Frage von masamope, 56

kann ich einen mahnbescheid ablehnen, weil die psychologin in ihrer beurteilung eine offene rechnung beim hausarzt angemahnt hat?

die behandlung bei einer psychologin wurde beendet, wollten dann einen befund haben, dieser wurde 1. mit einer anderen person verwechselt teilweise und 2. wurde abschliessend eine rechnung angemahnt, dieser bericht ging an den hausarzt. haben uns bei ihr beschwert, auch im korrigierten befund war wieder diese anmahnung, wollten eine entschuldigung, dann würden wir auch zahlen. jetzt schickt sie ohne eine mahnung an uns einen mahnbescheid. kann ich diesen ablehnen?

Antwort
von berlina76, 32

Das kommt drauf an. Wie alt ist die dazugehörige Rechnung? Älter als 4 Wochen? Die Rechnung wurde ja im Befund angemahnt, also habt ihr eine Mahnung erhalten.

Was steht auf der Rechnung für eine Zahlungsfrist.2 Wochen oder 30 Tage?

30 Tage bedürfen keiner Mahnung weil dies die gesetzliche zahlungsfrist ist. 14 Tage müssen angemahnt werden.

Von hier aus gesehen ist das ok.

Kommentar von mepeisen ,

30 Tage bedürfen keiner Mahnung weil dies die gesetzliche zahlungsfrist ist

Das ist schlichtweg falsch. Gegenüber Verbrauchern reicht das bloße Nennen eines Termins oder der 30-Tages-Frist gerade nicht aus. Es muss eine durchaus vernünftige und vollständige Belehrung auf der Rechnung sein, welche Folgen entstehen, erst dann ist diese Sonderregel des BGB erfüllt.

Antwort
von Mignon2, 36

Du kannst innerhalb der im Mahnbescheid angegebenen Frist Widerspruch einlegen. Wenn ich dich richtig verstanden habe (ich bin mir nicht sicher), hast du die Forderung anerkannt und wolltest lediglich eine Entschuldigung der Ärztin haben. In diesem Falle wäre ein Widerspruch im anschließenden Gerichtsverfahren erfolglos und du würdest alle Verfahrenskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) zu tragen haben.

Kommentar von mepeisen ,

Korrekt. Und um das zu ergänzen: Durch die Verweigerung zu zahlen bzw. das von einer Entschuldigung abhängig zu machen, kann sogar jede Mahnung unterbleiben. Man kann dann direkt klagen bzw. Mahnbescheide beantragen. Von daher völlig OK, was hier passiert ist.

Ob man vom moralischen Standpunkt her eine Entschuldigung verlangen darf oder nicht, steht auf völlig anderem Papier.

Antwort
von lillsister, 33

Ablehnen nicht, aber binnen einer Frist von 2 Wochen widersprechen.

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