Frage von BloomySoul, 89

Kann ich mit Selbstverletzungsnarben (am Unterarm) überhaupt noch Psychologien/Therapeutin oder sowas werden?

DAs Studium sollte ja kein Problem werden aber eben was ich danach machen will und ich habe momentan keinen großeren Wunsch als das... Aber ich kann mir nicht vorstellen dass ich mit selbstverletzungsnarben am unteram therapeutin oder so etwas werden kann, das wär ja unvorteilhaft für die patienten und sowas oder? Ich hab so angst dass ich mir miene zukunft verbaut habe >.<

Und bitte keine antworten wie "Ich würd mich nicht von jemanden mit nem Knacks therapieren lassen wollen" am besten wären natürlich antworten von psych. studenten bzw schon therapeuten oder so jemanden die sich wirklich damit auskennen...

DANKE!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dooooll, 45

Ich persönlich finde ja, dass man extrem merkt, ob man jemanden vor sich sitzen hat, der Ahnung von diversen psychischen Problemen/Krankheiten hat weil er selbst betroffen war/ist oder ob das Gegenüber "nur" durch das Studium oder was auch immer Bescheid weiß.
Sprich; ob sie aus eigenen Erfahrungen reden oder nicht. Und ICH PERSÖNLICH, kann natürlich nicht für andere sprechen, habe wesentlich mehr von Gesprächen/Therapie mit denen, die selbst Erfahrungen gemacht haben. Es ist einfach kaum möglich erwas wirklich nachvollziehen zu können, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Klar gibt es unendlich viele verschiedene psychische Erkrankungen aber viele gehen einfach ineinander über, haben ähnliche Symptome, Folgen und eventuell auch ähnliche Auslöser. Einfach einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt von einem psychisch erkranktem Menschen zu haben.

Die meisten Mitpatienten mit denen ich mich unterhalten haben, hatten ein Ähnliches Empfinden. Das soll nicht bedeuten, dass Therapeuten ohne eigene Erfahrungen nichts bringen, ich will damit einfach nur sagen, dass es viele Personen gibt die das nicht abschreckend finden würden. Eher im Gegenteil. Aber einen passenden Therapeuten zu finden ist ja sowieso immer so 'ne Sache, ist total unterschiedlich ob man miteinander kann oder nicht. Ist von Person zu Person unterschiedlich.

Es muss zwischenmenschlich einfach passen. Ich persönlich würdeb jedenfalls sagen, dass es für mich als Patient durch aus in Frage kommen würden von jemanden mit Narben therapiert zu werden.

Liebe Grüße,
gib deinen Traum nicht auf!

Kommentar von BloomySoul ,

O gott, danke danke danke für diese antwort! Ich bin grad voll erleichtert😥 heisst zwar nicht dass ich dass trzdm machen kann (rein beruflixj gesheb jetzt) aber es ist schon mal echt cool zu hören dass du und andre dass nicht stören würde :)

Ich hatte/habe halt nur eben bedenken weil es ja schon patienten dann geben wird die sich dadurch getriggert fühlen oder iwie sowas aber ja ich schätze das is sowieso unterschiedlich weil das stark von den zwischenmenschlichen beziehungen abhängt :) 

Danke jedenfalls echt nochmals für siese echt hilfreiche antwort hast mir echt erleichterung gebracht :) 

Antwort
von veronika324, 58

Ich sage es mal so, es kommt nicht gerade positiv rüber und für die Leute die du Therapieren würdest wäre es eher eine lächerlichkeit da du den Menschen ja helfen sollst und nicht zeigen sollst damit wie sie es am besten beweltigen, verstehst du. Also ich glaube schon das du dir ein teil so verbaut hast, abwarten.

Antwort
von Ysosy, 44

Auch diese Medaille hat 2 Seiten. Auf der einen Seite kann nur ein Mensch der das gleiche durchgemacht hat, sein Patienten wirklich verstehen und seine Probleme nach vollziehen. Auf der anderen Seite kann der Patient dann immer entgegnen „Sie haben das ja auch gemacht, warum sollte ich aufhören“.

Zu guter Letzt sollte man wissen das die Berufsgruppe der Psychiater die häufigsten Patienten der Psychiater sind.

Kommentar von BloomySoul ,

Ja genau das sind eben meine bedenkem und deshalb hab ich dann angst auch keinen job zu kriegen und so... aber danne für deine antwort :)

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