Frage von kepeti, 89

kann ich mit 63 jahren abschlagsfrei in rente wenn ich 45 jahre voll habe,unabhängig vom geburtsjahrgang?

bin jahrgang november1955 und habe ein behinderungsgrad von 100 prozent und habe im moment 534 monate rentenbeitragszeiten

Antwort
von petrapetra64, 29

Du hast quasi die Wahl zwischen der Rente für Behinderte oder der Rente für Langzeitbeschäftigte (45 Jahre), bei beiden Renten darfst du abschlagsfrei bis zu 2 Jahre früher gehen als dein persönliches Renteneintrittsalter ist. Da dies bei Jahrgang 1955 wohl 65 und 9 Monate ist (habe nicht nachgesehen, steht ja unten), bedeutet 2 Jahre früher eben mit 63 Jahren und 9 Monaten.

Der Slogan "mit 63 in Rente" bei Gesetzesänderung bezog sich auf die aktuellen Rentner, die eben noch mit 63 gehen konnten aufgrund ihres Geburtsjahres. 

Nunmehr steigt das Renteneintrittsalter aber jedes Jahr an und damit auch das Einstiegsalter bei der Rente mit 45 Versicherungsjahren. Richtig ist aber generell bis 24 Monate früher. 

Antwort
von wilees, 42

Betrachte einen möglichen Abschlag auch einmal in Verbindung mit den zu entrichtenden Steuern. So müssen bei einem Rentenbeginn 2016 72 % versteuert werden, 2017 74 % usw.

Vielleicht solltest Du Dir auch einmal ausrechnen lassen, was als volle Erwerbsminderungsrente zu erwarten wäre.

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Kommentar von DerHans ,

Wenn kein weiteres Einkommen vorhanden ist, wird bei den meisten heutigen Rentnern trotzdem keine Steuer fällig.

So üppig fallen die Renten eben gar nicht aus.

Antwort
von Konrad Huber, 20

Hallo kepeti,

Sie schreiben:

kann ich mit 63 jahren abschlagsfrei in rente wenn ich 45 jahre voll habe,unabhängig vom geburtsjahrgang?

bin jahrgang november1955 und habe ein behinderungsgrad von 100 prozent und habe im moment 534 monate rentenbeitragszeiten

Antwort:

Schwerbehinderung wird auf gar keinen Fall in Prozent, sondern ausschließlich in Grad der Behinderung ausgewiesen!

Schwerbehinderung hat auf die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente in der Regel keinen Einfluß!

2016 - 1955 = 61 Jahre alt!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publica...

Zunächst wäre einmal zu unterscheiden zwischen:

a)

der "Altersrente für Schwerbehinderte Menschen", 

Jahrgang 1955 kann mit 63 + 9 Monate ohne Abschläge und ab 60 + 9 Monate mit Abschlägen diese Rente in Anspruch nehmen!

Siehe hierzu die Tabelle unter obigem Link Seite 16!

b)

der "vollen Erwerbsminderungsrente",

hier muß glasklar an Hand der eigenen Krankenakte nachgewiesen werden, daß die Leistungsfähigkeit dauerhaft auf unter 3 Stunden, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist! 

Bei Inanspruchnahme vor dem 63-igsten Lebensjahr müßen lebenslange Abschläge von bis zu maximal 10,8 % in Kauf genommen werden!

c)

"Altersrente für besonders langjährig Versicherte!" (45 Versicherungsjahre)

Für jedes Geburts-Jahr nach dem Jahr 1952 müßen Sie zwei Monate Wartezeit in Kauf nehmen!

Laut DRV-Broschüre Tabelle Seite 11 wäre dann der abschlagfreie Rentenbeginn bei 63 + 6 Monate

Laut der DRV-Broschüre Seite 12 gilt:

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden –auch nicht mit Abschlägen.

Fazit:

Im Zweifelsfall immer von der zuständigen DRV-Rentenanstalt beraten lassen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von TheAllisons, 57

Musst du dich bei deiner Rentenversicherung erkundigen, die haben alle deine Daten, die können dir das sagen

Antwort
von Tamtamy, 46

Soweit ich weiß, könntest du mit 63 Jahren und 6 Monaten in Rente gehen, ohne Abschläge, da du ja zum einen "besonders langjährig" versichert bist und du darüber hinaus ja auch einen GdB von 100 hast (eine dieser beiden Voraussetzungen reicht schon für Abschlagsfreiheit).



Kommentar von kepeti ,

hallo tamtamy,

das mit den 100 prozent ist da so eine sache.das hat mit dem rentenantrag nix zu tun,ich müsste die erwerbsunfähigkeitsrente beantragen und die muss erst "genehmigt"werden,gar nicht so leicht möglich obwohl ich mehrere erkrankungen habe und ich mich halt so durchkämpfe."normale"rente wäre mit abzügen möglich,aber durch meine jahrzehntelange erkrankung habe ich nicht mehr soviel verdient und somit relativ wenig einbezahlt,sodass ich mir keine einbussen leisten kann

vg peter

Kommentar von Tamtamy ,

Okay. Der vorgeschlagene Weg zur Beratung durch die DRV ist dann der nächste Schritt! Guten Erfolg!

Kommentar von kepeti ,

danke; diess ist mir bekannt; aber in der vdk zeitung lies ich heute,dass es abschlagsfrei auch nach 63jahren und null monaten geht. dass wollte ich wissen.wohlgemerkt nach 45 jahren die ich bis zum 63er ja sicher voll habe.vg peter

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Rente, 50

Durch den Behinderungsgrad kannst du ohnehin 24 Monate früher in Rente gehen (abschlagsfrei)

Der reguläre Renteneintritt wäre bei dir `55 also 65 Jahre und 9 Monate.

Kommentar von kepeti ,

moin, das mit 63+9 weiss ich ja.aber ich lese heute morgen in der vdk zeitung,dass es auch mit 63+0 gehen soll,das ist doch die grosse lüge,die überall(auch von den politikern) verbreitet wird.

nebenbei werden bei arbeitslosigkeit,auch wenn unverschuldet, die letzten 2 jahre nicht mehr angerechnet,ausser der betrieb geht pleite!!!!

dieses gesetzt ist zu vorschnell gemacht, nur weil es in den grossbetrieben so gehandhabt wird,die kleineren betriebe müssen z.b.bei betriebsbedingten kündigungen entlassen,und du bist dann im nachteil

vg peter

Kommentar von DerHans ,

Wenn du "diverse Krankheiten" hast, kannst du dich ja auch arbeitsunfähig schreiben lassen und DANN den Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. 

Die Zeit des Bezugs von Krankengeld ist ebenfalls versicherungspflichtig, und es werden auch Beiträge geleistet.

Kommentar von petrapetra64 ,

und wenn man arbeitslos ist und diese Zeit nicht angerechnet wird, kann man nebenbei auch noch einen kleinen Minijob machen (z.b. Zeitung austragen) für ein paar Stunden und dann freiwillig die Rentenbeiträge vom Arbeitgeber zusätzlich abführen lassen. 

Dann zählt die Zeit trotzdem mit. 

Kommentar von Petriotic ,

dass es auch mit 63+0 gehen soll,das ist doch die grosse lüge,

Das stimmt nicht. Wer heute 63+0 ist, kann in Rente gehen, hat dann aber lebenslange Abschläge. Wenn Du die 45 Jahre fast (voll) hast und einen Grad der Behinderung in der Höhe, hast Du doch ganz andere (=bessere) Voraussetzungen. Dann kommt die abschlagsbehaftete Rentenart doch nicht in Frage.

Antwort
von webya, 21

wende dich an den VdK oder deutsche Rentenversicherung.

Antwort
von Griesuh, 25

Diese Frage wirst du bei deiner örtl. Rentenberatungsstelle beantwortet kommen.

Es spielen zu viele verschiedene Faktoren mit, so dass das hier nicht zu beantworten ist.

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