Frage von Autofragerey, 127

Kann ich mich ab dem ersten Arbeitstag privat versichern?

Ich werde demnächst mein Studium abschließen und ab dem ersten Tag über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Während des Studiums war ich in der studentischen privaten Krankenversicherung versichert und würde gerne weiterhin privatversichert bleiben. Geht das oder muss ich erst eine Zeitlang gesetzlich versichert sein?

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 10

Hallo Autofragerey,

wie Doplphin PB schon richtig gesagt hast : Wenn du über der JAEG in Höhe von 56.250 EUR mit deinem Einkommen liegst, kannst du ohne Einhaltung von Fristen privat versichert bleiben.

Der Studententarif muss in einen Normaltarif umgestellt werden. Du solltest dich hier tatsächlich persönlich, auch was die Verdienstausfallabsicherung betrifft, von deiner Versicherung beraten lassen. Nur so kann der Versicherungsschutz bedarfsgerecht und individuell für deine persönliche Situation vereinbart werden.

Super :-), dass du schon direkt  nach Abschluss der Uni privat versichert bleiben kannst. Viele Arbeitnehmer brauchen meistens einige Jahre, um versicherungsfrei zu werden !

Noch ein kleiner Hinweis zur Info: 

Bei Arbeitnehmern muss immer der Arbeitgeber über Versicherungsfreiheit in der PKV oder über Versicherungspflicht in der GKV informieren. Denn er weiß ja über das entsprechende Einkommen Bescheid.

Die endgültige Entscheidung ob PKV oder GKV kann und darf aber immer nur eine Gesetzliche Krankenkasse treffen.

Alles Gute für Dich und viele Grüße

Bettina vom Barmenia-Team 

      

  

Antwort
von DerHans, 65

Wenn du über der Beitragsbemessungsgrenze bist, kannst du bei der jetzigen Versicherung bleiben. Du musst dann nur den Vertrag zum "Normaltarif" umstellen.

Beim gleichen Versicherer ist das ja ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich.

Du musst aber um den Zuschuss des Arbeitgebers zu bekommen, ein Krankentagegeld (ab dem 43. Tag) abschließen. 

Dafür sind dann doch wieder Gesundheitsfragen zu beantworten. Diesen Zusatz kannst du auch bei einem anderen Versicherer abschließen.

Kommentar von DolphinPB ,


"Wenn du über der Beitragsbemessungsgrenze bist, kannst du bei der jetzigen Versicherung bleiben"

Über der Pflichtgrenze / JAEG.

Antwort
von DolphinPB, 44

Es ist wurscht ob Du über der BBG (49.500 Euro) verdienst, Du musst über der JAEG 856.250 Euro) verdienen.

Dann kannst Du Dich vom ersten Tag an privat versichern, ohne erneute Gesundheitsprüfung (außer für das KTG) bei Deiner jetzigen Versicherung.

Ein Wechsel ist, wenn die Gesundheit i.O. ist, aber unproblematisch denn als Student hast Du ja sowieso keine Alterungsrückstellungen aufgebaut, und die Exmatrikulation / Beendigung des Studiumd wäre bei Deiner jetzigen Versicherung ein Kündigungsgrund.

Vielleicht war es als Student hauptsächlich der Preis der wichtg war, das sollte jetzt als Arbeitnehmer mehr als nur zweitrangig sein. Ggf. bedarf es hier einer erneuten qualifizierten Beratung.

Antwort
von Apolon, 25

@Autofragerey,

wenn du bisher in der PKV warst, hast du die Möglichkeit dort weiterhin zu bleiben, wenn du bei dem Arbeitgeber ein Jahreseinkommen von über 56.250 € erhältst. (Jahresarbeitsentgeltgrenze).

Entgegen der Antwort von DolphinPB, hast du die Möglichkeit auch eine Krankentagegeldabsicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung  einzuschließen. So handhaben dies die meisten privaten Krankenversicherungen - nennt man Bedarfsanpassung.

Bedeutet auch, dass du die Tarife auf den neuen Bedarf anpassen kannst ohne erneute Gesundheitsfragen - z.B. von Beihilfetarifen auf eine Vollkostenabsicherung zu 100 %.

Gruß N.U.

Kommentar von DolphinPB ,

"hast du die Möglichkeit auch eine Krankentagegeldabsicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung"

Eben, einige, aber nicht alle, und auch nicht notwendiger weise in ausreichender Höhe.

Kommentar von Apolon ,

 Eben, einige, aber nicht alle, und auch nicht notwendiger weise in ausreichender Höhe.

dass einige nicht in ausreichender Höhe dies als Bedarfsanpassung betrachten ist mir bekannt.

Nur bei welchem Versicherungsunternehmen benötigt man für eine Krankentagegeldversicherung in solch einem Fall immer eine Gesundheitsprüfung ?

Antwort
von basiswissen, 32

Ja, kannst Du. Ich würde aber gründlich schauen und Dir zu einer unabhängigen Beratung raten. Du hast eh keine Altersrückstellungen im Tarif gebildet und somit macht der Wechsel des Versicherers durchaus noch Sinn...

Kommentar von Apolon ,

 und somit macht der Wechsel des Versicherers durchaus noch Sinn...

es sei denn, es liegen medizinische Gründe vor und ein Wechsel wäre nur mit einem Beitragszuschlag oder einem Ausschluss möglich.

Kommentar von basiswissen ,

so ist es

Antwort
von AnglerAut, 80

Sollte gehen, konnte damals auch drin bleiben von der Uni auf den ersten Job.

Antwort
von tevau, 75

Hallo, Du kannst Dich sofort privat versichern.

Entscheidend ist dabei nicht die Beitragsbemessungsgrenze, sondern die höhere Pflichtversicherungsgrenze.

Antwort
von Griesuh, 47

Das ist möglich. Warst du bisher in der gesetzl. GKV versichert gebe ich dir den Tipp versichere dich dor weiter als freiwillig versichert. du fährst besser damit.

Kommentar von DolphinPB ,

"Warst du bisher in der gesetzl. GKV versichert ..."

???

Zitat aus der Frage: "Während des Studiums war ich in der studentischen privaten Krankenversicherung versichert ... "

Antwort
von glaubeesnicht, 78

Das darfst du machen. Es ist dir freigestellt, dein Geld zum Fenster raus zu werfen.

Kommentar von Autofragerey ,

Warum mein Geld zum Fenster rauswerfen? Für mich ist die private deutlich günstiger als die gesetzliche.

Kommentar von NochWasFrei ,

Denk bitte daran, das Geld, welches du nun monatlich im Vergleich zur GKV sparst, nicht sinnlos zu verfressen. Nutze es um für eine Beitragsentlasung der PKV im Alter zu sorgen.

Kommentar von tevau ,

Wieso ist das Geld zum Fenster rausgeworfen? Die Leistungen der privaten Krankenversicherungen sind je nach abgeschlossenem Tarif meistens deutlich besser als die der gesetzlichen.

Kommentar von Griesuh ,

Diese Aussage ist leider falsch. Denn die PKV's erstatten schon lange nicht mehr alles zu 100%. Es kann zwar sein, dass du jetzt etwas weniger zahlst als bei der GKV. Jedoch im Alter werden dir die Augen überlaufen. Schaue dir einmal die einschlägigen Berichte und TV Sendungen und insbesondere auch das Kleingedruckte in den PKV Verträgen an.

Kommentar von NochWasFrei ,

Und da das alles bekannte Probleme sind, kann man sie auch angehen und lösen. Das sollte alles bei einer guten Beratung thematisiert werden.

Und bei einem entsprechend leistungsstarken Tarif kann wohl kein Zweifel aufkommen, dass besser ersattet wird als in der GKV. 

Kommentar von DolphinPB ,

Unsinn, natürlich ist die Aussage richtig, und Deine "einschlägigen" Berichte sind meist von wenig fachlich Versierten verfasst.

Sehr gute Beratung führt zu: Eine passende Auswahl eines guten Tarifes bei einem soliden Versicherer, verbunden mit sinnvollem Umgang mit Teilen des ersparten Beiträgen (z.B. Beitragsentlastung), dann wird es im Alter auch nicht teuer.

Aber - das Wichtigste, natürlich sind die Leistungen in der PKV besser und sie stehen, im Gegensatz zur völlig willkührlich änderbaren GKV, schwarz auf weiß und unveränderlich in den Vertragsbedingungen.

Kommentar von glaubeesnicht ,

dann wird es im Alter auch nicht teuer.

Dann lass dich  mal überraschen!  Warum wohl möchten so viele im Alter auf einmal wieder unbedingt in die GKV zurück?

Kommentar von DerHans ,

Wenn man das Geld tatsächlich spart, das jetzt weniger zu zahlen ist, steht es im Alter mehr als ausreichend zur Verfügung, um die Beiträge leisten zu können.

Im Rentenalter fällt das Krankentagegeld ja auch wieder weg.

Kommentar von NochWasFrei ,


Warum wohl möchten so viele im Alter auf einmal wieder unbedingt in die GKV zurück?

Weil sie entweder falsch beraten wurden oder auf einen Rat (das ggn.über der GKV gesparte Geld nicht zu versaufen) nicht gehört haben. Leider gibt es beides zur Genüge. Das ist aber kein unumgehbares Problem der PKV im allgemeinen.

Ein gute Beratung und daraus folgende korrekte Absicherungen führen im Alter NICHT zu unbezahlbaren Beiträgen in der PKV.

Kommentar von tevau ,

@Griesuh: Es ist richtig, dass die PKV nicht ALLES zu 100% erstatten. Aber das tun die gesetzlichen bei weitem weniger.

Was das Alter betrifft: Ja, es wird teurer. Aber horrenden Beiträgen könnte der Versicherte durch Reduzierung der Leistungen begegnen, bis runter zum Baistarif, der nicht mehr kosten darf als der Höchstbeitrag der GKV (und dann aber auch nur noch den Schutz der GKV bietet).

Vor allem kann man die in jungen Jahren gesparten Beiträge auf die hohe Kante legen und im ALter wieder abbauen.

Eines darf man nicht vergessen: Für fast jede Form der privaten Altersvorsorge müssen bei Ausschüttung (Einmalauszahlung, Rente) nicht nur Steuern gezahlt werden, sondern auch noch Krankenversicherungsbeiträge, wenn man die Beiträge in Zeiten geleitet hat, in denen man gesetzlich krankenversichert war.

Wer immer oder überwiegend privat krankenversichert war, bekommt also aus seiner Altersvorsorge deutlich mehr heraus. Das muss man auch berücksichtigen.

Dies wird in den Horrorberichten in Fernsehmagazinen gerne unberücksichtigt gelassen. Dort werden auch nur quotenträchtige Einzelfälle gezeigt, aber kein generell gültiges Bild.

Kommentar von Apolon ,

@Griesuh,

aus deinem Text kann man mit Leichtigkeit erkennen, dass du nur gegen die PKV wetterst, ohne jegliche Fachkenntnisse.

 Denn die PKV's erstatten schon lange nicht mehr alles zu 100%.

Es gibt keine Krankenversicherung, weder die PKV noch die GKV die 100 % der Kosten zahlt.

 Es kann zwar sein, dass du jetzt etwas weniger zahlst als bei der GKV. Jedoch im Alter werden dir die Augen überlaufen.

Völliger Unsinn, natürlich muss ein PKV-Versicherter die mtl. Ersparnisse für das Alter anlegen, z.B. in eine betriebliche Altersversorgung um im Alter die Kosten auszugleichen.

Meist sind die Erträge durch diese Altersvorsorge so hoch, dass er seine Krankenversicherungsbeiträge im Rentenalter damit finanzieren kann. Und unter Umständen auch noch jährlich eine Urlaubsreise damit bezahlen kann.

 Schaue dir einmal insbesondere auch das Kleingedruckte in den PKV Verträgen an.

Bitte um Info, auf welchen Text du dich hier beziehst ?

Kommentar von Griesuh ,

Norbert Uhrig.nicht schon wieder. Das Thema ist hier schon x mal durchgekaut worden und Links zu den Beiträgen über die PKV wurden scvhon massenweise eingestellt.

Die PKV ist, und das ist allen ausser den Vertretern der PKV, schon lange lange bekannt, dass die PKV's ein teueres privatvergnügen sind.

Kommentar von DolphinPB ,

"PKV's ein teueres privatvergnügen sind."

Genau !!

Die private KV ist nichts für Billigheimer, das macht sie aber nicht grundsätzlich problematisch. Man muss nur die richtige Einstellung und herangehensweise haben und mit einer PKV kein Geld sparen wollen.

Kommentar von Apolon ,

Mein lieber Griesuh,

ich erspare mir hier weitere Kommentare, denn sie bringen uns nicht weiter.

Hier besteht überhaupt keine Möglichkeit in die GKV zu wechseln, wenn der Threadersteller ein Einkommen über der JAEG bei seinem neuen Arbeitgeber hat.

Also bitte in Zukunft erst mal nachdenken, bevor du antwortest.

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