Frage von Raabt, 144

Kann jeder ein Auto günstig kaufen und für mehr verkaufen bzw. Oldti. Kauf. Und aufpolieren innen/ außen und für mehr verkaufen?

Was genau brauch man dafür ? Was muss man bei den steuern beachten ? Lohnt es sich bzw kann es lohnen und geht das so ? Mgf Ausführliche Antwort wird Ausgezeichnet.

Antwort
von Genesis82, 70

Wenn das so einfach wäre, dann würde es wohl jeder machen... Das Risiko ist groß, du musst einen Käufer finden und in der Zeit ist dein Kapital gebunden. Und wenn du das regelmäßig machst, dann bist du ganz schnell im Bereich des gewerblichen Handels und musst nicht nur ein Gewerbe anmelden, sondern auch deinen Käufern Gewährleistung geben.

Wenn du so gut aufbereiten kannst, dann solltest du lieber den Service anbieten und das Risiko des Handels Profis überlassen. Die Zeiten, in denen man damit leicht viel Geld verdient sind leider lange vorbei. Gewisse Fernsehsendungen, die sich mit dem Thema beschäftigen, geben leider ein ganz falsches Bild davon wieder, weil sie ganz wichtige Aspekte vergessen zu zeigen. Die wohl bekannteste Sendung, in denen genau das gemacht wird (günstig kaufen, etwas aufbereiten, teuer verkaufen) ist wahrscheinlich "Die Gebrauchtwagenprofis". Die Kosten für den Kauf des Autos (Anfahrt, mehrere Fahrzeuge anschauen, Transport, etc.) werden genauso wenig in die Kalkulation mit einbezogen, wie Folgekosten (z.B. Transporte zum Lackierer, Aufwand für Ersatzteilbeschaffung, Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf). Würden alle diese Punkte dort mitberücksichtigt, würde kein einziges Auto mit Gewinn den Hof verlassen.

Alternativ müsstest du dich auf besondere Modelle, vor allem im hochpreisigen Segment, spezialisieren. Oder sehr viele Fahrzeuge ankaufen, aufbereiten und verkaufen - über die Masse kann es sich wieder lohnen. Aber dann reden wir hier nicht von wenigen Autos im Jahr sondern eher von 10-20 im Monat.

Aber um deine eigentliche Frage zu beantworten: Ja, jeder kann Autos günstig kaufen und darf sie teuer verkaufen. Eine spezielle Ausbildung, Genehmigung oder Qualifikation ist dafür nicht erforderlich.

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 67

Da brauchst du einen Gewerbeschein und musst dich beim Finanzamt anmelden. Dabei kannst du die Kleinunternehmerregelung beantragen, bei der du nur ein Kassenbuch führen musst und keine MWSt. berechnen darfst. Das geht schnell und kostet wenig, aber dann kannst du legal mit Autos handeln.

Kommentar von Genesis82 ,

Da aber die Umsatzgrenze von 17.500 Euro beachten, da ist man im Autohandel schnell drüber. Außerdem sind Oldtimer selten mit ausweisbarer Mehrwertsteuer, sondern eher differenzbesteuert.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das ist absolut korrekt. Die Kleinunternehmerregelung ist vor allem am Anfang gut, wenn der Laden noch nicht so richtig läuft, weil man sehr viel Bürokratie spart.

Kommt das Geschäft ins Laufen und der Umsatz übersteigt die 17,5 Teuros, dann muss man halt auf Bilanz umstellen. Aber dann sollte auch das Geld für einen Steuerberater oder eine Buchhaltungshilfe drin sein.

Expertenantwort
von Skinman, Community-Experte für Auto, 37

Dürfen darf das jeder, soweit er geschäftsfähig ist. Können kann das kaum jemand. Erforderlich dafür sind sehr solide Kenntnisse des Automarktes, große Erfahrung mit Gebrauchtwagen, umfangreiche Kenntnisse in Autogeschichte und ein zuverlässiges Gespür dafür, welche Autos sich zum gesuchten Klassiker entwickeln. Man muss natürlich auch den Restaurationsbedarf ziemlich treffend abschätzen können und welche Kosten da anfallen. Verkaufstalent versteht sich eh von selbst.

Und natürlich sollte man eine günstige Möglichkeit haben, solche Autos unterzustellen, damit der etwaige Wertzuwachs nicht schon durch die Garagenmiete wieder aufgefressen wird.

Wenn man sich nicht in die Tasche lügen will, sollte der Profit am Ende natürlich die ortsübliche Monatsmiete überschreiten, verrechnet auf die Haltedauer. Sonst hätte man nämlich wesentlich einfacher den entsprechenden Gewinn durch simples Vermieten der Garage reinfahren können.

Nur mal ein so'n Faktor. Also wenn du das günstig eingekaufte Auto einfach nur fünf Jahre unterstellen und danach verscherbeln willst UND dabei Profit machen, und in einer Gegend wohnst, wo man tatsächlich für  30 Euro im Monat eine Garage bekommt, sind allein das schon 1800 Euro, die du rausholen musst. Vor dem Hintergrund dürfte es Sinn machen, wenn man das professionell aufziehen will, dass man direkt eine komplette Scheune oder Halle oder dergleichen irgendwo auf dem Land besorgt, um diese Kosten zu drücken.

Es gibt da viele Möglichkeiten, sich derbe zu verkalkulieren.

http://www.sueddeutsche.de/auto/oldtimer-kauf-auf-den-spuren-einer-diva-1.275316...

Andererseits gibt es ja heute keine gescheiten Zinsen mehr auf irgendwelche risikoarmen Anlagen und die Verarmung der Bevölkerung ist gewollt. Von daher... ob man jetzt in Aktien geht oder alte Autos, muss sich nicht viel tun.

Antwort
von Winkler123, 77

Also " einfach so " würd ich das nicht empfehlen. Ein bissel Fachwissen ( Schraubererfahrung ) bräuchte man schon. Damit es sich wirklich lohnt müßtest du ja ein Auto ankaufen das etwas defekt ist und auch selbst in der Lage sein es zu reparieren. Ist etwas zu spachteln oder zu schweißen braucht man da schon etwas Übung. Selber lackieren bringt meist kein gutes Ergebnis; lackieren lassen ist heutzutage sehr teuer. Also kein Auto kaufen bei dem zu erwarten ist das was lackiert werden muß.

Wenn du ab und an mal ( vielleicht max. 3 mal im Jahr ) ein Auto verkaufst wird es meiner Meinung nach das Finanzamt nicht interessieren. Bei mehr Fahrzeugen mußt du dann schon ein Gewerbe anmelden, bist steuerpflichtig, brauchst wahrscheinlich einen Steuerberater usw usw.  Das ist meines Erachtens für einen Laien erst recht nicht zu empfehlen !

Reiner Handel bringt sogut wie nichts. Die Vergleichbarkeit über Onlineportele wie " mobile.de " oder " autoscout24.de ) ist extrem hoch für den Kunden und auch wenn Leute etwas anderes behaupten, es geht IMMER darum den Preis runterzuhandeln.  I M M E R !  Egal wie perfekt das Auto ist ! Auch das Gelaber von manchem " man muß nur länger warten, dann kommt schon ein Interessent der meinen Wunschpreis bezahlt " stimmt meiner Erfahrung nach ÜBERHAUPT NICHT.

 

 

 

 

Antwort
von xo0ox, 37

Ob das jeder kann?- Theoretisch ja, allerdings braucht man viel Hintergrund wissen für An- und Verkauf, evtl. hast du aber auch glück und kaufst dir ein gutes Auto für 2'000 polierst es schön und reinigst den Innenraum und findest dann einen Käufer für 3'000, kann aber genauso gut sein das du ihn nicht mehr loskriegst.

Was genau brauch man dafür ?- Wie bereits erwähnt viel Hintergrund Wissen, Genügend Geld, falls es mal nicht klappt.

Geh doch mal zur Steuerberatung, evtl. muss man bis zu einem gewissen Betrag noch keine Steuern zahlen.

Ob sich das bei dir lohnt musst du selber Wissen.

Antwort
von Peter242, 62

Klar kann sich das lohnen. Desswegen nehmen Autoaufbereiter auch gerne bis zu 300 Euro für innen und außen. Aber die haben zum einen die Fachkenntnisse und vor allem die Geräte. du brauchst mindestens ne Poliermaschine, Diverse Polituren. Um mithalten zu können musst du ausbeulen können, schleifen, spachteln, lakieren. für innen braucht man schon idealerweise einen nasstrockensauger.

das sind so dinge für die es ausbildungsberufe gibt und das nicht ohne grund.

aber mit genug kapital und zeit zum lernen kann es sich lohnen.

ab wann du n gewerbe anmelden musst kann ich dir nicht sagen

Antwort
von Sunnycat, 64

Klar kannst du das, kannst alles versuchen (teuer) zu verkaufen, musst nur einen Käufer finden.....

Antwort
von Alsterstern, 59

Deine ganzen Fragen sind widersprüchlich. Einerseits schreibst Du, Du bist 23 und hast studiert, anderseits klingen Deine Fragen danach, als wärst Du 16 und hättest 0 Lebenserfahrung. Wie passt das zusammen?!

Kommentar von Winkler123 ,

Wo steht denn er wäre ein 23 jähriger Student ? 


 

Kommentar von Alsterstern ,

Grauenvoll.

Antwort
von Mignon2, 34

Ausführliche Antwort wird Ausgezeichnet.

Was soll der Hinweis? Glaubst du, die Antworten wären dann besser bzw. die Nutzer würden nun einen Wettbewerb starten, um deine "Auszeichnung" zu erhalten??? Ich glaube nicht, dass jemand darauf Wert legt. Fragen werden beantwortet, um dem Fragesteller zu helfen und nicht, um von ihm eine sinnfreie Auszeichnung zu erhalten.

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