Frage von Oliviye, 131

Kann ich einen Arzt verklagen wenn er einen schwer kranken Patienten nicht die verordneten Medikamente verschreibt?

Hallo

Die genannte Person War im KH in Behandlung. Sie wurde dann entlassen. Im entlassungsbrief waren wichtige Medikamente verordnet die der Hausarzt weiterhin verschreiben sollte. Dies hat er nicht gemacht und der Patient musste schwer krank wieder ins KH aufgrund dieser fehlenden Medikamente. Der Arzt redet von einem "Missverständnis". Wir sind aber stinksauer da die betroffene Person in einer sehr lebensgefährlichen Lage nun steckt. Kann man diesen Arzt anzeigen bzw verklagen? Lg

Antwort
von Goodnight, 74

Ja kann man, wird euch aber nur enorm viel Geld kosten und nichts bringen.

Antwort
von Wurzelstock, 48

Ich bezweifle deine Darstellung.

Im Krankenhaus werden in der Regel Markenpräparate angewendet die auf dem freien Arzneimittelmarkt viel teurer sind als Generika. Der niedergelassene Arzt darf aber nur Generika verschreiben. Andernfalls werden ihm die Kosten der verordneten Medikamente von seinem Honorar abgezogen.

Die Krankenhäuser erhalten die Markenpräparate aber günstiger als die Generika in den öffentlichen Apotheken sind. Damit wird ihr Arzneimittelbedarf gesponsort, der sonst überhaupt nur schwer zu bestreiten wäre.

Das tut die Pharmaindustrie sowohl aus merkantilen, aber auch aus ethischen Gründen. Ich nenne hier nur einen der ethischen: Niemand kann sichere Arzneimittel herstellen, wenn er nicht - bildlich gesprochen - neben dem Arzt am Krankenbett steht.

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgt deshalb fast immer eine Umstellung von den Krankenhausmarken auf Generika. Dagegen leisten die Patienten zum Teil erbitterten Widerstand, weil sie die Gründe dafür entweder nicht kennen, oder nicht einsehen können.

Kommentar von imager761 ,

Genau so ist es - zumal im Entlassungsbrief des KH keine Verordnung eines bestimmten Präparats steht, sondern ein Therapievorschlag an den behandelnden Arzt.

Und wer seine erneute Einweisung billigend in Kauf nimmt, statt sich mit seiner KK oder einem anderen Facharzt zu beraten, hat den lebensbedrohlichen Zustand eher selbst zu verantworten.

Kommentar von Oliviye ,

ähm Nein... hast du den Beitrag überhaupt richtig gelesen ? es wurde vom Arzt genau das Medikament was er braucht nicht verschrieben. auch keine anderweitig oder ähnlichen nicht !!!!!!!!!

Kommentar von Wurzelstock ,

Oliviye, im Text deiner Frage steht absolut nichts drin, was eine sinnvolle Antwort ermöglichen würde. Erst in einem Kommentar weiter unten rückst Du mit ein paar weiteren Informationen raus, die das aber auch nicht ermöglichen - so ernst dieser Fall auch ist.

Grundsätzlich kann man jeden Arzt verklagen. Ob eine solche Klage aber erfolgreich ist, wissen wir genauso wenig wie Du, solange wir nicht den Sachverhalt kennen.

Zum Sachverhalt gehört der Arztbrief des Krankenhauses, sowie die Vorschriften der Kassenärztlichen Vereinigung, die der praktische Arzt genauso befolgen muss, wie die Therapieanweisungen des Krankenhauses. Da es sich hier ja um eine Intervalltherapie handelt, kann die durchaus beim niedergelassenen Arzt mißverstandenen worden sein. Allerdings wäre das auch dann womöglich eine Fahrlässigkeit. Fragt sich aber, von wem: Vom Krankenhaus oder vom Hausarzt?

Den Arztbrief gibst Du aus Gründen des Datenschutzes nicht bekannt, und die Vorschriften der KV kennst Du so wenig wie wir. Über den Erleichterungseffekt hinaus, dir erst einmal Luft gemacht zu haben, kannst Du deshalb hier keine sachliche Beratung erwarten. Gehe mit den Unterlagen zu einem fachlich versierten Anwalt - vielleich kennt ein User eine Adresse.

Antwort
von ponyfliege, 64

sprich darüber mit der krankenkasse.

Antwort
von vanillakusss, 74

In Deutschland ist das schwierig. Wenn ihr beweisen könnt, dass der Arzt bewusst die notwendigen Medikamente nicht verordnet hat/nicht verordnen wollte, würde ich es versuchen.

Vielleicht interessiert es auch die KK, die würde ich auch informieren.

Kommentar von Trogon ,

Wenn Lebensgefahr besteht geht das unproblematisch, weiß ich.

Fahrlässige Körperverletzung !!!!

Kommentar von vanillakusss ,

Ach, der Arzt kann sich meistens rausreden. Ich durfte das auch erfahren, leider. Unter den Folgen werde ich auch weiter leiden müssen aber dem Arzt geht es gut.

Kommentar von Oliviye ,

Das ist Lebensgefährlich. Der Patient ist krebskrank und brauchte wichtige Medikamente zur weiter Behandlung

Kommentar von vanillakusss ,

Wie hat der Arzt denn seine Ablehnung begründet?

Kommentar von Oliviye ,

er meint es wäre ein missverständnis... er wurde richtig nervös und wollte sich raus reden. er weiß genau das er Mist gebaut hat....

Kommentar von vanillakusss ,

Nein, das meine ich nicht. Was ich meine, ist, wie hat der Arzt begründet genau dieses Medikament nicht verordnen will?

Kommentar von Oliviye ,

er hat es schlicht und einfach vergessen!!!! Er hat nicht dran gedacht er War überfordert oder gott weiß was... das ist ja das schlimme daran ... er meinte die Behandlung wäre mit dem Medikament abgeschlossen. also er ist davon ausgegangen. aber im Entlassung Brief stand was anderes

Kommentar von vanillakusss ,

Und der Patient? Wieso hat er es nicht bemerkt? Oder einer der sich um den Kranken kümmert?

Ich weiß nicht, sprich mal mit der KK darüber, vielleicht bringt euch das weiter.

Antwort
von DerJustinBieber, 58

Aus Gründen der Einfachheit würde ich den Arzt wechseln. Vielleicht hat sich der Arzt auch nur geweigert überflüssige Schmerzmedikamente die anhängig machen zu verschreiben.

Antwort
von Blitz68, 84

klär das mal mit der Krankenkasse und evtl. einem Anwalt - die müssten die Rechtslage genauer kennen

Antwort
von Trogon, 63

Ja, fahrlässige Körperverletzung.

Kommentar von vanillakusss ,

Das weißt du nicht, du kannst es nicht aufgrund einer Frage feststellen. Ganz davon abgesehen, dass das erst als Körperverletzung angesehen werden muss.

Kommentar von Trogon ,

Naja, lebenswichtige Medis  auf Anweisung zu ignorieren und zuschauen wie der Patient immer kränker wird bis Lebensgefahr besteht.

Würde es einen Verwandten von mir passieren wäre ich schon längst beim Anwalt.

Ärzte haben keine Narrenfreiheit.

Kommentar von vanillakusss ,

DU siehst das so. Das heißt nicht, dass ein Gericht das genau so beurteilt.

Kommentar von Trogon ,

Wenn die Derails stimmen dann bekommt er auf alle Schmerzensgeld.

Kommentar von LouPing ,

Hey Trogon

Wenn die Derails stimmen dann bekommt er auf alle Schmerzensgeld.

Träum weiter. 

Mediziner investieren eine menge Geld in ihre Berufshaftpflichtversicherungen,deren Anwälte lächeln müde über deine Vorwürfe. Den Kram erledigt er in der Mittagspause. 

Will der Hausarzt nicht verschreiben muss er das begründen. Therpievorschläge weisen die Richtung,sind aber keine Pflicht. Viele Patienten sind bereits mit dem lesen der Berichte überfordert und interpretieren diese falsch.  

Interessant wäre nun zu wissen welchen Grund der Hausarzt benannt hat. 

Kommentar von vanillakusss ,

Das würde ich auch gerne wissen.

Kommentar von Trogon ,

Arztstrafrecht. 

http://www.info-krankenhausrecht.de/Rechtsanwalt_Medizinrecht_Arztstrafrecht_Str...

Da kommt bei dem einiges zusammen. 

Antwort
von Secretstory2015, 57

Und was soll das dem Patienten bringen?!

Kommentar von Trogon ,

So ein Arzt gehört aus dem Verkehr gezogen, bevor er das beim nächsten Patienten auch tut.

Wenn einer Opiate wie blöd verschreibt, ist der auch schnell weg vom Fenster.

Kommentar von Oliviye ,

Ja der hat den Patienten in eine lebensbedrohliche Lage gesteckt! Fakt ist hätte der Patient diese verordneten Medikamente bekommen wäre er jetzt nicht in diesen Zustand !!!

Kommentar von LouPing ,

Hey Oliviye

Sich vor Ort! mit dem Arzt auseinander zu setzten würde mehr Sinn machen. 

Behauptungen und Vorwürfe lösen das Problem nicht. 

Kommentar von Secretstory2015 ,

Genau das denke ich mir auch ...

Antwort
von marina2903, 42

kann man schon, wird aber schwierig.problem erst mal bei der ärztekammer kundig machen

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