Frage von lisarecke, 163

Kann ich gleichzeitig einen Minijob (450€) ausüben und eine kurzfristige Beschäftigung?

Hallo zusammen.

Ich bin Studentin und übe seit ca 2 Jahren einen Minijob aus, bei dem ich 360€ verdiene. Nun habe ich die Möglichkeit, an der Uni einen weiteren Job anzunehmen, allerdings wäre das vorerst nur für dieses Semester (weniger als 3 Monate). Hier würde ich 200€/Monat verdienen.

Ist es also möglich, beide Jobs auszuführen, ohne Abgaben leisten zu müssen?

Vielen Dank für eure Antworten! :)

Antwort
von siola55, 94

Ist es also möglich, beide Jobs auszuführen, ohne Abgaben leisten zu müssen?

Hi lisarecke, du mußt schon unterscheiden bei einem 450-Euro-Minijob als geringfügige Beschäftigung und einem Kurzfristigen Minijob, auch Kurzfristige Beschäftigung genannt (z.B. als Ferienjob für max. 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr!):

Ein 450-Euro-Minijob als geringfügige Beschäftigung ist sozialversich.pflichtig (aussser du stellst einen Befreiungs-antrag hierfür), jedoch steuerfrei, falls dein Arb.geber die 2% Pauschalsteuer entrichtet!

Bei der kurzfristigen Beschäftigung bzw. beim Kurzfristigen Minijob besteht keine Sozialversicherungspflicht, jedoch ist diese Tätigkeit steuerpflichtig!

Ob dir tatsächlich Lohnsteuer einbehalten wird vom AG bei deiner kurzfristigen Beschäftigung hängt von der Verdiensthöhe ab (bei Singles in Lohnsteuerklasse 1 ab ca. 950 € mtl. Bruttolohn) und diese evtl. einbehaltene Lohnsteuer kannst du dir im Folgejahr vom Finanzamt rückerstatten lassen durch eine Einkommensteuererklärung (Steuerfreibebtrag aktuell in 2016 sind 8.652 €).

Nachlesen kannst du dies in der minijob-zentrale.de unter Mi­ni­jobs im ge­werb­li­chen Be­reich bzw. die steuerliche Regelung in dem Link hier:

www.minijob-zentrale.de/DE/0\_Home/01\_mj\_im\_gewerblichen\_bereich/18\_steuerr...

wie z. B.:

Besteuerung des Arbeitsentgelts aus kurzfristigen Minijobs


Kurzfristige Beschäftigungen sind stets steuerpflichtig. Die
Lohnsteuer kann entweder nach den individuellen
Lohnsteuerabzugsmerkmalen (Höhe der Steuer abhängig von der Steuerklasse der Aushilfe) oder unter bestimmten Voraussetzungen pauschal mit 25 Prozent (zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) erhoben
werden.
usw...

Gruß siola55

Kommentar von lenzing42 ,

Ein 450-Euro-Minijob als geringfügige Beschäftigung ist
sozialversich.pflichtig (aussser du stellst einen Befreiungs-antrag
hierfür), jedoch steuerfrei, falls dein Arb.geber die 2% Pauschalsteuer
entrichtet!

Hier verwechselst du die Rentenversicherungspflicht mit der Sozialversicherungspflicht.

Ein Minijob bis zur Geringfügigkeitsgrenze von monatlich 450 € ist beitragspflichtig mit 3,7 % zur Rentenversicherung, aber nicht grundsätzlich zur Sozialversicherung.Und von diesen Beiträgen zur Rentenversicherung kann man sich auf Antrag befreien lassen,was aber nicht empfehlenswert ist.

Kommentar von siola55 ,

Sorry - hast natürlich Recht! Sollte Rentenversicherung heissen anstatt der falschen Sozialversicherung...

Versicherungspflicht in der Rentenversicherung

Aufgrund von Gesetzesänderungen besteht Versicherungspflicht in der Rentenversicherung

für eine geringfügig entlohnte

Beschäftigung, die ab dem 1. Januar 2013 aufgenommen wird

und für eine bereits vor dem 1. Januar 2013 aufgenommene geringfügig entlohnte

Beschäftigung, wenn das monatliche Arbeitsentgelt auf einen Betrag von 400,01 Euro bis maximal 450,00 Euro angehoben wird

.

Der Arbeitgeber entrichtet einen Pauschalbeitrag zur
Rentenversicherung in Höhe von 15 Prozent bzw. 5 Prozent (bei Minijobs in Privathaushalten). Der Minijobber hat einen Eigenanteil in Höhe von 3,7 Prozent bzw. von 13,7 Prozent (bei Minijobs in Privathaushalten) zu tragen. Das ist der Differenzbetrag zwischen dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung von derzeit 18,7 Prozent und dem Pauschalbeitrag des Arbeitgebers.

Nachzulesen in der minijob-zentrale.de

Antwort
von lenzing42, 101

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung und eine kurzristige Beschäftigung werden nicht zusammengerechnet.

Voraussetzung ist, dass die kurzfristige Beschäftigung von vornherein auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr vertraglich begrenzt ist.

Auf die Höhe des Entgelts kommt es hier ,anders als bei der geringfügig entlohnten Beschäftigung,zunächst nicht an.

Antwort
von cleverino, 121

Du darfst als Student höchstens 19,5 Stunden pro Woche arbeiten.

Was die Abgaben angeht, der Freibetrag beträgt 8652 Euro in diesem Jahr.

Antwort
von Yvette1998, 75

Das solltest du auf jedenfall mit deinem ersten Arbeitgeber absprechen, machne erlauben es nicht zwei Jobs zu haben. Weil man dann ja nicht immer einsetzfähig ist.
Ansonsten solltest du dich auf dem Amt einfach mal infomieren. 

Antwort
von herakles3000, 73

Erkundiege dich doch mal obe s die 1000 dm (oder heute vieliecjht 100߀ )reglung noch für Studenten gibt den dan kannst du das vielicht so machen.Ansonsten verlierst du viel geld da du die Sozialversicherungen aus deinem verdinst bezahlen must.und eventuel sogar schon steuern.

Antwort
von BlackLunatic, 66

Meines Wissens leider nicht. Du darfst zwar eine zweite Beschäftigung neben dem Minijob haben, du musst diese allerdings deinem Arbeitgeber melden. Da du dann aber Mehr als 450€ müssen Abgaben geleistet werden. Ich bin mir allerdings nicht 100% sicher wie genau das dann funktioniert

Kommentar von siola55 ,

Lisarecke will den 2. Job doch nur als Kurzfristige Beschäftigung ausüben mit max. bis 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Jahr (z.B. als Ferienjob) und nicht auch noch als geringfügige Beschäftigung!!!

Kommentar von siola55 ,

Mehrere 450-Euro-Minijobs ohne versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung

Hat ein Arbeitnehmer, der keiner versicherungspflichtigen
Hauptbeschäftigung nachgeht, mehrere 450-Euro-Minijobs bei verschiedenen Arbeitgebern nebeneinander, sind die Arbeitsentgelte aus diesen Beschäftigungen zusammenzurechnen (nicht zu berücksichtigen sind Arbeitsentgelte aus kurzfristigen Beschäftigungen).

Wird bei Zusammenrechnung mehrerer 450-Euro-Minijobs die monatliche Grenze von 450 Euro überschritten, so handelt es sich um versicherungspflichtige Beschäftigungen, die bei der zuständigen Krankenkasse zu melden sind.

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