Frage von Charonmond, 72

Kann ich deshalb mein Arbeitsvertrag als ungültig erklären lassen ?

In meinen Arbeitsvertrag steht Wort wörtlich :

Das Arbeitsverhältnis ist vom 19.10.2016 bis zum 18.10.2016

Kann ich deshalb eventuell den Vertrag als ungültig erklären lassen ?

ich möchte keine Sperrfrist vom Arbeitsamt Im Prinzip ist doch der Vertrag ungültig

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit & Arbeitsrecht, 24

Hier handelt es sich ganz offensichtlich um einen Tippfehler in Deinem befristeten Arbeitsvertrag.

Warum befürchtest Du eine Sperrfrist vom Amt? Willst Du dort nicht mehr arbeiten?

Falls Du jetzt, nach Ablauf der Befristung, ohne einen neuen Arbeitsvertrag bzw. eine schriftliche Verlängerung des befristeten Vertrags mit Wissen des AG immer noch dort arbeitest, hast Du ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Willst Du nicht mehr dort arbeiten, musst Du unter Einhaltung der vereinbarten/tariflichen/gesetzlichen Kündigungsfrist kündigen. Eine Sperre des ALG ist dann selbstverständlich.

Selbst wenn der ursprüngliche Arbeitsvertrag ungültig wäre (was er nicht ist), könntest Du nicht ohne Konsequenzen den Job an den Nagel hängen. Du hättest von Anfang an einen unbefristeten Arbeitsvertrag gehabt und damit wärst Du genau so weit wie Du jetzt bist.

Eine Sperre gibt es immer dann, wenn man aus eigenem Verschulden keinen Job mehr hat. Ob Du selbst kündigst, eine Verlängerung der Befristung nicht unterschreibst, die Stelle nicht antrittst oder verhaltensbedingt gekündigt wirst,  spielt keine Rolle. Das Ergebnis ist das selbe.

Antwort
von medmonk, 45

Das Arbeitsverhältnis ist vom 19.10.2016 bis zum 18.10.2016

Wenn es so in deinem Arbeitsvertrag drin steht, ist es unbeachtlich. Um Missverständnisse in der Zukunft vorzubeugen, sollte dieser natürlich korrigiert werden. 

ich möchte keine Sperrfrist vom Affenamt Im Prinzip ist doch der Vertrag ungültig

Nein, der Vertrag ist deshalb nicht ungültig. Du kannst und solltest deinen Arbeitgeber jedoch darum bitten, den Fehler zu korrigieren. Auf Grund des Datum scheint es ja ein auf 1 Jahr befristeter Vertrag zu sein. Da hat sich die Tippse lediglich beim Ausfüllen vertan. Dadurch wird aber wie schon gesagt der Vertrag nicht ungültig. 

Antwort
von piobar, 41

Nicht ganz, es handelt sich hier um einem Fehler - das ist ganz klar.

Da aber dein Arbeitsverhältnis bereits "abgelaufen" ist und du keinen neuen erhalten hast, greift die gesetzliche Regelung - Glückwunsch du bist unbefristet...

Kommentar von medmonk ,

Da aber dein Arbeitsverhältnis bereits "abgelaufen" ist und du keinen neuen erhalten hast, greift die gesetzliche Regelung - Glückwunsch du bist unbefristet...

Nur des Fehlers wegen hat der Fragesteller keinen unbefristeten Vertrag. Der Fehler ist schlichtweg unbeachtlich und sollte lediglich korrigiert werden. Nicht mehr, nicht weniger. 

Kommentar von piobar ,

Gesetzliche Regelung greift mit Beginn des ersten Arbeitstag OHNE einen gültigen Arbeitsvertrag.

Kommentar von medmonk ,

Der Fragesteller hat mit keiner Silbe erwähnt, das er bereits vor dem Unterschreiben des Vertrages für den AG gearbeitet hat. Sollte das der Fall sein, dann gilt die gesetzliche Regelung (sprich unbefristetes Arbeitsverhältnis). Wenn nicht, ist der Fehler unbeachtlich bzw. korrigiert werden sollte. 

Kommentar von piobar ,

das ist ergänzend richtig und bin davon ausgegangen...

Antwort
von Ontario, 14

Hier handelt es sich um einen Tippfehler der korrigiert werden muss. Deshalb ist der Vertrag nicht ungültig. Bitte deinen Arbeitgeber den Fehler korrigieren zu lassen. So wie du es beschreibst, handelt es sich um einen befristeten Arbeitsvertrag der vom 19.10.2016 bis 18.10. 2017 laufen soll. Kündigst du den Vertrag, musst du die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten. Eine Sperre durch das Amt wäre die Folge, wenn du durch Eigenverschulden ((Kündigung)  die Stelle nicht antrittst, oder einer Verlängerung des Arbeitsverhältnisses nicht zustimmst. Schliesslich sind die Leistungen die du durch die ARGE erhälst, Steuergelder und kein Geld der ARGE.

Antwort
von clemensw, 25

Nein, der Fehler bei der Befristung führt "nur" zur Entfristung des Arbeitsvertrags.

Der restliche Vertrag bleibt gültig, d.h. Du hast jetzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. 

Die Sanktionen bei einer Kündigung deinerseits gelten weiterhin. 

Antwort
von coding24, 15

"Vom Affenamt" - allein deshalb sollte es eine Sperre geben ...

Antwort
von fernandoHuart, 17

Ein Vertrag entsteht wenn beide Parteien unterschrieben haben.

Du bist schon bei der Arbeit.

Aber, Du hast Recht. Dein Arbeitgeber verdient kein unfehlbare Mitarbeiter wie Du. ;-) <---

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