Frage von Palina28, 67

Kann ich zur Polizei, wenn eine Person Fotos von mir macht, und an Freunde von mir schickt?

Meine Freundin ist heute mit dem zug nach Nürnberg gefahren. Als sie dann am Bahnhof stand hat eine andere aus der stadt woher sie kommt ( die sie nicht leiden kann ) fotos von ihr gemacht und an freunde geschickt. Kann sie deswegen zur Polizei gehen? Ist das nicht schon irgendwie Stalking oder so ?

Antwort
von Spectre007, 15

Ja,

§ 22 KunstUrhG

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.

Antwort
von chrishuwe, 45

Normalerweise schon schau mal im Internet nach Gesetze ..wenn die Person damit nicht einverstanden ist dann geht das definitiv nicht

Antwort
von 100TageFettweg, 12

Du kannst auch einfach direkt bei der Polizei mal nachfragen, die beißen nicht und werden die bestimmt helfen!:)

LG

Antwort
von newcomer, 31

suche nach "Recht am eigenen Bild"

Kommentar von newcomer ,

https://de.wikipedia.org/wiki/Recht\_am\_eigenen\_Bild\_%28Deutschland%29


Das Recht am eigenen Bild in Deutschland ist ein Unterfall des durch Art. 2 Abs 1 in Verbindung mit Art. 1 GG geschützten Rechts auf informationelle Selbstbestimmung.[1]
Es gibt dem Abgebildeten die Befugnis, über die Verwendung des Bildes
zu bestimmen, einschließlich des Rechts, einer Veröffentlichung zu
widersprechen.[1] Im einfachen nationalen Recht wird es durch das Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (Kunsturheberrechtsgesetz, kurz: KunstUrhG) vom 9. Januar 1907 und die §§ 823 Abs. 1, 1004 BGB geschützt, außerdem durch Art. 8 Abs. 1 EMRK.


Kommentar von newcomer ,

Zivilrechtliche Ansprüche

Wurde das Recht am eigenen Bild durch eine unbefugte Veröffentlichung
verletzt, oder droht die unberechtigte Veröffentlichung eines Bildes,
kann der Betroffene einen Unterlassungsanspruch gem. § 12, § 862, § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB, analog i.V.m. § 823 Abs. 2 i.V.m. § 22, § 23 KunstUrhG gegen das jeweilige Medium geltend machen (Verbreiterhaftung) um die Erstveröffentlichung des Bildes oder eine wiederholte Veröffentlichung zu verhindern.

Daneben kann auch ein Anspruch auf Schadensersatz nach § 823 Abs. 2 i.V.m. § 22, § 23 KunstUrhG bestehen. Hier ist neben dem Ersatz des konkreten Schadens nach der sogenannten Lizenzanalogie (§ 97 Abs. 1 Satz 1 UrhG)
eine fiktive Lizenzgebühr für die Verwendung des Bildes zu bezahlen und
ein etwaiger Gewinn (wegen Steigerung der Auflage) herauszugeben. Einen
guten Anhaltspunkt für die Berechnung der fiktiven Lizenzgebühr bietet
dabei bei professionellen Fotomodellen die VELMA-Liste, herausgegeben
vom Verband lizenzierter Modellagenturen e. V.[33]

Wurde durch die Veröffentlichung schwerwiegend in das Recht am
eigenen Bild eingegriffen, beispielsweise durch den Abdruck von
Nacktfotos, kann auch ein Anspruch auf Entschädigung in Geld für einen
immateriellen Schaden (Schmerzensgeld) bestehen. Dieser wird aus § 823 Abs. 1 BGB i.V.m. Art. 1 Abs. 1, Art. 2
Abs. 1 GG abgeleitet und soll neben der Genugtuungsfunktion für das
Opfer auch eine Präventionsfunktion für den Verletzer haben.

Wurden die Bildnisse unbefugt erstellt, kann auch die Herausgabe des Bildmaterials verlangt (§ 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB analog i.V.m. § 823 Abs. 1, § 249 Satz 1 BGB) oder ein Anspruch auf Vernichtung nach § 37, § 38 KunstUrhG geltend gemacht werden.

Antwort
von tactless, 22

Stalking, juristisch Nachstellung ist das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann. Stalking ist in vielen Staaten ein Straftatbestand und Thema kriminologischer und psychologischer Untersuchungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stalking

Sieht für mich jetzt nicht nach "Stalking" aus. Und das Versenden von Bildern ... nun, sofern sie es nicht irgendwo "veröffentlicht" ist es vielleicht nervig, aber noch keine Straftat! 

Kommentar von Palina28 ,

Ja aber die Person macht es halt öfters 

Kommentar von tactless ,

Was? Fotos? Wenn sie eben Fotos macht, wenn sie sich zufällig begegnen, so ist dies noch kein Stalking! 

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