Frage von Anon007, 65

Kann ich meinen Hausarzt fragen ob es möglich ist, eine Chance auf Erwerbsminderungsrente zu haben und nur noch 3 Stunden pro Tag zu arbeiten?

Ich bin psychisch erkrankt ( Depressionen ). Hab schon Medikamente genommen und hab auch schon eine Reha gemacht in einer Psychosomatischen Klinik. Doch jetzt geht es mir mal wieder richtig schlecht und ich weiß nicht mehr weiter. Das Problem ist das ich erst 25 bin und noch nicht viel gearbeitet habe.

Antwort
von Nordseefan, 30

Fragen kannst du. Und es ist auch möglich bereits mit 25 eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen.

Allerdings ist das nicht leicht. Die wird erst mal - wenn überhaupt für 2 Jahre bewilligt. Dann wird das erneut geprüft.

Und diese Prüfung macht ein Amtsarzt. Meist zahlt die Rentenversicherung nicht mal dann und oft muss man dann zum Gericht das das entscheidet.

Antwort
von turnmami, 37

Eine Erwerbsminderungsrente hängt nicht nur an den medizinischen Voraussetzungen.

Du musst mind. 60 Monate Beitragszeiten haben und in den letzten 5 Jahren 3 Jahre Pflichtbeiträge! Hast du diese Voraussetzungen?

Oder hast du in den letzten 6 Jahren eine Ausbildung gemacht?

Kommentar von Anon007 ,

ich hab zwischen 2011 und 2015 meine Ausbildung gemacht. zuvor 6 Monate Zivildienst.

Kommentar von turnmami ,

Dann kannst du die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen auch ohne die obigen Voraussetzungen erfüllen, da hier evt. eine Wartezeitfiktion gem. §53 SGB VI in Frage kommt!

Antwort
von Konrad Huber, 4

Hallo Anon007,

Sie schreiben:

Kann ich meinen Hausarzt fragen ob es möglich ist, eine Chance auf Erwerbsminderungsrente zu haben und nur noch 3 Stunden pro Tag zu arbeiten?

Ich bin psychisch erkrankt ( Depressionen ). Hab schon Medikamente genommen und hab auch schon eine Reha gemacht in einer Psychosomatischen Klinik. Doch jetzt geht es mir mal wieder richtig schlecht und ich weiß nicht mehr weiter. Das Problem ist das ich erst 25 bin und noch nicht viel gearbeitet habe.

Antwort:

Klären Sie zunächst mit Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt, ob Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen!

Dies geht am Besten mit einem Antrag auf Kontenklärung mit Antrag auf aktuelle Rentenauskunft zur vollen Erwerbsminderungsrente!

Wenn Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllen, dann haben Sie ggf. Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232620/publica...

Wenn Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, dann ist der nächste Schritt zusammen mit Ihrem Hausarzt und Ihren behandelnden Ärzten in Arzt- und ggf. Entlassungsberichten glasklar nachzuweisen, daß Ihre Leistungsfähigkeit auf Grund Ihrer gesundheitlichen Beschwerden dauerhaft auf unter 3 Stunden, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist!

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-un...

Denn:

Da Sie nach dem 1.1.1961 geboren sind, haben Sie in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berusfunfähigkeit!

Sie müßen also an Hand Ihrer eigenen Krankenakte detailliert nachweisen, daß Sie auch leichte Tätigkeiten wir Pförtner, Museumswärter, Nachtportier usw. dauerhaft nur noch unter 3 Stunden pro Arbeitstag ausüben können!

Bitte beachten Sie außerdem, daß die meisten Verfahren, Begutachtungen, Sozialgerichtsverfahren weitestgehend nach Aktenlage entschieden werden!

Verzichten Sie auf gar keinen Fall auf eine Rechtsschutzversicherung und auf die Mitgliedschaft im VDK oder in einem anderen Sozialverband mit Sozialrechtsschutz, denn als juristischer Laie haben Sie in der Regel so gut wie keine Erfolgschance!

Sollten Sie nur über sehr geringe, finanzielle Mittel verfügen, können Sie beim zuständigen Amtsgericht ggf. einen Antrag auf Beratungs-/Prozesskostenhilfe einreichen und in diesem Zusammenhang einen Fachanwalt hinzuziehen!

http://www.gruene-hilfe.de/haeufige-fragen-an-die-gruene-hilfe/beratungshilfe-un...

https://www.youtube.com/user/hubkon/videos

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von Rockuser, 30

Fragen kannst Du. Eventuell bekommst Du auch einen Rentenanteil. Das kann aber der Hausarzt nicht entscheiden, der kann dich dabei nur unterstützen.

Die Entscheidung mit der Rente fällt ein Amtsarzt.

Antwort
von klausjosef1955, 15

Eine Faustregel lautet: In der Depression keine Entscheidungen treffen! Depression ist eine Krankheit,die in der Regel behandelbar ist und behandelt werden muss. Was eine Rente betrifft, so weist tummami richtig darauf hin, dass die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen da sein müssen. Nur, wenn das der Fall ist, ist eine Prüfung der medizinischen Voraussetzungen sinnvoll. Über das Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen entscheidet nicht irgendein Psychologe, wohl auch kein Amtsarzt, sondern der Rentenversicherungsträger, das ist wohl die Deutsche Rentenversicherung. Und die hat eigene Gutachter. In der Tat kann es vorkommen, dass der Rentenversicherungsträger auch beim Vorliegen sowohl der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen wie der medizinischen Vorau.ssetzungen keine Rente gewähren will. Ob es in dieser Situation weiterführt, wenn man die überlasteten Sozialgerichte bemüht, wage ich nicht zu beurteilen. Vielleicht kann da der VdK weiterhelfen, oder irgendein Politiker. Aber, wie gesagt, nur, wenn sowohl die versicherungsrechtlichen wie die medizinischen Voraussetzungen vorliegen.

Antwort
von florian0109, 43

Rede mit ihm drüber :) er wird dich aber an einen Spezialisten weitergeben (Psychologe) der das dann einschätzt und das dann bewertet und genehmigt

Kommentar von turnmami ,

Genehmigt wird eine EM Rente ALLEIN vom medizinischen Dienst der DRV!

Kommentar von hoermirzu ,

Der Hausarzt ist auf jeden Fall ein guter Ansprechpartner. Er kennt seine Patienten meist besser als irgendwelche Spezialisten, weiß auch ganz genau, welche Schritte zum Erfolg führen. Es gibt da keine Abkürzungen, man muss leider alle Instanzen durchlaufen.

Antwort
von hoermirzu, 31

Unbedingt! Der Hausarzt kann das aber selber nicht bescheinigen, dafür musst Du zum Neurologen und letztlich zu einem Amtsarzt. Die Arbeitsunfähigkeit, auch teilweise, bescheinigt dann das Versorgungsamt.

Ein mühsamer Weg, aber nützt ja nichts!

Kommentar von turnmami ,

Das Versorgungsamt hat hiermit nichts zu tun. Das macht nur die Rentenversicherung

Kommentar von hoermirzu ,

Was macht dann die DRV? Selbstverständlich musst Du beim Versorgungsamt vorstellig werden, wenn Du eine Behinderung hast.

Antwort
von Otilie1, 28

 lass dich in eine klinik einweisen  und versuche einfach von den depris wegzukommen anstatt gleich einen auf erwerbsunfähigkeit zu machen mit 3 stunden arbeit am tag,

und ja, ich weiss von was ich hier rede:!!!

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