Frage von xtoschix, 45

Kann ich nach mehreren Jahren noch Einspruch einlegen gegen einen Steuerbescheid?

Hallo, nach dem diesjährigen Steuerbescheid, habe ich festgestellt das das Finanzamt meine steuerfreien Schichtzulagen falsch berechnet hat. Als ich beim Finanzamt war, wurde mir nur gesagt das sie dies schon seit Jahren so machen und warum ich jetzt auf einmal was dagegen habe.

Allerdings bin ich Grenzgänger, daher Steuererklärungspflichtig und habe erst dieses Jahr mal nach einem Rechnungsweg gefragt. Deswegen habe ich auch jetzt erst festgestellt das sie mich seit Jahren auf die Gleiche art und weise über den Kopf hauen. Da es bei mir keine Kleinen Beträge sind sondern teil 2000- 3000 € ausmacht, würde ich gerne wissen ob ich für die Steuerbescheide von 2013+2014 noch einspruch einlegen kann.

die Falsche Rechung vom Finanzamt lag daran das sie mir in einem Jahr in dem ich 208 Tage arbeitete, (3 Schichtbetrieb) nur 22 Tage nachtdienst angerechnet haben obwohl ich in dem 72 gemacht habe. das gleiche mit den restlichen diensten. Laut finanzamt soll ich in dem Ganzen Jahr nur insgesamt 50 Tage gearbeitet haben! (100% anstellung) Danke im Vorraus xtoschix

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 31

Die Einspruchsfrist ist ein Monat. Dann ist "Game Over."

WAs Du eventuell meinst sind spezielle Änderungsvorschriften der Abgabenordnung, die sich z. B. auf offenbare Unrichtigkeit beziehen. Das hat aber nichts mit Einspruch zu tun.

Antwort
von AntwortMarkus, 33

Einen Monat nach Bekanntgabe hat der Empfänger Zeit, um Einspruch einzulegen

Kommentar von xtoschix ,

Danke für die schnelle antwort, 

ich hab auf einer Internetseite nur  diesen Paragraph gefunden, bin mir nur nicht sicher ob der bei mir angewandt werden kann oder nicht...

http://www.akademie.de/wissen/einspruch-beim-finanzamt

Nachträgliche Berichtigungen

Das Finanzamt darf die eingangs erwähnten Schreib-, Rechen- und Übertragungsfehler und ähnliche "offenbare Unrichtigkeiten" gemäß § 129 AO "jederzeit berichtigen". Das gilt auch dann, wenn die normale Einspruchsfrist längst abgelaufen ist! Umgekehrt haben Sie in diesen Fällen aber ebenfalls Anspruch auf eine nachträgliche Berichtigung!

Die Formulierung "jederzeit" findet ihre Grenze für beide Seiten (!) am Ende der"Festsetzungsfrist" (lt. § 169 AO). Im Fall der Einkommensteuer beträgt diese Frist vier Jahre nach Festsetzung der Steuer. Bei leichtfertigen Steuerverkürzungen verlängert sie sich auf fünf Jahre, bei Steuerhinterziehungen auf zehn Jahre.

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Kommentar von Omikron6 ,

Bei dir liegt keine "offenbare Unrichtigkeit" wie z.B,. ein Schreib-, Rechen- oder Übertragungsfehler vor. Vielmehr liegt das Problem hier in  der steuerrechtlichen Würdigung eines Sachverhalts.

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