Frage von RudolfPetersen, 84

Kann ich mein Haus an meine Tochter verschenken um es vor Hartz4 zu schützen?

Guten Tag, ich (55 Jahre) beziehe im Moment Arbeitslosengeld und werde Ende des Jahres wohl in Hartz4 rutschen. Ich besitze ein Einfamilienhaus und möchte es nun meiner Tochter schenken. Ich werde danach weiterhin dort wohnen (Erdgeschoss), meine Tochter dann auch (im 1. Stock). Ist es möglich somit das Haus zu halten und trotzdem Hartz4 zu beziehen?

Antwort
von DerHans, 50

Wenn du deine Bedürftigkeit selbst herbei führst, kann diieseTransaktion noch 10 Jahre später rückabgewickelt werden.

Ein selbstbewohntes EF-Haus unterliegt aber dem Schonvermögen und muss nicht verwertet werden.

Wenn es natürlich teilweise vermietet ist, muss der erlös dazu dienen die Bedürftigkeit zu reduzieren. Ob es an die Tochter vermietet ist, spielt dabei keine Rolle. Es wird die ortsübliche Mindestmiete zum Ansatz gebracht.

Antwort
von schleudermaxe, 54

Das verstehe ich nicht, die nehmen doch einem die Hütte gar nicht weg, so jedenfalls meine Erlebnisse. Zudem bezahlen die alle Kosten und Lasten, wenn es denn sein muß. Dem geschaßten Schröder sei gedankt!

Kommentar von DerHans ,

Offenbar handelt es sich ja um ein 2-Familienhaus. das wäre also tatsächlich zu verwerten.

Kommentar von schleudermaxe ,

Wie kommst Du denn auf so etwas? Es zählt eben das Baurecht und nicht das Steuerrecht.

Kommentar von DerHans ,

Wenn zwei Haushalte in dem Haus leben, kann man wohl davon ausgehen, dass eine Partei Miete zahlt.

Antwort
von JennaPolly, 47

Hallo, ich glaube das es seid geraumer Zeit nicht mehr zulässig ist das man sein Eigenheim verscheuern muss nur weil man Harz4 empfängt, ich glaube das mal im Fernsehen gesehen zu haben. Ich würde mich aber einfach mal bei einem Anwalt informieren, kostet mit Antrag vom Amtsgericht für Beratungsgespräch ja nichts. Generell empfehle ich immer einen Anwalt bei Sachen die mit der ARGe zutun haben,  spreche da aus Erfahrung. 

Kommentar von DerHans ,

Offenbar handelt es sich ja um ein 2-Familienhaus. das wäre also tatsächlich zu verwerten.

Antwort
von Spirit528, 49

Theoretisch schon. Du bist dann Mieter bei der Tochter. Es muss ganz klar ein eigener Haushalt sein.

Wenn noch weitere Räume frei sind, könntest Du diese stattdesen vermieten und von den Mieteinnahmen statt von Hartz IV leben.

Kommentar von DerHans ,

Wenn er das Haus "verschenkt", wird das nicht funktionieren. Das wird sofort als missbräuchlich angesehen.

Kommentar von Spirit528 ,

Missbräuchlich bezogen auf was?

Ich habe auf http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/101542-besteht-trotz-eigenh... interessante Details gefunden:

Kosten werden übernommen, wenn Ihr Eigentum angemessen ist.
Das Grundstück sollte maximal etwa 550 qm groß sein. Die Wohnung das Haus bei einem 4 Personenhaushalt ca. 130 qm Wohnfläche haben. Alleinstehende können noch bis zu 90 qm Wohnfläche als Eigentum haben. Diente das Haus ursprünglich als Familienheim und sind die erwachsenen Kinder inzwischen ausgezogen, dann kann auch ein größeres Haus als 90 qm als angemessen angesehen werden.
Für den Fall, dass eine Immobilie zu groß ist, weist das zweite Sozialgesetzbuch Auswege auf. Dies gilt gerade für Ältere, die Arbeitslosengeld II beantragen. Um zu vermeiden, dass die Betroffenen wegen einer vorübergehenden Notlage ihr Haus verkaufen müssen, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen in Härtefällen Leistungen (ALG II) als Darlehen zu erbringen. Die Zahlung eines Darlehens an Hausbesitzer kann dabei davon abhängig gemacht werden, dass ein Eintrag ins Grundbuch erfolgt, der das Darlehen der Behörde absichert.
Eigentum ist hier also nicht notwendiger Weise ein Hindernis für Arbeitslosengeld II.
Zu klären ist allerdings, welche Kosten als Kosten der Unterkunft bzw. Heizung übernommen werden können.

Kosten werden übernommen, wenn Ihr Eigentum angemessen ist.
Das Grundstück sollte maximal etwa 550 qm groß sein. Die Wohnung das Haus bei einem 4 Personenhaushalt ca. 130 qm Wohnfläche haben. Alleinstehende können noch bis zu 90 qm Wohnfläche als Eigentum haben. Diente das Haus ursprünglich als Familienheim und sind die erwachsenen Kinder inzwischen ausgezogen, dann kann auch ein größeres Haus als 90 qm als angemessen angesehen werden.
Für den Fall, dass eine Immobilie zu groß ist, weist das zweite Sozialgesetzbuch Auswege auf. Dies gilt gerade für Ältere, die Arbeitslosengeld II beantragen. Um zu vermeiden, dass die Betroffenen wegen einer vorübergehenden Notlage ihr Haus verkaufen müssen, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen in Härtefällen Leistungen (ALG II) als Darlehen zu erbringen. Die Zahlung eines Darlehens an Hausbesitzer kann dabei davon abhängig gemacht werden, dass ein Eintrag ins Grundbuch erfolgt, der das Darlehen der Behörde absichert.
Eigentum ist hier also nicht notwendiger Weise ein Hindernis für Arbeitslosengeld II.
Zu klären ist allerdings, welche Kosten als Kosten der Unterkunft bzw. Heizung übernommen werden können.

Kosten werden übernommen, wenn Ihr Eigentum angemessen ist.
Das Grundstück sollte maximal etwa 550 qm groß sein. Die Wohnung das Haus bei einem 4 Personenhaushalt ca. 130 qm Wohnfläche haben. Alleinstehende können noch bis zu 90 qm Wohnfläche als Eigentum haben. Diente das Haus ursprünglich als Familienheim und sind die erwachsenen Kinder inzwischen ausgezogen, dann kann auch ein größeres Haus als 90 qm als angemessen angesehen werden.
Für den Fall, dass eine Immobilie zu groß ist, weist das zweite Sozialgesetzbuch Auswege auf. Dies gilt gerade für Ältere, die Arbeitslosengeld II beantragen. Um zu vermeiden, dass die Betroffenen wegen einer vorübergehenden Notlage ihr Haus verkaufen müssen, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen in Härtefällen Leistungen (ALG II) als Darlehen zu erbringen. Die Zahlung eines Darlehens an Hausbesitzer kann dabei davon abhängig gemacht werden, dass ein Eintrag ins Grundbuch erfolgt, der das Darlehen der Behörde absichert.
Eigentum ist hier also nicht notwendiger Weise ein Hindernis für Arbeitslosengeld II.
Zu klären ist allerdings, welche Kosten als Kosten der Unterkunft bzw. Heizung übernommen werden können.

Kosten werden übernommen, wenn Ihr Eigentum angemessen ist.
Das Grundstück sollte maximal etwa 550 qm groß sein. Die Wohnung das Haus bei einem 4 Personenhaushalt ca. 130 qm Wohnfläche haben. Alleinstehende können noch bis zu 90 qm Wohnfläche als Eigentum haben. Diente das Haus ursprünglich als Familienheim und sind die erwachsenen Kinder inzwischen ausgezogen, dann kann auch ein größeres Haus als 90 qm als angemessen angesehen werden.
Für den Fall, dass eine Immobilie zu groß ist, weist das zweite Sozialgesetzbuch Auswege auf. Dies gilt gerade für Ältere, die Arbeitslosengeld II beantragen. Um zu vermeiden, dass die Betroffenen wegen einer vorübergehenden Notlage ihr Haus verkaufen müssen, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen in Härtefällen Leistungen (ALG II) als Darlehen zu erbringen. Die Zahlung eines Darlehens an Hausbesitzer kann dabei davon abhängig gemacht werden, dass ein Eintrag ins Grundbuch erfolgt, der das Darlehen der Behörde absichert.
Eigentum ist hier also nicht notwendiger Weise ein Hindernis für Arbeitslosengeld II.
Zu klären ist allerdings, welche Kosten als Kosten der Unterkunft bzw. Heizung übernommen werden können.

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