Frage von anuthida, 87

Kann ich in dieser Situation überhaupt noch etwas tun?

Hallo,ich weiß nicht ob das Sinn macht,aber ich habe mich entschieden hier meine Geschichte aufzuschreiben,weil ich nicht glaube,dass jemand mir meine Frage beantworten kann ohne diese zu kennen.Ich hasse diese 12-jährigen die im Netz darüber schreiben,wie traurig sie doch sind.Tja,jetzt bin ich selber so eine.Wenigstens bin ich 13.Ich hab ein Paar Ereignisse in meinem Leben erlebt,die ich dafür schuldig mache,wie es mir heute geht.Als kleines Kind habe ich nicht viel mit meinen Eltern unternommen,sie sind beide Karrieremenschen,deshalb passte entweder meine Kinderfrau oder meine Oma auf mich auf.Ich erinnere mich nicht an meine frühe Kindheit,aber ich dachte immer sie wäre schön gewesen.Bis ich herausgefunden habe,dass mein Vater mich bereits mit 4 Jahren geschlagen hat.Ich habe zufällig auf einem alten Foto gesehen,dass ich ein blaues Auge hatte.Da begann der Hass gegen meinen Vater,wegen ihm hatten wir zwei Mal umziehen müssen und er hatte auch nie aufghört mich zu schlagen.Die nächsten brutalen Jahre an die ich mich erinnern kann,waren die die wir in Russland gelebt haben.Ich hatte so Angst vor der neuen Schule,dass ich bevor wir losgingen angefangen habe zu weinen,mein Vater schlug mir so hart ins Gesicht,dass ich am ersten Tag mit einem roten Abdruck einer Hand auf meiner Backe in die Schule kam.In der Schule war ich relativ beliebt,glücklich,ich hatte eine beste Freundinn,doch wenn ich nach Hause kam begannen meine Eltern zu streiten,sich gegenseitig zu schlagen,mein Vater schlug uns.Mein Bruder outete sich als transsexuell,was mein Vater strickt ablehnte.Mein Bruder war stark depressiv ritzte sich und war unglüclick.Wir waren alle unglücklich.Ich habe meine Mutter immer geliebt,aber sie fing auch an mich zu schlagen,das fand ich nicht gut.Seit 4 Monaten sind wir ein weiteres Mal umgezogen.Ich habe alles verloren,was mir wertvoll war.Das einzige an dem ich mich all die Jahre festgehalten habe,waren meine Freunde.Und dann waren sie alle weg.Mein Vater ist nicht mit uns umgezogen.Er lebt jetzt in einem anderen Land.Meine Mutter ist überfordert,sie trinkt soviel,dass es nicht auffällt wenn ich mir ab und zu ein Glas nehme.Es ist berauschend und lässt mich kurz ein bisschen von dem allen vergessen.Sie schlägt mich jeden Tag,schreit wegen allem,meine Geschwister und ich putzen alles,aber sie ist immer noch nicht zufrieden.Unsere Noten waren früher sehr gut,seit dem Schulwechsel wollen wir alle nur noch versetzt werden.Ich vertraue mich niemandem an.An der neuen Schule habe ich Freunde,aber ich würde ihnen das alles nie erzählen.Ich habe schon oft überlegt das Jugendamt zu kontaktieren,aber ich würde einfach in einem Heim landen.Das bringts nicht.Ich weiß nicht,ob ich meditieren soll,meiner Mutter den Alkohol wegnehmen oder sonst was machen soll,aber ich weiß,dass ich das nicht mehr lange ausshalten.Ich muss was machen und ich werde mich bei keinem ausheulen,ich werde etwas tun,die Frage ist was.

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Antwort
von Turbomann, 24

@ anuthida"

"Ich habe schon oft überlegt das Jugendamt zu kontaktieren,aber ich würde einfach in einem Heim landen"

Genau das soltest du tun und dich jemand anvertrauen, zumal deinen Zeilen nach bei deiner Mutter der Alkohol eine Rolle zu spielen scheint.

Von dort aus wird man sich um dich und deinen Bruder, ebenso um deine Mutter kümmern.

Du bist erst 13 und kannst nicht die Verantwortung für deine Mutter übernehmen, es sollte umgedreht sein. Damit bist du überfordert.

Bitte mache einen Termin dort aus und so schnell kommst du sicher nicht im Heim. Vielleicht kann das Jugendamt euch eine Familienhilfe zur Seite stellen.

Viel Glück

Antwort
von Sorrisoo, 17

Es tut mir aufrichtig Leid, was Du erlebt hast. Du darfst das aber nicht hinnehmen. Niemand darf Dich verprügeln. Du solltest beide anzeigen. Bei uns in der Schweiz gibt es die Dargebotene Hand. Da kann man anrufen und kriegt Hilfe. Das gibt es bei Dir sicher auch. Ich denke auch, dass ein Leben in einem Heim für Dich nicht umbedingt schlecht sein muss. Du wirst nicht mehr geschlagen, kannst alles Verarbeiten und findest viele Freunde. Sei stark und Mutig! Du bist auch wer, und verdienst das nicht. Ich wünsche Dir alles gute. Pass auf Dich auf🍀

Antwort
von QuiekOink, 22

Ich war selbst mal beim Jugendamt wegen zuhause nicht aushaltbaren umständen. leider habe ich damit zu lange gewartet, ich war schon 18, sie konnten nichts mehr tun.

meinst du wirklich in einem heim ist es schlimmer? dort wirst du zumindest nicht geschlagen... wo ist den bruder jetzt? ist er jünger oder älter als du?

ich würde dir so gerne helfen, ich versuche mein bestes. antworte mir gerne, ich versuche dir gute tipps zu geben, denn ich habe mir damals nichts sehnlicher gewünscht, als jemanden, der mir hilft, mich da rausholt. bei mir fing es mit 14 an schlimm zu werden, ich bin jetzt 24.

kannst du mit deiner mutter denn noch manchmal reden, wenn sie nicht betrunken ist? ihr klarmachen, dass du gehen wirst, wenn sie nicht aufhört, dir wehzutun?

Antwort
von Maisifiziert, 23

Ziemlich krasse Geschichte... Wie geht es deinem Bruder denn heute so?? ich hoffe, dass er aufgehört hat, sich in den arm zu schneiden... sowas is nich gut für die haut... ;D

Jetzt zu dir: sprich doch mal mit deiner mutter, wenn sie nüchtern is, und sag ihr, dass es dir&deinem Bruder nich gut geht, und dass du mit ihr zusammen gerne was ändern willst...

Viel Glück

LG maisi

Antwort
von LivingMind, 24

Finde deinen inneren Frieden ganz für dich alleine und denk immer daran... Das was dir wiederfahren ist macht dich zu einem besseren Menschen denn du weist wie schrecklich es ist so behandelt zu werden. Vergib deinem Vater und auch deiner Mutter! Mach niemals die selben Fehler wie sie!


Finde deinen inneren Frieden!!!


Lieben Gruß... Jonny

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