Frage von Dobermannzwerg, 119

Kann ich meinen Chef wegen Körperverletzung anzeigen weil er uns ohne Schutzkleidung jahrelang mit Krebserregenden Stoffen arbeiten ließ?

Hallo ich arbeite zur zeit in einem metallbetrieb.Dort werden die gefertigten Teile zum teil in eine Flüssigkeit getaucht. Und das schon seit Jahren.Wir haben immer wieder nachgefragt was das denn für ein Zeug sei mit dem wir da arbeiten? Das braucht ihr gar nicht zu wissen ist aber völlig harmlos. Das Zeug wird für uns in einen Behälter geschüttet der zwingend aus Metall sein muß.Der Produktname wurde einfach auf eine Karte geschrieben und an den Behälter geheftet. Allerdings hatte ich schon immer meine zweifel. das zeug zersezt Gummihandschuhe.es wird einem Übeln und man bekommt starke Kopfschmerzen von dem Zeug.Das gesicht, Hände und Arme sind mit einer öligen Schicht überzogen.das zeug juckt wie die Hölle und es gibt Ausschlag.Die Augen werden Rot und brennen wie Feuer.Durchfall schließt sich an.Nun hatten wir Putztag im betrieb und ich bin dabei versehentlicher Weise in den Raum gegangen der für uns verboten ist.Ja und da standen dann die Fässer wo der Dreck drin ist.Mit einem riesigen Aufkleber.Karzinogenes Gemisch.Gefahr. Mist und wir arbeiten mit dem zeug seit Jahren ohne Mund und Augenschutz Auch keine Schutzkleidung.Ich habe mit dem Handy alles blitzschnell fotografiert. Nachdem ich nun unbequeme Fragen gestellt habe droht mir wohl die Kündigung.ich werde gemobbt und man hat mich schon gefragt ob ich sicher sei das dies die richtige Arbeitsstelle für mich sei. Nun die Frage kann ich meinen Chef wegen der gefährlichen Substanz der er mich Jahrelang ausgesetzt hat Anzeigen.Nach 16 Jahren betriebszugehörigkeit möchte ich mich nicht kampflos geschlagen geben.kennt sich jemand mit so etwas aus.Lieben Dank

Antwort
von Tanquest, 39

Ja!!

Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzgesetz - ArbSchG)
§ 4 Allgemeine Grundsätze

Der Arbeitgeber hat bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes von folgenden allgemeinen Grundsätzen auszugehen:

1.
Die Arbeit ist so zu gestalten, daß eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird;
2.
Gefahren sind an ihrer Quelle zu bekämpfen;
3.
bei den Maßnahmen sind der Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen;
4.
Maßnahmen sind mit dem Ziel zu planen, Technik, Arbeitsorganisation, sonstige Arbeitsbedingungen, soziale Beziehungen und Einfluß der Umwelt auf den Arbeitsplatz sachgerecht zu verknüpfen;
5.
individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig zu anderen Maßnahmen;
6.
spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen sind zu berücksichtigen;
7.
den Beschäftigten sind geeignete Anweisungen zu erteilen;
8.
mittelbar oder unmittelbar geschlechtsspezifisch wirkende Regelungen sind nur zulässig, wenn dies aus biologischen Gründen zwingend geboten ist.
Antwort
von herakles3000, 33

Dein cehf gehört angezeigt den auch inder Herstellung müssen giftiege Stoffe gekenzeichnet sein dein chef droht dir mit kündiegung weil er genau weis das er sich starfbar gemacht aht auch mus er euch Die Entsprechende Arbeitskleidung (schutz) Stelle Dein ehf hat sich über eine menge gesetze Hinweggesetzt  und auch über die Vorschriften der Berufsgenossenschaft wende dich bitte schnellstesn an einem Anwalt oder die Gewerkschaft wen du dort mitglied bist.JA du kanst ihn anzeigen den Er hat mehr getan als nur das .Du kant auch das Ordnungsamt den Arbeitschutz die BgG und auch zb Dei krankenkasse informieren,Das wird sie alle intressieren,

Antwort
von Kuno33, 39

Falls es einen funktionierenden Betriebsrat gibt, solltest Du auch dort vorsprechen. Du kannst eine Meldung an das Gewerbeaufsichtsamt machen, das sicherlich einschreiten würde, wenn es sich so verhält wie von Dir beschrieben.

Im Rahmen einer Kündigungsschutzklage könntest Du vor dem Arbeitsgericht auspacken. Natürlich kannst Du auch noch eine Anzeige wegen Körperverletzung usw. stellen. Da wäre allerdings dringend rechtliche Beratung erforderlich. Die bekämest Du wohl kostenfrei, wenn Du Mitgleid der zuständigen Gewerkschaft bist. Das ist die IG Metall - höchstwahrscheinlich.

Antwort
von Nikolaus1789, 32

Wenn man Dir wissentlich keine anständige Schutzkleidung mit Masken Brillen, Vollkörperschutz stellt, obwohl etwas giftig und karzinogen ist, ist das auf jeden Fall Strafbar! Dazu ist viel Geld für dich als Entschädigung drin, wenn du das Unternehmen/deinen Chef verklagst.

Antwort
von MinecraftTM, 38

Huhu, Dobermannzwerg. In Deinem Fall würde ich, dass mit einem Anwalt, oder dergleichen vesprechen, hauptsache eine Person, die sich über solche Klagen auskennt. Ich bin mir aber 100% sicher, dass Dein Chef eine schöne Anklage kriegen könnte, wo er auch Schadensersatz bezahlen müsste. Aber lieber erst bei einem Anwalt informieren.

Antwort
von MondscheinStern, 42

Natürlich geht das, nehme dir ein Anwalt und du bist auf der sicheren Seite, denn sowas darf der Chef gesetzlich nicht! Viel Erfolg:) 

Antwort
von huppelduppel, 8

Einfache sache: Google nach guten anwälten in deiner näheren umgebung und schnell hin! lass es ja nicht verjähren! solltest dich also schnellstmöglich zu einem guten anwalt aufmachen!

Antwort
von Millina13, 34

Ich kenn mich mit dem mittel zwar nicht genau aus aber wenn das solche Nebenwirkungen hervorruft dann solte man umbedingt schauen ob es irgendwelche Langzeitschäden gibt. Also zum Artzt wenn du da nicht eh schon warst.

Solte es dann wirklich Schäden geben kann man dagegen rechtlich vorgehen.

Antwort
von Mignon4, 40

Benachrichtige auf jeden Fall sofort die zuständige Berufsgenossenschaft und das Amt für Arbeitsschutz.

Hinsichtlich der Körperverletzung kann ich das nicht beurteilen.

Kommentar von Mignon4 ,

Sprich aber mit niemandem darüber, damit dein Chef davon keinen Wind bekommt - auch nicht mit Kollegen. Möglicherweise räumt dein Chef die Chemikalien weg und dann hast du kein Beweismittel!

Kommentar von Dobermannzwerg ,

Hab super Fotos gemacht.Die auch die Halle mit zeigen.Da kann er sich nicht rausreden

Kommentar von Mignon4 ,

Egal, Fotos können manipuliert sein. Es ist besser, wenn Beamte und/oder die Berufsgenossenschaft die Fässer selbst in dem verbotenen Raum finden. Dann kann es keine Diskussion geben, weil die Tatsachen amtlich festgestellt wurden.

Kommentar von Dobermannzwerg ,

Auf den Fässern die ich fotografiert habe steht sogar drauf das sie für diese Firma hergestellt sind.

Kommentar von Mignon4 ,

Oha! Das wird wirklich brenzlig für deinen Chef. Du kannst deine Fotos mit deinen Anzeigen an alle Behörden senden, nur - wie gesagt - sprich mit niemandem darüber, damit dein Chef nichts bemerkt.

Antwort
von Dianaartem, 32

Glaub schon, dass geht, frag mal ein Anwalt

Antwort
von Rendric, 42

Zuerstmal würde ich mich an den Betriebsrat wenden. Oder der entsprechenden Gewerkschaft beitreten und diese informieren.

Es muss unbedingt Anzeige erstattet werden. Aber als Privatperson ist es schwierig. Einfacher wäre es, wenn du Betriebsrat/ Gewerkschaft hinter dir hast und die die Klage machen.

Kommentar von Dobermannzwerg ,

Betriebsrat haben wir nicht.da ist der Chef schlau.Ab wieviel beschäftigten muß man denn einen Betriebsrat haben?

Kommentar von Rendric ,

Müssen, muss man gar nicht. Die Betriebe können ab einer gewissen Mitarbeiteranzahl (das ist googklebar, weiß ich nciht auswendig) selber einen Betriebsrat gründen. Also die Mitarbeiter. Es ist ja eine Mitarbeitervertretung und wird aus den Reihen gegründet. Der Chef hat damit ncihts zu tun.

In jedem Fall lohnt es sich aber, der Gewerkschaft anzugehören.

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