Frage von Lavendelzweig, 947

Kann ich von 20jähriger Tochter, arbeitend, Miete verlangen?

Guten Abend,

ich habe folgende Gewissensfrage:

Meine Tochter, knapp 20, beginnt beginnt nach ihrer Schulausbildung nächsten Monat ihre Arbeit als Bürokauffrau. Sie verdient dann 1.295 Euro netto im Monat als Anfangsgehalt. Sie wohnt noch in ihrem Zimmer. Wir hätten geplant, ihr im Haus eine Wohnung (65qm) zu renovieren (Kostenaufwand ca.30.000 Euro). Eine geringe Miete (incl. Betriebskosten und Autoabstellplatz) mit ca. 450 bis 500 Euro wäre für uns angemessen. Das ist für unsere Region ein außerordentliches Schnäppchen. Bauzeit: Seit Juli bis Oktober. Altbau. Außerdem würden wir ihr ein kleines Auto vorfinanzieren (und ihr etwas hineinzahlen), welches sie in ein paar Jahren zinsfrei zurückzahlen kann. Bedingungen: Mithelfen beim Umbau, Unterstützung im 4-Personenhaushalt (sie hat noch einen kleinen Bruder) während des Umbaus, rasenmähen, usw.. Resultat: wir rackern uns ab, sie meint, es wären ihre letzten Ferien, die will sie noch genießen. Jedes Mal Streit, wenn es ums Helfen geht, sie ist wenig zu Hause, und wenn, schläft sie ewig oder sitzt mit ihren Freunden im Garten. Ab und zu hilft sie im Haushalt, der Umbau interessiert sie nicht. Sie hat Ansprüche die Wohnung betreffend, die Mehrarbeit verlangen würden und teilweise schwer bis gar nicht realisierbar sind. Da wird dann geschmollt. Mit einem kleinen Auto ist sie nicht zufrieden. Sie möchte mindestens einen VW, viertürig. Außerdem soll der Papa ihre Möbelwünsche incl. Riesen Flachbildschirm vorfinanzieren ("ich zahl dir das eh zurück!"). Sie will keine weiteren Verpflichtungen wie Schnee schöpfen, Rasen mähen, etc. Gut. ("dafür kriegst du Miete"). Wenn etwas kaputt wird, ist selbstverständlich der Papa da, sie zahlt ja Miete... So ihre Einstellung. Sie sieht nicht ein, weshalb sie überhaupt Miete zahlen soll (der Papa hat`s ja) und bezeichnet uns als geldgierig. In der Familie gehört sich so was nicht... Die Diskussionen sind mitunter verbal untergriffig und respektlos uns gegenüber. Diplomatie ist für sie ein Fremdwort. Ich bin nun soweit, meiner teilweise cholerischen Tochter ab Arbeitsbeginn einen Obulus abzuverlangen, für ihr Zimmer. Ich bekomme für sie dann keine Kinderbeihilfe mehr und finde, dass sie ihre Extrawünsche bezügl. Essen und Weichspüler sowie Toilettartikel, selbst übernehmen kann. Dazu lächelt sie süffisant und bezeichnet mich als geizig und geldgierig. Ich würde meiner Tochter das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Sie versteht unseren Standpunkt einfach nicht und es ist uns unmöglich ihr klar zu machen, dass wir eigentlich das Beste für sie wollen. Wir berauben sie in keinster Weise, dennoch muss sie lernen, dass das Leben Geld kostet.

Mich würde interessieren, wie Ihr darüber denkt und bin für jede Meinung dankbar.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 410

Hallo!

Ich finde, dass sie schon Miete zu zahlen hat -------> einfach um zu lernen, dass das Leben Geld kostet.. und wenn sie "süffisant lächelt" und dich als Geizhals beschimpft, dann würde ich das erst Recht als Mittel zum Zweck nehmen & ihr zu sagen ------> "Mädel, entweder zahlst du hier Miete oder ziehst aus, wo du wahrscheinlich mehr zahlen musst". Ganz einfach. Da muss man klare Kante zeigen! Das wird auch der einzige Hebel sein, der hier funktioniert!

Für 1300 Euro kannste dir locker 'ne kleine Wohnung leisten, mit einfachem Mobiliar bestücken, einen gut gebrauchten Wagen in ordentlichem Zustand unterhalten & hast zudem noch Freiraum für Hobbys, Konzertkarten, Kurzurlaube usw., sofern du sparsam wirtschaftest. Rechnet das mal gemeinsam durch.. und wenn sie 'ne eigene Wohnung extern beziehen sollte wird sie rasch eingehen.. sie macht nämlich anhand eurer Schilderung (sorry!) 'nen verwöhnten, unreifen Eindruck & für mich ist es fraglich ob so jemand 'ne eigene Wohnung führen kann.. eher nicht, naja..!

Wenn sie solche Ansprüche hegt (Viertüriger VW, fetter Fernseher usw.) dann soll sie zusehen wie sie sich diese selber erfüllt. Ich hatte am Anfang meiner Lehre als Industriekaufmann auch 'nen steinalten Audi 100 aus den 80ern für 500 Euro & 'nen kleinen gelben Schwarzweißbild "Nordmende" 70er Jahre Campingfernseher (!) mit Zimmerantenne für terrestrisches Fernsehen mit drei Programmen.. war auch allemale okay & ist übrigens keine 10 Jahre her..! Ich war glücklich überhaupt 'nen eigenen Fernseher zu haben und mit dem ollen Audi 100 mobil sein zu können :)

Hätte ich meinen Opa bei dem ich aufwuchs mit einem irrealen "Traumauto" (das ich mir dann mit 23 von meinem eigenen Geld kaufte, Mercedes C-Klasse) oder dem Wunsch nach einem großen eigenen Fernseher konfrontiert, hätte er nur gelacht & gemeint, ich solle Geld sparen. Er hätte sicherlich das Geld gehabt, aber er meinte immer, ich solle es mir selbst erarbeiten ------> und ich wusste damals schon auch wenn der alte Audi 100 & der primitive Fernseher nicht die Elite waren, dass er Recht hat.. ich war dankbar überhaupt das alles zu haben :)

Außerdem muss man lernen zufrieden zu sein mit dem was man hat! Ich hatte mich seit Beginn meiner Lehre auch zuhause eingebracht ------> mein Opa rechnete mir vor, was ich ihn monatlich etwa koste (ca. 250 Euro waren das) & ich habe ihm das dann jeden Monat als "Kostgeld" anstandslos bezahlt. Es war zu schaffen & ich hatte als angehender Industriekaufmann keine 1300 Euro!

Man muss es lernen sich die Dinge und deren Wert selbst erarbeiten.. nur so kommt man zu was. Ich sehe es an meinem Bruder, der es nie gelernt hat auf was zu sparen, immer alles bezahlt bekam & sein Leben mit Anfang 20 nicht wirklich im Griff hat... weder finanziell noch beruflich & personell ------> und genau sowas gilt es zu vermeiden. Ist für die jungen Leute natürlich hart & vllt. auch schwer, aber sie sind später dankbar dafür wenn man sie etwas härter rannimmt.

Vllt. ist bei der Erziehung des Mädchens was schiefgelaufen, wenn es heute solche Ansprüche hat.. maße mir das nicht an, aber ich würde auf den Tisch hauen & ihr zeigen wo der Hammer hängt. Soll sie nur schmollen ------> macht ihr klar, sofern sie nicht anpackt wird der Umbau nicht stattfinden & gebt ihr auch das Gefühl, dass sowohl der Umbau als auch das Auto mit 20 beileibe nicht Selbstverständlich sind...!

Bin selbst mit 23 ausgezogen bzw. nachdem mein Opa gestorben ist. 

Meine Meinung!

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Miete, 310

Sie versteht unseren Standpunkt einfach nicht und es ist uns unmöglich ihr klar zu machen, dass wir eigentlich das Beste für sie wollen. Wir berauben sie in keinster Weise, dennoch muss sie lernen, dass das Leben Geld kostet.

Wenn sie sich so verhält  und ihre Ansprüche bezüglich der Wohnung nicht zurückschraubt,würde ich Ihr ganz klar sagen, dass es Zeit für sie ist, sich eine eigene Wohnung zu suchen.

Dann kann sie mal sehen wie teuer das Leben ist und das sich der Haushalt nicht von Alleine macht.

Antwort
von Dahika, 154

zu den förderlichen Antworten hier, möchte ich dir noch diesen Link ans Herz legen.

www.bke-Elternberatung.de

Ich habe nämlich den Verdacht, dass ihr eure Tochter sehr verwöhnt habt. Sie ist ansprüchlich, hat es offensichtlich nicht gelernt, sich zu begrenzen.

Ich entnehme deinen Zeilen, dass es dir nicht leicht fallen wird, das Mädel in die Selbständigkeit zu entlassen, sonst würdest du auf ihre Argumente nicht so eingehen oder soviel Wert darauf legen, dass sie sie versteht.

Von daher fürchte ich, wirst du noch längerfristige Unterstützung brauchen, um stark zu bleiben. Ich schreibe absichtlich "stark" und nicht hart, denn es ist nicht hart, was ihr fordert, auch wenn deine Tochter das so sieht. Es ist halt blöd, wenn man 20 Jahre lang die Prinzessin war und nun aus dem Grand Hotel ausziehen soll. Ich glaube, dass sie es in den 20 Jahren nicht gelernt hat, ihren Teil für die Familie beizutragen. Schon kleine Kinder sollten lernen, dass sie Mitglied eines Teams sind, wo jeder seinen Beitrag leisten muss, sobald er aus dem Babyalter raus ist.

Aber es wird schwer für dich werden, das jetzt durchzusetzen, denn so verwöhnte "Kinder" wissen genau, wo sie bei den Eltern den Hebel anzusetzen haben. Angefangen von "Ihr habt mich nie geliebt" bis "Dann will ich euch nie wiedersehen."

Von daher, geh mal auf den obigen link. Dort kannst du dir fortdauernde Unterstützung von Fachleuten - Psychologen - und auch von anderen Eltern holen.

Antwort
von Sonja66, 216

Also ich denke mir:

dass ihr sicherlich das Beste für sie wollt, aber nicht so recht erkennen wollt, was wirklich das Beste für sie wäre. Das muss nicht unbedingt eine tolle Wohnung bei euch sein, vielleicht ist es auch, das Leben auch und gerade mit seiner Härte kennen zu lernen, um daran zu wachsen.

Schon mal ist es so, dass man sich im Alter an Zeiten der Jugend und Geldlosigkeit erinnert und es genau diese Zeiten der Armut sind, an die man sich herzlich gerne erinnert, weil man da so kreativ war, der Zusammenhalt so toll war...... Vielleicht durfte sie das noch gar nicht haben / erleben   ;-)
Was waren bei euch die besten Zeiten?
Welche vergangenen Zeiten zaubern dir ein (verschmitztes?) Lächeln ins Gesicht?

Dass sie in einem Alter ist, wo man sich schon mal dann vom Elternhaus abnabelt, eigene Wege geht, auch wenn sie schon mal steinig sein mögen. Du schreibst, dass sie nicht gehen will, aber vielleicht ist es ja am Ende so, dass es euch allen sehr sehr schwer fällt.

Raben schubsen ihre Kinder, die nicht so recht aus ihrem Nest wollen, aus dem Nest raus. Dann haben sie noch einige Sekunden um sich zu überlegen, ob sie nun fliegen wollen oder nicht ;-)
Dieses Verhalten brachte ihnen den Begriff der Rabeneltern ein, zu Unrecht, wie ich meine  ;-)

Dazu seid ihr Eltern vielleicht zu wenig bereit, weil euer Herz noch so an ihr und all der gemeinsamen Vergangenheit hängt und vielleicht auch, weil eure Ängste zu groß dafür sind.
Das bringt unweigerlich Probleme mit sich, weil das Leben es anders will... ;-)
Stellt euch mutig und ehrlich euren Ängsten!, um sie zu überwinden!

Aber was wird aus dem Rabenkind, das im Nest sitzen bleibt?

Seid mutig und beherzt und entscheidet euch konkret und deutlich.
Dieser Entscheidung bleibt dann unbedingt treu.
Lasst sie mal los und gehen und ziehen, damit sie das Leben selbst in Erfahrung bringen kann.
Mann soll seine Kinder nicht vor allem möglichen Unheil bewahren wollen.
Was machte das Leben denn mit dir / euch so, wenn es sich von seiner harten Seite zeigte? Wurdet ihr damit geschwächt oder gestärkt?

Schmiedet eigene Pläne!
Nehmt euch Zeit für das, was ihr schon immer mal machen wolltet.
Geht euren eigenen Zielen nach.
Was kann jetzt (endlich?) sein?
Für euch bricht nun eine neue Lebensphase an, nimm auch diese Herausforderung an.
Die Aufgaben ändern sich immer wieder im Leben - was alles steht nun bei dir / euch an? Was ist jetzt wichtiger als in Vergangenheit noch?
Lasst vertrauensvoll Altes gehen, damit Neues kommen kann.
Leben ist Veränderung, Stillstand der Tod ;-)

Das Leben ist wie eine Welle.
Ein Rhythmus, ein Auf und Ab, ein Kommen und Gehen, ein Werden und Sterben......
Dem sollte man sich besser vertrauensvoll hingeben, als dagegen aufzulehnen....  ;-)
Oder willst du gegen eine Welle kämpfen ;-)

Lasst sie gehen.
Wenn sie nicht will, wird sie gegangen ;-)
Und dann steht dazu!
Lasst euch lieber als Rabeneltern beschimpfen, als ihr die Möglichkeit auf ein selbständiges Leben zu nehmen. Auf eigene Erfahrungen.....

Antwort
von DerOnkelJ, 312

Ich habe zwar nie eigene Kinder erzogen, dennoch denke ich, hier meinen Senf zugeben zu dürfen.

Fast 1300 Euro netto sind nicht eben ohne. Davon kann sie sich eine eigene Wohnung leisten, nebst Auto!

Ich würde ihr NICHT im elterlichen Haus eine Wohnung zur Verfügung stellen, sie hängt dann nämlich ständig an eurem Kühlschrank und Strom und macht sich im Garten ein schönes Leben.

Sie sucht sich besser mal für ein paar Jahre eine eigene Wohnung, die sie nach eigenem Geschmack einrichten kann. Dabei kann man sie ja notfalls finanziell unterstützen, aber nur für die Grundausstattung.. zu der der Mega-Flatscreen NICHT gehört. Den kann sie sich mal schön selbst finanzieren. Auto kann sie ja auch vorfinanziert bekommen. Aber mit schriftlichem Vertrag was die Rückzahlung angeht.

Die wird auf einmal groß gucken was das Leben so kostet, und wird vielleicht mal etwas bescheidener.

Ich habe 5 Jahre in einer kleinen 40qm-Bude gewohnt, und die Zeit hat mir sehr gut getan! Ich kann seither alles was in einem Haushalt anfällt, und sogar mit Geld umgehen ;-)

Antwort
von petrapetra64, 130

Ich denke, das mit der Wohnung ist einfach zu früh. Sie ist noch nicht ganz aus der Pupertät raus, muss sich erst in der realen Welt zurecht finden. Die Entscheidung und der Wunsch nach der Wohnung muss einfach von ihr selbst kommen und nicht von euch nach dem Motto: " wir wollen ja nur das Beste für sie". Ihr wollt das so und habt es ihr nahezu aufgedrängt. Klar fand sie die Idee nicht schlecht, aber es ist eben nicht ihre Idee, sondern Eure. 

Und für die ist sie einfach noch nicht bereit, so viel Geld auszugeben. Sie verdient doch jetzt erst mal Geld und soll gleich alles für solche Sachen ausgeben. Und auch noch zusätzlich dafür arbeiten. Das findet sie natürlich unverschämt aus ihrer Sicht. Braucht sie denn wirklich alleine so viel qm?

Ihr habt das so geplant mit dem Umbau, also ist es wohl eher euer Wunsch als ihrer, oder?

Sie will halt erst mal Leben, ihre Freiheit geniessen, die letzten Ferien und das erste Geld. Das solltest ihr ihr auch respektieren und ihr gönnen. Ich kann das gut verstehen. Ich hätte mit 20 bestimmt nicht auf alles verzichten wollen, die Zeit ist so wichtig und kommt nie wieder. Und im nächsten Monat fängt die Arbeit an, da muss man sich auch erst mal einleben. Und von euch hört sie nur schaffen, schaffen, schaffen und zahlen, zahlen, zahlen. 

Und mit 40 dann Burn Out, oder wie? Ich hätte mit 20 jedenfalls niemals so eine grosse Wohnung mit der verbundenen Arbeit und den verbundenen Kosten gewollt, so viel Verantwortung in jungen Jahren und dafür auf Freizeit und Spaß komplett verzichten müssen. Man ist doch nur ein einziges Mal jung. Die Zeit kommt doch niemals wieder. 

ich persönlich würde das mit dem Ausbau erst mal ruhen lassen, das Projekt befindet sich ja wohl noch im Anfangsstadium. Sprecht doch einfach mal mit ihr und findet raus, was sie will und was ihr wichtig ist. 

Gönnt ihr ihre Ferien und lasst ihr Zeit, sich an die Arbeit zu gewöhnen. Ist schon was anderes wie Schule, wenn man den ganzen Tag arbeiten muss. 

Ihre Extrawünsche kauft sie in Zukunft selbst, den Supermarkt wird sie ja wohl finden. Für nen neuen Fernseher spart sie drauf. Ist das kleine Auto nicht gut genug, gibt es erst mal keines und sie spart ebenso auf was besseres. Oder es gibt eben das kleine Auto und sie zahlt monatlich Raten, da kann sie sich entscheiden. Kleider kauft sie natürlich auch selbst.

Für ihr Zimmer (da braucht es auch keine neuen Möbel). Für ihr Zimmer und Lebensmittel zahlt sie einen kleinen Betrag (vielleicht so 200 - 250), wie gesagt, Weichspüler, Toilettenartikel, Extraessen zahlt sie nicht nur, sondern kauft auch selbst ein. Dazu kann sie noch kleinere Aufgaben im Haushalt übernehmen.

Sie kann dann sparen für spätere Anschaffungen und in einem Jahr oder ein paar Jahren, wenn sie wirklich mal mehr als nur ihr Zimmer haben will, sondern was größeres, dann kann man über den Umbau noch mal sprechen. 

Klar, es ist nicht schön, wenn das Kind so undankbar ist, aber ich sehe da einfach auch beide Seiten. Es ist ebenso nicht richtig, das Kind in die eigenen Wünsche reinzudrängen, weil man es gut meint und meint, das Kind muss gleich alles haben, aber das ist nicht unbedingt das, was das Kind will. Das denkt zwar, okay, ist ja ganz schön, aber der Wunsch kommt eben nicht vom Kind. Aber nur, wenn man etwas unbedingt will, dann ist man auch bereit, etwas dafür zu tun. 

Sie muss die Möglichkeit haben, ihren eigenen Weg zu finden, zu der Zeit, in der sie es möchte und so weit ist. Laßt sie erst mal ohne so viel Verantwortung einfach jung sein, das kann sie niemals mehr nachholen in ihrem Leben, die Zeit kommt nur einmal. Und lasst sie erst mal lernen, was das Leben so kostet. 

Sie ist noch so jung und soll sich jetzt schon lebenslang oder zumindest jahrzehntelang an diese Wohnung binden. Vielleicht verliert sie ihren Job wieder? Vielleicht findet sie weiter weg einen besseren Job oder hat einen Freund weiter weg? Das kann man heute noch gar nicht sagen. 

Kommentar von Lavendelzweig ,

Danke für deine Meinung. Da geb ich dir recht, sie sollte es genießen. Bloß geht der Wunsch nicht von uns, sondern von ihr aus. Sie will endlich ohne Kontrolle, selbständig aber doch nicht so weit weg wohnen und zählt quasi die Tage.

...Was auch in unserem Sinne gewesen wäre.

Wir denken nun eher darüber nach die Wohnung als Ferienwohnung zu planen und anschließend zu vermieten anstatt sie ihr zu überlassen, wie es anfangs geplant war. Damit hätten wir gar kein Problem.

Sie kann gerne in ihrem Zimmer wohnen bleiben (25qm, immerhin).

Antwort
von Dahika, 85

Vielleicht fällt es der Fragestellerin leichter, wenn sie das Wort Miete gegen ein anderes Wort austauscht. "Miete" klingt ja wirklich geschäftsmäßig und innerhalb der eigenen Familie "komisch" und etwas kalt.

Da ich ein Fan davon bin, eine Familie als Team zu bezeichnen, in der jeder seinen Beitrag zum Gelingen des Teams leisten muss (und zwar sobald er aus dem Babyalter raus ist), ist es vielleicht für die Fragestellerin psych. leichter zu ertragen, wenn sie das Wort "Miete" gegen "Beitrag zu den Familienkosten" auswechselt.

Vermutlich wird die Tochter auch dabei aufschreien, da sie das ja wohl nicht gewohnt ist, aber vielleicht fällt es der Fragestellerin leichter, diesen Beitrag zu fordern und fest zu bleiben.

Ich würde das Mädchen auch nicht rauswerfen, sondern vor die freundliche Alternative stellen, einen Beitrag zum Team Familie zu leisten oder auszuziehen. Das ist für mich etwas anderes als Rauswurf. Sie selbst hat ja die Wahl und ist damit nicht hilfloses Opfer des Rauswurfs. Auch wenn die Tochter das sicher zunächst anders sehen wird. ;-)

Kommentar von TrudiMeier ,

Ich würde das Mädchen auch nicht rauswerfen, sondern vor die freundliche Alternative stellen, einen Beitrag zum Team Familie zu leisten oder auszuziehen.

Ich gehe mal davon aus, dass so ziemlich jeder, der hier zwar "rauswerfen" und "vor die Tür setzen" geschrieben hat, damit nicht gemeint hat , ihr die Koffer vor die Tür zu stellen und sie von jetzt auf gleich sich selbst zu überlassen.  Aber das Töchterchen scheint ihren Kopf durchsetzen zu wollen - ohne Rücksicht auf Verluste. Freiwillig wird sie - trotz Androhung - nicht ausziehen. (Hat ja bisher immer geklappt, den eigenen Kopf durchzusetzen. Warum nicht auch diesmal!) Insofern bleibt da wirklich nur die harte Tour. Notfalls ein WG-Zimmer und ÖPNV.

Antwort
von Slatkimeda, 37

Meiner Meinung nach solltet ihr euch anders einigen. Damit euer Familien Zusammenhalt stärker wird. Ich muss sagen das ich zwar in Deutschland lebe aber aus einem anderen Kulturkreis stamme (Serbien). Bei uns werden die Kinder nicht verwöhnt und sind gehorsam. Und die Eltern würden bei uns Niemals Miete vom seinen eigenen Kindern verlangen. Bei uns lebt man zusammen und verlangt kein Geld jeder kauft das was er braucht bei uns wird nicht darauf geachtet wer bezahlt. Jeder hilft. Wieso legt ihr euch nicht ein Konto zusammen wo ihr Geld spart und deine Tochter auch jeden Monat was dazu legt es klingt dann nicht so schlimm wie: Du musst selbst deine Miete zahlen. Ihr könnt sparen: Für Urlaub, Auto, Haus, Renovierungen... und und und 

Und für 65 qm ganze 30.000 Euro sind viel. Ich muss sagen das ich gemerkt habe das viele Deutsche sehr viel Geld in solchen Sachen ausgeben. Ich bin mir sicher das es auch billiger geht und vom restgeld auch ein Gutes Auto (Gebrauchtwaagen) zu bekommen ist. Für 5000-6000 eu kann man auch ein Merzdes oder BMW kaufen. 

Das sind Beispiele wie es in unserer Kultur funktioniert und ich muss sagen das es so sehr gut klappt.

- Geld sparen (für alle Wünsche, Ziele und schlechte Zeiten)

- Billigere Renovierungen und Möbel (bsp. Pocco Domäne)

- Gebrauchtwaagen im sehr guten Zustand 

- jeder hilft mit bei allem

- gemeinsame Absprachen

Sie ist kein Kind mehr, ihr solltet euch echt hinsetzten und reden versuchen eine Lösung zu finden. Ich meine 30.000 eu sind viel Geld und plus Auto Finanzierung hmmm🤔  

Antwort
von Nashota, 231

Solange sie bei euch wohnt, könnt ihr Kostgeld verlangen.

Was Wohnung und Auto angehen, würde ich da nichts hinterherwerfen. Kinder können sich auch was Eigenes suchen und ein Auto selbst finanzieren. Nur so merken sie, dass das Leben auch Geld kostet.

Antwort
von mausespitz, 273

Hallo Lavendelzweig ich war auch in der gleichen Situation wie du nur das ich AlG II bezogen habe und das Arbeitsamt das Geld meiner Tochter als Einnahmen mit einberechnet hat, so daß ich gezwungen war von ihr Geld zu nehmen um uns die Wohnung zu erhalten. Sie wollte im ersten Moment auch ausziehen und sich eine Wohnung suchen, hat sie auch versucht. Doch als Sie mit bekommen hatte welche Mieten eine ganze Wohnung kostet, hat sie dann freiwillig gezahlt ohne zu murren.

Ich mache Dir den Vorschlag bleibe hart und lass sie sich eine Wohnung suchen, ich denke schon da wird sie merken was es kostet. Laß sie wirklich ihre eigenen Erfahrungen machen, auch wenn sie auf die Nase fällt. Dadurch kann man nur lernen.

Ich habe heute das beste Verhältnis zu meiner Tochter und wenn sie Probleme hat bin ich die erste die sie um Rat fragt.

Ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen und Glück.

Kommentar von Lavendelzweig ,

gerne würde ich sie ausziehen lassen, aber sie will einfach nicht. Sie ist bitterböse und meint, dass wir sie rausschmeissen wollen ("tief ist das, tief, die eigene Tochter...") und gehässiges Kopfwackeln.

Aber vielleicht kennst du das und hast durchgehalten. Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Macht mir Mut.

Kommentar von mausespitz ,

ja das kenne ich auch, aber wirklich nach dem meine Tochter sich nach Wohnung und Preis umgesehen hat, war dann entlich Ruhe.

Versuch es doch einfach wie bwhoch2, wer nicht arbeiten will und seinen Beitrag in der Familie nicht machen will, dann mach ihr einfach mal keine Malzeit mit (denn da sie volljährig ist bist du nicht mehr verpflichtet dazu), sondern nur für Euch 3. Und wenn sie schreit und verrücktspielt erkläre ihr warum und das dies solange geht bis sie sich anders entschließt. Denn wenn ihr nicht arbeiten geht bekommt sie gar nichts, weil nichts im Haus ist. Dies verlangt allerdings einen langen Atem und ich weiß auch es tut weh, aber wenn sie es nicht anders kapiert muß es eben auf die harte Tour gehen.

Antwort
von Brunnenwasser, 88

Eine Beteiligung an allen Kosten ist mehr als statthaft. Ihr wollt ihr vieles kaufen weil sie eure Tochter ist, daher sind die 500 Euro für die Wohnung ein gutes Angebot.

Natürlich sieht eure Tochter erst einmal wieviel Geld ihr wieder zwischen den Fingern "wegrinnt", kaum daß Sie es in der Hand hält. Auf der anderen Seite lernt sie nur auf diese Art, daß das Leben Geld kostet. Macht nicht den Fehler erst später damit anzufangen, sondern findet eine klare Basis was monatlich zu zahlen ist, welche Kosten sie selber trägt und was sie von euch finanziert bekommt.

Die gegenteilige Konsequenz: was passiert wenn der kleine Bruder mal Geld verdient ? Im schlimmsten Fall fordert er von euch die Miete ein, die seine Schwester (die immer noch im Haus wohnt) ja damals auch finanziert bekommen hat. Und das wollt ihr wirklich nicht !

Ihrem Alter entsprechend sollte eure Tochter das auch relativ schnell einsehen können. 20 Jahre Luxushotel hatte sie ja schon.

Antwort
von pedroxdkd, 68

Ich finde, man kann schon Miete verlangen. Aber wenn, ihr eine Vermieterrolle einnehmt, dann keine kleinen Arbeiten mehr verlangen. Das macht man mit einem Mieter nicht. Aber sie soll dann auch ihren eigenen Haushalt führen und ich würde sie dann nicht ständig mitessen lassen oder auf den Bruder aufpassen lassen. Ich würde sie eben wie eine eigenständige Erwachsene behandeln.

Antwort
von MrZurkon, 252

Deine Tochter ist unverschämt und undankbar. Stell sie vor vollendete Tatsachen.Da sie genug Geld verdient um Miete zu zahlen, soll sie sich entscheiden,entweder sie zahlt euch Miete oder sie soll sich innerhalb einer Frist eine Wohnung suchen und dort Miete zahlen,du wirst ja sehen was ihr lieber ist.

Falls sie sich für Variante B entscheidet ,wird sie nach ein paar Monaten merken wie gut sie es doch bei euch hatte.

Antwort
von spottdrossel69, 96

Ich sehe das auch so, daß sie als Vollverdiener Miete zu zahlen hat.

Ich (w, 46) habe bei meinen Eltern damals ab dem 2. Lehrjahr etwa 1/3 meines Lehrlingsgehalts als Kostgeld abgegeben. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Schließlich verursacht man Kosten und Arbeit!

Irgendwann muß der erwachsene Vogel entweder das Nest verlassen oder sein Leben in die Hand nehmen. Auch finanziell.

Woher kommen denn ihre Ansprüche? Wie wurde sie denn erzogen? Ich könnte mir vorstellen, daß Euer vernünftiger Anspruch an sie evtl. früher so nicht herangetragen wurde - aber natürlich ist das nur eine Vermutung. Entschuldige also, wenn dem nicht so ist.

Ich würde den Umbau sofort stoppen und ihr ganz klar und schlicht sagen, daß sie als Vollverdiener erwachsen werden, und ihr Leben selbst finanzieren lernen muss. Rechnet ihr ganz ruhig die Kosten vor und die Möglichkeiten. Punkt. Auf Diskussionen würde ich nicht eingehen. Thema beendet. Umbau gegen Einsicht. Fertig. Wenn Sie das nicht will, überlegen ob Ihr die Wohnung anderweitig vermieten könnt / würdet und ihr das sagen.

Den Aufwand, den Ihr da betreibt ist gewaltig und absolut großzügig! Wow. Sie sollte Euch dankbar sein und sich freuen, anstatt sich als Primadonna aufzuspielen. Unglaublich. Die junge Dame nimmt sich gehörig was heraus.

Es ist auch vollkommen gleichgültig, wieviel die Eltern verdienen oder "haben". KLar, daß die Geldzuwendungen reicher Eltern ein wenig anders aussehen, als von HartzIV Empfängern. Dennoch sollten sie realistisch sein und ein Sprößlich wohlhabender Eltern darf sich definitiv nicht darauf verlassen. Irgendwann muß er raus ins Leben und selber seine Brötchen verdienen. Die fallen dann vielleicht wesentlich geringer aus als bei Papi! Das Geld von Papi ist ein Privileg - keinesfalls eine Selbstverständlichkeit.

Du kannst versuchen, Ihr zwecks der letzten Ferien einen Kompromiß anzubieten. Das hat aber mit ihren anderen Forderungen nichts zu tun.  

Ich drücke Dir die Daumen, daß Ihr durchhaltet und klar bleiben könnt. Dieses Anspruchsdenken geht für mich gar nicht. Ich hätte mich geschämt, wäre ich meinen Eltern mit solchen Forderungen gekommen. Wünsche okay - Forderung ganz klar nein. Alles Gute und viel Kraft!!

Antwort
von ichfragemich16, 308

Selbstverständlich muss sie ab ihrem ersten Gehalt für Kleidung, Kosmetika, den Dingen des täglichen Bedarfs, selbst aufkommen und ihren Anteil an Verpflegung und mindestens der Nebenkosten selbst tragen. Dann hat sie finanziell immer noch viel mehr zur Verfügung, als würde sie alleine wohnen.

Damit könnte sie schrittweise lernen, Verantwortung für sich als erwachsene junge Frau zu übernehmen.

Dazu gehört selbstverständlich die Mitarbeit im Haushalt und bei weiteren anfallenden Aufgaben.

Mir scheint, dass das alles etwas spät für sie kommt. Heute ist ihr das Auto nicht genug, morgen der Umbau nicht angemessen, nächstes Jahr will sie mit ihrem Freund in einer Großstadt ein Loft beziehen,...?

Ihr seid alles andere als geldgierig und ich denke, ihr als Eltern "verrennt" euch. Es tut mir leid, dass ich so deutlich spreche. Es geht ja um euer Kind und darum, dass ihr gemeinsam schon früher hättet einen anderen Weg einschlagen können. 

Und wenn ich vorschlage, der Tochter alle Extras ab sofort zu verweigern( sogar das Mitbringen ihres Schampoos) ? Dass ihr euch ihre Unverschämtheiten und Übergriffigkeiten nicht mehr  bieten lassen dürft? Weil ihr sie dadurch zur Übernahme von Verantwortung bringen solltet?

Dann weiß ich aber auch, dass ich das als Außenstehende Person leichter habe und dass es für euch schwer ist.

Kommentar von Lavendelzweig ,

Weißt du, manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Als Außenstehender sieht man das von einer anderen Perspektive und das ist gut so.

Kommentar von ichfragemich16 ,

Ja. Ich drücke euch die Daumen und wünsche euch Kraft.

Kommentar von KittyCat2909 ,

Mir scheint, dass das alles etwas spät für sie kommt.

Das denke ich auch.

Wäre sie schon viel früher in alles eingebunden gewesen, hätte sie nicht diese unverschämt fordernde und rücksichtlose Einstellung.

So scheint es fast besser, sie wirklich hinaus zu werfen, damit sie erkennt und lernt.

So wird sie doch nur immer wieder dasselbe 'sehen' und dieselben Ausreden und Vorwürfe haben, wenn sich etwas nicht drastisch ändert.

Antwort
von bwhoch2, 256

Unsere sind mittlerweile selbständig. Die eine sowieso (auch mit 20 schon) und der andere gab ein ähnliches Bild ab, wie Du es beschreibst. Nur die Tatsache, dass er nach seiner Berufsausbildung noch vor hatte, ein Studium zu beginnen, gab uns die Geduld, aber wir setzten ein zeitliches Limit. Dieses hat er eingehalten und zum Studium musste er sowieso weg ziehen.

Ich kann Deine Situation daher sehr gut nachvollziehen.

Sie beginnt jetzt wohl ihre Ausbildung mit einem hohen Gehalt und man sollte ihr aufgrund ihres Verhaltens zwei Dinge klar machen:

1. Mädel, Du suchst Dir eine Wohnung so nah beim Arbeitsplatz oder ÖPNV-mäßig so gut angebunden, dass Du kein Auto brauchst.

2. Wenn Du unbedingt trotzdem ein Auto willst, finanziere es Dir selbst.

Mit der Erklärung: Wir wollten Dir weiterhin ein schönes Zuhause, aber schon weitgehend in einer eigenen Wohnung im Elternhaus ermöglichen, aber es interessiert Dich nicht. Deshalb interessiert uns Deine Situation aber jetzt auch nicht mehr. 20 Jahre lang waren wir für Dich da und haben Dir geholfen, dass Du Schule/Ausbildung gut abschließen kannst. Jetzt verdienst Du selbst mehr als so mancher, der schon lange im Beruf ist und nun kannst und musst Du für Dich selbst sorgen.

Such Dir bis Ende August eine eigene Wohnung. Wir helfen Dir, wenn Du uns für Sicherheitsleistung brauchst und wir helfen Dir auch beim Umzug, aber den Rest mach bitte alleine. Am 1.9. bist Du jedenfalls draussen. Ohne wenn und aber.

Läßt sich das durchziehen, könnte ihr immer noch das Geld, das Euch künftig erspart bleibt, separat ansparen, um es ihr zu geben, wenn die Ausbildung fertig ist oder wenn sie mal 25 ist o. ä. Liegt dann in Eurem Ermessen.

Nur wenn ihr jetzt konsequent seid, lernt sie wirklich in kurzer Zeit, selbständig zu werden, einen eigenen Haushalt zu führen und auch ihr Geld richtig einzuteilen.

Man kann und sollte ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber sie muss jetzt unbedingt raus.

Kommentar von Lavendelzweig ,

Ja,

nun hatte ich ein erneut emotionales Gespräch mit ihr. Sie möchte für die neu renovierte 65 qm Wohnung 300 Euro bezahlen. Ansonsten zieht sie aus und will keinerlei Kontakt mehr mit uns haben. 500 Euro wären zu viel, da bliebe ihr ja nichts mehr. Sie will uns als Eltern nicht mehr bezahlen. ("das ist mir vor meinen Freunden peinlich, die bezahlen selbstverständlich keine Miete")

Über den Mietpreis könnten wir verhandeln, ja, aber es fehlt uns an der Einstellung.

Kommentar von MaraleinBenny ,

Ich habe ja unten schon ein Kommentar geschrieben. Nun habe ich das gelesen und was soll ich sagen...ich werd so richtig sauer wenn ich lese, wie die sich benimmt, es tut mir leid. Das ist unter aller Sau. Sie ist alt genug und verdient auch genug, um für sich selbst zu sorgen. 500 Euro für 65m2 und neu renoviert ist absolut normaler Preis. Wenn sie das nicht bezahlen will, dann soll sie sich eine 30m2 Wohnung wo anders suchen...mehr bekommt sie für 300 Euro nicht! Dann soll sie doch gucken, wie weit sie mit ihren Vorstellungen vom Leben kommt. Wie kannst du da so ruhig bleiben? Die tanzt euch auf der Nase herum und das ist nicht böse gemeint. Ihr sollt die Wohnung renovieren, selbst will sie aber nicht viel Geld bezahlen dafür und auch nicht helfen? Wenn du jetzt nachgibst und wieder einlenkst, meint sie sie kommt immer so durch. So ist es aber nun mal nicht. Man kann nicht einfach nix machen, zu wenig zahlen wollen und verlangen! Das macht mich so sauer. Ich bin mit 18 ausgezogen, hab mir von meinem Ausbildungsgehalt von 800 Euro eine Wohnung genommen, von meinem ersparten die Möbel und spare heute noch auf den Führerschein! Und ich hab auch nie gemeckert und nehme kein Geld von meinen Eltern an! Entweder sie zahlt das, was du verlangst für die renovierte Wohnung oder sie soll sich ne andere Wohnung suchen und sehen wie weit sie kommt....auf so einem hohen Ross sitzen das mädl, das gibts doch gar nicht -.- 

Kommentar von bwhoch2 ,

Wie hoch wäre die Miete für diese Wohnung, wenn ihr sie fremd vermieten würdet? (Marktmiete)

Von dieser Miete ausgehend solltet ihr 60 % nehmen zzgl. Nebenkostenpauschale in Höhe von ca. 120 € pro Monat (kommt etwas auf Haus, Gebühren und Versicherungen an).

Verlangt ihr weniger als diese 60 % habt ihr keine Möglichkeit, die anteiligen Kosten von der Steuer abzusetzen. 60 % der Marktmiete erkennt das Finanzamt als Minimum bei Vermietung innerhalb der Familie an. Ist der Betrag darunter, entfällt Euer Steuervorteil, der bei einer derart hohen Investition schon recht wichtig ist.

500 Euro wären zu viel, da bliebe ihr ja nichts mehr.

Da würde ich ihr klipp und klar sagen, dass dieses Argument nicht zählt, denn immerhin bleiben ihr dann noch 600 € + zusätzlich der freie Zugang zu Eurem Kühlschrank und Getränkelager, kostenfreier Wasserverbrauch, kostenfreie Energie, keine Gebühren. (So stellt sie sich das doch vor, oder?)

("das ist mir vor meinen Freunden peinlich, die bezahlen selbstverständlich keine Miete")

Das Argument "aber meine Freunde" haben wir von frühester Kindheit an unterbunden mit dem Argument, "wir sind wir und die anderen sind die anderen und die gehen uns nichts an".

Die Stories von den Freunden sind doch stark mit Lügen verbunden. Was die Freunde sagen, entspricht oft schon nicht der Realität, denn denen wäre es genauso peinlich, wenn sie das von der Abgabe erzählen müßten und ob Deine Tochter immer korrekt wieder gibt, was ihre Freunde so sagen, ist die andere Sache. Möglicherweise verdrängt sie, wenn andere von ihren Abgaben erzählen und greift sich nur die raus, die angeben damit, dass sie nichts zahlen müssen. Peinlich? Da muss sie durch!

Es liegt an Euch, Ihr eine 65 m²-Wohnung zu ihren Bedingungen zu überlassen oder aber zu sagen, die Wohnung gibt es zu diesen oder jenen Konditionen oder eben nicht. Ihr seid in der stärkeren Position und diese solltet ihr behaupten.

Ansonsten zieht sie aus und will keinerlei Kontakt mehr mit uns haben.

Leere Drohung! Nach ihrem Auszug wird es nicht lange dauern und sie kommt angekrochen und dann kann man anfangen, eine neue Beziehung aufzubauen. Gerade Töchter sind nicht so stark, dass sie so eine Drohung auch wirklich durchziehen können. Nehmt diese Drohung als Angebot in genau die Richtung, die ich vorgeschlagen habe. Sag zu ihr, ok, ihr habt es Euch überlegt: Ziehe aus und wir helfen Dir bei der Wohnungssuche und beim Umzug, nicht aber finanziell.

Dann warte mal die Reaktion ab, die nicht sofort kommen wird. Sie wird erst einmal ein paar Stunden oder Tage nachdenken. Vielleicht das erste mal wirklich über ihr Verhältnis zu Euch. Das musst und kannst Du aushalten.

Sollte sie dann wirklich vor haben, auszuziehen, dann zieht das durch.Schon während des Umzugs wird sie Eure Hilfe brauchen und danach wird sich ein ganz anderes Verhältnis entwickeln, denn in dem Maße, wie sie selbständig wird, wird auch das Verständnis für Euch wachsen und wenn man sich nicht dauernd sieht, freuen sich beide Seiten immer wieder bei jeder Begegnung. Wenn man es dann noch schafft, sich nicht dauernd drein zu reden, wird es richtig gut werden.

Kommentar von Lavendelzweig ,

Erst mal vielen Dank für eure Rückmeldung!

Der Marktwert der Wohnung ist um einiges höher. Vielen Dank für den Tipp mit dem Finanzamt. An die Steuerabsetzung habe ich noch gar nicht gedacht.

Leider ist sie absolut uneinsichtig. Wir sind in ihren Augen die Gierigen und sie versteht uns absolut nicht. Kein vernünftiges Gespräch möglich...

Kommentar von bwhoch2 ,

Leider ist sie absolut uneinsichtig. Wir sind in ihren Augen die
Gierigen und sie versteht uns absolut nicht. Kein vernünftiges Gespräch
möglich...

Tja, und dass ihr das ganze Leben lang immer die Großzügigen ihr gegenüber wart und eigentlich immer noch seid, kann sie einfach nicht erkennen.

Da (derzeit) kein vernünftiges Gespräch möglich ist, bleibt Euch nur die "harte Linie". Macht ihr klar, dass sie mit 20 Jahren und eigenem Verdienst genauso zu den erwachsenen Familienmitgliedern gehört, wie die Eltern und da ihr sie nicht mehr länger ernähren wollt und müßt, soll sie bis Ende August ausziehen. Bekommt ihr noch Kindergeld? Es steht ihr zu, wenn sie auszieht. Vielleicht als kleine Starthilfe für sie.

Und nochmal: Sobald sie ausgezogen ist, dauert es nicht lange und sie wird kommen und ein ganz liebes Mädchen sein. Sie wird immer wieder um Hilfe fragen und die gebt ihr dann, aber nicht in Form von Geld. Z. B. das Auto leihen, wenn sie mal eins braucht, mit ihr Einkaufen gehen. Nach der Wohnung sehen, wenn sie mal nicht da ist usw. usw. Das macht man gern und das wird sie auch zu schätzen lernen und sie wir ihre Freiheit schätzen lernen und ihr werdet Eure Tochter von einer ganz anderen Seite kennen lernen.

Auch wenn es momentan hart ist, es ist wohl der einzige Weg. Hoffentlich zieht der Vater mit, denn die Töchter haben manchmal einen ganz dicken Stein im Brett und niemals würde Vater ihr ein Leid zufügen wollen, aber ich denke auch er muss einsehen, dass die ganze Arbeit mit der Wohnung für die Katz ist, wenn sie keinerlei Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft zeigen will.

Kommentar von Lavendelzweig ,

Soweit so gut.

Madame macht die Ohren zu wenn ich ihr etwas bezüglich Finanzamt, Miete, Steuern erklären will.

Es sei abartig, von seiner eigenen Tochter Geld zu verlangen. So etwas interessiert sie nicht. Alle anderen würden auch keine Miete verlangen. Nur wir und das nicht wenig. Sie versteht es einfach nicht und ich drehe mich im Kreis.

Naja, es wird nicht ausbleiben, dass es zum Krach kommt.

Kommentar von Dahika ,

Alle anderen würden auch keine Miete verlangen. Nur wir und das nicht
wenig. Sie versteht es einfach nicht und ich drehe mich im Kreis.

Du drehst dich im Kreis, weil du versuchst, deine Tochter zu überzeugen. Das musst du doch nicht. Bleib bei deinem Standpunkt. Und das Argument: "alle anderen...." habe ich früher auch gerne benutzt, da war ich allerdings jünger. "Alle anderen dürfen bis um 22 Uhr draußen bleiben. Alle Anderen dürfen aber, bekommen aber,..."
Das ist noch sehr kindliches Denken. Mein Vater allerdings pflegte auf mein "Alle Anderen"... immer freundlich zu antworten: "Kind, dann hättest du dir andere Eltern aussuchen müssen."

Kommentar von ichfragemich16 ,

Sie versteht es ganz bestimmt! Es wird eng für sie und bestimmt weis sie, dass sie im Unrecht ist. Davon will und kann sie noch nicht abrücken.Sie meint sich gegen dich mit diesem Verhalten zur Wehr setzen zu müssen und hofft noch immer, damit erfolgreich zu sein.

Vielleicht gelingt es dir, wenn du erst einmal alles gesagt hast, nichts mehr dazu zu sagen. Bleibe konsequent. Kaufe ihr nichts mehr, was sie selbst zu übernehmen hat, etc. Lasse sie auf dich zugehen. Gehe nicht auf Unverschämtheiten, Erpressungen ein. Antworte darauf höchstens mit: dazu habe ich dir bereits alles gesagt.

Kommentar von Dahika ,

Lass dich nicht bluffen. Ich kenne viele junge Erwachsene, die dramatisch drohen, wenn das Hotel Mama geschlossen werden soll. Das "Mich werdet ihr nie wiedersehen" wird nicht lange durchgehalten.
Geht auf die Drohung nicht ein. Wünschenswert wäre es aber, wenn ihr das Ganze nicht emotional - "Hast du uns denn nicht mehr lieb?" - sehen würdet. Reagiert freundlich, sachlich,  bietet eure Hilfe beim Suchen der neuen Wohnung an, aber bleibt ansonsten fest. Die kommt schon wieder. Und meist ist das Verhältnis zu den Eltern dann besser als je zuvor.

Kommentar von bwhoch2 ,

Sehr gut, Dahika, Du bestätigst genau das, was ich meine.

Wenn "Madam die Ohren zu macht", helfen vielleicht die Augen.

Lavendelzweig, setz Dich mal hin und schreib der Tochter einen Brief. Schreib alles rein, was Dich in der Beziehung zu ihr drückt und was Du als einzige Konsequenz siehst. Lass den Brief dann liegen - ein paar Stunden oder einen Tag -, aber zeige ihn nicht Deiner Tochter.

Nach dieser Pause nimmst Du Dir den Brief wieder vor. Du wirst feststellen, dass Du ihr bei weitem nicht alles so hinreiben wirst, wie es in dem Brief steht, aber Dir ist bestimmt schon viel leichter. Diesen Brief steckst Du in einen versiegelten Umschlag und räumst ihn weg.

Dann schreibst Du einen Brief, indem Du der Tochter ganz sachlich erklärst, was von ihr im nächsten Monat erwartet wird. Diesen Brief soll auch der Vater unterschreiben und diesen Brief gebt ihr dann der Tochter zum Lesen.

Während gesprochene Worte, sofort durch Worte wieder entlkräftet werden oder nach kurzer Zeit vergessen sind, bleibt so ein Brief und wird wohl viele Male gelesen werden. Dann verfolgt ihr das, wa im Brief steht, weiter und sorgt mit dafür, dass sie tatsächlich im September woanders einziehen kann. Es sei denn, es geschieht ein Wunder und die Tochter sieht plötzlich ein, dass sie ein dummes Pubertier war und jetzt doch erwachsen sein will und zwar ein erwachsenes Mitglied Eurer Familie.

Kommentar von ichfragemich16 ,

Oh Lavendelzweig, was für eine unglaubliche Unverschämtheit seitens deiner Tochter.

EUCH ? fehlt es an der Einstellung? Das ist richtig so. Ihr fehlt es an der richtigen Einstellung. Mit einer "Miete" von vielleicht nur 300Euro kann es das nicht getan sein. Sie benutzt doch dann trotzdem noch Kühlschrank, Strom, Wasser, den frisch gemähten Garten fürs Sonnenbad mit ihren Freunden ( die ihre Eltern nicht finanzieren und füttern müssen).

Bei den jungen Erwachsenen in meinem Umfeld, die noch zu Hause wohnen, ist es so: alle zahlen ihrer Familie anteilige Kosten an den Gesamtkosten des Haushalts und helfen mit. Zusätzlich kümmern sie sich in Zeiten, in denen die Eltern arbeiten voll um jüngere Geschwister, wenn diese Ferien haben,usw. Dabei sind etliche Haushalte mit hohem Einkommen. Trotzdem ist es selbstverständlich, dass Kinder mit Einkommen zahlen.

Der Versuch eurer Tochter, mit ihren Freunden, vor denen sie sich schäme und der Drohung, den Kontakt zu euch abzubrechen ist äußerst schäbig.

Weiterhin viel Kraft, Lavendelzweig.

Kommentar von KittyCat2909 ,

Sie möchte für die neu renovierte 65 qm Wohnung 300 Euro bezahlen.
Ansonsten zieht sie aus und will keinerlei Kontakt mehr mit uns haben.
500 Euro wären zu viel, da bliebe ihr ja nichts mehr.

Sie möchte für die neu renovierte 65 qm Wohnung 300 Euro bezahlen.
Ansonsten zieht sie aus und will keinerlei Kontakt mehr mit uns haben.
500 Euro wären zu viel, da bliebe ihr ja nichts mehr.

Lavendelzweig wenn ihr nicht richtig auf den Tisch haut, wird sie sich in ihrer Einstellung nicht ändern.

Dann soll sie ausziehen! Drohungen, dass sie wirklich den Kontakt abbrechen wird, ist sicher nur eine leere Drohung.- erst recht, wenn sie erkennt, was sie an euch gehabt hat bzw haben kann.

Ihr solltet nicht weiter diskutieren, da es offensichtlich zu nichts führt.

Die Idee mit dem Auto solltet ihr besser sein lassen, solange sie nicht von selbst erkennt, was so eine Anschaffung finanziell bedeutet.

Eure Tochter hat offensichtlich Euch in der Hand, wenn ihr euch weiter so auf der Nase rumtanzen lasst und trotzdem nicht handelt.

Setzt eine Frist bis wann sie ausgezogen sein soll.

Wenn sie sich nicht rührt, ihr keinen Zugang zu eurem Haus mehr gewährt. Anders wird es wohl nicht gehen.

Kommentar von Menuett ,

Sie versucht euch ernsthaft zu erpressen, dass sie keinen Kontakt mehr zu euch haben will?

Wenn da kein Gespräch mehr mögliche ist - kündigt ihr.

Fristgerecht.

Antwort
von lamarle, 200

Also eine Miete 4000 - 4.500 Euro finde ich mehr als happig! Soll das monatlich sein??

Die letzten Ferien würde ich sie auch noch genießen lassen.

Ansonsten kann ich nur sagen: wenn Eure Tochter mit knapp 20 Jahren noch nicht begriffen hat, dass alle zum Familienleben (und dazugehöriger Arbeit) etwas beizutragen haben, dass Dinge Geld kosten und erarbeitet werden müssen, habt Ihr was Entscheidendes falsch gemacht. Die Quittung hat Euch das Töchterlein jetzt gezeigt.

Ich würde: ab sofort einen Hausarbeitsplan einführen, wo drin steht, wer was im Haushalt zu tun hat.

Extrawünsche muss sie selbst bezahlen. Wenn ihr das von Euch finanzierte Auto nicht passt - dann soll sie sich ein anderes kaufen. Von ihrem Gehalt natürlich. Die anderen Dinge ebenso. Und wenn ihr die Wohnung nicht gefällt - es steht ihr frei, eine andere zu mieten.

Kommentar von Lavendelzweig ,

Ich bin deiner Meinung!

Nein, ich hab mich verschrieben, 450 bis 500 Euro sind`s pro Monat.

Antwort
von TrudiMeier, 183

Da sie euch ja für geldgierig hält, dann teile ihr einfach mit, dass ihr kein Geld von ihr nehmen werdet. Allerdings werdet ihr dann weder für Wohnung noch für Auto sorgen.  Sie kann gern ausziehen. Alt genug ist sie ja. Sie kann ja ihre letzen Ferien für Wohnungssuche und Umzug nutzen. Und das ständige Rumhängen mit Freunden im Garten würde ich als erstes unterbinden. Eurer Haus - eure Regeln!


Kommentar von Malkastenpark ,

Genau so . Lerne das Leben kennen..

Antwort
von spottdrossel69, 24

Ich habe Dir ja bereits geantwortet - wollte noch kurz was hinzufügen.

Ich bin mit 22 von Daheim ausgezogen (freiwillig) und habe fortan mein Leben selbst in die Hand genommen und finanziert. Einzig ein zinsloses Darlehen für mein Auto (nach und nach zurückgezahlt) war Unterstützung meiner Eltern, sowie als Auszugsgeschenk eine Waschmaschine! :-) 

Vielleicht könnt Ihr, außer ganz klar zu Eurem Standpunkt zu stehen, sie ohne Streit als Erwachsene betrachten und auch so mit ihr sprechen. Sie soll spüren, daß Ihr sie ernst nehmt - und zwar als Erwachsene. Nicht als Euer Kind, welches ihr erziehen (ich nenn das mal so) wollt, sondern als gleichwertiger Gegenüber, dem ihr mit klaren Vorstellungen und Respekt begegnet. Vielleicht begreift sie so, wo sie zu stehen hat und fühlt sich nicht herausgefordert. Sie sieht sich scheinbar noch in der Rolle des selbstverständlich fordernden Kindes. Doch hier geht es nicht um Zuwendung, Süßigkeiten oder Geburtstagsgeschenke, sondern um etwas Anderes.

Sie ist ja auch kein Kind mehr -auch wenn sie sich offenbar so verhält- sondern eine erwachsenen junge Frau. Ich habe mir überlegt, daß sie eventuell eher umdenkt, wenn sie sich ernst genommen fühlt. Also sich in Bezug auf die Wohnung so verhalten, wie ihr mit einem eher fremden, potenziellen Mieter sprechen würdet. Ihre süffisanten Bemerkungen würde ich höflich ignorieren und ins Leere laufen lassen.  Ist freilich ein Kraftakt und eine Gratwanderung - das ist mir klar.

Es könnte ein Unterschied sein, ob Ihr ihr mit Unverständnis und Fassungslosigkeit (bei ihren Forderungen freilich nur zu verständlich) begegnet, oder mit ruhigen höflichen Ansagen, die in sachlichem Ton an sie einmal herangetragen werden. Ich hoffe, Du verstehst was ich meine. Ich wollte nicht sagen, daß Ihr sie dauernd anmeckert :-)  Nur kann ich mir vorstellen, daß man bei seinem "Kind", das solche Verhaltensweisen an den Tag legt, in die Rolle des Erziehers fällt, anstatt beide als Erwachsene zu sehen. Auch wenn das Kind sich wie ein Kind aufführt...

Das Ganze wird vermutlich nicht von heute auf morgen funktionieren. Sie sollte aber merken, daß sie auch mit ihren überzogenen Wünschen ernst genommen wird. Auch wenn sie nicht erfüllt werden. Das steht außer Frage. Solange sie sich in der Position des fordernden Nachwuchses befindet, gibt es keine Veranlassung für sie, nachzudenken. Sie ist zu sehr damit beschäftigt, ihre Vorstellungen zu verteidigen und verrennt sich total.

Ich würde Dir sehr gerne etwas zurechtlegen, aber ich kenne Euch ja nicht und daher ist das eher schwierig. Ich hoffe, Du kannst nachvollziehen was ich meine. Ich tausch mich aber gerne noch aus wenn Du magst und drücke Däumchen - LG

Antwort
von Gwennydoline, 217

Ein erwachsenes Kind, dass bereits Geld verdient und noch zuhause wohnt sollte sich definitiv an der Haushaltskasse beteiligen und Wohn-/bzw. Kostgeld bezahlen.

Ich persönlich halte 200-250 Euro für angemessen.

(achja: wenn es um die 65qm2 Wohnung geht ist auch mehr zu verlangen...schließlich ist es dann eine eigene Wohnung)


Kommentar von MondscheinStern ,

Richtig, als ich daheim war noch in den alter lief es genau so ab :) Und das gehört sich auch einfach so wie ich finde. 

Kommentar von Gwennydoline ,

Ja. entweder man zieht aus, wenn man sein eigenes Geld verdient, oder man bezahlt eine angemessene Miete und beteiligt sich im Haushalt (Meine Vermieterin wäscht mir schließlich auch nicht die Klamotten und kocht mir essen)

Kommentar von MondscheinStern ,

Also ich dürfte so nicht einmal mit meinen Eltern reden, was ich auch nie machen würde. Wenn man daheim wohnt und Arbeiten geht, dann muss man Miete mit bezahlen. Sehe ich so. 

Kommentar von Gwennydoline ,

Absolut richtig...

Mir persönlich ist es total unangenehm, wenn mir meine Eltern etwas bezahlen wollen (bin 22 und studiere - hab daher nicht so viel Geld).
Sie wollten mir den diesjährigen Urlaub bezahlen aber ich habe dankend abgelehnt.
Ich kann nicht verstehen, wie man, wenn man erwachsen ist, sich noch so von seinen Eltern abhängig machen lassen kann.
Man will doch wie ein Erwachsener behandelt werden - also verhält man sich auch so!

Antwort
von MondscheinStern, 246

Also meine Eltern hätten mich rausgeschmissen, sie ist 20 Jahre alt. Wenn sie nichts für ihre neue Wohnung tut und macht würde ich ihr schnellsten eine 1 Zimmer Wohnung suchen und da soll sie dann erst einmal selber alleine leben. Ich würde kein Handschlag mehr für sie tun, denn sie Arbeitet ja nun selbstständig. Sie soll ihren Arsch hochbekommen und sich Freunde suchen, die ihre Wohnung selber Tapezieren. Wenn man so einen großen Mund hat soll sie euch mal beweisen das sie das alles selber kann. Sowas geht ja mal gar nicht. 

Antwort
von Artus01, 85

Es ist ganz leicht, auch wenns schwer fällt.

Stellt die Arbeiten in der Wohnung umgehend ein und erklärt dem Töchterlein daß sie mit Beginn ihrer Tätigkeit auszuziehen hat!

Mit dem was sie verdient kann sie sich selbst versorgen, ihr seit nicht mehr unterhaltspflichtig und sie gewöhnt sich an die Preise.

Antwort
von neununddrei, 134

Klares ja! Musste ich sogar schon in der Ausbildung. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein.
Aber ich kann deine Gewissensfrage verstehen ;0)

Antwort
von safur, 57

Klingt ziemlich derb. Hat die noch nie im Leben gearbeitet und sich selbst einen Wunsch erfüllen müssen? Ich glaube nämlich genau das fehlt hier. Ich weiß auch nicht, weshalb die alles so als selbstverständlich ansieht. Ergo: Sie musste wohl nie etwas leisten :-)

Ich würde den Umbau sofort stoppen. Ich würde da überhaupt nicht weiter machen. Sie soll erstmal ein Jahr arbeiten gehen, muss sich gewisse Dinge selbst finanzieren und dann sehen wir weiter. Mit dem Auto so ähnlich. Es ist beinahe schon eine Frechheit ein Auto zu erwarten, klar die meisten Eltern wollen helfen! Wenn ihr dieses Auto nicht passt, dann bekommt sie es eben keines. Sei doch nicht so dumm! Spiel doch mal das gleiche Trotzkind-Niveau *grins und strahl ..*

Ich möchte nicht unhöflich wirken, aber wie soll die Prinzessin mal aufwachen? Die macht sich doch noch lustig über euch. Du merkst es doch schon an der Reaktion, NULL Wertschätzung.

Nun wie bereits angedeutet versteht sie Euch wohl nicht, weil ihr ihr immer alles abgenommen habt. Selbst jetzt in diesem Moment gebt ihr soviel Hand, anstatt dem kleinen Finger. Sie weiß glaube ich garnicht wie das ist Geld zu verdienen, zu sparen, .. (nie gelernt?)

Antwort
von MaraleinBenny, 237

Also grundsätzlich finde ich es nicht abwegig, einen kleinen Beitrag an Miete monatlich zu verlangen. Natürlich angepasst an ihr Gehalt. Auf Sonderwünsche o.ä. würde ich nicht eingehen. Wenn sie etwas möchte, soll sie helfen. Wenn sie einen teuren Fernseher will, soll sie sich den ansparen. Euer Geld müsste ihr euch doch auch verdienen. Ich finde es ganz wichtig zu lernen, mit Geld umzugehen. Leider lernen das viel zu wenig und dann tappen viele in die Schuldenfalle. 

- kleiner Mietbeitrag oder eigene Wohnung suchen lassen, wenns zuhause soo schlecht ist

- Sonderwünsche selbst finanzieren lassen

- entweder sie ist mit dem Auto einverstanden oder sie hat Pech. Kann sich doch auch gern ein Auto selbst ansparen. Ich wäre froh, hätten mir meine Eltern damals was dazugezählt zum Führerschein oder Auto. Muss mir auch alles selbst ansparen und finde das auch gut so! Immer nur feiern gehn is nich...

Antwort
von Akainuu, 70

Also ich persönlich hätte überhaupt keinen Bock auf das Theater.

Ich kann deine Tochter genau so gut wie dich verstehen, ihr beide habt da nicht ganz Unrecht.

Ich persönlich rate dazu, dass sie in dem Fall einfach auszieht und sich unabhängig von euch eine Wohnung sucht.

Mir persönlich wäre es damals auch komisch vorgekommen, wenn ich meinen Eltern plötzlich Geld dafür bezahlen müsste, dass ich bei ihnen wohnen darf. Klar, wenn sie irgendwie knapp bei Kasse wären, würde ich ihnen sogar den gesamten Monatsgehalt geben, wenn es sein muss, aber so...Hätten sie auch nie verlangt. Du sagst aber, dass ihr ihr eine Wohnung einrichtet, inwiefern war diese vorher denn nicht genutzt? Keine Ahnung, ist eine Frage der Erziehung: Meine Eltern hätten für sowas kein Geld verlangt, ich war aber auch nie einer, der solche Dinge in Anspruch genommen hat.

Generell vertrete ich die Ansicht, dass man sich ab einem gewissen Alter vom Elternhaus trennen sollte. Es kommt irgendwann einfach zu Meinungsverschiedenheiten, sie ist auch kein kleines Kind mehr und sollte selbstständiger werden. Alles von den Eltern zu verlangen, ist nicht richtig: Zumal sie mit 1300 Euro ganz okay verdient, zumindest für ihr Alter. 

Jedoch muss ich zugeben, dass ich 500 Euro schon für ziemlich viel halte. Ich würde es ja verstehen, wenn sie irgendeine Mieterin wäre, aber das ist eure Tochter: Und da kommt es doch nicht auf den Marktwert des Hauses an oder die Region. Letztendlich zieht ihr einen Gewinn aus der Situation, ihr renoviert den Bereich, sie zahlt Miete und wenn sie auszieht, könnt ihr es direkt weitervermieten. Andernfalls habt ihr halt immer noch eine ungenutzte Fläche. Die Aufwendungen würden sich zumindest innerhalb der nächsten Jahre ausgleichen, rentabel ist es allemal. 

Ich würde höchstens deshalb Geld verlangen, um dem Kind mal zu zeigen, dass im Leben nichts kostenlos ist, wenn Hotel-Mama endet, aber 500 Euro ist für so einen jungen Menschen schon viel. Zumal sie vorher auf Lau bei euch gelebt hat, nichts tun musste und jeden Tag ein warmes Essen hatte. 

Mein Ratschlag: Mietpreis senken und sich in der Mitte treffen, was die Anforderungen angeht. 

Kommentar von Lavendelzweig ,

Genau das trifft den Punkt.

Leider ist es so, dass der Umbau sehr aufwändig, anstrengend und teuer ist  (Uraltbau, mehr als 250 Jahre alt, Denkmalschutz usw....) Mit ein bisschen Farbe an die Wand und neue Teppichböden ist es leider nicht getan. (wir kalkulieren mit mindestens 30.000 Euro bei sehr viel Eigenleistung) und wir durch ihre Miete niemals einen Gewinn werden erzielen können. Darum geht es uns auch gar nicht.

Mit Diplomatie, Anpacken wollen, Freundlichkeit, Freude, Respekt und ein kleines bisschen Demut, dass es einem womöglich besser geht als so manch anderem kann man viel erreichen bei Eltern, die ihre Kinder unterstützen wollen. Das wäre uns Dankbarkeit genug und über den Preis kann man reden.  

Antwort
von EmmaLyne, 11

Hilft nur eines: Sie muss ausziehen. In dem Alter glaubt man den Eltern nicht viel, dann eben die Schule des Lebens.

Das wird sich gegenseitig hochgeschaukelt haben. Gerade in einem solchen Umbruch tun sich manche Eltern schwer, das Kind nicht mehr als Kind zu behandeln. Und das Aufzählen von Forderungen um die "Gestaltung" der Freizeit ist da eher kontraproduktiv: z.B. hilf mehr mit, faulenze nicht so, komm früher nach Hause, schlaf nicht so lange, triff dich weniger mit Freunden und arbeite mit und das bekannte "wenn du deine Füße unter meinen Tisch stellst, tust du, was ICH sage", was ich da rauslese. Das erzeugt Widerstand.

Sie ist mit der Schule fertig und beginnt nun, erwachsen zu werden. Das heißt, sie muss und will auch eigene Erfahrungen machen. Du scheinst sie sehr zu behüten, bisher hatte sie alles im Hotel Mama. Da kann es ihrer Meinung auch so weiter gehen. Andere Eltern fordern weniger, keine Miete - und den Unterschied sieht sie. Der Gedankengang "Meine Eltern haben so viel Geld, wollen aber Miete und meine Arbeitskraft - andere Eltern verdienen weniger und verlangen das nicht" liegt auf der Hand. Sie wird erst erwachsen (das Alter ist eine Sache, die geistige Reife eine andere), die kennt es noch nicht so, dass man als Erwachsener Verantwortung und Rechte als auch Pflichten hat sowie Prioritäten setzen muss. Ihre bisherige Weltordnung steht damit am Kopf und durch ihr ungebührliches Verhalten (zurück zur Trotzphase) versucht sie die ihr bekannte Weltordnung wieder herzustellen. Rechte wie Erwachsene und Pflichten wie Kinder gibt es nicht. Das Leistungsprinzip ist ihr aber noch weitgehend fremd. Das gilt nicht nur in Schulen und Arbeitsstelle, sondern überhaupt, auch z.B. in Beziehungen und Lebensunterhalt.

Kleine Anmerkung: Die Zeit zwischen Schule und Arbeitsbeginn ist wahrscheinlich die einzige Zeit bis zur Rente, die so lange andauert, in der man frei hat und auch ist. Wenn man Arbeitslosigkeit, plötzlich Millionär o.ä. außer Acht lässt.

Das sollte jetzt kein Plädoyer sein, dass deine Tochter richtig handelt und ihr Eltern alles falsch macht und "die bösen" seid. Ich wollte etwas Verständnis für die neue Situation deiner Tochter wecken, vielleicht erklärt das ihr Verhalten (da ist man als Gegenüber meist versöhnlicher und kann besser in Eskalationssituationen reagieren). Ich denke, dass euere Tochter die ist, die am wenigsten gerade mit ihrem Leben zurecht kommt und ihr deswegen auch kein vernünftiges Gespräch mehr zusammen bekommt.

Lg
EmmaLyne

Antwort
von Sanxra, 203

Seit ich 14 bin, bin ich komplett selbstständig, ab 16 habe ich mir dann eine eigene Wohnung gesucht. Habe die Schule durchgezogen und bin jetzt mit meinen 19 Jahren studieren und nebenher jobben. Ich könnte mir einen solchen Ponyhof niemals vorstellen. Wie soll das denn aussehen, wenn das Kind einmal erwachsen ist? Als Eltern ist es ihre Pflicht, ihrer Tochter Selbstständigkeit beizubringen, auch jetzt noch: Selbst wenn das nun schroff klingen sollte, etwas Arbeit schadet nie, ich bin daran nur gewachsen, statt ihrer Tochter eben jeden Wunsch zu erfüllen, sollten sie vielleicht erstmal gar nichts machen, damit das Mädchen einmal selbst anpackt. Machen sie ihr klar, dass sie irgendwann einmal auf eigenen Beinen stehen muss und sie das ganze als eine Art "Übung" dafür sehen sollte, da sie noch eine Absicherung (in dem Fall ihre Familie) hat.

LG, Hertha

Kommentar von Lavendelzweig ,

Ich bin auch mit etwa 15 ausgezogen, eine Lehre begonnen und davon mein Mini-Zimmer bezahlt. Nebenbei gearbeitet damit ich ausgehen konnte....

Ich verstehe das Verhalten meiner Tochter nicht.

Kommentar von ichfragemich16 ,

Ging mir ähnlich.Abi/Studium/immer eigene Wohnung/ immer Jobs und kein Bafög und keinen Cent von den Eltern!

Resultat: früh selbstständig und ein erfüllender Beruf und 

was ich nicht hatte, gebe ich meinem Kind.

Und darin kann auch einmal die Gefahr liegen, es zu sehr zu verwöhnen.

Kommentar von bwhoch2 ,

Ich kann das Verhalten sehr gut verstehen. Diese Generation (zumindest ein großer Teil davon) hat gelernt, dass sie immer alles bekommen können und auch müssen.

Ich verstehe das Verhalten insofern, dass sie einfach immer wieder austestet, was noch geht und das äußerste für sich raus holt. Sie ist sehr geschäftstüchtig, wil sie nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht ist und bevor sie für irgend jemand was macht, speziell für Eltern/Familie, probiert sie aus, ob sie nicht doch irgendwie drum herum kommt und das hat meistens bisher ganz gut geklappt und klappt offenbar immer noch.

Kommentar von Sanxra ,

Ich bin kein Psychologe, aber kann es sein, dass ihre Tochter viel zu viel geschenkt bekommen hat, als sie ein Kind war? Vielleicht erachtet sie ihre Nettigkeiten als selbstverständlich, machen sie ihr klar, dass dem nicht so ist, dass das Leben selbst nicht aus Zuvorkommen besteht und man eben für alles eine Gegenleistung erwartet.

Kommentar von Sanxra ,

Geschäftstüchtig? Kunden und Mitarbeiter sind nicht so wie Eltern, sie scheint kein Gefühl für Geld zu besitzen, für mich ist ein solches Verhalten höchst naiv und kindisch, keineswegs das eines Chefs einer großen Firma. Allein schon; "Ich zahl das schon wieder zurück" ist das größte Gegenargument für ihre angebliche geschäftstüchtigkeit.

Kommentar von TrudiMeier ,

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Töchti das vorgestreckte Geld niemals zurückzahlen wird. Anfangs wird vielleicht noch ein kleiner Beitrag fließen. Aber dann kommt der unschuldige Augenaufschlag, man wäre diesen Monat etwas knapp bei Kasse und man würde dann nächsten Monat eben mehr zahlen ...was man dann natürlich "vergisst". Hat Töchti erst mal die Dinge in der Hand.........was wollen die Eltern denn machen? Auto wegnehmen? Flatscreen wegnehmen? Wohnung leerräumen? Das bringen die nicht übers Herz.  Die ganze Sache ist schon gut durchdacht - und Töchti hat die Eltern gut in der Hand. Wird Zeit dass sich das ändert.

Kommentar von Lavendelzweig ,

genau das denke ich auch.

Das macht mich ja so zornig, weil ich genau weiß wie das läuft. Papa hat`s ja, sie hat`s nicht....

Ich glaube auch, dass die vorher ernst gemeinten Rückzahlungen im Sande verlaufen. Deshalb wollen wir klare Linien .

Antwort
von Pfauenlilie, 84

Ich würde sie, wenn sie meine Tochter wär, rausschmeißen. Es ist wirklich hart wie viele Anforderungen sie stellt ohne etwas dafür zurück geben zu wollen.

Ich denke das wäre der einzige effiziente weg ihr zu zeigen, wie das mit dem Geld so läuft im "richtigen Leben". Wenn sie es überhaupt nicht gebacken kriegt und Einsicht zeigt, kann sie natürlich gern wieder einziehen. Vielleicht öffnet ihr das die Augen.

Antwort
von Menuett, 67

Meine Mittlere hat auch solche Anfälle. Das würde ich mir nicht als Erziehungsfehler ankreiden, meine kannte sehr wohl Grenzen.

Manchmal muß man sie halt noch mal kennenlernen, die Grenze der Eltern.

Ich habe ihr dann sehr konsequent und freundlich die Tür gewiesen.

Sie hat keine 2 Wochen geschmollt.

Manchmal muß man so einen Vogel aus dem Netz schubsen. Keine Angst, die können fliegen.

Kommentar von Lavendelzweig ,

Da bin ich froh dass du das so siehst.

Ich bin mir auch nicht so richtig bewusst, was ich falsch gemacht haben könnte. Sicherlich ging und geht es meinen Kindern besser als mir selbst. Das ist auch der heutigen Zeit zuzuschreiben und dass wir finanziell besser gestellt sind als meine Eltern damals.

Trotzdem musste sie auf vieles verzichten, was für ihre Freundinnen selbstverständlich war. Sie hat leider einen sehr verwöhnten Freundeskreis. Das färbt womöglich auch ab.

Aber, ich möchte betonen, sie hat auch ihre guten Seiten!!!! :))

Kommentar von TrudiMeier ,

Manchmal muß man so einen Vogel aus dem Netz schubsen. Keine Angst, die können fliegen.

Hast du schön gesagt.  Natürlich können sie fliegen, nur manchmal können Eltern das nicht so ganz glauben. Obwohl sie es eigentich selbst wissen.  Kinder bleiben halt immer Kinder und Eltern werden sich immer Sorgen um sie machen, egal ob sie 3 , 13 oder 30 sind. Und so ist das "aus dem Nest schubsen" manchmal ein schwieriges Unterfangen - besonders, wenn der Nachwuchs Pattex am Hintern hat.

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