasst sich mit der Vergänglichkeit des Körpers. Durch erneute Metaphern („Der Augen süßer Blitz“, Vers fünf) und Alliterationen („[…] des Goldes Glanz […]“, Vers sieben) wird dieser Effekt verstärkt. „Endlich“ taucht in dieser Strophe in Vers acht auf, was noch einmal den Willen des Sterbens untermalt. In dieser Strophe wird jedoch die Vergänglichkeit des Körpers noch intensiver dargestellt („Das Haar, das itzund kann des Goldes Glanz erreichen“, Vers sieben). Die letzte Strophe handelt von der Unsterblichkeit des Herzens ([…] Herze […] aus Diamant […]“, Vers 13-14), welches auch als Symbol für die menschliche Liebe gewählt sein könnte. Es wird geschildert, dass alles zu Ende gehen muss („Dies und noch mehr als dies muß endlich untergehen“, Vers 12), doch dass das Herz aufgrund seines starken Materials („Dieweil es die Natur aus Diamant gemacht“, Vers 14) weiterlebt. Die Metapher verdeutlicht dies und regt zu bildlichen Vorstellungen an.

Expertenantwort
von LolleFee, Community-Experte für deutsch, 32

Mein Tipps für die Klausur und für Dein Leben: 

  • Befasse Dich selbst mit Gedichten. In der Klausur kannst Du auch nicht den Titel des Gedichts bei Google eingeben und den ersten Treffer wortwörtlich kopieren und ein paar Zeilenangaben dazuschreiben.
  • Verkauf andere nicht für blöd. Das mangelnde Zitieren hat andere schon Doktortitel, Posten und Ansehen gekostet.

Die (geklaute) Interpretation finde ich übrigens nicht besonders berauschend.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten