Wer kann mir bitte sagen, an wen ich mich wenden kann, damit meiner Tochter geholfen wird? Von allein würde sie keine Therapie machen, weil sie aus diesem Sumpf nicht mehr raus kommt. Sie ist außerdem borderline und teilweise schizophren. Ich weiß, wenn nichts getan wird, wird sie an den Drogen zugrunde gehen. Wer weiß einen Rat?
Danke
LG
Nicki

Ich würde mir Rat bei der Drogenberatungsstelle holen oder beim Hausarzt.
Das geht grundsätzlich nur wenn sie ihr Leben oder das anderer direkt gefährdet. Dann kann sie über die Polizei für 24 Stunden in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht werden. Über eine weitere Unterbringung entscheidet dann das zuständige Amtsgericht. Du solltest dich allerdings mit dem zuständigen Vormundschaftsgericht in Verbindung setzen und eine Betreuung für deine Tochter beantragen. Dort wird dann geprüft, inwiefern sie noch in der Lage ist Entscheidungen bzgl. ihrer Gesundheit, etc. zu treffen. Die Betreuung können sowohl Angehörige als auch amtliche Betreuer übernehmen. In diesem Fall wäre ein amtlicher wahrscheinlich sinnvoller. Eine Suchttherapie hat allerdings wie oben schon steht nur mit Mitarbeit des Betroffenen Sinn. Und setz dich auf jeden Fall auch mit einer Drogenberatung in Verbindung.
Es gibt zwei Möglichkeiten · Beim Vormundschaftsgericht Pflegschaft, bzw. Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen, möglichst mit Attest vom Facharzt (möglich, aber kein muss, dass der Richter die Tochter sehen will) · Oder Facharzt gibt ihr ein Beruhigungsmittel und weist ins PLK ein. Und PLK unternimmt die notwendigen Schritte,
vielen Dank, das werde ich machen.
Lieben Gruß
nicki

Am Ende des Tages muss sie da selber drauf kommen. Denn sie muss die kraft haben den Entzug zu bewältigen und CLEAN sein zu wollen. Wenn du sie einweist machst du das weil du das willst und nicht sie. Es ist richtig richtig richtig bitter für aussenstehende aber leider kannst du da nicht viel bewältigen. Ich wünsche euch viel Kraft....
Tippse am 26. August 2008 11:32 Eben! DH
Kirsche69 am 26. August 2008 11:36 Als Mutter zuzusehen, wie die Tochter langsam aber sicher zugrunde geht, ist sicherlich nicht einfach. Speziell bei dieser Drogen-Borderline-Schizophrenie-Kombination kann man doch wenigstens einen Versuch starten, dem eigenen Kind zu helfen. "Reine" Drogen- und Alkoholabhängige müssen leider selbst und alleine drauf kommen, damit aufzuhören.
magicbird am 26. August 2008 11:39 Selbstverständlich - da stimm ich dir zu. War sie vorher nicht in einer "Borderline" Therapie? Und wie soll das funktionieren? Borderline therapieren und gleichzeitig einen Entzug machen, dass ist ganz schön harter Tobac! Dann kommt noch hinzu das sie volljährig ist und zu nichts gezwungen werden kann. Schwierige sache aber das ist es immer. Was sagt sie denn? Was will sie denn? Ich fühle da mit dir....kann ich alles gut nachvollziehen!
danke erst mal, ich werde mich aber noch mal melden
LG
Du kannst Dich an Drogenberatungsstellen wenden.
Aber das Hauptproblem bei Drogenabhängigkeit ist, daß jede Therapie nur hilft, wenn der Süchtige selber sie will und aktiv mitvollzieht.
Dein Einfluß ist da absolut gering. Es ist möglich, daß Du etwas tun kannst, weil sie schizophren ist. Du solltest solch eine Frage bei einer Beratungsstelle klären, eventuell bei einem Arzt Vielleicht kannst Du eine Pflegschaft bekommen.
In einer Akut-Situation ist es auch möglich, sie in ein Krankenhaus zu schaffen mittels Notruf. Dort wird man aber sehr bald feststellen, daß sie eigentlich eine psychatrische Behandlung braucht.
Auch wenn es absolut schmerzlich ist: versuche, etwas Distanz zu gewinnen. Du kannst Deine Tochter nicht retten, wenn sie sich nicht selbst retten will! - Du darfst Dich nicht mit ihren Problemen identifizieren und ihre Probleme als Deine ansehen. Hilfe bekommst Du in Angehörigengruppen bei der Drogenberatung. Geh da also unbedingt mal hin!

Nein du kannst sie nicht einweisen lassen, sie ist Volljährig...es sei denn sie wird entmündigt! Bitte gehe zur Drogenberatung !!!
Entmündigt wird heutzutage keiner mehr - höchstens unter Pflegschaft gestellt.
hallo, ich hatte das gleiche problem mit meiner tochter. über jahre habe ch alles versucht ihr zu helfen. wie hier schon gesagt: am ende muss sie von alleine drauf kommen. wenn du sie polizeilich einweisen lässt, kann sie sich selbst entlassen wenn sie wieder klar ist. eine therapie ist sowieso erst nach einem entzug möglich.meine tochter ist jetzt im entzug, dann kommen die symtome mit voller wucht und 5facheer stärke. sei dir klaren, das es sehr sehr schwer wird wenn sie sich für eine therapie entscheidet. ich wünsche dir viel kraft liebe grüße
naja, sich selbst zu Grunde zu richten ist in Deutschland nicht verboten...
Du kannst aber beim Amtsgericht eine Empfehlung auf Einrichtung einer Betreuung abgeben. Dann wird das AG prüfen, ob deine Tochter noch in der Lage ist, selbst Entscheidungen zu fällen oder ob ihre Erkrankung das unmöglich macht. Der Betreuer kann dann beim AG beantragen, dass deine Tochter zwangsweise in eine Klinik gebracht wird, falls das erforderlich ist.
Aber eine Suchttherapie ha ohne Einsicht des Patienten gar keine Chance!

Dein Hausarzt kann dir sicher Auskunft geben über spezielle Borderline Kliniken. Vielleicht könnte deine Tochter dort untergebracht werden.

Ja, Du kannst Du Polizei rufen, wenn sie eine Gefahr für sich selbst oder/und andere darstellt. Besonders, wenn sie sich in Lebensgefahr bringt. Wende Dich vertrauensvoll an das nächste Polizeirevier.