Frage von kitticat123, 61

Kann ich Einspruch erheben wenn ich der Meinung bin mein Pflichtteil ist zu wenig?

Antwort
von Ronox, 21

Nein, du kannst keinen "Einspruch" erheben. Höchstens einen Anspruch. Wenn der Erbe oder die Erben ihn jedoch nicht anerkennen, kannst du den Anspruch nur einklagen.

Kommentar von kitticat123 ,

Dankeschön meine Frage ist nun beantwortet.Einen schönen Tag noch :-)

Antwort
von Schnuppi3000, 35

Kannst du natürlich. Ob du Erfolg hast, kommt auf die Begründung und die tatsächliche Sachlage an.

Kommentar von kitticat123 ,

Ich habe meinen Pflichtteil beziffert, der Anwalt teilte mir mit er sei zu hoch berechnet.Ich solle mir einen Anwalt nehmen.Was ich bei dem kleinen Anteil von nun 1200 € nicht mache. Er kann mir doch auch meinen Anteil beziffern ? 

Kommentar von Schnuppi3000 ,

Weißt du denn, dass der Anteil höher als die 1200 Euro ausfallen müsste und kannst es auch begründen?

Kommentar von kitticat123 ,

Ich habe die Kontoauszüge aus denen nicht zu ersehen ist, das die Beerdigung abgezogen wurde. Knapp 4000 Euro. Kann ich diese Auszüge noch fordern.

Kommentar von Schnuppi3000 ,

Das hat nichts mit meiner Frage zu tun.

Da du scheinbar nicht viel Ahnung von der Thematik hast, bleiben dir zwei Optionen. Entweder nimmst du dir einen Anwalt oder du belässt es einfach dabei, wie es jetzt ist.

Kommentar von kitticat123 ,

Vielen Dank ich wünsche noch einen schönen Tag :-)

Antwort
von PoisonArrow, 24

Der Notar sollte über eine Vermögensaufstellung verfügen, wo alle Anlage- und Sachwerte, Kapitalanlagen etc. und natürlich auch Belastungen (Schulden) gelistet sind.

Wenn auch eine Immobilie hinterlassen wird, wäre es hilfreich, ein Wertgutachten von einem Sachverständigen über Gebäude u. Grundstück zu haben.

Ohne eine exakte Aufstellung ist auch keine Errechnung Deines Anteils möglich.

Wenn der Pflichtteil erstattet wird, werden zuvor vom Vermögen die Bestattungskosten abgezogen.

Aus Deiner Frage geht nicht hervor, welcher Anteil Dir zusteht - anders ausgedrückt: welches verwandtschaftliche Verhältnis besteht zum Verstorbenen?

Falls Dir der Notar Dir das nicht gesagt hat:
Der Pflichtteil ist NICHT das Erbe. Wenn der Pflichtteil ausgezahlt wird, ist das vom Wert her etwa die Hälfte vom Erbteil. Kann Dir  von daher etwas wenig vorkommen, wenn man vom Erbteil ausgeht...

Ich würde Dir ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt, der sich mit Nachlass-Geschichten auskennt, empfehlen.

Der Notar, welcher den Nachlass regelt, muss neutral handeln. Er darf Dich natürlich ebenfalls informieren, genau genommen muss er das auch, damit Dir alles verständlich rübergebracht wird.

Wie gesagt, ein Beratungsgespräch bei Deinem Anwalt ( der idealer Weise vielleicht sogar Anwalt + Notar ist) bringt Dich weiter und kostet vermutlich nicht allzu viel. Das Gespräch dauert wahrscheinlich 15 - 20 min.

Alle Unterlagen mitbringen, Situation stichwortartig aufschreiben.
Klare Zahlen + Fakten schaffen klare Antworten und verkürzen die Beratungszeit.

Grüße, ----->

Kommentar von kitticat123 ,

Danke ich bin die Tochter, mein Vati ist gestorben, es geht nur um Bares.25.000 € durch 5 minus Anteil Stiefmutter. Also sehr wenig. 

Kommentar von PoisonArrow ,

Zunächst mein Beileid für Dich.

Stiefmutter war mit Vater verheiratet?
Wenn ja:

25000 : 2 = 12500   weil die Hälfte erbt die Ehefrau unter diversen Voraussetzungen, die ich jetzt mal annehme.

12500 : 5 = 2500  das wäre das Erbe

davon die Hälfte ist der Pflichtteil ( = 1250 Euro ),
wie gesagt abzüglich der Bestattungskosten.

Für diese Rechnung kann ich natürlich keine Garantie geben, da ich keine Details kenne usw.

Grüße, ------>

Kommentar von kitticat123 ,

Danke das habe ich auch ausgerechnet...wenigstens etwas.Schönen Tag :-)

Kommentar von PoisonArrow ,

Ebenfalls möglich, dass der Notar statt des Pflichtanteils eine Summe in die Urkunde eingesetzt hat, die er als "Abfindung" ausgezeichnet hat.

Dieser Betrag kann den Pflichtteil unterschreiten.

Er sollte Dir natürlich erklären, wie die Summe errechnet wurde.
Anzunehmen ist, dass die Witwe (Stiefmutter) den Notar mit dem Nachlass beauftragt hat. Deshalb darf es dennoch keine Trickserei und Verschleierung geben. Der Notar muss wie gesagt neutral handeln.

Auch Dir einen schönen Tag.

Liebe Grüße, ----->

Antwort
von ErsterSchnee, 45

Bei solchen heiklen Fragen solltest Du einen Anwalt konsultieren.

Antwort
von Antworter15, 1

Oft führt das Nachlassverzeichnis auch Sachwerte an, die von den Erben einfach geschätzt werden. Dabei werden insbesondere Immobilien gerne unter Wert beziffert, um so den Pflichtteil des Berechtigten möglichst gering zu halten.

Der Pflichtteilsberechtigte darf hierzu den Erben auffordern, ein Wertgutachten vorzulegen (siehe 2314 BGB). Der Erbe muss sodann einen Sachverständigen mit der Begutachtung beauftragen. Die Gutachterkosten sind nämlich aus dem Nachlass zu bezahlen. Dies darf auch nur dann abgelehnt werden, wenn das Erbe so gering ist, dass es voraussichtlich noch nicht einmal die Kosten der Begutachtung abdeckt.

Schau mal hier: http://www.recht.help/erbrecht/gesetzlicher-pflichteil-erbe-trotz-testament/

Antwort
von jimpo, 32

Die Frage beantwortet Dir ein Anwalt.

Kommentar von kitticat123 ,

Den muss ich doch dann bezahlen? 

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