Frage von Toblerona, 42

Kann ich erkennen wo sich Tapetenreste unter der bereits gespachtelten Wand befinden?

Wir sind völlig ratlos... Bei der Renovierung unseres Hauses haben viele Freunde geholfen und im Wohnzimmer auch die alte Tapete runtergekratzt. Ein Maler hat dann den Raum gespachtelt und vor kurzem tapeziert. Als am nächsten Tag der ganze Raum voller Bläschen unter der Tapete war, haben wir die Stellen aufgekratzt und gesehen, dass sich darunter die Spachtelmasse gelölst hat. Und zwar überall dort, wo minimale Tapetenreste waren. Ich hab nun die ganze Tapete wieder runtergerissen und stehe nun vor der Frage, ob ich auch die ganze Spachtelmasse runterkratzen muss oder es vielleicht doch eine Möglichkeit gibt zu erkennen, wo genau unter der Spachtelmasse Tapetenreste sind und nur dort zu arbeiten? Vielen Dank für jedweilige Ratschläge!!!

Antwort
von habakuk63, 42

Die gesamte gespachtelte Wand mit feinem Wassernebel besprühen und so feucht machen. Die Tapete unter der Spachtelmasse nimmt auch Feuchtigkeit auf. Jetzt die feuchte Wand beobachten und schauen wo die Feuchtigkeit deutlich länger sichtbar bleibt, an diesen Stellen ist wahrscheinlich noch Tapete unter der Spachtelmasse.

Antwort
von heurekaforyou, 22

Was war das denn für ein Maler?

Hast du ihn beauftragt und er hat als gewerblicher Unternehmer gearbeitet?

Dann haftet er nämlich für den Murks. Als Fachmann hätte er sehen können und müssen, dass die Wand zum Verspachteln nicht ausreichend vorbereitet worden ist.

Zudem hätte er bereits bei Verspachten kleine Papierstückchen in der Spachtelmasse bemerken müssen.

Da du aber von Bläschen im ganzen Raum sprichst halte ich einzelne Tapetenfetzen vom Entfernen der alten Tapete eigentlich auch nicht für den Grund.

Ich befürchte da etwas ganz anderes:

Weißt du noch womit der Maler die Wände verspachtet hat? Wird nach dem Spachteln nicht geeignete Grundierung verarbeitet kann unter Umständen folgendes passieren.

Die Tapete wird auf die Ungrundierte Wandfläche geklebt und die neu aufgetragende Spachtel- oder Putzmasse saugt das Wasser aus dem Tapetenkleister zu schnell auf. Folglich kann der Kleister an diesen Stellen seine Klebkraft nicht mehr voll entfalten und die Bläschen entstehen.

Hätte der Maler die Wände grundiert  wäre das sehr wahrscheinlich nicht passiert.

Zwar können auch andere Gründe eine Rolle spielen, doch ich selbst habe mal einen Neubau gesehen, wo genau das Gleiche passiert war. Die Maler haben nach dem Verputzen Raufaser geklebt und am nächsten Tag hingen die einzelnen Bahnen herunter.

Aus diesem Grund kleistern viele Renovierer, gerade in Altbauten die Wände vorm Tapezieren mit Kleister ein. Eben damit der Untergrund nicht so schnell das Wasser aufnehmen kann.

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