Frage von Seahawk3, 70

Kann ich mein Haus, das gerade gebaut wird, zum Verkauf inserieren, auch wenn bereits ein Darlehen dafür aufgenommen wurde?

Hintergrund ist der dass ich mich frage wie die Besitzverhältnisse während und nach der Bauphase sind und ob es überhaupt Sinn macht das Haus zum Verlauf anzubieten. Es könnte sich ja jemand finden der bereit ist erheblich mehr dafür zu zahlen.

Antwort
von Colombo1999, 39

Selbstverständlich kannst Du das Haus verkaufen, wenn Du Eigentümer bist. Eine eingetragene Grundschuld steht weder einem Verkauf entgegen, noch mindert sie in irgend einer Weise den Wert, denn diese kommt beim Verkauf automatisch zur Löschung, wenn die Bank den Darlehensbetrag erhält und die Löschungsbewilligung an das Notariat erteilt.

Wertmindernde Grundbucheintragungen sind vor allem Rechte und Belastungen in Abteilung II, z. B. Wegerechte, Nießbrauchrechte, Baulasten, Abstandsflächenübernahmen etc. Ich gehe davon aus, dass diese hier nicht zum Tragen kommen, außer vielleicht Leitungsrechte, die immer übernommen werden müssten.

Das Problem bei Dir ist, dass Deine Bank Dir bei vollständiger sofortiger Rückzahlung des Darlehens aus dem Kauferlös (geht vom Käufer direkt an Deine Bank; das Geld bekommst Du nicht auf Dein Konto, um es ggfs. anderweitig zu verwenden; weshalb eine Bank auch immer an erster Stelle im Rang stehen sollte) eine Vorfälligkeitsentschädigung in Rechnung stellen wird. Denn sie hat ja einen Verlust an Zinsen aus dem Verkauf. Diese kann durchaus 5stellig sein.

Wenn Du Dich mit Deiner Immobilie in einer Wertzuwachsgegend befindest, kann es sein, dass Du trotz allem einen Mehrerlös erzielst. Der Mehrerlös, abzgl. Deiner Aufwendung ist dann ggfs. steuerpflichtig (sog. Spekulationssteuer). Diese fällt nur an, wenn man die Immobilie nicht selbst bewohnt hat. Du müsstest Deinen Steuerberater fragen, wie das ist, wenn Du dem Finanzamt gegenüber glaubhaft machen kannst, dass das Haus noch gar nicht bewohnt wurde.

Antwort
von lesterb42, 21

Das wird bei einem neu gebauten Haus mit dem Wertzuwachs warscheinlich nicht. Wenn überhaupt, dann nur, wenn du das Grundstück günstig erworben hast.

Antwort
von Hugito, 22

Du kannst das Haus jederzeit verkaufen. Aber:

Das Problem ist, dass deine Bank bei vorzeitiger Beendigung des Kredits eine "Vorfälligkeitsentschädigung" berechnen wird. (Schadenersatz der Bank, weil der Kredit vorzeitig beendet wird).

Du musst mit der Bank vorher abklären, wie hoch diese Vorfälligkeitsentschädigung ist. (hangt von verschiedenem ab, Laufzeit des Kredits, Zinsentwicklung, und kann locker mehrere 10.000 Euro ausmachen!)

Wenn du weißt wie hoch die ist, dann kannst du entscheiden, ob du das  Haus verkaufst. 

Antwort
von karstamaria95, 28

Ja, du kannst dein Haus verkaufen und der neue Eigentümer übernimmt das Darlehen. Das Darlehen vermindert deinen Erlös vom Haus.

z.B. 100 000 € Wert vom Haus minus Darlehen (Schulden)50 000 €=50 000 € Verkaufserlös.

Antwort
von AntwortenBot, 36

Grundsätzlich ist das möglich, kaufen wird das wahrscheinlich solange da noch ein Grundbucheintrag ist niemand.

Natürlich kann es in der aktuellen Zeit (je nach Lage) durchaus sein das ganze sehr teuer verkaufen zu können.

Antwort
von xmoepx, 33

Du meinst vermutlich die Eigentumsverhältnisse. Entscheidend dafür ist das Grundbuch. Wenn du da als Eigentümer drin stehst, kannst du das Haus und Grundstück natürlich verkaufen.

Ist für das Darlehen eine Grundschuld eingetragen, mindert das den Wert aber natürlich erheblich. Dem Verkauf steht das aber nicht entgegen.

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