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Kann ich von den Eltern der Freundin meines Sohnes Kostgeld verlangen?

gefragt von AnellAnell am 23.09.2008 um 14:03 Uhr

Mein Sohn (19) hat seit einem halben Jahr eine 17-jährige Freundin, die 120 km entfernt wohnt. Sie ist wöchentlich von Freitagabend bis Montagfrüh sowie in nahezu den gesamten Ferienzeiträumen bei uns. Ich bin alleinerziehend und beziehe keinerlei Unterhalt, verdiene allerdings deutlich besser als die Familie der Freundin. Trotzdem stört es mich allmählich, dass ich für die Kosten ihrer Anwesenheit allein aufkomme, da ich es nicht mehr als Besuch empfinde, sondern als "Teilzeit-Zuhause". Das Mädchen fühlt sich zu Hause nicht sonderlich wohl, weil ihr Stiefvater trinkt, ich habe auch nichts dagegen, wenn sie sich hier aufhält. Für die Sommerferien hat die Mutter mir nach energischer Nachfrage 100 Euro überwiesen, allerdings musste ich mir danach reichlich fiese Sprüche des Stiefvaters am Telefon anhören. Wegen diesem fährt mein Sohn auch nicht dorthin, dann wäre es ja ausgeglichener. Wie würdet ihr mit dem Sachverhalt umgehen?

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commontouri
beantwortet von commontouri am 23. September 2008 14:08
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Schwierige Sache, die von außen nicht leicht zu beantworten ist. Mein Gefühl sagt mir, so lange es finanziell irgendwie geht, würde ich kein Geld verlangen. Vielleicht kann sie sich ja irgendwie im Haushalt nützlich machen, Staubsaugen, Spülen, sowas?

Kommentar von Simple_avatar4smallClaudine74 am 23. September 2008 14:12

Das mit der Hilfe im Haushalt find ich ne gute Idee-"Gästen" Geld ab zu verlangen find ich fragwürdig und sie ist ja Gast, wenn auch der des Sohnes.

Kommentar von 1930894b50d4d47f02f1703146997430smallcommontouri am 23. September 2008 14:29

Sehe das prinzipiell genauso, wenn man aber echt Probleme hat, finanziell über die Runden zu kommen, denke ich, geht das ok, sonst nicht.


anonym
beantwortet von MarianneW am 23. September 2008 14:05
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Nunja,

eher dürfte dein Sohn der Ansprechpartner sien,oder nicht? Wenn er sich Besuch einlädt und es dir zuviel wird können da doch ihre Eltern eigentlich nix für, oder nicht?


anonym
beantwortet von Berry68 am 23. September 2008 15:12
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Etwas schade, dass die Freundin Deines Sohnes noch nicht auf die Idee gekommen ist etwas zum Unterhalt beizutragen. Muss ja nicht immer Geld sein.


KleineFrage
beantwortet von KleineFrage am 23. September 2008 14:32
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Ich kann es verstehen, dass du trotz gutem Einkommen nicht "draufzahlen" willst. Aber offensichtlich stehst du vor einer Wand, was die Eltern des Mädchens betrifft. Ich würde dir auch vorschlagen, dass du es versuchst so zu handhaben, dass sie und dein Sohn eben etwas mehr im Haushalt mithelfen bzw. die Einkäufe mit erledigen etc. so hast du zwar keinen finanziellen aber einen zeitlichen Gewinn.

Kommentar von 955ba6637d3e5a64c1d2ee095824f132smallAnell am 23. September 2008 14:55

Danke. Stimmt schon, was du schreibst, die Eltern sind scheinbar eher froh, dass die Tochter nicht daheim und trotzdem gut versorgt ist. Insofern fühle ich mich dafür (allein) verantwortlich, dass beide sich sehen können, und das gönne ich ihnen ja. Aber hier ist eben die einzige Möglichkeit, und es würde wiederum mich freuen, wenn sie ein kleines bisschen würdigen, dass ich ihnen das gern ermöglichen möchte. Tun sie aber leider selten (siehe unten). Anell


Rennsemml2
beantwortet von Rennsemml2 am 23. September 2008 14:16
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Schwierig... Würde mich an Deiner Stelle mit Deinem Sohn u. seiner Freundin an einen Tisch setzen u. mal drüber reden. Sie wird das bestimmt verstehen, wenn Du vorschlägst, daß sie ihren Teil auch beitragen soll zu den Kosten. Heute muß fast jeder auf sein Geld ein wenig achten. Muß ja nicht in Form von Geld sein, vielleicht kann sie Dich andersweitig entlasten??


XCarpediemX
beantwortet von XCarpediemX am 23. September 2008 14:11
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...ich kann dich da schon verstehen zumal du deinen "finanziellen Hintergrund" schön beschrieben hast. Ich würde mit den beiden "jungen" mal reden wie sie sich das denn vorstellen! Damit sie deine Situation auch verstehen. Finanzielle Unterstützung ist hier schon angebracht denn ausnehmen möchte man sich ja nicht lassen wobei ich auch eher dafür plädiere, dass ein Gast nunmal ein Gast ist und normalerweise nichts zu bezahlen hat sondern willkommen ist. Hier ist die Sache wirklich anders und "wie auch immer" sollte die Freundin etwas dazu beitragen. Soll doch sie sich mit ihrer Familie auseinandersetzen bezüglich Geld und es dir dann geben! LG

Kommentar von 955ba6637d3e5a64c1d2ee095824f132smallAnell am 23. September 2008 16:01

Ja, vielen Dank, sehe ich ähnlich. Nur kann sie sich nicht auseinandersetzen, da der Stiefvater stets gleich anfängt zu brüllen. Der trinkt halt und sie ist froh, dass sie dem entfliehen kann. Was ich wiederum auch verstehe, ich hatte ja das "Vergnügen" mit ihm am Telefon. Die Lösung wird sein, die Bedingungen ganz klar zu vereinbaren und dass sich dann jeder dran hält.(Aber die sind halt verliebt und haben keine "Lust" zu spülen und sie gehen zur Schule und jobben nur minimal, was ja auch reicht.) Vermutlich ist "Geld" in meinem Fall aber auch symbolisch zu sehen, ich fühle mich schlicht ein wenig mehr als mir lieb ist benutzt (zumal, wenn sie elegant ihre Wäsche in unseren Korb wirft - wobei sie meistens trifft - aber immer noch besser, als wenn ich die vom Boden aufsammeln müsste ;-) ). LG zurück

Kommentar von Simple_avatar5smallXCarpediemX am 23. September 2008 16:10

Also nichts für ungut aber findest du das alles so in Ordnung. Ich nicht, verliebt hin oder her, sie ist bei dir Gast und Gäste "werfen" nicht ihre Wäsche rum oder verlangen, dass diese gewaschen und gebügelt wird und spülen....nein, kann man natürlich von Verliebten auch nicht verlangen. Ja wo kommen wir denn da hin? Mit diesen "Erziehungsmaßnahmen" brauchst du dich nicht zu wundern dass das bei euch so läuft wie es läuft. Du hast ja anscheinend gar keine Lust etwas zu ändern, dann jammer auch nicht!

Kommentar von 955ba6637d3e5a64c1d2ee095824f132smallAnell am 23. September 2008 16:39

Das war eine ironisch gemeinte Faktendarstellung. Ich habe für manches Verständnis, für anderes nicht (was deren Verhalten angeht), in Ordnung finde ich es keinesfalls.


anonym
beantwortet von Lea2006 am 23. September 2008 14:11
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Bin heute mit meinem Sohn und war früher mit meiner Tochter in der gleichen Situation. Es wäre mir im Traum nicht eingefallen, hierfür Kostgeld zu verlangen. Was gibt es für Eltern schöneres, als das die Kinder ihre Freunde mitbringen. Eigentlich müsstest Du glücklich darüber sein


coyotincaos
beantwortet von coyotincaos am 23. September 2008 14:07
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Es ist der Gast deines Sohnes, kann er nicht dazu beisteuern? Ferner sollte das Mädl wenn sie nix bezahlen kann, mit Mithilfe eventuell im Haushalt ausgleichen. Eine Freunschaft sollte man gerne sehen, und sich nicht finanziell bezahlen lassen.


Inescaro
beantwortet von Inescaro am 23. September 2008 14:07
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Sorry aber kenne das so gar nicht... Besuch war bei uns immer gerne gesehen und mein damaliger Freund hat ein halbes Jahr komplett bei uns gewohnt und meine Mutter wäre im Traum nicht drauf gekommen Geld von seinen Eltern zu verlangen, zum Glück!!! In dem Alter versorgen die sich doch eh schon viel selbst!


Anell
beantwortet von Anell am 23. September 2008 14:38
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Danke für die zahlreichen anregenden Antworten. Es ist so, dass ich demnächst eine Zahn-OP zahlen muss, die die Kasse nicht übernimmt, deshalb bin ich knapp. Denke, sonst wäre es auch so ok. Dazu kommt, dass mein Sohn, ist er allein, durchaus im Haushalt hilft, ist sie da, nahezu nichts mehr passiert. Das gefällt mir nicht. Und dann ist es nicht nur Kostgeld, es ist auch Geld für die Freizeit, Auto leihen etc. Ich tue das alles an sich gern, gerade weil ich mich für die beiden freue. Ich habe nur Grenzen, und vielleicht müsste ich die klarer definieren.

Kommentar von jotde01 am 23. September 2008 15:17

ja, sprich doch mal mit beiden über deine Befindlichkeiten - vielleicht stößt du ja auf offenen Ohren und ihr findet eine gemeinsame Lösung.

Kommentar von D6579a8c0b1b31f18943d6b0dbb4e693smallPutze am 26. September 2008 00:55

hallo anell, mich berührt sehr Deine fein differnzierte Art zu schreiben und mit den dingen umzugehen.

Letzlich hilft es Dir mehr, wie Du schreibst:

Ich habe nur Grenzen, und vielleicht müsste ich die klarer definieren.

das deutlicher zu formulieren.

Das kommt an. Von dem Moment an können sie nicht mehr so unbekümmert durch Deine Wohnung laufen. Sie spüren dann, daß sie zuwenig zurückgeben und Du das brauchst.


Harmoni
beantwortet von Harmoni am 23. September 2008 14:14
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Mach doch eine Schranke vor deine Eingangstür und setz dich da den Ganzen Tag davor. Wenn du Besuch kommst, dann verlange einfach Eintrittsgeld - oder begrüße deinen Besuch recht herzlich und biete auch etwas zu trinken an ... dann wenn der Besuch gehen will nimmst du einfach Austrittsgeld und berechnest das Getränk ! Ne mal im Ernst ... wie steil gehst du denn ? - Willst du aus allem Geld machen ? Sei doch froh dass dass dein Sohn ne Freundin hat, die auch mal zu Besuch kommt ! Wenns dir wirklich ums Geld geht schreib doch deinem Sohn ne Rechnung über sein ganzes Leben - allein an Windeln kommt da ne Menge zusammen !

Hauptsache die Harmonie stimmt bei euch !

Kommentar von 955ba6637d3e5a64c1d2ee095824f132smallAnell am 23. September 2008 14:43

Diese Antwort ist ein wenig verletzend, zumindest verstehst du meinen Hintergrund nicht. Ich freue mich über jeglichen Besuch und halte mich durchaus für großzügig. Aber darum geht es nicht, das ist kein Besuch mehr, es wirkt mehr wie ein schleichender Einzug ohne mich zu fragen. Und ich kann das im Moment nur mühsam leisten und unter der Prämisse, selbst zurückzustecken. Das kann meiner Meinung nach aber auch nicht richtig sein. (Die Harmonie ist im übrigen doch noch ganz ok, danke der Anmerkung ;-)! )

Kommentar von 8f6ea4c4895b6ce6266afba0e48f33f8smallHarmoni am 23. September 2008 15:01

Wenn man mal in seine eigene Vergangenheit zurückblickt weiss man vielleicht noch wie man sich damals gefühlt hat als junger Erwachsener. Man macht sich über solche Dinge keine Gedanken und es einem auch Egal, da es eine Selbstverständlichkeit darstellt. So sind junge Leute halt !

Kommentar von 955ba6637d3e5a64c1d2ee095824f132smallAnell am 23. September 2008 15:10

Das spielt vielleicht auch eine Rolle. Als ich in dem Alter war, habe ich allein gelebt und mein Geld allein verdient. Diese sind beide Schüler (was völlig ok ist). Dass man sich "in dem Alter keine Gedanken" macht, na gut. Dass es einem dann aber egal ist und selbstverständlich, das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich denke, in dem Alter ist der Begriff "gemeinsame Verantwortung für das gemeinsame Leben" (natürlich den Möglichkeiten angemessen) durchaus zu verstehen - und, ehrlich gesagt, ist mir das auch wichtig.

Kommentar von 8f6ea4c4895b6ce6266afba0e48f33f8smallHarmoni am 23. September 2008 15:14

Diese geistige Entwicklung macht ein junger Erwachsener erst dann mit wenn er eine eigene Wohnung hat und sein Leben selbst bestreitet ! Woher sollen die jungen Leute das wissen - sie haben es nie gelernt - sondern waren immer unter der Obhut (finanziell gesehen) der Eltern.

Kommentar von 955ba6637d3e5a64c1d2ee095824f132smallAnell am 23. September 2008 15:27

Da bin ich ein bisschen anderer Meinung, das kann man auch früher lernen. Wie geschrieben, immer den Möglichkeiten angemessen. Ich würde sogar vermuten, dass jemand, der es erst lernt, wenn er sein Leben allein bestreiten muss, es schwer hat, weil er nicht drauf vorbereitet ist. Im übrigen sehe ich das durchaus nicht nur finanziell, ich sehe es als Gesamteinstellung.


anonym
beantwortet von pokersveni am 23. September 2008 14:12
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Nun ja! was heisst hier verlangen!! Ich hab fast 2 jahre, mehr oder weniger bei den Eltern meiner Freundin gewohnt. Ich hab halt freiwillig was gegeben, obwohl sie das gar nicht wollten!


Ossalo
beantwortet von Ossalo am 23. September 2008 14:10
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Ich kann schon verstehen, dass es für Dich nicht selbstverständlich ist, als "Hotel" für die Freundin zu fungieren, besonders, wenn sie quasi schon halb bei Dir eingezogen ist. Schließlich sparen ihre Eltern in der Zeit, in der sie bei Dir wohnt, Essen, Strom und Wasser. Da es aber ihre Tochter ist, wäre es also nur recht und billig, wenn die Eltern anteilig etwas bezahlen würden.


anonym
beantwortet von Michael1967 am 19. Oktober 2008 20:59
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Wenn es Dir finanziell zu viel wird, versuch einen keil zwischen die beiden zu treiben. wenn Du es schaffst, dass sie sich trennen, bist Du Dein problem los. Viel Glück!


anonym
beantwortet von cocktailchen am 25. September 2008 20:05
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also ehrlichgesagt finde ich Kostgeld schon etwas übertrieben. Mein Freund schläft auch jeden Tag bei mir, und meine Eltern freuen sich sobald sie ihn sehen. Er gehört schon zur Familie und ja, er hilft schon sehr viel mit aber er machts freiwillig meine Eltern würden nie sagen: he du, mach das!


anonym
beantwortet von jotde01 am 23. September 2008 14:28
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das ist nun aber nicht die tollste Idee mit "Kostgeld verlangen".... Sei doch froh, wenn die beiden gut miteinander auskommen und du sie damit auch ein wenig "unter Kontrolle" hast. Solange du es dir finanziell erlauben kannst würde ich mich stillschweigend verhalten. Red doch mal mit den beiden. Vielleicht könne ja beide (!) sich zwischendurch mal im Haushalt etwas nützlich machen. Das wäre eine Alternative.


anonym
beantwortet von jotde01 am 23. September 2008 14:28
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das ist nun aber nicht die tollste Idee mit "Kostgeld verlangen".... Sei doch froh, wenn die beiden gut miteinander auskommen und du sie damit auch ein wenig "unter Kontrolle" hast. Solange du es dir finanziell erlauben kannst würde ich mich stillschweigend verhalten. Red doch mal mit den beiden. Vielleicht könne ja beide (!) sich zwischendurch mal im Haushalt etwas nützlich machen. Das wäre eine Alternative.


Berserker
beantwortet von Berserker am 23. September 2008 14:11
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Na wenigstens fragst Du nicht ob sie Schwanger ist. Rede doch erstmal mit Deinem Sohn, wie er dazu steht, da er sie ja angeschl... hat. Möglicherweise erhöht er freiwillig sein Kostgeld.


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