Frage von PorscheFreak, 52

Kann ich nach Verkauf eines privat Fahrzeuges für Schäden verurteilt werden?

Hallo, habe eine motor cross verkauft. Sie war defekt und ich habe den Käufer gesagt es ist wahrscheinlich das Steuergerät. Jetzt ist die Zündung kaputt und er meint ich sollte die kosten übernehmen? Er hat einen Kaufvertrag unterschrieben in dem steht dass Rücknahme Gewährleistung und Garantie ausgeschlossen ist und dass es gekauft wie gesehen wurde. Der Käufer war 17. Kann er mich belangen?

Antwort
von Bluepurple, 25

Theoretisch kann er/sie sogar den Kaufvertrag für ungültig erklären, da er/sie mit 17 nicht voll geschäftsfähig ist. Ansonsten sind Rücknahme etc. m.W. nicht einfach so auszuschließen - da du den Käufer vorher über Mängel informeirt hast (hoffe dass das festgehalten ist, Mängelliste o.Ä.) sollte das aber kein Grund sein.

Antwort
von martinzuhause, 35

rechtlich belangen kann er dich nicht wenn du den mangel nicht arglistig verschwiegen hast.

allerdings hätte er das motorrad mit 17 nicht kaufen dürfen.

stimmen seine eltern da im nachhinein nicht zu musst du ihm das geld zurückgeben und bekommst das motorrad wieder

Antwort
von AntwortMarkus, 22

Gekauft wie gesehen schützt nicht vor Sachmängelhaftung. Man muss in den Vertrag den Defekt, bzw die Symptome  anzeigen.  "Fahrzeug wird defekt verkauft, springt nicht an".

Alles andere ist das verschleiern  von arglistig verschwiegenen  Mängeln.  Dafür kann man haftbar gemacht  werden. 

Verwenden Privatleute eine sogenannte Besichtklausel (z.B. "gekauft wie gesehen und wie Probefahrt"), ist die Gewährleistung normalerweise nur für solche Mängel ausgeschlossen, die der Käufer bei einer zumutbaren Untersuchung erkennen kann.

Kommentar von Bluepurple ,

Wenn man die Mängel mitteilt und festhält, kann hinterher auch kein Käufer sagen, er wissen nicht davon.

Antwort
von FlorentinF, 23

Wenn die Reperatur des schadens größer ist als der Käufer angenommen hat, weil es ihm falsch vermittelt wurde hadelt es sich um eine Vertragsbruch, da flasche Angaben gemacht wurden.

Kommentar von martinzuhause ,

"es ist wahrscheinlich das Steuergerät."

da wurden keine falschen angaben gemacht

Kommentar von AntwortMarkus ,

Es wUrnen falsche Angaben gemacht.  Und im Vertrag sind die Schäden nicht einmal aufgeführt. 

Antwort
von FGO65, 29

Mit 17 ist er noch nicht voll geschäftsfähig, daher müsste der Kaufvertrag rückabgewickelt werden.

Kommentar von FlorentinF ,

Nein, wenn das Motocross keinen bestimmten Betrag übersteigt, darf man es auch mit 17 Kaufen.

Kommentar von martinzuhause ,

die maschine war sicher teurer als 50 oder 100euro. da muessen die eltern schon zustimmen

Kommentar von AnonYmus19941 ,

Das hat mit dem Preis nichts zu tun. Wenn er es von dem Geld, was er zu seiner freien Verfügung hatte, bezahlen konnte, ist der Vertrag rechtskräftig.

Kommentar von Bluepurple ,

Da du wohl vom sogenannten Taschengeldparagraphen redest: Ich wette das Gerät war teurer.

Kommentar von AnonYmus19941 ,

Das hat mit dem Preis nichts zu tun. Wenn er es von dem Geld, was er zu seiner freien Verfügung hatte, bezahlen konnte, ist der Vertrag
rechtskräftig.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Ja  der Betrag des wöchentlichen Taschengeldes des Jugendlichen.  So bald er Geld anstarren mußte dafür aus seinem Taschengeld  oder ähnliches,  ist der Vertrag nicht  zustande gekommen. 

 Er ist schwebend unwirksam.  Stichwort Taschengeldparagraph. 

Kommentar von AnonYmus19941 ,

Das ist falsch. Ein Minderjähriger darf mit mit dem Geld, was er zu seiner freien Verfügung bekommen hat, alles machen. Es gibt hier weder eine Obergrenze noch darf er nicht gespart haben.

Antwort
von Hellper, 28

Nein, Schäden müssen vor verkauf aufgeschrieben werden, sonst könnte ja der Käufer einfach auf Schäden klagen die er selbst verursacht hat.

Aber Minderjährigen Schrott andrehen ist trotzdem echt beschissen von dir, geht doch nicht auf einmal 2 Dinge nach Verkauf kaputt :/

Kommentar von derfiesefriese ,

Alter, chill mal...wenn überhaupt, ging EINE Sache nach dem Verkauf kaputt (falls das Steuergerät tatsächlich vorher kaputt war, was es laut Verkäufer ja "wahrscheinlich" war, dann käme jetzt noch die Zündung DAZU, als neuer Fehler)

Kommentar von AntwortMarkus ,

Alter, das sind arglistig  verschwiegene Mängel. Außerdem ist der Kaufvertrag  schwebend unwirksam,  laut Taschengeld Paragraph. Es sei denn,  das Gefährt  War nicht teurer als der Junge mit einmal Taschengeld bekommt. 

Kommentar von Bluepurple ,

Arglistig verschwiegene Mängel sind das nicht. Arglist verschwiegen wäre, wenn der VK gesagt hätte "Alles in Ordnung". So hat er aber gesagt, dass es Mängel gibt und er annehme dass es an xxx liegt.

Hierdurch sollte dem Käufer klar sein, dass es weitere Mängel geben kann und der Verkäufer nicht die entsprechende Expertise besitzt, eine fundierte Aussage zu machen. Der richtige Schritt wäre hier, das Produkt nicht zu kaufen oder einen Sachverständigen hinzuzuziehen.

Dem VK hier eine arglistige Täuschung zu unterstellen geht zu weit.

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