Frage von Perplexx, 51

kann ich eine fristlose kündigung durchbekommen wenn mein chef mir droht?

Also ich arbeite im Sicherheitsdienst und hatte mit meinem chef abgemacht das ich jetzt kündige weil ich als mechatroniker eine stelle bekommen habe. doch als ich jetzt das schriftliche mit ihm klären wollte sagte er mir das ich die 14 tage kündigungsfrist einhalten müsste und drohte mir damit wenn ich nicht zu der neuen stelle gehe mich zu verklagen.

ich muss dazu sagen das mein chef mir teile von meinem lohn nicht gezahlt hat mir meine lohnabrechnungen nicht gibt und ich 2 monate auf mein §34a warten musste weil er ihn mir nicht geben wollte, reicht davon irgendwas für eine fristlose kündigung?

danke im voraus

Expertenantwort
von Familiengerd, Community-Experte für Arbeitsrecht, 23

reicht davon irgendwas für eine fristlose kündigung?

So, nach Deiner Schilderung: Nein!

Zur "Drohung":

Die Ankündigung einer Klage für den Fall der Nichteinhaltung der Kündigungsfrist ist keine "Drohung", die eine fristlose Kündigung Deinerseits rechtfertigen würde.

Etwas Anderes könnte es sein, wenn er Dir ernsthaft (und beweisbar) z.B. mit dem Einsatz körperlicher Gewalt gedroht hätte.

Auf die mündliche Verabredung, ohne Frist das Arbeitsverhältnis beenden zu dürfen, kannst Du Dich ohne Zeugen nicht berufen. Wenn Du trotzdem fristlos kündigst, hat der Arbeitgeber im Allgemeinen zur eine Klagechance, wenn er einen dadurch tatsächlich entstandenen Schaden detailliert nachweisen kann; aber selbst dann dürfte bei einer 14-tägigen Kündigungsfrist der Schaden kaum erheblich sein - sofern bei Abwägung mit den Vertragsverletzungen durch den Arbeitgeber ein Gericht dem überhaupt entsprechen würde. Das Risiko sollte sich der Arbeitgeber dreimal überlegen, zumal er bei anwaltlicher Vertretung diese Kosten in jedem Fall selbst zu tragen hätte.

Du könntest es also durchaus riskieren, wenn der Job als Mechatroniker es Dir wert ist!

Zur Nichtzahlung von Lohnteilen usw.:

Auch das rechtfertigt keine fristlose Kündigung Deinerseits. Dafür wäre - nach der allgemeinen Rechtsprechung - Voraussetzung, dass eine Lohnzahlung über wenigstens 2 Monate nicht erfolgt wäre und Du Deinen Arbeitgeber vergeblich deswegen abgemahnt (also zur Lohnzahlung mit Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen wie z.B. Kündigung aufgefordert) hättest.

Wenn Du noch nie eine Lohnabrechnung erhalten hast, ist das zwar eine Pflichtverletzung des Arbeitgebers, die aber ebenfalls für eine fristlose Kündigung nicht schwerwiegend genug ist (übrigens muss der Arbeitgeber eine Lohnabrechnung immer nur dann wieder neu ausstellen, wenn sich wesentliche Daten im Abrechnungszeitraum geändert haben).

Antwort
von Chichiri, 26

Wieso sollte er dich verklagen, wenn du nicht zur neuen Stelle gehst?

Wie lange wartest du schon auf den Teil vom Lohn? Hast du das schonmal angemahnt und eine Frist gesetzt? Oder hat der Arbeitgeber mittlerweile deinen kompletten Lohn schon bezahlt?

Antwort
von Shany, 28

Oh dass würde ich mal beim Jobcenter erfragen

Kommentar von skychecker ,

Seit 5  1/2 Jahren hier, 16902 Antworten gegeben und dann so eine eher wenig hilfreiche Antwort?!?!

Kommentar von Shany ,

Und Du kannst nur schlechte Kommentare abgeben?;-P

Kommentar von Familiengerd ,

Da hat skychecker allerdings Recht!

Und wer sagt denn, dass das "Jobcenter" überhaupt ein Ansprechpartner wäre?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten