Frage von Sckrforpain, 38

Kann ich mit 17 zu meinem Zweitwohnsitz ,obwohl meine Eltern dagegen sind?

Hi, es gibt momentan nur noch stress bei mir Zuhause und ich würde echt gerne einfach hier raus. Durch meine Sommerferien die ich ja jetzt momentan habe bin ich bei meinen Eltern Zuhause . Da ich momentan Abi mache habe ich einen Zweitwohnsitz in einer anderen Stadt, also eine 1 Raum Wohnung. Jetzt eben zu meiner Frage, da ich ja noch 17 bin weiss ich das nicht genau aber kann ich jetzt dann auch ohne Einverständniss meiner Eltern zu meinem Zweitwohnsitz fahren? Sie wollen das nicht, warum auch immer, ich aber schon weil ich den ganzen Streitigkeiten aussem Weg gehen will. Danke schonmal im Vorraus !

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Wohnung, 21

Jetzt eben zu meiner Frage, da ich ja noch 17 bin weiss ich das nicht genau aber kann ich jetzt dann auch ohne Einverständniss meiner Eltern zu meinem Zweitwohnsitz fahren? 

Nein, das kannst Du nicht. weil Du nicht volljährig bist und Deine Eltern das Aufenthaltbestimmungsrecht haben.

Sie wollen das nicht, warum auch immer, ich aber schon weil ich den ganzen Streitigkeiten aussem Weg gehen will. 

Nicht streiten, aber fragen warum sie das nicht wollen.

Mit guten Argumenten kann man sie überzeugen.

Antwort
von realistir, 11

Du bist zwar noch keine 18, aber nicht weit davon entfernt. Versuche mal vernünftig mitzudenken, es gibt zwar gesetzliche Regelwerke, aber die dienen oft nur zur Orientierung. Bezüglich Anwälten gibt es einen Anklagevertreter und einen Verteidiger. Sinngemäß wirst du mit den Regelwerken nicht alleine gelassen.

Du darfst mit 17 schon einiges. Vor allem, wenn du es vernünftig machst, nachvollziehbar so, dass ein Interessenvertreter für dich doch was optimales erreichen kann. Wenn du also vor Stress flüchten willst wird dich kaum jemand zwingen wollen im Stresszustand zu verbleiben.

Du solltest aber auch relativieren, dich fragen, was mache ich später wenn ich Vater bin und eines meiner Kinder so argumentiert wie du derzeit bei deinen Eltern. Beschäftigt man sich mit den Dingen, kann man entweder eine akzeptable Lösung finden, Kompromiss genannt, oder trotz Meinungsverschiedenheiten menschlich vernünftig bleiben.

Drüben hast du nur eine 1 Zimmerwohnung. Das wäre nichts, was mich reizen würde, dorthin zu wollen. Warum siehst du diese Fluchtmöglichkeit als das kleinere Übel? Könntest du mit den Eltern keinen Deal machen, sie motivieren dir bei deiner Lebensführung behilflicher zu sein?

Du sagst einfach, die wollen das nicht, warum auch immer. Also ich finde beiderlei verhalten kindisch. Du machst Abi, aber dich interessieren die Beweggründe deiner Eltern nicht, du versuchst nicht mal zu hinterfragen, deine Eltern zu motivieren sich zu erklären?

Weglaufen, den Dingen aus dem Wege gehen, ist keine Lösung. Streitigkeiten muss man nicht aus dem Wege gehen, sondern versuchen die in eine Richtung zu lenken, die für beide Seiten ein akzeptables Niveau für Meinungen, Betrachtungsweisen etc bieten.


Kommentar von Sckrforpain ,

Wenn das so einfach wäre haha. Tatsächlich reizt es mich hier erstmal zu verschwinden, denn bei meinem 2 Wohnsitz, also in der Stadt, befindet sich auch meine Freundin, die ich jetzt seit anderthalb Wochen nicht gesehen habe. Meine Eltern lassen nicht mit sich reden, im Gegenteil, mein Stiefvater wird Provokant mit seinen Äusserungen und meine Mutter ignoriert das. Ich versuche ruhig zu bleiben und auf Provokationen nicht einzugehen. Als ich fragte was der Grund sei für ihre Abneigung dagegen, sagte meine Mutter, das ich nicht volljährig bin und sie nicht möchte das ich da alleine bin. Was ich ja aber sonst auch bin wenn ich Schule habe. Naja, ich versuche nochmal Sachlich mit ihnen zu reden, vielleicht finden wir ja eine Lösung.

Kommentar von realistir ,

Jetzt wird das drumherum für mich verständlicher, kann ich mich leichter in die Situationen rein denken etc.

Hat der Stiefvater überhaupt ein offizielles Mitspracherecht, erziehungsberechtigt? Auf Provokationen nicht einzugehen ist vernünftig.

Mir ging es früher ähnlich, nur sagte ich meinem Stiefvater ab 16 deutlich genug was ich von Ihm, Provokationen halte und das sowieso Schnee von gestern ist, wenn ich volljährig bin. (Damals erst mit 21)

Also, du bist zwar nicht volljährig, aber das ist nebensächlich. Du bist vernünftig, versuchst gute Wege zu gehen und bekommst notfalls vom Jugendamt Zuspruch und Unterstützung, mindestens Verständnis.

Okay, es wäre natürlich kontraproduktiv wenn du argumentieren würdest, lassen wir es doch mal darauf ankommen, schalten wir mal das Jugendamt in unseren Zwist, Debatten, Auseinandersetzungen ein, mal sehen was dabei heraus kommt.

Meist käme dabei heraus, man unterstützt dich weil leicht erkennbar das macht Sinn. Ich teile dir das nur mit, um dich zu beruhigen, dir aufzuzeigen du bist Erwachsenen nicht wehrlos ausgeliefert und je besser du erkennbar dein Leben selbst zu meistern versuchst, um so einfacher wird eine Unterstützung für dich werden.

Reden musst du nicht, alternativ könntest du schreiben. An deinen Erziehungsberechtigten. Volljährig musst du nicht unbedingt sein, notfalls übernehmen andere Interessenvertreter deine Interressen, vermitteln oder falls es nichts zu vermitteln gibt, bekommst du ersatzweise Unterstützung.

Überdenke das mal, überstürze nichts, versuche möglichst nicht provokant zu wirken. Weise darauf hin, es könnten andere Interessenvertreter mobilisiert werden, wenn es zu einseitig, zu nachteilig für dich wird.

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