Wer bitte ist "jeder"? Ich gehe davon aus, dass hier nach den Bedingungen für Privatkunden gefragt wird. Zunächst einmal darf jeder Ausländer in der Schweiz ein Girokonto eröffnen, der in der Schweiz legal gemeldet ist oder einen Arbeitsgenehmigung als sog. "Grenzgänger" hat. Wer in der Bank wie ein Schweizer Bürger behandelt werden will, sollte eine sog. "C-Niederlassung" besitzen, die nach 5 Jahren Aufenthalt im Land erteilt wird. EU-Bürger mit Wohnsitz in der EU müssen bei den grossen Schweizer Banken in der Regel mindestens 10,000 CHF anlegen, um ein Privatkonto zu erhalten. Für Kunden aus den USA und bestimmten anderen Staaten bestehen mehr oder weniger umfassende Restruktionen. (Die Konten von US-Bürgern oder von Kunden mit Wohnsitz und Steuerpflicht in den USA müssen z.B. den dortigen Steuerbehörden gemeldet werden.) Die Grossbanken UBS und Credit Suisse (CS) nehmen keine Kunden mehr aus dem Iran oder Syrien an, teilweise auch keine Staatsbürger mehr aus diesen Ländern, selbst wenn diese z.B. in der EU wohnhaft sind. In der Regel muss der Kunde zur Eröffnung in die Schweiz reisen. Grössere Anleger (je nach Bank jenseits von 5 Mio. Schweizer Franken) können sich die entsprechenden Bankformulare und Identitätsbescheinigungen auch auf bestimmten Schweizer Konsulaten bestätigen lassen. Sowohl in der Schweiz als auch Liechtenstein wird die Bekämpfung der geldwäsche sehr ernst genommen. Bei Zuwiderhandlungen drohen (in der Schweiz gibt es das noch) mehrjährige Zuchthausstrafen.
Ein Tipp für alle, die in der Schweiz ein Girokonto benötigen, um dort regelmässig kostengünstig Zahlungen zu erledigen (die Schweiz ist kein EU-Staat, Geldüberweisungen daher meist deutlich teurer als z.B. von Deutschland nach Spanien): eröffnen Sie beim nächsten Besuch in der Schweiz ein Konto bei der Bank der Schweizer Post, inzwischen "PostFinance" genannt. Ein solches Konto kann auch in Euro geführt werden. PostFinance ist (noch) keine echte Bank und hat sehr sozialverträgliche Bedingungen. Wegen des Geldwäschegeswetzes sollten Sie für die Kontoeröffnung einen gültigen Reisepass oder eine deutsche ID-Karte mitnehmen, die auch am Schalter des kleinsten Postamtes amtlich fotokopiert und beglaubigt wird. PostFinance bietet auch relativ attraktive Sparkonten in CHF und EUR an. Achtung: die Konten von Ausländern bei PostFinance werden öffentlich publiziert. Mit Sicherheit hat also auch Ihr deutsches Finanzamt ein stets aktualisiertes Verzeichnis zur Hand.
P.S. Das Femininum sei jeweils mit eingeschlossen.
Also ich habe mein Schweizer Konto bei http://www.schweizer-konto-online.de eröffnet und man muss nicht anreisen, sondern nur eine Kopie des Ausweises zurückschicken nach erhalt der Unterlagen. Das ging ganz reibungslos ohne Probs :)
Meines Wissens braucht es einen Personalausweis (Passport, Reisepass) um sich auszuweisen und eine Adresse in der Schweiz. Das Konto sollte am besten durch den Inhaber persönlich eröffnet werden. Es kann jedoch auch ein Dritter mit Schweizer Adresse mit der nötigen Vollmacht ausgerüstet das Konto eröffnen. Unumgänglich ist die Schweizer Adresse.
Grundsätzlich kann jeder in der Schweiz ein Konto eröffnen. Die Banken haben jedoch das Recht jemanden abzulehnen, wenn sie Zweifel an der Herkunft der Gelder des Kunden haben. Die Schweizer Banken halten sich an die strenge Gesetzgebeung zur sogenannten "due diligence" (gebotenen Sorgfalt).
demosthenes am 27. März 2007 20:53 Bei einer hinreichend grossen Summe dürfte das mit der "due diligence" wohl kein ernstes Hindernis sein oder wie ist es sonst zu erklären, dass jeder afrikanische Despot oder Politiker die seinem Land zugedachten Entwicklungshilfe- oder Schmiergelder dort problemlos parken kann?
Und wie läuft das mit den schwarzen Kassen auch deutscher Parteien oder den Schmiergeldern von Siemens?
Als externer Berater von Schweizer Banken mit deutschem Pass muss ich mich gegen die inzwischen schon nach "altem Fisch" stinkenden Verleumdungen verwahren. Ich hoffe, dies ist ein deutschsprachiges und kein teutonisches Forum. Und warum müssen in Deutschland absolute Laien stets ALLES und JEDES "kommentieren"?
Kann ich nur zustimmen. Staune, wie sich Vorurteile dieser Art noch immer rumtreiben. Man koennte, doch...
warum willst du ein konto in der schweiz eröffnen!? ist doch nicht sinnvoll ausser wenn du viel kohle hast! ansonsten wenn es dir um die schufa geht und du da schlecht stehst dann schau mal bei www.schufa.biz da bekommt jeder ein konto!
Grundsätzlich darf und kann jeder Ausländer, auch vom Ausland aus, eine Konto in der Schweiz, nach Schweizer Recht, eröffnen bzw. besitzen. Bei einigen Schweizer Banken gibt es aber Einschränkungen (z.B. nur Kontovergabe an Bürger aus direkten Nachbarländern etc.). Besonders für Personen aus Deutschland, die offene Verbindlichkeiten oder SCHUFA-Probleme haben, oder Nachteile wegen des hierzulande nicht mehr vorhanden Bankgeheimnis fürchten, kann ein Konto in der Schweiz eine interessante Lösung sein. Schweizer Konto eröffnen, weitere Infos hier www.schweizer-konto.eu
Danke fuer die professionelle Antwort.