Frage von Apfeltraube12, 2.407

Kann ich eine alte Frau als Oma adoptieren?

Hallo. :)

Ich heiße Mara und bin 11 Jahre alt und bin in der sechsten Klasse auf einem Gymnasium. Ich habe eine Freundin. Die heißt Lina und ist 79 Jahre alt. Ich habe sie vor zwei Monaten kennengelernt als sie im Kaufhaus auf einer Bank saß und die Leute beobachtet hat. Sie hat gelächelt- aber ein trauriges Lächeln. Ich war mit meiner großen Schwester unterwegs und habe auf sie gewartet, weil sie ewig in einem Laden gebraucht hat. Also setzte ich mich neben die Frau und habe eine kleine Tüte Gummibärchen aufgemacht die ich von meinem Geburtstag übrig hatte. Die Frau hat mich die ganze Zeit angeschaut also habe ich sie gefragt, ob sie Gummibärchen möchte und sie hat über das ganze Gesicht gestrahlt und gesagt, das ich ihr das schönste Geburstagsgeschenk gemacht habe. Ihr müsst wissen, dass sie zwei Tage davor Geburtstag hatte. Ich verstand nicht wieso sie sich so über ein Gummibärchen freute und sie erzählte mir, das sie alleine wohnt. In einer Wohnung in der Nähe und keine Familie mehr hat. Also sie hat schon eine Familie, aber die mögen sie nicht. Sie hat drei Kinder: Zwei Töchter und einen Sohn und alle drei kümmern sich nicht um sie. Sie haben sie weder zu Weihnachten besucht noch zu ihrem Geburtstag. Sie haben nicht mal angerufen und gratuliert, Ihr Mann ist schon seit zehn Jahren tot und ins Heim möchte sie nicht da sie dafür in einen anderen Stadtteil müsste weil das Heim hier voll ist. Dabei lebt sie schon ihr ganzes Leben in dem Stadtteil und geht jeden Tag ins Kaufhaus, weil sie es mag den Leuten zuzuschauen. Sie findet es schön wenn sie sieht, dass andere glücklich sind. Sie kann nicht mehr weit laufen und ist deswegen immer im Kaufhaus oder Park. Ich habe ihr versprochen sie zu besuchen und ich bin jetzt zweimal die Woche bei ihr und lese ihr vor oder spiele mit ihr Mensch-Ärger-dich-nicht. Sie hat mir Schach beigebracht und viel aus ihrem Leben erzählt. Sie hat so viel Schlimmes erlebt. Von ihren sechs Geschwistern sind vier schon gestorben und die anderen beiden sind sehr krank und vergesslich und wohnen weit weg bei ihren Familien. Ich mag sie sehr gerne und mir tut das alles so leid. Sie bäckt mir immer Plätzchen. Sie war bestimmt eine tolle Mama und Schwester. Wieso sind Menschen so grausam? Wie kann man seine eigene Mama so in Stich lassen?

Sie schickt ihren Enkelkindern jede Woche Postkarten, doch sie bekommt nie eine Antwort..

Sie sagte neulich zu mir, das ich ihre beste Freundin bin.

Ich wollte fragen, ob es möglich ist sie zu adoptieren? Also meine Eltern? Ich habe nämlich keine Oma. Wir hätten auch Platz und ich würde mir weiter mit meiner Schwester ein Zimmer teilen (ich sollte im Frühling ein eigenes bekommen). Was meint ihr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AureliaChristin, 1.319

Natürlich kannst Du sie als Deine Oma „adoptieren“, also aussuchen und entsprechend behandeln.

... Sie hat drei Kinder: Zwei Töchter und einen Sohn und alle drei
kümmern sich nicht um sie. Sie haben sie weder zu Weihnachten besucht
noch zu ihrem Geburtstag. Sie haben nicht mal angerufen und gratuliert

Aber Vorsicht, wenn schon ihre drei Kinder nichts mit ihr zu tun haben
wollen, wird das sicher seine Gründe haben. Vllt. ist sie rechthaberisch
veranlagt, evtl. egoistisch oder gar hinterhältig und/oder gemein, wer
weiß das schon?! Du wirst es im Laufe der Zeit herausfinden und kannst
Dich dann immer noch von ihr distanzieren.

Der Versuch wird sich für Dich und auch für sie sicherlich lohnen. Kann sein, dass sie inzwischen altersweise und gnädiger geworden ist, als ihre Kinder es von ihr gewohnt sind.

Ich habe nämlich keine Oma. Wir hätten auch Platz und ich würde mir weiter mit meiner Schwester ein Zimmer teilen!

Hoppla ... nochmals Vorsicht! Warte noch ein wenig damit, bis Du sie besser
kennst. Lade sie vorerst - vorausgesetzt, Deine Eltern sind einverstanden - zum Kaffee zu Euch nach Hause ein und das auch durchaus mehrmals. Die Chemie zwischen Deinen Eltern und ihr muss ja auch stimmen. Und ob die „Oma“ mit nur einem Zimmer plus Familienanschluss zufrieden ist, muss sich auch noch herauskristallisieren.

Aus einer anderen Frage von Dir: http://www.gutefrage.net/frage/warum-ist-meine-familie-assozial?

...
Ich musste schon oft hören, das meine Familie asozial ist, weil meine
Eltern sechs Kinder haben... [...] ... Mein Vater ist Arzt und meine
Mama Busfahrerin. Sie sind zwar beide sehr streng, aber tun alles für
uns.

Ja und wie schaut es mit der Zeit aus? Ich denke, Deine Eltern haben nicht allzu viel Zeit für Euch und wenn dann noch eine Oma hinzu kommt, werden sie noch mehr Arbeit und noch weniger Zeit haben. Oder soll die „Oma“ Hausmädchen "spielen"?

Wir wohnen in einem schönen Haus in einem Dorf am Rand von einer Stadt.

So ... die alte Dame lebt z.Zt. in einer eigenen Wohnung in der Stadt und wäscht, putzt, kauft ein und kocht noch für sich selbst.

... und ins Heim möchte sie nicht, da sie dafür in einen anderen
Stadtteil müsste, weil das Heim hier voll ist. Dabei lebt sie schon ihr
ganzes Leben in dem Stadtteil ...

Und Du möchtest sie jetzt aus diesem Leben rausreißen, weil Du Mitleid mit
ihr hast? Ein Umzug in eine ganz andere Gegend zu „fremden Leuten“ würde ihr sicher NICHT gut tun. Entweder hätte sie dann noch mehr Langeweile, weil ihr sämtliche Arbeit abgenommen würde oder sie würde als „Putze“ von Euch „missbraucht“, was ich noch schlimmer finden würde. Die alte Dame macht auf mich nicht den Eindruck, dass sie sehr unzufrieden und unglücklich mit ihrer Lebenssituation ist. Lediglich ihre Kinder und ihre Enkel fehlen ihr. Du weißt nicht, was da vorgefallen ist, warum sie sich so verhalten, also halte Dich da mal ganz schön raus. Glaub mir, bei so etwas ist NIE nur eine/r schuld.

Was Deine Familie betrifft: Immer jemand Fremdes im Haus zu haben - auch wenn man denjenigen mag - ist etwas anderes, als wenn es die eigene Oma wäre. Wie wollt Ihr das mit der Miete und dem Essen finanziell handhaben? Was ist mit Urlaub? Wollt ihr sie mitnehmen oder allein im Haus lassen?

Im Dorf wird eh schon über Euch geredet:

Viele sagen, das eine Familie mit sechs Kindern nur vom Staat lebt und Kindergeld wollen.

Dann werden sich die Leute noch mehr das Maul zerreissen und sagen, dass Ihr nur auf die Rente der alten Frau scharf seid.

Dein Mitgefühl in allen Ehren, aber so wie es jetzt ist, dass Du sie besuchst, Zeit mit ihr verbringst und mit ihr „spielst“, finde ich schonmal sehr lobenswert. Ich würde es dabei  belassen. Der Abwechslung halber kannst Du ja mal für sie backen oder ihr backt bzw. kocht gemeinsam etwas. Hauptsache, die Schule ( http://www.gutefrage.net/frage/aerger-wegen-schlechten-zeugnis? ) und andere Freizeitaktivitäten müssen nicht darunter leiden.

Du bist zwar erst 11 Jahre alt, aber wahrscheinlich schon in der Pubertät und dann dauert es nicht mehr lange bis zum ersten Freund, es fängt ja schon an: ( http://www.gutefrage.net/frage/wie-kann-ich-meine-eltern-ueberreden-bei-jonathan...? )

Und in meiner Klasse ist ein Junge (zwei Monate älter als ich) namens
Jonathan mit dem ich mich total gut angefreundet habe. Auf jeden Fall
hat er mich gefragt ob ich am Montag bei ihm schlafen möchte.

Dann wirst Du nicht mehr viel Zeit haben, Dich mit Deiner „Oma“ zu beschäftigen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie Dir sogar lästig wird!

Kennst Du das Sprichwort „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“?

Das soll im übertragenen Sinne bedeuten, dass man ältere Menschen nicht aus ihrer gewohnten Umgebung reißen sollte. Für sie ist ein Umzug organisatorisch und emotional eine sehr große Hürde und nicht zumutbar.

Denk mal darüber nach!

Kommentar von Apfeltraube12 ,

Tut mir leid..Jetzt fühle ich mich schlecht..

Aber sie ist ganz bestimmt nicht so, wie du es verschreibst.

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Du musst dich nicht schlecht fühlen, im Gegenteil - unsere Welt braucht gerade junge Menschen wie dich...:)

Kommentar von Fishmeaker ,

Das muss dir nicht leid tun!

Es ist furchtbar lieb, was du da machst.
Wir brauchen auf der Welt mehr so nette Menschen wie dich!

Was wir dir sagen wollen ist, dass du trotzdem immer ein bisschen vorsichtig sein musst. ;)

Kommentar von Tjula1 ,

Super Antwort, vor allem, dass du sagst, dass NIE nur eine Seite schuld ist. Ich kenne das von meiner Oma - sie hat auch kaum Besuch von ihren Kindern. Erst tut sie sehr lieb (ist es irgendwo auch) und ist so bemitleidenswert. Wie können die bösen Kinder nur nie kommen? Aber wie es hintenrum aussieht, dass sie versucht hat ihre EIGENEN Kinder gegeneinander auszuspielen, das bekommt nie jemand mit (und würde man ihr auch nie zutrauen). Dazu kommen noch zig andere Sachen, so dass ein Besuch immer mit großer Anstrengung verbunden ist.

Schön, dass du das noch mal aufgezeigt hast :) LG

Kommentar von Jambo16 ,

Ich finde die Antwort relativ negativ. Dass ein junges Mädchen sich so sehr für Andere einsetzt gibt es in der heute so egoistischen Welt selten und das muss auf jeden Fall klar gestellt werden. Natürlich gebe ich AureliaChristin recht, dass man einer fremden Person nicht zu schnell vertrauen sollte und sich erst einmal besser kennenlernen muss. Darauf würde ich auch sehr achten, man weiß ja nie... aber die Gegenargumente von AureliaChristin waren teilweise vielleicht doch etwas weit hergeholt, da uns die Situation von Apfeltraube12 nicht bekannt ist.
Daher: Einfach locker bleiben und gleichzeitig etwas vorsichtig, um zu schauen wie sich die Situation und das Verhältnis mit deiner Oma entwickelt. :)

Kommentar von AureliaChristin ,

An Apfeltraube12: Ich bedanke ich mich recht herzlich für den Stern!

Antwort
von kiniro, 908

Adoptieren im normalen Sinne geht nicht.

Was dich nicht daran hindern soll, sie als deine "Freundin-Oma" zu nehmen.

Erzähle deinen Eltern von ihr, trefft euch alle erst einmal an einem neutralen Ort - z.B. in einem Café.

Ich kann mir gut vorstellen, dass du sie gerne in deiner Nähe hättest - gebe allerdings zu bedenken, dass nicht jeder aus seiner gewohnten Umgebungen "gerissen" werden möchte.

Vielleicht hast du die Möglichkeit, sie öfters zu besuchen.

Antwort
von Pudelwohl3, 867

Du hast mich mit der Geschichte sehr gerührt. Mir gefällt es sehr, wie Du erzählst und mit welcher liebevollen Aufmerksamkeit Du durch die Welt gehst.

Nun zu Deiner Frage: Omas kann man nicht adoptieren. dieser Begriff ist für Kinder vorgesehen, die in der Regel noch nicht erwachsen sind.

Omas kann man aber einfach besuchen, ihnen Zeit schenken oder auch - wenn sich alle einig sind - bei sich aufnehmen.

Ohne jede Genehmigung.

Ich wünsche Dir und "Deiner" Oma noch eine wunderbare Zeit.

Kommentar von Apfeltraube12 ,

Danke für die liebe Antwort. Das ist wirklich nett! :))

Antwort
von coconutaly1000, 427

Hey!

Man kann leider keinen Oma adoptieren! Das können Eltern nur mit Kindern machen. Aber du musst sie ja nicht adoptieren, du kannst ja auch einfach viel Zeit mit ihr verbringen! Ihr könnt Sachen unternehmen usw.!

Das mit dem Einzug halte ich für keine Gute Idee, da ein Umzug 1. nicht billig ist, und da es 2. auch fraglich ist, ob deine Eltern eine ihnen wildfremde Frau mit einziehen lassen!  Vielleicht könntest du ihr ja auch dabei helfen, wieder Frieden mit ihren Kindern zu schließen! Ich drücke euch beiden fest die Daumen;D

Kommentar von vierfarbeimer ,

Erwachsenenadoption ist in Deutschland sehr wohl möglich.

http://lmgtfy.com/?q=Erwachsenenadoption

Antwort
von Erklaerbaer17, 417

Eine sehr schöne traurige Geschichte! Und ich finde es richtig schön das dir arme Menschen nicht egal sind, egal wie alt sie sind!

Um in ihr deine Oma zu sehen brauchen deine Eltern sie nicht gleich adoptieren. Deine Eltern müssen sich nur bereit erklären sie bei sich aufzunehmen und gegeben falls zu Pflegen wenn es erforderlich ist. 

Wenn deine "Wunsch Oma" auch damit einverstanden ist, steht dem nichts mehr im Wege. So wie ich das gelesen habe ist sie ja ein Selbständiger Mensch der es wegen ihres Alters nicht ganz leicht hat. Aber nicht entmündigt ist. Dann wäre die Sache allerdings etwas komplizierter, da dann noch von ihrem Vormund eine Erlaubnis eingeholt werden müsste.

Wünsch dir noch viele schöne Jahre mit deiner "Wunsch Oma"!!  

Antwort
von kreativkruemmel, 342

Sprech mit deinen Eltern, ob sie nicht mal übers Wochenende oder so zu euch kommen kann.Mit ganz einziehen lassen das würde ich lassen, auch an stelle deiner Eltern.erstens ist sie noch in der Lage alleine zu leben , könnte sie das nicht wäre sie im Heim oder sie hätte zu mindes Krankenschwestern die ein paar mal am Tag zu ihr kommen.(auch Betreuer) Wenn es Einsamkeit ist, es werden z.b. von der Kirche immer Sachen angeboten an denen ältere Leute teil haben können. und sie ist ja durch aus Intressiert was in ihrer Umgebung ist, sonst würde sie nicht am Kaufhaus sondern Zuhause sitzen. Es sprich ja wirklich für dich das du zu der alten Frau gehst, aber sie bei euch einziehen zu lassen, ist es nicht mit getan, das sie ein zimmer und essen hat, das ihre Wäsche gewaschen gebügelt und sotiert wird, es muss ein Umzug gemacht werden , in den sie sich von Sachen trennen muss, ihr müssen die Medekamente gestellt werden, und dann  und leider gehts in diesen alter sehr schnell, kann sie zum Pflegefall werden.. ja aber hallo.. das ist was ,was schon schwer, für die ganze Familie ist, aber wenns dann noch bei jemand fremden ist, es geht ums waschen , vor allen hilfe beim Toilettengang, ewentuell muss sie essen gereicht bekommen, ewentuell muss sie z.b. bei diabetis, (im alter häufig) extra gekocht bekommen, auch so was kann man nicht einfach so, man muss dazu ewentuell kochkurse besuchen, was ist wenn sie nachts laut ist(auch häufig) zu dem müssen auch viele sachen mit den Kindern abgesprochen werden.Wenn die Frau schon seid jungen jahren bei euch ein und aus gegangen wäre, das sich schon eine art vertrauen in Jahren auf gebaut hätte, dann könnte man sagen versucht es, aber nicht bei einer älteren Dame mit der man paar mal Plätzchen gebacken hat.und wenns nicht klappt, dann die Frau doch ins Heim,. Macht das nicht, stell ihr dein Zimmer fürs Wochenende zur verfügung und schau du auch erst mal  bist du bereit sagen wir mal, nur ein halbes jahr, jeden Samstag  und Sonntag nix mehr zu machen , wie sich um diese , immer noch fremde Frau zu kümmern... abgesehen da von, was ist mit Schule, .. deine Mutter wenn sie dann Zuhause ist, soll sie sie jeden weg die fremde Frau mit nehmen, wohl möglich später im Rollstuhl schieben....Besser ein paar gut gemeinte Stunden. das ist schon mehr wie viele leute von fremden haben. Möchte nicht wissen wieviel Familien schon zerbrochen sind, durch pflegefälle die n der eigenen Familie sind, Aber bei dann noch fremden .. Ich muss sagen Nein Danke.und was ihre eigenen Kinder angeht ich kann nicht viel für sagen, aber meine Meinung hab ich 3 Kinder und dazu Enkelkinder und niemand!! will was mit mir zu tun haben, selbst an Ehrentage... Nicht alle Kinder und Enkel müssen die Mama oder Oma küssen, aber der einen oder andere würde es doch wollen, und wird es vieleicht auch.(erzählt ist schnell was) nicht das sie dir nur auf die Tränendrüse drücken will.  Versuch doch mit ihr zusammen kontakt zu eines ihrer kinder auf zu nehmen, das wäre doch was, was nur in ihren sinne sein könnte.

.

Antwort
von ichglaubsnich, 377

erstmal ..find ich gut, kümmer dich ruhig weiter um sie, das ist toll :)

und es muss auch nicht sein, dass ihre Kindern sich nicht mehr bei ihre melden, weil sie eine "grausame Mama" war .. vielleicht sind ihre Kinder einfach nur sehr egoistisch - un viel mit ihrem eigenen Leben beschäftigt? - Wie immer es sein mag.. hat das ja nichts mehr mit dem Leben (oder dem Menschen) zutun, der sie jetzt ist ..und ich finde es schlimm, dass heutzutage *überhaupt* so etwas wie Altersheime existieren - wo die alten Leute abgeschoben werden, statt dass die Kinder sie bei sich aufnehmen, sie pflegen etc... purer Egoismus (dabei haben umgekehrt diese Eltern sich jahrelang um sie gekümmert, waren nächtelang wegen ihnen wach, später wenn als die Kinder größer geworden sind, haben (die meisten) Eltern ihr bestes getan, um ihren Kindern eine gute Schulausbildung zu ermöglich, für sie zu sorgen.. aber wenn sie dann selbst älter werden - und vllt Hilfe brauchen - schiebt man sie in ein Heim ab. Find ich ekelhaft - und extrem undankbar noch dazu..wie gesagt: Egoismus pur:/

also.. wenn du einen Teil (und vllt auch einen sehr großen) dazu beitragen kannst -klar, mach es (solange du darüber deine eigene Familie bspw nicht vernachlässigst) ..kannst sie ja wie gesagt mit nach Hause nehmen, dann können deine Eltern sie auch mal kennenlernen, vllt verstehen sie sich ja auch - und wissen dann mit/bei wem ihre Tochter ihre Zeit so verbringt. Kann nicht schaden..(auch dass sie wissen wo du bist, dich telefonisch erreichen können, etc)

noch was..

kleine Anmerkung für alle anderen Leser - dieses Mädchen ist 11 Jahre - und hat eine bessere Rechtsschreibug (und bessere Sprache - nicht so asozial) drauf, als vielleicht 80% der User hier... sollte man sich da nicht irgendwie schämen? Und vielleicht 'ne Scheibe von abschneiden ;)

liebe Grüße

Kommentar von Tjula1 ,

Sorry, aber das mit den Altersheimen finde ich absolut daneben. Bestimmt gibt es welche, die sehr egoistisch sind, aber es gibt auch genug andere, die sich einfach nicht Vollzeit um ihre Eltern kümmern können. Was macht man denn, wenn beide berufstätig sind und der Vater/die Mutter schwer dement? Da muss man 24 h da sein um Katastrophen zu verhindern. Das geht physisch und psychisch nicht so einfach.

Kommentar von ichglaubsnich ,

..finde ich nicht. Ich finde, dann sollte lieber ein Partner auf seine Karriere verzichten, solange es eben nötig ist, und sich stattdessen um seine Mutter/seinen Vater kümmern. Ich finde es ist eine Schande, wenn meine Mutter (oder mein Vater) in so einer Sitaution wäre und ich würde sie quasi "abschieben" oder hängen lassen..

lieber finanziell ein bisschen zurückstecken, kleinere Wohnung, Urlaubspläne auf 0 als so etwas..

(ich meine.. ich habe einigermaßen viele Geschwister, da ist das wahrscheinlich leichter, man könnte sich gegenseitig helfen und unterstützen .. mag ja sein, dass es Fälle gibt (wenn man bspw Einzelkind ist, vllt alleine mit Kindern lebt) - wo es wirklich klüger ist, das es solche Einrichtungen gibt.. aber im Normalfall? (bei 3 Kindern bspw?) Wie gesagt, ich finde das ist eine Schande.. - und ich werde mein möglichstes tun *meinen* Eltern so ein Schicksal zu ersparen, sollten sie je in diese Situation kommen...)

Naja, nein, natürlich/wahrscheinlich ist es nicht *einfach* (psychisch und physisch) ..aber dann muss man eben Priortäten setzen.. (und *leicht* war die Erziehung/Versorgung der Kinder - für die Eltern - umgekehrt ganz sicher auch nicht.. that's life)

Kommentar von Schrauber1970 ,

Manchmal geht es aber nicht um Karriere, sondern um den Unterhalt der Familie.

Manchmal sind Angehörige auch schlicht überfordert mit der Pflege - das ist dann für keinen gut. Meine Schwiegermutter lebte einige Zeit bei uns und wir beide haben unsere Arbeitszeiten angepasst, damit wir uns um sie kümmern konnten. Problem: Sie war schwerst dement, körperlich aber noch sehr fit.

Konsequenz (leider): Sie neigte zu Gewaltausbrüchen wenn sie verwirrt war. Beruhigen war schwer möglich, weil sie einfach nichts mehr begriffen hat. Sie hat ihrer eigenen Tochter (meiner Frau) mit einer Lampe einen Zahn abgebrochen, weil sie damit nach ihr geworfen hat - sie hat sie einfach nicht erkannt. Auf meinen Sohn hat sie eingeprügelt, weil sie ihn für einen Einbrecher gehalten hat.

Sorry - nichts mit "that's life". Das ging einfach nicht mehr. Es hat uns unglaublich weh getan, aber das war nicht zu schaffen.

Kommentar von ichglaubsnich ,

okay.. man muss differenzieren, das stimmt. tut mir leid, falls ich mit meiner Aussage, einigen Menschen Unrecht getan habe - ihr habt es immerhin versucht. wünsche euch trotzdem alles Gute!

Kommentar von Tjula1 ,

Hey,

also versteh mich bitte nicht falsch, grundsätzlich gebe ich dir Recht! :) ich denke, solange es eine "Durchschnittsfamilie" ist (mehrere Geschwister, alles haben Jobs und einigermaßen Geld etc), sollte man selbstverständlich versuchen, sich so lange wie möglich um die Eltern zu kümmern. 

Ich habe es erstmal aus meiner Sicht (und der Sicht meiner Freunde/Bekannten) gesehen: ich bin Einzelkind, studiere derzeit Medizin und habe hoffentlich später mal eine eigene Praxis. Da ist es nicht so einfach die Stunden zu kürzen (vor allem bei dem derzeitigen Ärztemangel). Trotzdem hoffe ich natürlich, dass sich da eine Lösung finden lässt (die für alle menschlich ist). 

Und was ich noch loswerden möchte: ich habe sehr, sehr viele Situationen kennengelernt, die die häusliche Betreuung unmöglich machen: finanzielle Not (viele Menschen verdienten gerade mal den Mindestlohn und MÜSSEN daher arbeiten gehen, damit sie Miete, Essen etc bezahlen können), selber viele eigene Kinder haben (manche sind damit schon leider schnell überfordert), aggressive Patienten (aufgrund von Demenz, Depressionen etc) oder auch eine zu starke psychische Belastung. Manchmal kann es für jemanden zu viel sein: die Eltern so krank zu sehen und dann noch mehr Verantwortung von Kindern, Ehepartnern und Geld etc. Da ist es sehr, sehr wichtig, rechtzeitig gegen das Burn-Out zu steuern, etwa durch Tagespflege für die Eltern.

LG Tjula

P.S. So eine Pflege kann verdammt teuer sein!!! Man brauch u.a. ein spezielles/umgebautes Auto, Bett, Toilette, Bad, Rollstuhl, Stützstrümpfe (werden leider nicht ausreichend von der KK bezahlt), Windeln, Zuschüsse für Medikamente....da gibt es so viel, was man aus eigener Tasche bezahlen muss. 

Kommentar von Schrauber1970 ,

Ein sehr guter Kommentar.

Absolut richtig! Meine Frau hat lange gebraucht, um die Erfahrungen zu verarbeiten und sie ist sehr stark. Unsere Kinder haben es erstaunlich gut hingenommen, aber wir Eltern waren mit den Nerven wirklich am Ende.

Wir hatten auch das Glück, zwei Einkommen zu haben und die Jobs zeitlich so einteilen zu können, dass Pflege möglich war. Finanziell gemerkt haben wir es trotzdem sehr.

Dir viel Erfolg im Studium!

Kommentar von Schrauber1970 ,

Kommentar verschoben.

Kommentar von Schrauber1970 ,

@ichglaubsnicht

Das ist schon in Ordnung - bei Dir scheint die
Konstellation auch zu passen. Wir haben es uns auch tatsächlich viel einfacher vorgestellt, als es später war. Leider wurden wir, nachdem die Schwiegermutter im Heim war, mehrfach für diese Entscheidung angegriffen. Viele Menschen haben nicht
verstanden, wie schlimm die Belastung sein kann.

Wie Tjula1 schon angesprochen hat, ist es auch eine finanzielle Frage. Wir waren zwei Verdiener, die ihre Stellen auf Teilzeit kürzen konnten, damit ging es. Vielen anderen wird es anders gehen. Geschwister hat meine Frau aber nicht, daher hat uns niemand unter die Arme gegriffen.

Mit den Kassen mussten wir um jede Pflegeleistung und jedes Stück Ausrüstung kämpfen.

Als Nachtrag: Meiner Schwiegermutter ging es im Heim tatsächlich (auch objektiv betrachtet) viel besser. Die Pflegekräfte dort waren großartig und sie haben einfach viel mehr Ruhe im Umgang mit einer sehr aggressiven Patientin, weil sie es gewöhnt waren und gelernt hatten - und weil sie nicht persönlich betroffen waren. Das ist man als Laie (meine Frau ist beispielsweise Informatikerin) einfach nicht und die Überforderung überträgt sich auf den Patienten.

Im Heim hat sie mehr zu sich gefunden, hatte mehr Momente der Klarheit und irgendwo noch Lebensqualität.

Antwort
von Fishmeaker, 140

Hallo Mara,

ich finde deine Geschichte wahnsinnig schön. Mir kullern immer noch ein paar Tränen über die Wangen.

"Oma sein" ist vor allem ein Gefühl. Genau wie "Enkel sein". Wenn sie dir wirklich so viel bedeutet ist sie doch schon deine Oma, denn du bedeutest ihr viel.

Mit der Zeit, die du mir ihr gemeinsam verbringst, machst du ihr das schönste Geschenk auf Erden.

Du kannst ja mal deine Eltern fragen, ob ihr sie mal zum essen einladen könnt.

Ich wünsche euch beiden noch eine ganz, ganz tolle gemeinsame Zeit!

Antwort
von User1952, 6

Das kann nur rechtlich abgeklärt werden. Was sagen deine Eltern dazu? Es muss ja nicht gleich Adoption sein. Nimm sie doch auch als beste Freundin. Vielleicht können deine Eltern sie auch auf Ausflüge mitnehmen. Rede erst mit deinen Eltern.

Antwort
von ASmellOfRoses, 413

Deine Frage hat mich fast zu Tränen gerührt - hab sowieso nah am Wasser gebaut, besonders, weil soviele ganz junge Menschen soviel Mitgefühl und Reife an den Tag legen - im Gegensatz zu vielen sog. Erwachsenen...

Im Grunde hast du doch diese einsame Frau bereits als Oma "adoptiert" und sie hat dich als Enkelin angenommen - in euren Herzen !

Das ist viel wichtiger und viel mehr wert als ein Stück Papier...

Du könntest sie doch erstmal ab und zu einladen zu euch heim und umgekehrt, dann können sich alle beschnuppern und annähern...

Das Prinzip der sog. "Leihgroßeltern" gibt es schon länger, was ich total schön finde ! :)

Eine vollkommen fremde Person häuslich aufzunehmen, wäre (noch) ein zu großer Schritt für deine Eltern - auch, wenn du es total lieb meinst.

Warum es zum Zerwürfnis mit ihren Kindern kam, solltest du nicht zu schnell beurteilen, wenn du nur die eine Seite hörst - wichtig ist doch das JETZT und HIER...

Ihr könntet doch als Familie gemeinsam mit ihr erstmal Ausflüge und Unternehmungen planen - das könnten dann die Highlights sein für deine Wahl-Omi, denn aus der gewohnten Umgebung gepflückt zu werden, muss nicht unbedingt schön und erstrebenswert für alte Menschen sein...

Ich wünsche dir, der liebenswerten älteren Dame und euch allen als "Patchwork-Gemeinschaft" eine schöne und harmonische Zukunft, von der alle profitieren...:)

Antwort
von lupoklick, 224

Formell geht das nicht, aaaber:

Meine Familie hatte eine "Tante Grete" sozusagen "für Eigen angenommen" - nicht verwandt - sie besuchte uns jeden Monat...

Irgendwann bekamen wir die Nachricht - Telefon hatte wir nicht -"Tante Grete" sei verstorben....Doch es handelte sich um unsere "richtige" Tante, die Frau des Onkels...

Wir Kinder atmeten hörbar auf.".... ach, DIE ..." und besuchten nach der Beerdigung die "Tante Grete", die wir liebten.....

Ich wünsche Dir, Euch, eine gute Zeit mit der "alten Dame"....

PS.: Irgendwo las ich eine Kurzgeschichte, wo ein Junge "mit Gott gefrühstückt" hat -   "Sie ist nett, die alte Dame von der Parkbank..."

Antwort
von Marietomas, 182

Du kannst sie natürlich adoptieren aber du weißt halt nicht ob sie nicht was im Schilde führt

Antwort
von ResaZT96, 368

Hi,
ich finde was du machst super schön :) wenigstens gibts noch paar wenige Menschen, die sowas machen. Ich glaube nicht, dass man eine Oma adoptieren kann, aber bestimmt kannst du sie als wichtige Person in deinem Leben einordnen. Egal ob des richterlich so geregelt wird das ihr verwandt seit. Stell sie mal deinen Eltern vor, vll laden sie die Frau mal zum Kaffeetrinken ein oder die Frau läd euch ein. :) Hauptsache sie hat noch eine Menge Freude :)

Antwort
von Nessi1308, 298

süß

frage deine eltern und die dame und die muss ja nicht unbeding adoptiert werden

vielleicht sollte sie sich eine wohnung in der nähe von eurem haus suchen oder ihr baut euer haus um ( noch eine kleine wohnung oder ein zusätzliches zimmer)

(ist das eine ernste frage ;) )

Kommentar von Apfeltraube12 ,

Ja, die Frage ist sehr ernst gemeint! Ne, wir sind erst in das Haus gezogen.

Kommentar von Nessi1308 ,

wenn deine elteren einverstanden sind (wenn ihr einen dachboden) baut euren dachboden um wenn das geht und sie könnte vielleicht zu einer kleinen miete da wohnen

Kommentar von Nessi1308 ,

oder sie hilft im haushal z.b saugen oder wischen

Antwort
von Zwergensalz, 100

Eine Adoption ist nur andersherum möglich und nur im direkten Eltern-Kind-Verhältnis. Das heisst, dass dich die Oma als Sohn/Tocher adoptieren kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Antwort
von laura0389, 318

Ihr müsst sie doch garnicht adoptieren. Sprich doch einfach erst einmal mit deinen Eltern darüber, vielleicht haben die ja auch eine Idee, wie ihr das regeln könnt. Aber sie kann ja auch ohne Adoption zu euch ziehen, wenn das für euch alle okay ist.

Antwort
von brido, 200

Nein, sie kann Dich adoptieren wenn Deine Eltern es zulassen. 

Antwort
von ALLcharALL, 249

Wow :) bist echt eine tolle Person . Deine Rechtschreibung und dein Satzbau für dein Alter ist super gut , Respekt !

Das wird schwer :/ ich denke nicht ,das deine Eltern das wollen ... musst halt fragen und wenn sie ja sagen, Spricht nichts gegen den Einzug der dame.

Kommentar von Apfeltraube12 ,

Meine kleinen Geschwister mögen sie auch gerne! Meine Eltern kennen Sie noch nicht.

Kommentar von ALLcharALL ,

dann frag sie und wenn sie nichts dagegen, hast du eine neue Mitbewohnerin^^

Kommentar von ALLcharALL ,

haben*

Antwort
von bigbang108, 143

DEFENITIV Nein!!!

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