Frage von hippo25, 81

Kann ich von schenkungen leben?

Hallo Wir haben einen kleinen Reitstall ( 5 grosse und 5 Kleine Pferde) . Ich möchte das ganze nicht gewerblich betreiben. Deshalb habe ich mir gedacht das ich das ganz auf Spenden basis mache. Ich weiss das dies eigentlich Schenkungen sind und bis 10 euro Steuerfrei sind . Die Leute geben im durchschnitt 5 Euro. Von Gewinn kann keine rede sein, Es reicht manchmal fürs Heu. Finanzamt wird das sicherlich anderssehen ( Liebhaberei ) wie Gerwerbeamt Werde ich dadurch automatisch Gewerblich oder bleibe ich Privat ?

Antwort
von Traveller24, 46

Ob Du den Stall gewerblich betreiben willst, ist nicht die frage, nur ob Du es tatsächlich machst.

Wenn Du mit dem Verleih der Pferde Geld verdienst, dann ist das gewerblich. Punkt. Ob Du das "Spende" oder "Geschenk" oder "Verleihgebühr" nennst, ist ganz und gar egal. Auch wenn es nur 5 Euro pro Verleih sind.

Wenn Du mit dem Verleih der Pferde kein Geld verdienst, weill sie Dich mehr kosten als Du einnimmst, dann ist das Liebhaberei und somit steuerfrei. Ohne Gewinn auch keine Steuern.

Also: Wie Du das nennst, ist ganz egal. Wichtig ist nur, ob Du damit Gewinn machst oder nicht.

Kommentar von hippo25 ,

In wikipedia steht das eine gewinnerzielungs absicht da sein muss. und solange ich nicht sage geben sie mir 5 Euro ist diese eigendlich nicht vorhanden.

gruss Micha 

Kommentar von Traveller24 ,

Gewinnerzielungsabsicht ist gegeben, wenn Du dauerhaft mehr Geld einnimmst als Du ausgibst. Ob das 5 Euro pro Einheit sind oder 5.000 ist ganz egal. McDonalds und Coca Cola verdienen ein paar Milliarden pro Jahr mit Sachen, die weniger als 5 € pro Stück kosten.

Wichtig ist eines: Es ist keine Schenkung. Punkt und aus. Du bekommst Geld und gibst eine Gegenleistung dafür. Wenn Du damit kein Geld verdienst, dann musst Du dir aber auch gar nicht die Mühe machen, das in irgendeiner Weise als Schenkung zu verstecken. Dann kannst Du das ganz offen Reitbeteiligung, Reitgebühr, Stallgebühr, Reitpreis oder wie Du willst nennen. Das Finanzamt interessiert nicht, wie das heisst, sondern es interessiert sich dafür, ob am Ende Gewinn übrig bleibt. Kein Gewinn = Keine Steuern.

Aber: Wenn Du mit den 5 € "Geschenken" mehr Geld einnimmst als Dich der Betrieb kostet, dann machst Du Gewinn und bist gewerblich. Und somit steuerpflichtig. Ob Du das anders nennst ist egal. Und es ist immer sehr gefährlich, etwas als Geschenk zu bezeichnen, was keines ist. Da klingeln beim Finanzamt immer sofort die Alarmglocken.

Kommentar von hippo25 ,

Also da wir kein Preisschild haben und keinen auffordern etwas zu zahlen ist es einen schenkung ( manche geben auch nichts). Um Finanzamt mache ich mir eigentlich wenig sorgen da soviel Geld nicht reinkommt. wenn doch binn ich glücklich und zahle gern die Steuern wenn ich muss. Aber Finanzamt und Gewerbeamt sind zweipaar Schuhe. Nur weil ich einkommen habe bin ich nicht automatisch ein Gewerbe. Mir geht es ja mehr ums Gewerbeamt das ich nicht will

gruss Micha

Kommentar von Traveller24 ,

Also da wir kein Preisschild haben und keinen auffordern etwas zu zahlen ist es einen schenkung

Nein, ist es nicht. Wenn jemand eine Gegenleistung in Anspruch nimmt ( Reiten ) und dafür Geld dalässt, dann ist das keine Schenkung, egld ob freiwillig oder mit einer Preisliste. Schenkungen sind immer ohne Gegenleistung. Sobald Geld gegen Leistung oder Ware gegeben wird, so gering der Betrag auch sein mag, ist es keine Schenkung.

Finanzamt und Gewerbe sind auch nicht zwei paar Schuhe, denn das eine bedingt das andere. Wenn Du Gewinn mit einer solchen Sache machst, bist Du automatisch auch gewerbepflichtig. Und wenn das Finanzamt keine Steuerpflicht sieht sondern das ganze mangels Gewinn als Liebhaberei deklariert, entfällt auch das Gewerbe.

Letztenendes kommt es nur auf eines an: Machst Du Gewinn oder teilst Du Dir mit den anderen nur die Kosten für Dein Hobby? Gewinn = Steuern und Gewerbe. Kein Gewinn = keine Steuern und kein Gewerbe.

Auf die Idee, etwas "schenken" zu nennen um die Steuern zu sparen sind auch schon andere gekommen. Deshalb sehen Finanzamt und Gewerbeaufsicht auch immer ganz ganz ganz genau hin, sobald jemand von Spenden oder Schenken redet. Und wenn diese Ämter sehen, dass regelmässig Leute bei Dir reiten und Dir hinterher Geld "schenken", dann hast Du schneller die Steuerprüfer auf dem Hof als Du glaubst. Mitsamt Anzeige und allem. Denn die interesiert nicht, wie ihr den Geld/Reiten-Austausch nennt, sondern nur was das Gesetz dazu sagt.

Antwort
von Peppi26, 50

Schenkungen die regelmäßig sind , sind auch Einkommen! Das wird nicht funktionieren!

Kommentar von hippo25 ,

Bei einkomme kann ich auch die Kosten abziehen. Bei Pferden Bedeutet dies fas immer minus. Mir geht es vor allem um zwei Punkte. Ich möchte kein Gewerbeanmelden weil das da viele kosten nachsichziehen würde und soviel ich weis liegt die bagatellgrenze bei Schenkungen bei 10 Euro pro Schenkenden. Die würde ich ja nie ereichen. oder

gruss Micha

 

Antwort
von hydrahydra, 58

Wieviele Leute sollen dir denn jeweils 5 Euro schenken, um fünf Pferde und fünf Ponys zu versorgen?

Kommentar von hippo25 ,

Ich weis das ich nicht komplett davon Leben kann ( Hab ja noch ein Job)  Aber ich denke, ich könnte so bis zu 800 Euro im Monat  bekommen . Dadurch wären die Basiskosten gedeckt. Momentan haben wir ca 100 Euro.  Machen aber nicht so viel aufwand dafür. Hätte noch die möglichkeit Kindergeburtstage Kutschfahrten u.s.w. anzubieten.


Kommentar von hydrahydra ,

800 Euro im Monat wären dann 160 Menschen, die dir jeweils 5 Euro schenken. Warum sollten die das tun?

Kommentar von hippo25 ,

Weil Menschen nett sind. Dann noch süsse kleine Ponies. und weil ihre Kinder einen heiden spass haben und das wichtigste >>> Erfahrung ( sie machens halt)<<<

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