Frage von Nevolution2, 27

Kann ich meinem altem Provider Mahnungskosten in Rechnung stellen?

Hi,

folgende Situation: Mein ortsansäßiger alter Provider ist anfang des Jahres gegangen (nicht mehr vor Ort verfügbar) und ein neuer kam.

Der alte Provider wollte seine mitgelieferte Hardware zum Vertragsende wiederhaben - was ich getan habe (wenn auch leicht verspätet, aber ich hab die Bestätigung das es eingegangen und angenommen wurde). Ich habe gerade auf mein Konto gekuckt und bemerkt, dass mein alter Provider mir für diesen Monat die alte Hardware in Rechnung gestellt hat (508€). Daraufhin hab ich natürlich sofort zum Telefon gegriffen und angerufen, wo sich dann herausstellte, dass es ein Fehler seitens der Buchhaltung war und das ich noch innerhalb der Woche den kompletten Betrag zurückerstattet bekomme.

Nur leider ein sehr ungünstiger Zeitpunkt für so eine Aktion: Monatsanfang. Jeder will jetzt natürlich sein Geld habe (Miete Strom etc.) Auch wenn ich das Geld die Woche noch erhalte , kann ich nicht garantieren das ich diesen Monat alles rechtzeitig bezahlen kann aufgrund der Fehlbuchung.

Meine Frage deswegen: Da ich sicher mit Mahnungen und Mahnungskosten rechnen muss, kann ich diese meinem altem Provider in Rechnung stellen?

Antwort
von kevin1905, 21

Ja kannst du. Du kannst aber auch einfach die Lastschrift zurückbuchen lassen.

Gewöhne dir aber ab Geldangelegenheiten per Telefon zu klären, du hast keinerlei Beweis für das Gesagte.

Im Zuge einer Kündigung sollte immer auch das SEPA-Mandat widerrufen werden.

Kommentar von mepeisen ,

Ich würde ebenfalls einfach zur Bank gehen und eine Rücklastschrift machen. Dem Anbieter kurz schreiben, dass man ihn nochmals davor warnt, einfach willkürliche Summen abzubuchen, denn das nächste mal würde man zur Polizei gehen und Strafanzeige erstatten.

Ich würde wegen einem Grund zur Rücklastschrift greifen: Dass ein Provider ein ganzes Geschäftsgebiet aufgibt ist kein gutes Zeichen. Mit Pech haben die Geld abgebucht und sind in Kürze Insolvenz. So Sachen soll es schon gegeben haben (Einige Stromanbieter beispielsweise). Und dann wartest du ewig auf dein Geld bis die Fristen für Rücklastschriften abgelaufen sind und musst dich in die Insolvenz als Gläubiger einreihen. Dann siehst du wenn überhaupt nur noch ein Bruchteil des Geldes wieder.

Also: Rücklastschrift, das ist dein gutes Recht und den Anbieter informieren, dass man eine Rücklastschrift gemacht hat und gut.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten