Kann ich mit Weizenkleie Vollkornmehl (und -nudeln) "simulieren", bzw. Vollkornreis?
Leider gibt es immer noch Leute die keine Vollkornnudeln mögen. Kann ich mit etwas Weizenkleie in der Sauce die gleichen ernährungsphysiologischen Effekte erzielen?
Wenn ich kein Vollkornmehl zu Hand habe: Kann ich Weissmehl mit gemahlener (Spice-Grinder = zweckentfremdete Kaffeemühle) Weizenkleie "aufwerten" ?
Wieviel Weizenkleie muss ich jeweils nehmen?
Gibt es "Reiskleie", um ggf. Risotto aufzuwerten? Geht hier auch Weizenkleie?
-
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Wenn ich Nudeln koche, nehme ich Penne und zwar 50% Vollkornnudeln und 50% herkömmliche weiße.
Das mildert den Geschmack und rundet ihn ab. Auch Nicht-Vollkorn-Fans essen das gerne, wenn eine schmackhafte Tomatensoße dabei ist mit viel Zwiebeln drin. Die Kochzeit ist gleich.
-
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Das geht natürlich. Kleie entspricht ja dem, was vom Mehl beim Mahlen übrig bleibt. Man kann sie auch, wenn die Mühle das technisch leistet, fein mahlen. Am wertvollsten dürfte Reiskleie sein. Ein Wundermittel ist Kleie aber nicht. Sie kann auch etwas ungesund sein (Schadstoffe, Phytin).
Kommentar von BaringoBaringo 03.02.2011An Schadstoffe hatte ich noch gar nicht gedacht...hmmm...ist nicht davon auszugehen, dass z.B. Bio-Weizenkleie weniger Schadstoffe enthält und man mit der Kombination Weissmehl-Biokleie in Punkto Schadstoffrückstände sogar besser fährt, als mit "normalem" Vollkornmehl?
Kommentar von jobuljobul 03.02.2011Ich habe nur bei Wiki davon gelesen. Klingt logisch, was dort steht. Ich würde Vollkornmehl bei Bedarf aus Körnern jeweils frisch mahlen (z.B. mit einer banalen Schlagmesser Kaffeemühle) und das Mehl zum Sossenbinden u.ä. Zwecken nehmen. Ein großer Vollkornfan bin ich nicht, aber ich habe viele Kaffeemühlen gehortet.
-
-
Antwort von Rittmeyer 27.09.20122 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Ich vermute, dass Sie die Aufwertung mit Kleie aus gesundheitlichen Gründen wünschen. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass alle verarbeiteten Nahrungsmittel, ob Kleie oder Mehle oder Backmischungen oder irgendwie industriell verarbeitete Produkte entwertet sind und zwar durch folgende Faktoren: 1. Diese Produkte sind immer nur teilwertig, weil darin nur Teile eines ursprünglich vollwertigen Lebensmittels verarbeitet worden sind. 2. Jedes gemahlene Produkt ist in den vielen kleinen Einzelteilen von Luftsauerstoff umgeben, der die Vitalstoffe oxidiert. Diesen Prozess kann man am geriebenen Apfel sehen, denn der Luftsauerstoff oxidiert den Apfel braun. 3. Während der Lagerdauer schreitet der Oxidierungsprozess intensiv fort, auch wenn das Nahrungsmittel verpackt ist. Also geben Sie kein Geld mehr für Nahrungsmittel aus, die kaum noch einen inneren Wert für Ihren nach Vitalstoffen hungernden Organismus besitzen.
Wenn Sie also ihre Familie gesund ernähren wollen, kommen Sie nicht darum herum, ausschließlich ursprüngliche, das heißt naturbelassene Lebensmittel zu kaufen, z. B. Speise-Getreide, das ja noch alle Vitalkraft hat, weil es keimfähig ist. Das können Sie dann je nach Belieben kurz vor der Speisenzubereitung, aber niemals auf Vorrat, mahlen. Allein schon den geschmacklichen Unterschied können Sie beim Vergleich von gekauften und gelagerten Haferflocken und andererseits kurz vor dem Verzehr selbst hergestellten Haferflocken feststellen. Letztere geben einen viel besseren Genuss. Wirtschaften Sie so, dann können Sie pro Kopf Ihrer Familie 50 bis 100 €uro im Monat sparen und erhalten Ihre Familie gesund und fit. Der anfänglich oft gescheute Zeit-Aufwand gegenüber Fertignahrungsmitteln ist bei einiger Übung minimal.
-
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Kleie ist nur Ballaststoff und ersetzt den gehaltvollen Korn nicht. Mit Kleie kann man nichts aufpeppen.
Kommentar von BaringoBaringo 04.02.2011Was genau fehlt denn da?
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Aber natürlich kann man die Kleie mahlen und auch mit Mehl mischen. Das geht auch Reiskleie, diese ist eh gesunder und nahrhafter.
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/proteinpulver-reisprotein-ia.html
Am besten ist es wenn man alles mal ausprobiert.
Kommentar von BaringoBaringo 04.02.2011Danke fyr den Link, ich war mir bis eben noch nicht mal sicher, ob es Reiskleie yberhaupt gibt. Ich stehe auf Risotto, nur dass der Arborioreis immer nur weiss ist, hat mich oft gestört.
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Du kannst mit Kleie nicht-Vollkorngerichte aufwerten. Das mache ich auch manchmal. Die Menge richtet sich nach Gefühl. Du kannst auch andere Kleiesorten verwenden, z.B. Haferkleie. Im Allgemeinen erziehlst du damit schon ähnliche Effekte wie bei den Vollkornvarianten.
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
nimm sägespäne enthalten mehr ballaststoffe und hast länger was zum beißen,lach
Kommentar von BaringoBaringo 03.02.2011ja, lach
-
-
Ich weiss nicht, welche "ernährungsphysiologischen Effekte" Du meinst. Die Wissenschaft ändert ihre Ansichten sowieso alle paar Jahre.
Ich mag Vollkornnudeln sehr gerne. Früher musste ich diese Lust zügeln, weil es sie nur im Bioladen zum entsprechendne Preis gab.
Mittlerweile hat sie sogar Aldi und andere Discounter. Und sogar mehrere Sorten, Penne Rigate, Spaghetti usw.
Die Hälfte aller Nudeln in meinem Schrank ist Vollkorn.
-
wenn sie es nicht mögen liegt es wohl am Geschmack, warum willst du es manipulieren? Geschmack bleibt Geschmack...
Kommentar von BaringoBaringo 03.02.2011Genau. Und Essen ist nunmal einfach nur Lust am Geschmack, stimmt's?
Wenn man für die Darmflora jeden Tag etwas weißen Bio-ghurt isst, rutschen auch die
weißen Nudeln wieder und man nimmt die 50% Vollkornnudeln nur wegen der Vitalstoffe.
Das gleiche geht auch bei Reis, allerdings ist die Kochzeit verschieden. Der französische
Rundkornreis von Rapunzel hat sehr kleine Körner und braucht deshalb nicht ganz so lang.
Er schmeckt fein und kann nach dem Kochen mit gekochtem weißem Reis gemischt werden.
Bevor er gar ist, eine geschnittene Zwiebel rein, hinterher etwas Butter drauf.
Auch beim Kuchen backen empfiehlt es sich, halbe-halbe zu machen.
Das kommt dem Geschmack zugute, der Beschaffenheit des Teigs,
der Gesundheit, und die "Nicht-Vollkornis" mögen es auch gerne.
Wie alles im Leben ist auch das wirklich Geschmacksache. Z.B. liebe ich Vollkornbrot und gelegentlich auch Naturreis. Aber wenn ich ein feines Gebäck möchte, muss es eben "dieses feine weiße Mehl" sein und nicht "verschnitten". Außerdem wird Kuchenteig mit Vollkornanteil sehr leicht sehr krümelig und entspricht damit nicht mehr meinem Qualitätsanspruch an ein hochwertiges perfektes Gebäck. - Und wenn ich mich sonst gesund und abwechslungsreich ernähre, müssen die Nudeln auch nicht Vollkornnudeln sein.
Auch feines Gebäck kann man aufwerten. Ich nehme dazu 2/3 weißes Mehl und 1/3 Dinkelvollkornmehl. Das schadet der Teigbeschaffenheit nicht und hat sogar geschmackliche Vorteile. Generell brauchen Vollkornteige etwas mehr Flüssigkeit und eine längere Quellzeit vor dem backen.
Dinkelmehl gibt ein nussiges Aroma.
Es muss nur ganz fein gemalen sein.
WESENTLICHES zur obigen FRAGE:
Der ernährungsphysiologisch wertvollen Inhaltsstoffe sind im Keimling enthalten, der im ungeschälten Korn erhalten ist. Die Schale des Korns enthält Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Mit einer Zugabe von Kleie, die ja aus der Kornschale besteht, erhöht man nur den Ballaststoffanteil, aber nicht den Gehalt an wertvollen Vitalstoffen. Das volle Korn ist wegen seines intakten Keims unersetzbar. Weizen, Dinkel und Roggen müssen möglichst fein gemahlen werden, am besten frisch mit der eigenen Mühle, um sie bekömmlich zu machen. Vollkornreis ist immer bekömmlich.