Frage von Seelina97, 36

Kann ich eine Bescheinigung vom Arbeitgeber mit Beurteilung verlangen solange ich noch dort arbeite?

Hallo, es geht um folgendes: wenn man sich für einen Ausbildungplatz für nächstes Jahr bewirbt und dort eine Bescheinigung über die aktuelle Tätigkeit beilegen möchte, kann ich dies schon nach einem Monat (solange wie ich dort arbeite) mit Beurteilung verlangen? Oder kann sich die Arbeit in der kurzen Zeit "noch kein richtiges Bild" von einem machen und mir nur ausstellen das ich dort arbeite und wann genau ich angefangen habe? LG

Antwort
von GerdausBerlin, 19

"Jeder Arbeitnehmer hat per Tarifvertrag oder bei einem triftigen Grund Anspruch auf ein Zwischenzeugnis. Typische triftige Gründe sind: Bewerbung um eine neue Stelle, wesentliche Änderungen des Aufgabengebiets, Versetzung in eine andere Abteilung oder längere Abordnung in ein Projekt. (...)

Ohne triftigen Grund oder ohne tarifvertragliche Basis besteht kein Anspruch auf ein Zwischenzeugnis." Quelle: http://www.karriere.de/berufseinstieg/das-recht-auf-ein-zwischenzeugnis-7042/

Gruß aus Berlin, Gerd

Kommentar von Seelina97 ,

vielen Dank!

Antwort
von Gummibusch, 20

Ein Arbeitszeugnis steht Dir regelmäßig zu,  man kommt natürlich nicht monatlich mit diesem Wunsch zu seinem Arbeitgeber ;)

Kommentar von Seelina97 ,

Dankeschön :)

Kommentar von Nightstick ,

@Gummibusch - das ist leider falsch!

Ein "regeläßiges" Arbeitszeugnis sieht das deutsche Arbeitsrecht nicht vor  ==> siehe die richtige Antwort von @GerdausBerlin !

Antwort
von DerDudude, 19

Vor dem Zeitpunkt der Beendigung steht dem Arbeitnehmer lediglich in Ausnahmefällen die Erstellung eines sogenannten Zwischenzeugnisses zu

Quelle: http://www.arbeitszeugnisse.info/seite2.html

Sieh dir mal Punkt 13 im Verlinkten an.

Kommentar von Seelina97 ,

Danke dir =)

Kommentar von Nightstick ,

Gerade der Punkt 13 gibt der Fragestellerin das Recht, ein qualifiziertes (!) Zwischenzeugnis zu verlangen.

Und in diesem speziellen Fall, in dem es um die Bewerbung für eine Ausbildungsstelle geht, ist es dem jetzigen Arbeitgeber zuzumuten, ein wohlwollendes, qualifiziertes Zwischenzeugnis zu erstellen - auch wenn die Gesamtbeschäftigungszeit erst einen Monat beträgt!

Kommentar von DerDudude ,

Meine Antwort hat dies nicht ausgeschlossen.

Kommentar von Nightstick ,

Sie war aber insgesamt unklar - deshalb meine Einlassung.

Anm.: Man hilft den Fragestellern nur sehr wenig, wenn man lediglich Internet-Links einstellt (und auf irgendwelche Unterpunkte verweist)!

Aber Du wirst Dich sicher noch zu einem guten Ratgeber entwickeln :)

Antwort
von Gummibusch, 16

Ups, man sollte natürlich erst lesen bevor man antwortet :)

Nach nur einem Monat wird sich Dein Arbeitgeber natürlich schwertun mit einer Beurteilung, normalerweise schreibt er das dann auch hinein, dass das Zeugnis aufgrund der kurzen Beschäftigungszeit nur begrenzt aussagekräftig sein kann.

Kommentar von Seelina97 ,

Ich hätte es normalerweise auch erst gegen Ende des Jahres bekommen, aber die Bewerbungsfrist endet in 2 Wochen und von daher benötige ich es jetzt schon. Ohne Zwischenzeugnis glaubt mir nachher niemand das ich auch einer Arbeit nachgehe :D Es will ja immer jeder für alles eine Bescheinigung. ;-)

Antwort
von Sanja2, 7

Für einen Job den man aktuell hat muss noch keine Bestätigung oder Zeugnis einer Bewerbung beigelegt werden. Ggf. musst du dies aber bei Eintritt nachreichen.

Kommentar von Nightstick ,

Das ist zwar vom Grundsatz her richtig, aber "die Konkurrenz schläft nicht" - will heißen, wenn die Fragestellerin eine gute Beurteilung mit einreichen kann, hat sie möglicher Weise einen kleinen Vorsprung gegenüber ihren Mittbewerbern - in der heutigen Zeit manchmal entscheidend.

P.S.: "Müssen" muss man gar nichts - nur eines Tages sterben! :))

Kommentar von Sanja2 ,

Na ja, ich für meinen Teil finde einen Nachweis für einen Job den man erst 1 Monat macht eher albern und würde es in einer Bewerbung nicht besonders bewerten.

Kommentar von Nightstick ,

Das ist Deine persönliche Sicht, aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die der Personalentscheider in den Ausbildungsbetrieben.

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