Frage von xxxspixxx, 124

Kann ich einfach so gekündigt werden, Oder geht das nicht so einfach?

Hallo zusammen,

ich habe da mal eine Frage und möchte direkt ehrlich beginnen. Mein Chef hat mich vor ein paar Wochen zum Gespräch bestellt und mir vermittelt, dass ich keine Zukunft in der Bank wo ich momentan arbeite habe. Die Gründe waren meiner Meinung nach nicht gerade gravierend. Er hat mir angeboten, dass ich noch einen Monat selbst nach Arbeit suche und dann selbst kündige, damit in dem Zeugnis nicht steht das ich gekündigt würde. Jetzt meine Frage, kann er mich einfach so mit schlechten Gründen kündigen ? Und warum bekommen Kollegen die gekündigt wurden eine Abfindung oder andere Abmachungen ? Ich bin seit 2 Jahren bei der Bank. Oder habe ich das Angebot selbst zu kündigen bekommen, da es auch einfacher für die Bank ist ? Meine Frage also, kann ich einfach so gekündigt werden und wenn ja, das auch ohne Abfindung ?

Danke schinmal an die ernst gemeinten antworten

Mit freundlichen Grüßen

Antwort
von DonCredo, 65

Hi! Da Du die konkreten Begründungen nicht genannt hast, ist es schwer Dir fundiert zu raten. Von daher ganz grundsätzlich: auf keinen Fall selbst kündigen, egal wie der Sachverhalt gelagert ist. Da liegen die Nachteile fast nur bei Dir. Wenn Du schon eine neue Stelle hättest würde das anders aussehen und es würde alles etwas entspannter ablaufen. Sofern man Dir dann kündigt sofort zum Anwalt und Widerspruch einlegen. Und dann beginnt das Pokerspiel - je dürftiger der Kündigungsgrund umso grösser ist die Chance zu einer Abfindung - das ist Verhandlungssache und je dringender man dich loswerden will und das nicht kann, umso mehr kann man rausschlagen. Hast Du dir was zu Schulden kommen lassen, dann ist die Marschrichtung "Schadensbegrenzung" für Dich, der Deal ist dann neutrales gutes Zeugnis gegen freiwilliges Gehen. Ob man Kündigungsgründe ausräumen und doch bleiben kann ist meist fraglich. Auf jeden Fall nicht selbst kündigen und bei ausgesprochener Kündigung ab zum Anwalt. Da hängt mehr dran, als Du als Laie sehen kannst. Gruss

Antwort
von NSchuder, 75

Du kannst ja die Frage einer Abfindung im Rahmen eines Aufhebungsvertrages ansprechen, aber ich glaube nicht dass Du eine Abfindung bekommst, denn eine Abfindung gibt es meistens nur bei einer betriebsbedingten Kündigung, z.B. wenn Deine Stelle abgebaut wird.

Grundsätzlich ist das mit dem selber kündigen so eine Sache...

Einerseits hast Du dann kein Zeugnis in dem steht dass Du gekündigt wurdest weil Deine Leistungen nicht ausreichend waren.  Ok, jetzt werden einige sagen dass sowas in Zeugnissen eh nicht drin stehen darf - aber wird wissen alle dass es entsprechende Klauseln gibt, die positiv klingen aber negatives aussagen.

Andererseits macht das nur Sinn wenn Du dann schon eine neue Stelle hast. Auf Grund dessen, dass Du selber kündigst, bekommst Du nämlich eine Sperre beim ALG und die Abfindung kann in bestimmten Fällen zusätzlich zum Ruhen des Anspruches auf ALG führen, so lange bis die Abfindung aufgebraucht ist...

Antwort
von maxim65, 75

Nicht selber kündigen, damit löst du das Problem deines Chefs und machst dir jede Menge eigener. Das erste wäre das du kein ALG  bekommst weil du selber gekündigt hast.

Lass dich kündigen, sieh dir den Grund an und entscheide dann ob du dagegen vor gehst oder nicht.

Antwort
von Kuestenflieger, 74

kündigen lassen , sonst sperre beim ALG 1 für 13 Wochen . suchen sie sich etwas neues mit den grundkenntnissen und mehr, im wettbewerb der kreditinstitute .

auch andere werden schlanker durch die zinspolitik und sortieren .


Antwort
von Waffelkopf14, 74

Du darfst auf keinen Fall selber kündigen. Erstmal wirft das dann ein ziehmlich bescheuertes Licht auf dich und zum Zweiten gibt es keine Gründe die eine Kündigung Rechtfertigen würden, es sei denn du hast hir nicht alles erzählt.

Wenn dein Chef dir kündigen will würde ich mir einen Anwalt besorgen und das ganze mal prüfen lassen.

Kommentar von xxxspixxx ,

Die Gründe sind laut ihm Leistungsbezogen und auf eine hohe Fehlerquote.

Da stimme ich zwar auch nicht zu, aber es ist kein gravierender Grund wie Diebstahl oder ähnliches 

Kommentar von Waffelkopf14 ,

Ich kenn deine Leistungen nicht, also würde ich dir raten jetzt einfach nochmal alles zu geben und möglichst keine Fehler zu machen, wenns sein muss noch mal über deine Arbeit drüber schauen bevor du sie beendest. Versuch deinen Chef mal so richtig zu beeindrucken.

Kommentar von maxim65 ,

Bevor du deswegen fliegst muss noch was passieren. Einmal müssen konkrete Sachen vorgeworfen werden. Es muss erkennbar sein das du Unterstützung erhalten hast um die Fehlerquote zu minimieren. Eine Abmahnung wäre der erste Schritt um dich deswegen loszuwerden. Was aber gehen würde ist dir ein andere Arbeitsaufgabe zu geben die dich so anstinkt bist du wirklich von selber gehst.

Also um Ärger zu vermeiden, reiss dich am Riemen und erledige deine Arbiet. Wennn du was nicht kannst frag deinen Chef wie du es besser machen kannst und ob er dich dabei unterstützen kann. Damit nimmst du ihm den Wind aus den Segeln und du hilfst dir selber.

Kommentar von Waffelkopf14 ,

Das stimmt und wenn er dir nicht helfen will dann kannst du davon überzeugt sein dass er dich auch gar nicht haben will und es ihm nicht um deine Leistung geht.

Kommentar von Rosy1974 ,

Nach der Probezeit ist eine Kündigung mangels Leistung nur dann erlaubt, wenn der Arbeitgeber dir nachweisen kann, dass deine Leistungen mindestens 30 % schlechter waren, als man es vom Durchschnitt erwarten kann. Außerdem warst du 2 Jahre dort. So schlecht kannst du nicht gewesen sein, sonst wärst du bereits in der Probezeit geflogen.

Antwort
von martinzuhause, 75

du sollst ja gerade selber kündigen damit er die abfindung spart

Kommentar von xxxspixxx ,

Das bedeutet die müssen mir eine zahlen ? 

Kommentar von maxim65 ,

Nein müssen sie nicht. Aber die Kündigung muss begründet werden. Wenn die Gründe schlecht sind steigt die Chance auf eine Abfindung.

Antwort
von Repwf, 73

Warum sollte er das nicht können? Er hat genauso die Möglichkeit dich mit einhakten der Fristen zu kündigen wie du auch!

Also ist das was er dir vorgeschlagen hat schon sehr fair...

Kommentar von CodeExtreme ,

Nein Sie kennen sich nicht aus.

Es gibt einen Kündigungsschutz der von der bisherigen Zeit im Unternehmen abhängt und man wird bei eigener Kündigung vom Arbeitslosengeld befreit.

Mithin bringt das nur Nachteile. Anders ist es wenn man schon die zweite Arbeitsstelle sicher hat.

Kommentar von Repwf ,

Und in der Frage ging es NIERGENDS um Arbeitslosengeld! 

Das Angebot war sich selber was zu suchen, und das macht sich im Lebenslauf aus einer UNGEKÜNDIGTEN Stelle heraus nunmal deutlich besser! 

Von daher war das Angebot schon nicht verkehrt! 

Kommentar von maxim65 ,

Enstchuldigung das ist Unfug. Für eine eigene Kündigung braucht man kein Angebot eines AG um es zu tun.  Wenn jemand gehen will dann geht er und wartet nicht auf die Aufforderung sich was zu suchen. Auf der anderen Seite ist jedoch diese Aufforderung von Seitens der AG der deutliche Wink das man jemanden loswerden will aber eigentlich nicht weiss wie. Das ist Dummenfang und hat mit "fair" nichts zu tun.

Zu einer eigenen Kündigung gehören aber auch die Konsequenzen und die sind nun mal u,a kein ALG. Wenn es "fair" wäre würde der der AG darauf hinweisen. Richtig ist das es sich aus einer ungekündigten Stelle besser bewirbt aber wenn mir der AG grosszügig einen Monat gibt habe ich genau so Zeitdruck. Damit ist ein wesentlcher Vorteil weg. Wie gesagt das ist einfach nur der Versuch jemanden elegant loszuwerden.

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