Frage von Didloveuuuu, 23

Kann jemand etwas zum Weinbau im römischen Reich erzählen?

Ich bedanke mich jetzt schonmal für alle Antworten jede sinnvolle Antwort würde mir helfen :)

Antwort
von Klaraaha, 13

Die Römer brachten den Weinbau an Rhein und Mosel.Die älteste Weinflasche (Amphore) incl. Inhalt aus dieser Gegend steht im Speyerer Museum. Ungefähr 300 n.Chr. hergestellt. Die Weinstöcke waren in der Römerzeit wesentlich niedriger als heute. Da mußte man sich bei der Ernte tief bücken und auch die Beeren waren kleiner. Die Römer haben die Reben veredelt, was die anderen vllt. nicht so konnten und die Pflanzen kultiviert. Jeder römische Soldat hatte das Recht auf einen Becher Wein pro Tag und so haben die vermutlich deshalb auch den Weinbau in ihre besetzten Gebiete gebracht. Je mehr Legionäre stationiert waren, desto mehr wurde angebaut.  Ein römischer Kaiser hatte vorrübergehend den Anbau reduziert, weil ein schwunghafter Handel begonnen hatte. Später hat ein anderer Kaiser das Verbot wieder aufgehoben.

Antwort
von LLL97, 15

Spontan fällt mir dazu folgendes ein:

Bachus bzw. bei den Griechen Dionysos (weiß nicht wie der Kerl geschrieben wird) war u.a. der Gott des Weines. Deshalb hat man ihm zu Ehren Opfer gebracht, um auf eine gute Weinernte zu hoffen.

Die Römer brachten den Weinbau nach Germanien (Deutschland). Besonders im Mosel Umland wurde Weinanbau aktiv betrieben.

Der Wein der Römer war verglichen mit heutigem Wein aufgrund der minderen Qualität viel schwächer (nur ca. 6-8%). Zusätzlich verdünnte man diesen noch.

Den Germanen hat der römische Wein angeblich nicht geschmeckt.

Bis heute werden die Rebsorten angebaut, welche die Römer einst verwendeten.

Wein war für die meisten Bürger aufgrund der minderen Qualität der Massenherstellung erschwinglich (also nicht unbedingt das Getränk der Oberschicht wie im Mittelalter der Fall).

Antwort
von Ruenbezahl, 5

Wilde Reben wurden schon seit der Jungsteinzeit verwertet. Der Weinbau aus kultivierten Reben (Vitis vinifera) hat sich vor etwa 7000 Jahren im Südkaukasus und im Iran entwickelt, kam von dort u. a. auch nach Griechenland und wurde von griechischen Kolonisten auf die italische Halbinsel gebracht. Die Römern übernahmen von den Griechen wie so vieles auch den Weinanbau. Sie ließen die Reben entweder auf Bäume ranken oder einfach nur am Boden kriechen. Aufbewahrt wurde der Wein in tönernen Amphoren. Die Römer staunten daher nicht schlecht, als sie bei ihrem Handel mit den Rätern das hölzerne Fass kennenlernten, in dem die Räter ihren Wein aufbewahrten. Von wem die Räter den Weinanbau gelernt hatten, weiß man nicht, jedenfalls war der rätische Wein in Rom sehr geschätzt, lange bevor die Römer Rätien eroberten. Zur Verbreitung des Weinanbaues hat dann vor allem das Christentum beigetragen, da für das Abendmahl Wein benötigt wurde.  

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