Frage von LeonLional, 131

Kann ich Physik studieren, auch wenn ich keine Erfahrungen in diesem Bereich habe?

Ich habe auf der Realschule eine 2+ in Physik gehabt, weiß aber nicht mal, wie ein Atomkern aufgebaut ist. Mein Zwilling hatte in Physik-LK 15 Punkte. Lohnt es sich, noch mit 21 anzufangen, sich extrem mit Physik zu beschäftigen und dies zu studieren?

Antwort
von Bezibaer7, 51

Ich bin zufällig Physikstudent im 2. Semester ;)
Also ich kann dir gerne mal ein Skript schicken, damit du weißt, wie des da so läuft. 

Grundsätzlich erstmal: Physik ist eins der schwersten Studienfächer, die es gibt. Im ersten und zweiten Semester sind die Abbrecherquoten bei ca. 50% (wenn nicht sogar mal drüber). Mit genug Lernen und einem guten Draht zur Mathematik ist es allerdings machbar.

Der Umstieg von Schule zu Uni ist allerdings ziemlich extrem und hart...

Übrigens: Sowas wie Atomkerne kommen erst im 3. Semester ;)

Expertenantwort
von TomRichter, Community-Experte für Physik, 33

Du solltest vielleicht erst mal das Abitur nachholen - mit Realschulabschluss fehlen wichtige Grundlagen in Physik, Mathe und Chemie.

Dabei siehst Du dann schnell, ob Dir Physik auf etwas höherem Niveau immer noch liegt. Oder ob Du, was ich mir gut vorstellen kann, dann nach dem Abi sagst "Endlich vorbei - nie wieder Physik!" ;-)

Antwort
von capi89, 74

Hattest Du Physik in der Oberstufe?

Kommentar von LeonLional ,

Nein!

Kommentar von capi89 ,

Versuchs doch einfach?! Wenn Du nach einem oder zwei Semestern merkst, dass das nichts für Dich ist, kannst Du immer noch wechseln und keiner wird Dir dafür den Kopf abreißen. Wenn Du wirklich interessiert bist, solltest Du das auf jeden Fall mal ausprobieren. Eine gewisse Begabung in naturwissenschaftlich-mathematischem Denken solltest Du schon mitbringen, ob die aber vorliegt, kannst Du eigentlich nur rausfinden, wenn Dus probierst. Schulnoten sagen da recht wenig...

Antwort
von BTyker99, 43

Grundsätzlich denke ich, dass das durchaus möglich ist. Aber es macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn dich das Thema wirklich interessiert. Ich kenne viele, die irgendwas studieren, weil sie einfach keine andere Idee hatten, was sie machen könnten. Nach dem Master/Doktor oder was auch immer, macht man dann doch beruflich etwas ganz anderes, wie Regale einräumen, oder geht in die Werbung (kein Witz)...

Noch grundsätzlicher denke ich, dass der Physikunterricht in der Schule garnichts mit einem Physik-Studium oder dem Leben als Wissenschaftler zu tun hat (ausser man will Physik als Lehramt studieren). Viel wichtiger ist das Interesse!

Beispielsweise kenne ich Leute, die in der beneidenswerten Situation waren, und schon im Alter von schätzungsweise 12-15 Jahren sich in ein Hobby reingekniet haben, es dann als Studienfach belegt haben und in dem Beruf glücklich geworden sind. Wenn man nur wegen einer guten Note die Entscheidung trifft, wird das alleine nichts bringen. Ich weiß ja aus Erfahrung, wie Schul-Noten vergeben werden ;-)

Kommentar von LeonLional ,

Das stimmt, Schulnoten sind höchst subjektiv und rühren daher, wie die Lehrer einen gemocht haben..

Antwort
von Neutralis, 64

Es lohnt sich immer, sich mit Physik zu beschäftigen. Darf ich fragen, wieso sie sich denn damit beschäftigen wollen ? 

Kommentar von LeonLional ,

Weil man damit gut Geld verdienen kann.

Nein Spaß :D

Ich liebe die Relativitätstheorie, die Stringtheorie und würde diese gerne um ein paar Punkte erweitern, weil ich die jetzige für nicht ausreichend halte. 

Aber ich weiß nicht mal, wir ein Atom aufgebaut ist, würde es aber gerne lernen.

Kommentar von Neutralis ,

Nehmen sie es mir nicht übel, aber wenn sie nicht wissen wie ein Atom aufgebaut ist, dann werden sie die Relativitätstheorie nicht erweitern können, zumindest nicht korrekt, das dies auch zusammenhängt. ;)
ABER das heißt nicht, dass sie das nicht eines Tages machen können, also ja ein Physik Studium lohnt sich auf jeden Fall. 

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